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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Karten vom alten Sperlingsdorf



sinus
23.02.2015, 16:40
Hallo, liebe Forscher der Danziger Niederung,

bei meinem Besuch im Jahr 2010 habe ich auf der Informationstafel am Rastplatz Sperlingsdorf einen Plan der Hofstellen von 1852 fotografiert. Das Foto (Anhang) hat leiser keine gute Qualität, es war trübes Wetter und der Plan war alminiert. Nach der Einweihung des Mennoniten-Weges ist die Tafel neu gestaltet worden und dieser Plan wurde dabei abgenommen. Ich wüsste zu gern, wo das Original zu bekommen ist. Möglicherweise liegt es im Danziger Staatsarchiv.
Aber auch andere alte Karten von Sperlingsdorf aus dem 19. und früehn 20. Jahrhundert interessieren mich.
Ist jemand im Besitz von besseren Kopien oder Fotos der gesuchten Karte?

Schöne Grüße aus Mecklenburg
sinus

Karin Langereih
23.02.2015, 17:58
Hallo Gerhard,
Du hattest mit vor einigen Jahren eine Kopie der Flurkarte von 1911 von Sperlingsdorf und Mönchengrebin geschickt.
Dort sind die Namen der Eigentümer eingetragen.
Meinst Du diese Karte?
Viele Grüße Karin

Karin Langereih
23.02.2015, 18:21
Ich weiß nicht, ob Du die Seite
http://www.argus.bstu.bundesarchiv.de/KART1005-36065/index.htm?kid=ce718a0d-3b6c-499a-83c1-578df0982846
kennst.
Dort im Bundesarchiv sind sehr viele Topographische Karten.
Ich habe unter "Deutsches Reich, Punkt 1" z.B. gefunden:
Trutenau, Praust, Jungfer
Ob die Grundstücke mit eingetragen sind, bezweifel ich allerdings.

sinus
23.02.2015, 21:43
Hallo, Karin,

danke für Deine Tips. Da findet man aber nur die Messtischblätter, die schon in mehreren Quellen verfügbar sind. Ich meinte eigentlich eher etwas ältere Karten, speziell eine Kopie vom Original der angehängten Karte oder etwas ähnliches, wie ich Dir damals geschickt hatte. Da gibt es noch mehr, evtl. von den Deichverbänden. Aber mal sehen, vielleicht kann ja noch einer einen Tip geben.

Schöne Grüße
sinus

MueGlo
23.02.2015, 23:42
Moin, Sinus,

falls Du entsprechende Karten für Sperlingsdorf auftreiben solltest, schau bitte auch, ob sich auch etwas zu Groß und Klein Zünder findet!!!

Beste Grüße aus Kigali,

Rainer MueGlo

Peter von Groddeck
24.02.2015, 09:46
Hallo,
ich schließe mich dem Wunsch von MueGlo an. Allerdings für Karten von Rambeltsch aus der Zeit vor den Meßtischblättern.
Gruß Peter

Bartels
24.02.2015, 12:20
Hallo,

das müssen Karten der Preußischen Landesaufnahme (https://de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_Landesaufnahme) sein - Uraufnahme bzw. Urkataster.

Rahmenbauer14
24.02.2015, 13:26
Hallo Rudolf, zwar kein Danzigbezug. Will nur darstellen wie es sich verändert.
Unter "zu Preußische Landaufnahme (1877-1915)" der enthaltene Plan: da ich auf Rügen aufgewachsen, kommt mir "Martinshafen" bekannt vor. Sie hier:

https://www.google.de/maps/place/Martinshafen,+Ostrügen,+18551+Sagard/@54.5280489,13.5285864,15z/data=!4m2!3m1!1s0x47ab467ee444c095:0x8cdffc6d89b98 e3






(https://www.google.de/maps/place/Martinshafen,+Ostrügen,+18551+Sagard/@54.5280489,13.5285864,15z/data=!4m2!3m1!1s0x47ab467ee444c095:0x8cdffc6d89b98 e3)

Rahmenbauer14
24.02.2015, 13:30
zu #8: Marlow ist in Sagard aufRügen/Jasmund eingemeindet.
Martinshafen jetzt Seglerhafen.

