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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Familie Lieb/Jüdische Familie in Stutthof



waldling
08.12.2016, 11:05
Guten Tag zusammen,

ich möchte über eine jüdische Familie in Stutthof berichten. Vielleicht erhält sie so ihr Gesicht in der Dorfgemeinschaft zurück. Leider wird die Familie nicht in den Büchern von Günter Rehaag erwähnt, auch nicht in seinen Karten verzeichnet. Mein Wissensstand ist relativ dürftig, aber möglicherweise ergeben sich durch diesen Beitrag weitere ergänzende Infos.

Ich schreibe folgend meinen Kenntnisstand nieder und bitte um Verständnis für die bruchstückhafte Schilderung, aber ich wollte mich daran halten, wie es mir erzählt wurde. Das Jahr kann ich leider nicht eingrenzen.

Eine ehemalige Dorfbewohnerin erinnert sich an eine jüdische Familie mit Familiennamen Lieb, die ein Bekleidungsgeschäft in der Schulstraße Ecke Poststraße führte. Die Eheleute hatte eine kleine Tochter namens Antonia. Bei Lieb gingen nur wenige Stutthöfer einkaufen. "Wer zum Juden kaufen ging, auf den zeigten die Leute mit dem Finger", sagte die Zeitzeugin. Außerdem wurde Kunden angedroht im "Stürmerkasten", direkt gegenüber des Lieb-Ladens, veröffentlicht zu werden. Die Boykottmaßnahmen gegen jüdische Geschäftsleute sind ja hinlänglich bekannt! "Herr Lieb wurde mit Frau und Kind in einer 'Nacht und Nebelaktion' abgeholt", erinnert sich die Zeitzeugin. Die Abführung von Lieb war damals Dorfgespräch. Also wussten es wohl alle Bewohner. Von Parteinahme für Lieb ist der Zeitzeugin nichts bekannt, nur so viel, dass es einige Kunden gab, die am Abend heimlich bei der Familie Lieb einkaufen gingen. Es soll lt. einer anderen Zeitzeugin noch einen Kontakt in Danzig zu Frau Lieb gegeben haben. Bei diesem Kontakt soll die Frau Lieb gewarnt haben, mit ihr Kontakt zu haben sei gefährlich. Frau Lieb trug einen Judenstern. Das Geschäft der Lieb übernahm dann die Familie Antony, die direkt nebenan schon ein Lebensmittel/Milch-Geschäft führten. Die Textilien der Familie Lieb übernahm Heinrich Thiessen, der auch ein Textil-Geschäft in der Poststraße führte.

Soweit erst einmal.

Herzliche Grüße
Uwe

joachim1
30.11.2017, 08:38
Guten Morgen,

klitzekleine Korrektur und Hoffnungsschimmer zugleich. Im Band II von Günter Rehaag, Flucht und Vertreibung, Ostseebad Stutthof

findet sich im Haupteinwohnerverzeichnis Stutthof unter der laufenden Nummer 1445 folgender Eintrag:
Name: Antony
Vorname: Walter
geboren: 1908
Wohnort: Stutthof Schulstraße 2
Beruf u. a.: Kaufmann, Milch Butter Lebensmittel, Schulstraße/Ecke Poststraße
Sonstiges: Besitz Fr. Löwner, Mieter Rudolf Rathke und Antony (Früh. Kaufmann Liep)
Info: Hermann Rohde

und somit doch ein einziger kleiner Hinweis auf die Familie Liep/Lieb.

Schulstraße Ecke Poststraße war kein Ort im Niemandsland. Dort wohnten doch weitere Familien in unmittelbarer Nachbarschaft. Schaut man auf den Ortsplan von Stutthof, welcher den Rehaag Büchern beiliegt, so finden sich die Familiennamen Pahlke, Lettau, Schanz, Rathke, Antony, Hartmann, Malau, Claassen Thiessen, Kuptz, Funk in de nächsten Umgebung. Die Personen können also nicht unbekannt gewesen sein. Vielleicht fällt ja doch jemandem etwas zu dieser Familie ein... . Vornamen, Kinder, Verwandte - alles ist von Interesse.
Es würde mich sehr freuen hier etwas mehr zu erfahren...

Ich wünsche allen Lesern, die vorbeischuen, einen schönen Tag

joachim1

waldling
30.11.2017, 08:58
Guten Morgen zusammen,
guten Morgen Joachim,

ich freue mich über deine Reaktion auf meinen Thread!

Möglicherweise lassen sich ja doch noch weitere Hinweise ermitteln. In den Kirchenbüchern von Steegen fand ich keine Einträge der Familie, auch in den Adressbüchern von Danzig um 1940 war nichs zu finden. Wenn die Familie in Stutthof lebte und den jüdischen Glauben praktizierte, so müssen für Synagogen-Besuche nach Danzig gefahren sein, was ja Ende 1938 sein Ende nahm. Sie folgenden Artikel:

http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/die-loesung-der-judenfrage-in-der-freien-stadt-danzig/

Ich würde mich über weitere Hinweise freuen.

