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sarpei
19.09.2015, 00:26
Hallo miteinander,

zum Schicksal der Glocke von Praust gibt es eine informative Broschüre von Pastor a. D. Gottfried Christian Hesse. Er hatte diese anlässlich der Einweihung des Glockenturms auf dem Ostfriedhof in Kiel verfasst. Ich möchte ihm an dieser Stelle nochmals für sein entgegen gebrachtes Vertrauen und die Erlaubnis zur Veröffentlichung im Forum danken.

Eingangs ein Wort, das mir auf der Seele brennt: eine Diskussion zum 'richtigen' Platz für die Glocke ist obsolet, so lange sich der Eigentümer der Glocke, die evangelische Kirchengemeinde von Praust hierzu nicht äußert. Dies ist nun Mal die aktuelle rechtliche Lage und daran wird auch keine noch so heiße Diskussion über eine Rückführung etwas ändern.

Hier nun der Text der Broschüre und eine schöne Gesamtaufnahme der Glocke. Sollte Interesse an weiteren Detailaufnahmen bestehen, könnte ich diese noch nachträglich einstellen.

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Die Glocke aus Praust von 1730 für den Kieler Ostfriedhof
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Im Jubiläumsjahr des 750jährigen Bestehens derLandeshauptstadl Kiel gestiftet -1992


Der Ort Praust bei Danzig
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wird 1307 zum ersten Mal erwähnt, die Kirche 1367; es ist eine alte Ordenskirche. Jahrhuntertelang ist Praust das größte und reichste Dorf auf der Danziger Höhe gewesen.
In zahlreichen Kriegen vergangener Jahrhunderte wurde es oft geplündert und abgebrannt . Am meisten hatte es in den schwedisch-polnischen Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts

und in der napoleonischen Zeit zu leiden.
Die Kirche war früher innen reich geschmückt.
Von 1457 bis 1814 (1835 endgültig festgelegt) gehörte Praust zur Stadt Danzig, danach zu Preußen. 1850 wurde es selbständiger Ort.

um 1820 - Praust wird Durchgangsort der Chaussee Danzig - Dirschau
1852 - Eisenbahneröffnung Danzig - Dirschau (- Bromberg) über Praust
1880 - Bau der Prauster Zuckerfabrik; jährlich wurden rund 225.000 Zentner Zucker aus etwa 1 1/2 Mio. Zentner Zuckerrüben gewonnen.
ab 1897 - Ausbau der Chausseen im Umkreis von Praust, das damit der Schnittpunkt wichtiger Verkehrsstraßen wurde.
1900 - 2.675 Einwohner
1939 - ca. 5.000 Einwohner
1990 - ca. 7.000 Einwohner

heutiger Name Pruszcz Gdanski


Die Prauster Glocke
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hat 1730 der präsidierende Bürgermeister der Stadt Danzig, Joh. Gottfried v. Diesseldorff, der zugleich Administrator des Gebiets der Danziger Höhe war, gießen lassen. Aus der

Inschrift geht her vor, daß sie aus einer Vorgängerglocke, von 1551, die gesprungen war, neu gegossen wurde. Im 2. Weltkrieg wurde sie, wie 80.000 andere Glocken, konfisziert und

sollte zur Herstellung von Kanonen und Granaten in Harnburg eingeschmolzen werden. Dazu karn es dann nicht mehr. Die Glocken aus den verlorenen deutschen Ostgebieten wurden

nach dem Krieg als "Leihglocken" den westlichen Landeskirchen zur Verfügung gestellt.

Diese Glocke sollte mit zwei anderen Danziger Glocken im wiederhergestellten Lübecker Dorn läuten, aber sie paßten klanglich nicht zusammen. So stand die Glocke jahrzehntelang

sang- und klanglos in der Lübecker St. Petrikirche , bis sie Ostern 1991 zu uns karn und zunächst in der Andreaskirche bewundert werden konnte, danach auch einige Zeit in der

Kirche von Klausdorf.

Sie ist jetzt eine Dauerleihgabe für den Friedhof. Eigentümer ist immer noch die ehemalige deutsche evangelische Gemeinde von Praust.