Schöne Grüße

Rainer

MueGlo
24.02.2015, 13:44
Moin,

die Karten der Preußischen Landesaufnahme sind wohl alle im Maßstab 1:25.000 gemacht worden. Sinus' Flurkarte ist jedoch in einem erheblich kleineren Maßstab.

Ab wann gab es für die Danziger Niederung ein Katasteramt? Wo sind deren Unterlagen geblieben? Nach 1945 müssen doch wohl die Unterlagen / Karten weiterhin Verwendung gefunden haben.

Beste Grüße aus Kigali,

Rainer MueGlo

Bartels
24.02.2015, 14:17
Moin,

Uraufnahme und Urkataster (wohl nicht auf Meter-Basis) sind zu gleicher Zeit entstanden - für Sperlingsdorf wohl um 1852. Das war die erste moderne Vermessung im Werder und die Basis für alle folgenden Karten. (Es sei den, dass die Franzosen zwischen 1807 und 1812 Vermessungen durchgeführt haben.)

Die Karten sollten auch alle in Berlin liegen,
ob die die Steine für die Lithos nach Danzig abgegeben haben - die könnten auch bei einem Vermessungsamt gelegen haben?

Spannend wären auch die ganzen Aufzeichnungen des Urkatasters mit Haus- und Grundstücksgrössen etc. - die wären bei Katasteramt oder Archiv zu suchen.

Beste Grüsse
Rudolf H. Böttcher

sinus
24.02.2015, 18:53
Hallo, Rudolf,

zur Meterbasis. Ich glaube mal irgendwo gelesen zu haben, dass in Preußen 1830 der Meter als Längenmaß und der Hektar als Flächenmaß eingeführt sein soll. Aber in der Praxis wurde auf dem Lande weiter nach Ruten und Hufen gemessen. Noch in den 1930er Jahren wurden bei Auktionen Ackergrößen in Hufen angegeben. Die Bauern hatten sich eben daran gewöhnt und mit einer Hufe wussten sie etwas anzufangen. Bei den Umrechnungen in Hektar drohte immer der Betrug.
Zu den Karten der preußischen Uraufnahme habe ich im Geheimen Staatsarchiv Berlin nichts gefunden. Womöglich liegen sie in Danzig im Staatsarchiv. Dafür sollen in Berlin aber Fotokopien von den 25 Spezialrissen der Dörfer im Danziger Werder liegen, die der Artilleriehauptmann Magnus Skepsgard 1774 angefertigt hat. Für Trutenau hängt eine Kopie im dortigen Vorlaubenhaus des Malers Kufel. Ich habe sie 2010 abfotografiert, leider mit Lichtreflexen von der Glasscheibe und ohne Blitz ging es nicht in der dunklen Stube.

Schöne Grüße aus Mecklenburg
sinus
.19391

sinus
24.02.2015, 18:58
Gleich nachgeschoben. Die Quellenangabe für diese Spezialrisse hatte ich noch vergessen:
Bestand: Allg. Kartensammlung d. Hist. Staatsarchivs Königsberg
Signatur: XX. HA, A 10193
Karteninhalt:
25 Spezialrisse von Dörfern im Danziger Werder. Fotokopien nach den Originalen von Magnus Skepsgard aus dem Jahr 1774. Je 30 x 24,5 cm Blatt a = Stüblau Blatt b = Zugdam Blatt c = Osterwick Blatt d = Kriefkohl Blatt e = Wossitz Blatt f = Langfelde Blatt g = Letzkau Blatt h = Trutenau Blatt i = Groß Zünder Blatt k = Klein Zünder Blatt l = Käsemark Blatt m = Herzberg Blatt n = Wotzlaff Blatt o = Gottswalde Blatt p = Schönau Blatt q = Sperlingsdorf Blatt r = Scharfenberg Blatt s = Landau Blatt t = [Proytenfelde/Breitfelde] Blatt u = Reichenberg Blatt v = Weßlinken Blatt w = Herrengrebin Blatt x = Güttland Blatt y = Schmerblock Blatt z = Schönrohr

Der Vorteil dieser Risse ist, dass sämtliche Höfe lagemäßig eingetragen sind, allerdings ohne Namen der Besitzer.

Bartels
24.02.2015, 21:28
Hallo,

für das großpolnische Wróblewo bei Wronki gibt es mehrere Pläne der Feldmark im Maßstab 1:5.000 (also metrisch). - Die waren dann die Basis für die Urmesstischblätter.

