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Mandey
17.02.2014, 14:33
Ich setze dies Für meine Ältere Original Werderraner Landsleute ein, Die meiste von euch Beherrschen ja doch noch unser schönes Werderraner Platt nicht wahr Herbert?

Gedichte und Vertellkes
Von.TH.Albert Lupushorst
Ut de Neddrung
Plattdütsche Gedichte
De niege Jauchverdehler.



Wer doar mett Jauch befoahrt sien,Land De but sehr grote Röwe. Ett kömmt denn vär dat woll twe Mann An enner Röw to hewe. Dat wuß de Landwört Lehmann uck Dromm wull he uck nu jauche. So Schwienjauch von der Keserie. dat es de röchtge Tauche. He spannt de foßge Wallachs an. Reggt vor de Jauchewoage. Doar sitt he oaber, dat doar de.Verdehler afgeschlage. Oahne Verdehler jaucht dat schlecht. Wat sull he nu begönne? Doch he had enen klogen Kopp.He ded sick bold besönne.He schlickt sick önn de Köck herönn. Hoalt Muttersch Pflinzenpfanne, Onn bingt de uingerm Utfluß fast, Geholpe wer dem Manne. Nu fungsgenert de Sach famos.He jaucht den Dag en Morge. Onn hoapd nu noch önn enem Doag. Dat ganze to besorge. Doch andern Doags doar foahrt he nich. Nanu! Frägt em en Noaber. Foarscht nicht mehr Jauch? Hm! seggt he dropp. De Sache hewt en Oaber. Wetst doch dat hüde Dingsdag es. Mien lewer Noaber Hinze. De Mutterke de bruckt de Pann. Ett gewt doch hüde Pflinze !
es wurde Abgeschrieben v. Heinz Mandey

Herbert Claaßen
18.02.2014, 09:12
Hallo Heinz !
Wie alle Fischer haben meine Eltern untereinander Platt gesprochen, mit meiner Schwester und mir aber hochdeutsch. Und wenn wir Jungens uns am Hafen rumtrieben hörten wir ja nur platt.
Als Kind lernt man schnell; so konnte ich auch gut platt verstehen und sprechen. Im Münsterland hörte ich das westfälische Platt, das ich aber nie zu sprechen mich bemüht habe.
Sollte ich heute etwas in Plattdeutsch verfassen würde sicherlich ein Kauderwelsch zwischen Danziger- und Westfälisch Platt dabei rauskommen.
Schönen Tag noch und viele Grüße
Herbert

Wolfgang
18.02.2014, 11:40
Lieber Heinz,

es hat etwas gebraucht bis ich das alles Lesen konnte :)

Sag mal, sprichst Du das Platt noch selber?

Schöne Grüße aus dem Werder
Wolfgang

Mandey
18.02.2014, 14:07
Guten Tag,
Ja Herbert mittlerweile ist alles was wir Erlebt, Gesehen ,teils nur noch ein schöner Traum, bei uns hat meine Mutter grundsätzlich Hochdeutsch mit mir gesprochen, aber mein Vater Großeltern usw. nur Platt, gern habe ich als Junge die Ältere Menschen zugehört, wie zum Beispiel Herrn Theodor Stein aus Schiewenhorst der wohnte auf dem Damm in der Nähe der Dorfschule, jeden Winter wenn die Weichsel Eisfrei war kam er oft Sonntags Nachmittag mit dem Kahn, und besuchte meine Eltern, und meine Großeltern welche mit Ihm gleichaltrig waren, unter anderen gab es auch noch die Familie Emil Foth die wohnten nicht weit von deinem Elternhaus, da gab es noch den Fröhlichsten Mann von Schiewenhorst, Paul Rucks weit über die Dorfgrenzen bekannt, als Fröhliches Unikum, oft in Gesprächen wurde auch Herr Heinke genannt der Bootsbauer war, bekannt für sehr gute Arbeit, für meinen Vater hatte er einen Kahn gebaut, und für meinen Großvater zwei. Nun werde ich die Erinnerungen für heute wegschließen und verbleibe mit Freundlichen Grüße
Heinz Mandey

Herbert Claaßen
18.02.2014, 15:00
17969Hallo Heinz! Dies ist das Haus meines Großvaters Carl Heike, der viele Kähne gebaut hat. Es war das Haus hinter der Schule. Theodor Stein hat manchen Fuß oder Handgelenk wieder eingerenkt. Und mit der Tochter von Emil Foth, Elli, war ich gut befreundet. Sie ist vor einigen Jahren in Flensburg verstorben.
Wer ist der reichste Mann in Schiewenhorst und Schnackenburg? : "Paul Rucks", und schon war die nächste Lage fällig. 1974 und dann noch einmal etwas später habe ich ihn besucht und wir haben zusammen Machandel getrunken, den ich mitgebracht hatte. Ich hab ihn noch in einem Film.
Mit Horst Hallmann telefoniere ich öffter und wir reden über alte Zeiten in Schiewenhorst. Das sind die Erinnerungen, aus der uns niemand vertreiben kann.
Alles Gute und viele Grüße.
Herbert

Mandey
18.02.2014, 15:06
Lieber Wolfgang ich Grüße dich
Ja man muss schon hier und da 2 oder 3 mal ansetzen, um das zu verstehen aber hat man es Gerafft dann strömt die ehemalige Geschichte in den Menschen rein, Bedingung ist, man sollte das Logisch denken für kurze Zeit ins Regal legen, sonst machen solche Dinge keinen Sinn. Der Autor Herr Lupushorst, fällt mehr ins Elbingsche Platt das ist leichter zu verstehen, unser Platt, in Prinzlaff und in Nickelswalde war gleich, aber ab Neue Welt/ Pasewark/ Junkeracker bis Steegen wurden einige Wörter anders betont,


deine Frage ja ich spreche das Platt noch selber,
ich werde Dir mal einen Nachmittag schildern zwischen Min und August so wie es Tatsächlich war,es ist kein Theater von mir .
nach dem Mittag essen meinte August zu Miena
August saajcht Min nooh dem medaag eeten es mij gauns wehgaulig, de klock es uck aol dree, Mina kock ons moal ne taus Koffe,meenst dü August,eck goh ierscht nohm Backer,und hol ons ein poar Heidreickes, jo owa paus blos op daut de nich so hort send,
Freundliche Grüße Heinz Mandey