Inschrift auf der Flanke
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CAMPANAM HANC QUAE M D L I PRIMUM FUSA ERAT
IAM VERO IRREPARABILEM PASSA EST SCISSURAM
MAGNIF. AC GENEROS. DOMINUS
(MAGNIFICUS AC GENEROSUS DOMINUS)
JOANN. GODOFR. A. DIESSELDORFF
PRAE. CONS. P. T. SENAT. PRAESES
(PRAECONSUL PRO TEMPORE SENATUS PRAESES)
AC MONTAN. ADMINISTR.
(AC MONTANUS ADMINISTRATOR)
PROVIDA CURA REFUNDI CURAVIT
A.O.S. M D C C XXX (ANNO SALUTIS)
PER MICHAELEM WITTWERCK

deutsch:
Diese Glocke, die 1551 zum ersten Mal gegossen war , jetzt aber einen unreparierbaren Riß erlitten hat, ließ der hochherzige und edelgesinnte Herr Johann Gottfried von

Diesseldorff, Präkonsul (Bürgermeister), z.Zt. Senatspräses (präsendierender Bürgermeister) und Verwalter der Danziger Höhe, mit umsichtiger Sorgfalt gießen, im Jahr des Heils

1730 durch Michael Wittwerck.

Die Danziger Glockenwerkstatt Wittwerck ist auch durch andere Glocken bekannt;
in der Ägidienkirche in Lübeck hängt z.B. eine Glocke aus dieser Werkstatt.


Die Inschrift auf dem oberen Rand lautet:
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BENEDICTUM SIT NOMEN DOMINI
(Gelobet sei der Name des Herrn)

Die Inschrift auf der Rückseite nennt den Namen des Predigers, H. Matthaeus Damitz, und der beiden Kirchenvorsteher, George Noah und Daniel Nachtigal.


Stifter der Glocke ist der Danziger präsidierende Bürgermeister
Johann Gottfried von Diesseldorff
* 17.11.1668 - + 29.07.1745
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Er gehörte zu den bedeutenden Männern der Danziger Geschichte.
Er war von 1720 bis 1745, 26 mal ununterbrochen, einer der 4 Bürgermeister. Aus
deren Mitte wurde jeweils einer zum präsidierenden Bürgermeister, für 1 Jahr, gewählt
(Senatspräses). Jeder der Bürgermeister verwaltete einen der 4 Bezirke Danzigs (Stadt, Danziger Höhe, Danziger Niederung und Danziger Werder).
Zur damaligen Zeit stand Danzig - seit 1466 - unter der Herrschaft des polnischen Königs, als weitestgehend freie Stadt.
Der König ernannte als seinen Vertrauten in der Stadt, einen Burggrafen.
J. G. von Diesseldorff bekleidete dieses Amt 6 mal.

(Diese Angaben verdanken wir Herrn Dr. Heinz Lingenberg, einem Danziger, der jetzt in Elmschenhagen wohnt).


Die Glocke zeigt 3 Siegel
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1. Siegel: Die Kundschafter
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Die Geschichte von den Kundschaftern mit der riesigen Weintraube finden wir in der Bibel im 4. Buch Mose, Kapitel 13. Dort heißt es im Vers 23:
"Und sie (die Kundschafter, die Mose von der Wüste Sinai ausgesandt hatte, das Land
Kanaan zu erkunden) kamen bis an den Bach Eschkol und schnitten dort eine Rebe ab, mit einer Weintraube und trugen sie zu zweien auf einer Stange, dazu auch Granatäpfel und

Feigen."
Diese Traube ist ein Symbol für die Fülle und den Segen, mit dem Gott die Seinen versorgen will. Darüber hinaus ist der Wein ein Sinnbild für das Heil Gottes im Alten und Neuen

Testament:

Das Volk Israel ist der Weinberg und Weinstock Gottes (Psalm 80, 9-20; Jesaja 5, 1-7, Markus 12, 1-9) und Christus der wahre Weinstock (Joh. 11 und Matthäus 6, 26-29 - das

heilige Abendmahl ).

Weil die Glocke Ostern 1991 zu uns kam, nennen wir sie "Osterglocke" , zugleich in Verbindung mit dem Ostersieg Christi über den Tod und unsere Vergänglichkeit nach seinem

Wort:"Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, selbst wenn er stirbt." (Joh. 11, 25)


2. Siegel: mit Bild von Danzig
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Das Siegel zeigt im oberen Teil den Gottesnamen in hebräischen Buchstaben:

" J (a) h w (e) h "

mit Strahlenkranz des göttlichen Lichtes, darunter den polnischen Adler mit Krone und dann die Ansicht von Danzig.

Die lat. Umschrift (ein Hexameter) lautet:

NUMINIS ATQUEAQUILAE GEDANUM MUNIMINE TUTUM

deutsch: Durch der Gottheit und des Adlers Schutz ist Danzig (=Gedanum ) sicher.


3. Siegel: Friede und Gerechtigkeit
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Die beiden beschwingt tanzenden Frauengestalten stellen Friede (mit der Friedenspalme) und Gerechtigkeit (mit dem Schwert) dar.
Die lateinische Inschrift (ein Hexameter) lautet:

PAX IAM IUSTITIA FORA TEMPLAET RURA CORONAT

deutsch: der Friede schmückt jetzt durch die Gerechtigkeit die Märkte, die Tempel
und das Land.