Die Urmesstischblätter für Brandenburg und Rheinpreussen sind alle in den letzten 20 Jahren als Reprint erschienen.

Peter von Groddeck
25.02.2015, 10:26
Hallo,
weiß jemand, ob es, wie für das Danziger Werder, auch Karten für die Danziger Höhe gibt? Und wenn ja, wo?
Gruß Peter

waldling
25.02.2015, 11:56
Hallo Peter,
es gibt eine Karte "Pommern-Westpreußen-Danzig" von Fritz Schulz. Kontakt bekommst du über Tel. 02731-358752. Bei Interesse kannst du mir auch eine PN schreiben, dann könnte ich .......
Herzliche Grüße
Uwe

Bartels
25.02.2015, 12:33
Hallo,

alle Orte sind bei westpreussen.de mit der genealogischen Karte von Fritz Schulz und Messtischblättern (20. Jh.) verlinkt.

Wer an die alten preussischen Karten (19. Jh.) will, muss jetzt den analogen oder digitalen Gang durch die Archive in Ost und West antreten.

MarcelKr
25.02.2015, 13:54
Hallo,

gerne also auch Urkataster von der Danziger Niederung.

Also es könnte jetzt sinnvoll sein mögliche Recherchen zu koordinieren, oder?

Viele Grüße,
Marcel

sinus
25.02.2015, 22:55
Gute Idee, Marcel,

also,
1. wer hat den heißen Draht zum Staatsarchiv Danzig, um mal in der Plankammer zu wühlen?
2. wer kann in Berlin-Dahlem im Geheimen Staatsarchiv recherchieren oder auch in der Staatsbibliothek nachschauen?
Wenn das mit Gebühren verbunden ist, ich würde mich beteiligen.

Schöne Grüße aus Mecklenburg
sinus

Bartels
25.02.2015, 23:07
Hallo,

zu 1. würde mir das "Heinzelmännchen" Małgorzata einfallen.
zu 2. gibt es viel BerlinerInnen in unserer "Community".

Peter von Groddeck
26.02.2015, 09:12
Hallo
Uwe, #16, vielen Dank für den Hinweis. Die Karte von Herrn Schulz habe ich schon gekauft. Ich dachte eher an Karten höchstens 1:25.000 aus der Zeit vor den Meßtischblättern.
Sinus Vorschlag in #19 unterstütze ich.
Gruß Peter

MarcelKr
26.02.2015, 12:02
Hallo zusammen,

um planvoll vorzugehen, ist es nun fraglich, welche Dokumente gesucht werden und wo danach zu suchen ist.

Für welche Gemeinden suchen wir Urkatasteruntelragen? Bin ich richtig in der Annahme, dass wir für die Kommunen/ Verwaltungsgliederungen des "Freistaatgebietes" suchen? Wurden/ werden die Bestände auf Amts- oder Kreisebene archiviert?

Welche weiteren Archive sind neben den genannten ggf. zu durchsuchen?

Viele Grüße,
Marcel

MarcelKr
27.02.2015, 11:42
Hallo,

ein Vorschlag war von "Bartels" war es, Małgorzata für eine Suche in Danzig zu gewinnen.

Was haltet Ihr von diesem Vorschlag und wer beteiligt sich an einer Aufwandentschädigung?

Małgorzata, was denkst Du, wie aufwändig diese Recherche wird?

Viele Grüße,
Marcel

Karin Langereih
27.02.2015, 14:16
Hallo,
ich bin dabei.
Viele Grüße Karin L.

Bartels
26.03.2015, 23:21
Hallo,

Preußische Landesaufnahmen und Karten:

- Roden'sche Aufnahme Westpreußens (1772/73)
- Schmettau'sche Aufnahme Preußens östlich der Weser und Mecklenburgs (1767–1787)
- Schroetter'sche Aufnahme Ost- und Westpreußens (1796–1802)
- Preußische Generalstabskarte (1816–1847; 1 : 86.400)
- Preußische Uraufnahme (1830–1865; 1 : 25.000)
- Preußische Neuaufnahme (1877–1915; 1 : 25.000)

MueGlo
27.03.2015, 00:38
Moin, Rudolf,

vielen Dank.

Dass deutsche Minister und andere Probleme mit den Quellenangaben bei ihren Doktorarbeiten haben dürfte hinreichend bekannt sein ... aber in unserem kleinen Kontext wären Angaben der Quellen bzgl. der Karten, glaube ich, doch sehr hilfreich ...

Beste Grüße aus Kigali,

Rainer MueGlo

sarpei
27.03.2015, 14:19
Hallo miteinander,

diese Informationen können so nachgelesen werden unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kartenwerken

Woher diese Angaben wiederum stammen kann ich nicht beurteilen, da ich die referenzierten Quellen nicht besitze.


Viele Grüße

Peter

sarpei
27.03.2015, 18:54
Hallo, hier ein erster Fund eines Digitalisats:

http://rcin.org.pl/dlibra/docmetadata?id=829&from=publication

Es handelt sich um:

"Karte von Ost-Preussen nebst Preussisch Litthauen und West-Preussen nebst dem Netzdistrict aufgenommen unter Leitung des Königl. Preuss. Staats Ministers Frey Herrn von Schroetteer in den Jahren von 1796 bis 1802".


Viele Grüße

Peter

sarpei
27.03.2015, 19:50
Hallo miteinander,

irgendwie scheinen mir die letzten Diskussionsbeiträge - meinen eingeschlossen - etwas von der ursprünglichen Fragestellung abgeschweift zu sein. In den letzten Beiträgen wurden vielfach diverse (preussische) Vermessungen als Basis genannt. Dies ist auch richtig aber noch nicht hinreichend, da diese 'Messtischblätter' nur die landschaftlichen Gegebenheiten abbilden. Erst in den Katasterämtern der Gemeinden wurden die Besitzverhältnisse bzw. Fluren eingezeichnet. In den Katasterämtern schlummern auch noch viele niedergeschriebene Schätze, die z.T. von den dortigen Beamten/Angestellten wegen der Kurrent-/Sütterlinschrift gar nicht mehr gelesen werden können (eigenes Erleben im Westen der Republik). Aussagen zu Katasterfragen im Rahmen von Lastenausgleichsverfahren wurden bereits in den 1920er Jahren von den polnischen Ämtern eingeholt (fand so in der eigenen Familie statt, die Dokumente habe ich noch im Original). Ich bezweifle jetzt mal bis zum Beweis des Gegenteils, dass Flurkarten aus Westpreussen generell nach Westen verlagert wurden. Auch im Westen haben i.d.R. Katasteramtsunterlagen nicht den Weg in Archive gefunden - wahrscheinlich in Polen auch nicht.

Wie auch immer: am Beispiel der Flurkarte von Sperlingsdorf könnte eine Vor-Ort-Anfrage wahrscheinlich am ehesten Licht ins Dunkel bringen.


Viele Grüße

Peter

Bartels
27.03.2015, 21:07
Moin & hallo,

#25 sollte erst einmal auflisten was es gibt. Off- & Online-Standorte zu recherchieren habe ich im Moment wenig Zeit. - Danke an Peter für den ersten Link. - Man wird allerdings von den Nachfolgern Preussens nicht gerade verwöhnt.

Die erste moderne Vermessung, der Preußischen Uraufnahme (1830–1865; 1 : 25.000) geht mit Sicherheit einher mit der Erstellung des detaillierten Urkatasters.

Es könnte allerdings noch sein, dass die Franzosen auch einige Detailpläne am Anfang des 19. Jahrhunderts erstellt haben.

NB: Bei uns kann ich Ur-Kataster-Pläne einsehen und teils auch in Repro erwerben bei Vermessungsämtern und Archiven. Die weiteren Urkataster-Unterlagen (z.B. Listen der Besitzer, mit Bewertung von Haus & Acker, Besteuerung etc.) liegen im Landesarchiv, - die aktuelleren Fortschreibungen sollten beim Grundbuchamt (hier Amtsgericht) liegen, es gibt allerdings grössere Lücken durch den 2. Weltkrieg. Ur-Kataster-Pläne von Bayern (exkl. Pfalz) sind online verfügbar allerdings ist die Auflösung nicht perfekt.

MueGlo
27.03.2015, 23:22
Moin,

Rudolf: Danke für die ergänzenden Informationen über die Quellen.

Die Karte von 1798 mit der Parzellierung der Grundstücke auf der Großen Jacob Glodde Buden Kampe nördlich von Zeyer

siehe http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/71_Reise-2013/R-2013-10_Buden_Kampe_1.htm

hat ein Kollege vor ein paar Jahren im Geheimen Preußischen Staatsarchiv gefunden.