Der nordische Krieg (1700-1720) war zu Ende, es war Friedenszeit.

Zu Füßen der beiden Gestalten sehen wir die beiden Tafeln, die auf die 10 Gebote hinweisen, Ausgangspunkt auch für alle irdische Gerechtigkeit:
Die erste Tafel für die 3 ersten Gebote, die sich auf Gott beziehen, deshalb DEO (für Gott) = 3 Buchstaben.

Die zeite Tafel für die übrigen 7 Gebote, die sich auf den Nächsten beziehen, deshalb
PROXIMO (für den Nächsten) = 7 Buchstaben.

Diese Gestaltung zeigt, wie bis in die kleinsten Kleinigkeiten der Schmuck der
Glocke durchdacht war.


Schon bei den Siegeln mit den beschwingten und sehr lebendigen Gestalten konnte man sehen , daß die Glocke in der Barockzeit , die sich durch eine besondere Lebensfreude

auszeichnete, gegossen wurde.
Dies wird auch deutlich in den reichlichen und schönen Verzierungen im oberen Teil,
die für die Barockzeit typisch sind.

Im Mittelalter waren die Glocken sachlicher gestaltet.


Technische Daten:
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Durchmesser 1040 mm
Gewicht ca: 700 kg ( nach Unterlagen: 675 kg)
Rippe mittelschwer
Material Bronze
Schlagstärke 71 mm
Krone 6-armig, Bügel mit Köpfen .
Gießer Michael Wittwerck / Danzig
Gußjahr 1730
Heimatgemeinde Praust (Westpreussen)

Die Läutemaschine für die Glocke sowie Eisenklöppel und Holzjoch lieferte die Firma Iversen, Dimier und Cie. aus Hamburg.


Der Text der Umschrift auf der Pilgermünze lautet:
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lat. ERNEST ELECT(OR) COLON(IENSIS) BAV(ARUS) AD 1583
deutsch: Ernst Kurfürst von Köln aus Bayern im Jahr des Herrn 1583

Ernst von Bayern war von 1583 bis 1612 Erzbischof von Köln. Als solcher war er einer
der 7 Kurfürsten, die den deutschen König wählten. Wir wissen nicht, wie es dazu kam,
daß das Bild eines katholischen Erzbischofs mit dieser Pilgermünze in eine Glocke kommt, die für eine ev. Kirche gestiftet wurde. War es eine Gabe des Kölner Erzbischofs für die

Glocke - aus persönlichen Beziehungen zu Diesseldorff oder zur Kirche in Praust?

Pilgermünzen sollen den Segen und die Heilswirkungen des Wallfahrtsortes übermitteln. Sie sollen der Glocke die Kraft verleihen, Unwetter sowie feindliche und dämonische Mächte

zu bannen.

Sie ist ein Zeichen der ökumenischen Verbundenheit, schon damals.


Der Bügel mit den Köpfen = die Krone
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Auch die Köpfe auf der "Krone" - sie haben alle ein verschiedenes Gesicht - haben den ursprünglichen Sinn, Unheil abzuwehren. Sie blicken in alle 4 Himmelsrichtungen,
um die Gemeinde nach allen Seiten hin zu schützen.

Die sog. "Krone" ist wichtig für die Anbringung der Glocke. Mit Hilfe der "Krone" wird die Glocke an einem Holzjoch befestigt. So wird es möglich, daß die Glocke
schwingen kann.

Teiltonreihe............................Ton....... .....HT/16......................Hertz
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Schlagton...............................g'........ .......-1............................. 386
Prime......................................g'..... ........ +11............................403
Terz.........................................b'... .......... +6..............................471
Quinte.....................................es"...........+0..............................615
Oberoktave............................g".............-1...............................772
Unteroktave...........................g°.......... ....+13...........................203
Duodezime............................d'''......... ....-7............................1132



Erläuterungen zum Entwurf von Dieter Häusler
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Der Glockenturm zeichnet mit seinen 4 Stahlrohren die Konturen eines möglichen Turmes nach und stellt einen "entmaterialisierten" Umriss dar.
Er nimmt wichtige Elemente - wie Dachneigung, Gebäudefluchten und Farben - des vorhandenen Baukörpers auf, ohne sie im wörtlichen Sinne fortzuführen.
Die höhenversetzte Bündelung der 4 tragenden Stahlrohre gibt dem Gestell eine geringe Eigendynamik und verleiht ihm selbst etwas Instrumenthaftes.
Die eingehängte Glockenstube bildet mit ihrer schallregulierenden Bekleidung aus Lärchenholzlamellen den Festpunkt in der transparenten Stahlkonstruktion.
Im Grundriss stellt das Turmgestell ein auf die Spitze gestelltes Quadrat dar, das in einer
kreisrunden Grundplatte mündet.
Ein Kreisring aus grauen Granitpflastersteinen mit einer Ausfüllung aus hellen, runden Quarzkieseln dient als Basisplatte, Baustofftrennung und Mähkante für den anschließenden

Grünbereich.