Bei den Landesaufnahmen von 1772/73 und 1793 wird bei etlichen Orten angegeben, dass --- so meine Interpretation --- die Grundstücke vermessen / bestimmt sind, wie auch immer mit welchen Maßstab, während es bei anderen Orten heißt, dass dies nicht erfolgt sei.

These: Im Kontext und Nachgang der Landesaufnahmen sind lokale Karten erstellt worden .... der Alte Fritz & Neffe wollten an die Gelder der Eigentümer ... und diese Karten müssen nach Berlin gegangen sein ... sprich, zum besagten Geheimen Preußischen Staatsarchiv.

Sinus' Karte stammt nach meiner Einschätzung auch eher aus dem 18. und nicht dem 19. Jahrhundert. Oder?

Beste Grüße aus Kigali,

Rainer MueGlo

Bartels
28.03.2015, 10:37
Moin,

schnelle Antwort zu #32:

Die Sinus-Karte ist der Ur-Kataster von 1852.

Beste Grüsse
Rudolf H. Böttcher

Bartels
28.03.2015, 11:03
Hallo,

hier ist auch Sperlingsdorf aufgeführt:

"Grundakten (für Gemarkungen) im Bestand APE (Staatsarchiv Elbing)":
http://wiki-de.genealogy.net/Elblag-g

Mehr Akten sollten allerdings in Danzig liegen: Bestand: Amtsgericht Danzig

Bartels
28.03.2015, 21:28
z.B. umfassen die Katasterakten Stettin im Staatsarchiv Stettin:

"Vermessungs-, Grenz- und Separationsrezesse, Parzellenbücher der Gemeindefluren, Grundsteuermatrikel, Artikellisten der Matrikel, alphabetische Besitzerverzeichnisse, Schätzbücher, Handrißbücher, Handrisse von Ergänzungsvermessungen, polygonometrische Akten, neue Vermessungen, Berechnung von Koordinaten, Verzeichnisse von Flurveränderungen, Koordinatenverzeichnisse, Bereichsakten, Vermessungen und Luftbilder für die Katasterbereiche" - außerdem 1000 Originalzeichnungen von Gemarkungsreinkarten sowie neue Originalzeichnungen.

Zeitraum: 1668 – 1945

Beste Grüsse
Rudolf H. Böttcher

MueGlo
28.03.2015, 23:34
Moin, Rudolf,

der Beleg zu #32 kommt noch ... ich bin neugierig!

Beste grüße aus Kigali,

Rainer MueGlo

sinus
29.03.2015, 14:29
Hallo, Rainer, hallo Rudolf,

schön, dass Ihr Interesse an dem Thema habt. Also, die von mir in meinem ersten Beitrag angehängte Karte stammt definitiv von 1852 (vielleicht +/- 3 Jahre), denn einige Namen habe ich entziffert und die passen zeitlich genau.
Was heißt "Beleg kommt noch"? Gibt es etwa Aussicht auf ein Original der Sperlingsdorfer Karte?
Übrigens, ich gehe davon aus, dass Du die Koppin`sche Karte von 1811 hast, da ist die Gloddt-Kampe auch drauf. Falls nicht, schick kir eine mail.

Schöne Grüße
sinus

MueGlo
29.03.2015, 15:48
Moin, Sinus,

hinter "Beleg kommt noch" fehlte das Fragezeichen, sorry ... aber jetzt ist die Frage ja geklärt, von wann etwa die Karte ist.

Nein, die Koppin`sche Karte von 1811 kenne ich nicht. Schon vorab Dank für's übersenden.

Veste Grüße aus Kigali,

Rainer MueGlo

Schönrohr
07.01.2016, 22:30
Hallo Sinus,
hast Du von den Karten evtl. Scans oder digitale Dateien.
Ich suche alles was Schönrohr betrift. Ich habe schon diverse Karten, jedoch sind sie ohne Grundstücksaufteilung.
Mein Bruder und ich wollen herausfinden wann und von wem unser Familienhaus gebaut wurde ( D.h. das Fundament).
Nach dem Krieg sind unsere Eltern wieder zurück in Ihre Heimat. Sie fanden natürlich nichts mehr wie es war vor und mussten das nehmen was die neuen Siedler über ließen.
Papa und Mama haben ein "Haus" gefunden und von gen Fundamenten aufgebaut.
In den alte Karten ist ersichtlich, dass da schon immer was stand. Ich kam bis 1887.
Das wehre eine Freude für uns alle (7) Geschwister. Ich sammle schon alles in einem "Album".