Entwurf und Bauleitung: Hochbauamt der Stadt Kiel
Architekt : Dieter Häusler

Grundsteinlegung am 18.12.1992; Einweihung am 22.06.1993

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Wir sind dankbar, daß eine ganze Reihe von Unternehmen und Firmen mit Sachleistungen bei der Vollendung dieses Glockenturmes halfen:

Howaldtswerke Deutsche Werft AG;
Dyckerhoff und Widmann AG, Niederlassung Kiel ;
Bautischlerei Schiffke;
Geuer-Korrosionsschutz und Büfa-Farben;
Solterbeck Baugesellschaft mbH -Transporte;
Rolf Kleinfeldt -Metalleindeckung;
Schlosserei Grothkopp;
Gerüstbau Vogel;
Kreuzberger Arbeitsbühnen;
Ingenieurbüro Lage;
Landeshauptstadt Kiel: Hochbauamt, Grünflächenamt und Feuerwehr;
Politische Gemeinde Klausdorf / Schwentine;
Krupp MAK Maschinenbau GmbH.

Viele Gemeindeglieder aus den drei ev. Gemeinden Wellingdorf, Klausdorf und Ellerbek und aus den beiden kath. Gemeinden Gaarden und Neumühlen-Dietrichsdorf, die

Gemeinden selbst, dazu eine ganze Reihe von Geschäftsleuten, Vereinen, Beerdigungsunternehmen und Banken sowie der Ortsbeirat Ellerbek-Wellingdorf, dazu einige ehemalige

Danziger und Prauster haben durch ihre z.T. sehr hohen Spenden zum Gelingen des Werkes beigetragen.

Ihnen allen sei ein herzlicher Dank gesagt.

(Etwaige Spenden für Unterhaltung und Wartung von Turm und Glocke bitte an die Andreasgemeinde, Sparkasse Kiel, Kto.Nr. 8102394 - BLZ 210 501 70 - IBAN DE96 2105 0170

0008 1023 94 - Vermerk: Glockenturm).

Fotos: Frantz, Schlosser, Springer
Verfasser: Gottfr. Chr. Hesse, Pastor

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20032


Viele Grüße

Peter

christian65201
19.09.2015, 13:01
Hallo Peter,
vielen Dank für das Einstellen dieses Beitrages.
Ich wäre an weiteren Bildern, auch vom neuen Glockenturm, interessiert.

Ein schönes Wochenende
Christian

sarpei
19.09.2015, 18:35
Hallo Christian,

hier die Details der Glocke und eine Skizze des Turms. Da ich selbst noch nicht vor Ort war, habe ich keine Fotografie des fertigen Glockenstuhls.

Die Krone:

20033

Die Inschrift auf der Vorderseite:

20034

Die Inschrift auf der Rückseite:

20035

Die Verzierung am oberen Glockenrand:

20036

Die Pilgermünze:

20037

Das erste Siegel:

20038

Das zweite Siegel:

20039

Das dritte Siegel:

20040

Entwurfszeichnung des modernen Glockenstuhls:

20041


Viele Grüße

Peter

Beate
19.09.2015, 19:32
Danke schön, Peter, die Bilder haben mich auch interessiert!

Schöne Grüße Beate

sarpei
14.06.2016, 00:19
Hallo miteinander,

Dank sei Uwe (waldling)! Er hat mir heute einige Bilder vom Kieler Ostfriedhof gemailed. Hier eine besonders schöne Ansicht des Glockenturms und die unter ihm befindliche Platte mit den Sponsoren.

20910


20911


Viele Grüße

Peter

sarpei
16.06.2016, 19:51
... und noch weitere Ansichten, die mir Uwe zur Verfügung gestellt hat:

http://kiel-wiki.de/index.php?title=Datei:Kapelle_Ostfriedhof.jpg

20925


Viele Grüße

Peter

waldling
16.06.2016, 20:00
Hallo Peter,
letzteres Foto ist hier zu finden https://www.kiel.de/touristik/kiel_erkunden/gruene_wege/station.php?x=236
Beste Grüße
Uwe