Würd' mich über eine kurze Info sehr freuen.
Gruß
Renata

sarpei
07.01.2016, 23:04
Hallo miteinander,

unter

https://www.gsta.spk-berlin.de/karten__%2340%3Binventardatenbank_%2341%3B_525.htm l?suchbegriff=Sperlingsdorf&ausschluss=&zeitraum_von=&zeitraum_bis=&bestandsgruppe=&send=Suche+starten&start=0

findet sich folgender Eintrag:

Bestand: Allg. Kartensammlung d. Hist. Staatsarchivs Königsberg
Signatur: XX. HA, A 10193
Karteninhalt: 25 Spezialrisse von Dörfern im Danziger Werder. Fotokopien nach den Originalen von Magnus Skepsgard aus dem Jahr 1774. Je 30 x 24,5 cm Blatt a = Stüblau
Blatt b = Zugdam
Blatt c = Osterwick
Blatt d = Kriefkohl
Blatt e = Wossitz
Blatt f = Langfelde
Blatt g = Letzkau
Blatt h = Trutenau
Blatt i = Groß Zünder
Blatt k = Klein Zünder
Blatt l = Käsemark
Blatt m = Herzberg
Blatt n = Wotzlaff
Blatt o = Gottswalde
Blatt p = Schönau
Blatt q = Sperlingsdorf
Blatt r = Scharfenberg
Blatt s = Landau Blatt
t = [Proytenfelde/Breitfelde]
Blatt u = Reichenberg
Blatt v = Weßlinken
Blatt w = Herrengrebin
Blatt x = Güttland
Blatt y = Schmerblock
Blatt z = Schönrohr

Darüber hinaus zusätzlich unter

https://www.gsta.spk-berlin.de/karten__%2340%3Binventardatenbank_%2341%3B_525.htm l?suchbegriff=Sch%C3%B6nrohr&ausschluss=&zeitraum_von=&zeitraum_bis=&bestandsgruppe=&send=Suche+starten&start=0

Bestand: Allg. Kartensammlung d. Geheimen Staatsarchivs
Signatur: XI. HA, B 50882
Karteninhalt:
Danziger und Elbinger Weichsel von Käsemark bis Bohnsack kol. Hz., Neumann 1818-1820, kop. Carl Kawerau 1824. 1:5000; 217 x 79,5 cm Ortslage: Letzkauerweide, Gebäudelagen zu Bohnsackerweide, Einlage, Fürstenwerder, Käsemark, Schmerblock und Schönrohr PN: Bansmer, Bergmann, Bielefeld, Böschke, Brandt, Claassen, Dau, Diemke, Dodenhöft, Dombrowski, Engels, Enß, Epp, Friese, Georg, Grube, Hannemann, Herrmann, Klein, Knels, Kohl, Lappnau, Lebbe, Lepp, Lingenberg, Nitsch, Paulsen, Prohl, Rusch, Salomon, Sch wichtenberg, Selke, Steiniger, Stobbe, Toell, Weiß, Wiebe, Will
Karten der gleichen Klassifikationsebene Bestand: Allg. Kartensammlung d. Geheimen Staatsarchivs
Signatur: XI. HA, C 20688
Karteninhalt:
Weichselstromkarte, Bl. 54-58 Farbdruck, aufgenommen von Holliet 1880, kop. und ergänzt von Schmid 1888, Tiefenlinien von Daust 1889. 1:5000; je 96,5 x 65,5 cm Flußlauf und Ufergelände bis zu 1 km Entfernung, Gebäudelagen Bl. 54: km 212-216. Gemarkungen Bärwalde, Käsemark, Letzkauerweide, Neu Münsterberg und Schmerblock, Teil-Ortslage Neu Münsterberg Bl. 55: km 216-220. Gemarkungen Einlage, Letzkauerweide, Schmerblock, Schönrohr Bl. 56: km 220-224. Gemarkungen Bohnsackerweide, Kronenhof, Schnakenburg, Schönrohr, Weßlinken, Wordel Bl. 57: km 224-228. Gemarkungen Bohnsack und Weßlinken, Teil-Ortslage Bohnsack Bl. 58: km 228-232. Gemarkung und Ortslage Neufähr
Karten der gleichen Klassifikationsebene Bestand: Allg. Kartensammlung d. Geheimen Staatsarchivs
Signatur: XI. HA, Atlas 211
Karteninhalt:
PN Bl.22 Güttland: Bulke, Halbe, Haselau, Heinrichs, Ortmann, Wannow, Wirst PN Bl.22 Stüblau: Boschke, Neumann, Philippsen, Rexin, Treppenhauer, Wessel PN Bl.23 Gemlitz: Laskowski, Marczewski, May, Treppenhauer, Voßberg PN Bl.23 Käsemark: Bande, Dyck, Ellerwald, Görtz, Hornemann, Krause, Lebbe, Lehre, Mierau, Müller, Thaumann, Wiedhöft, Würfel PN Bl.23 Letzkauerweide: Blank, Eggert, Müller, Nötzel, Rausch, Stoboy PN Bl.23 Neu Münsterberg: Enß, Epp, Gaßmann, Harder, Prohl, Ringe, v.Riesen, Schalt, Schröder, Schwandt, Voßberg, Wiebe, Wilhelm PN Bl.23 Schönbaumerweide: Boschke PN Bl.23-24 Schmerblock: Claaßen, Mierau, Nickel PN Bl.24 Bohnsack: Albrecht, Aluskewitz, Bernutz, Böhlke, Breitfeld, Buchmeier, Busch, Conrad, Degen, Dirks, Döttlaff, Felgenhauer, Freter, Fröter, Görtz, Harder, Heinke, Helinski, Herrath, Heyke, Kalski, Klatt, Klein, Krause, Lebbe, Maaker, Meike, Pauls, Russau, Sieg, Stein, Strehlau, Teffner, Tischkowski, Zielke PN Bl.24 Bohnsackerweide: Böhlke, Goldau, Knop, Lebbe, Wiebe PN Bl.24 Einlage: Bramer, Gniffke, Schwarz, Schwindowski PN Bl.24 Kronenhof: Klingenberg PN Bl.24 Neufähr: Buschau, Delleske, Graßnick, Hoffmann, Möller, Paninski, Rucks, Rusch, Stein, Tuchel, Wegner, Wölem PN Bl.24 Schnakenburg: Lucht, Prohl, Wiens, Wockenfoth PN Bl.24 Schönrohr: Gröning, Jakubowski, Klombuß, Krause, Mierau, Riegel, Schmidt PN Bl.24 Weßlinken: Behrendt, Brendtke, Claaßen, Feschke, Gläser, Groß, Harder, Höwner, Kittlitz, Prohl, Schilling, Schwichtenberg, Stamm, Zug PN Bl.24 Wordel: Wiens

Vielleicht ja für den Einen oder Anderen von Interesse .....


Viele Grüße

Peter

MueGlo
07.01.2016, 23:29
Moin, Peter,

doppelt gemoppelt hält besser: die hatten wir schon unter

http://forum.danzig.de/showthread.php?13058-1774-Aufrisse-von-D%F6rfern-der-Danziger-Niederung-und-andere-Karten&highlight=mueglo

Die Karten sind verkleinert ansehbar unter

http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/90_Sonstiges/980_Werkzeug/1774_Aufrisse/1774_Aufrisse.htm

Beste Grüße aus Kigali

Rainer MueGlo

christian65201
08.01.2016, 13:17
Hallo Rainer,
sind auf der Karte von Osterwick Wassermühlen verzeichnet?
Ein Zweig meiner Vorfahren lebte und werkte dort.
Grüße
Christian

MueGlo
08.01.2016, 15:55
Moin, Christian,

folge dem Link zu den verkleinerten Karten. Auf der von Osterwick ist eine Mühle ein Stück nördlich des Dorfes eingezeichnet, ziemlich nahe an Motlau. Ob es sich um eine Wasser- / Entwässerungsmühle oder um eine Kornmühle handelt geht aus dem Aufriss nicht hervor.

Beste Grüße aus Kigali,

Rainer MueGlo

sarpei
27.08.2017, 21:06
... to whom it may concern ...

22463


Viele Grüße

Peter