Herzliche Grüße
Uwe

joachim1
30.11.2017, 18:31
Guten Abend,

weiß jemand wo Gewerbeanmeldungen für Stutthof vor oder im 3. Reich vorgenommen werden konnten. Wo lagern heute die betreffenden Akten/Dokumente.

Wenn der Kaufmann Lieb ein Gewerbe in Stutthof betrieb, dann muss es auch angemeldet gewesen sein.

Über Eure Hinweise würde ich mich freuen

Viele Grüße
joachim1

waldling
29.07.2018, 18:09
Guten Abend,

ich habe nun doch noch einen Hinweis der Familie Lieb in Stutthof gefunden, bei ancestry, Deutsches Reichs-Adressbuch für Industrie, Gewerbe und Handel 1934. Anbei der Eintrag:

23413

Herzliche Grüße
Uwe

waldling
05.04.2019, 15:26
Hallo,

wieder ein kleiner Hinweis auf die Familie Lieb, in dem Buch "Hitlers Steuerstaat: Die Steuerpolitik im Dritten Reich" auf Seite 555, Fussnote 256:

https://books.google.de/books?id=lotuDwAAQBAJ&pg=PA555&lpg=PA555&dq=salomon+lieb+aus+danzig&source=bl&ots=H-JgsTmZqG&sig=ACfU3U10yfE3h8mXR05QEDzQLchxgoaMxg&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjj-IGugrnhAhUmz6YKHYGVBAwQ6AEwBHoECAcQAQ#v=onepage&q=salomon%20lieb%20aus%20danzig&f=false

Gruß
Uwe

waldling
31.03.2020, 16:13
Hallo zusammen,


aus dem Arolsen-Archiv bekam ich heute nach schon 14 Tagen eine Antwort auf meine Fragen, mit Anhang/Korrespondenzakte, die mich trotz des Wissens um den möglichen Tod der Familie Lieb, noch einmal sehr betroffen gemacht hat.


Die Akte beschreibt die Familie, Herkunft, Nationalität, Festnahme, Ort der Inhaftierung etc. Es läuft noch eine Anfrage, ob ich aus der Akte im Forum berichten darf.

Herzliche Grüße

Uwe

waldling
01.04.2020, 08:06
Guten Morgen,

ich suche den Geburtsort von Salomon Lieb, der da lautet "Dewenischti". Im Netz bin ich nicht fündig geworden. Vielleicht kann jemand helfen. Ich danke im Voraus.

Einen schönen Tag!
Uwe

waldling
01.04.2020, 08:07
Nachtrag zum Ort, der soll in Polen gelegen haben bzw. liegt in Polen.

waldling
03.04.2020, 11:42
Guten Tag,

den ersten Teil des folgenden Textes habe ich durch Daten/Infos aus der Korrespondenzakte gespeist.

Quelle:

Copy of 6.3.3.3 / 82889670 letzte Ziffer fortlaufend bis 5
In conformity with IST Digital Archive, Arolsen Archives

Mit freundlicher Erlaubnis der Veröffentlichung durch o.g. Archiv.


Nachdem die Familie Lieb, Salomo, Ehefrau Sara Wolowelski und Tochter Tania, in einer Nacht- und Nebelaktion um 1936 aus Stutthof abgeholt wurden, lebten sie vorübergehend in Danzig i.d. Nähe der Weidengasse. Frau Lieb wurde auch noch einmal von einer Stutthöfer Bewohnerin in Danzig mit Judenstern gesehen. Wann sie ins Ghetto Woronowo überführt wurden ist nicht bekannt.

Salomon Lieb, jüd. Religion, poln. Nationalität, Kaufmann in Stutthof (Bekleidungsgeschäft) wurde 1893 in Dewenischti, Polen geboren. Eltern werden mit David Lieb und Tania Katz angegeben. Er heiratete etwa 1930 Sara Wolowelski. 1932 wird seine Tochter Tania in Stutthof geboren.


19.05.1942 wird die Familie, nur Salomon und Tochter werden lt. Akte genannt, Salomon wird verhaftet in: Ghetto Woronowo, Polen (deutsche Besatzungsmacht) und bei einer Aktion erschossen. Bei der Tochter wird das Datum der Verhaftung mit Anf. Juni 1942 genannt und bei einer Aktion erschossen. Über die Ehefrau wird zu dem Verbleib nichts geschrieben.


Internationaler Suchdienst Arolsen, Überprüfung: Negativ 16.07.1969


Es scheint damit, dass dieser Familienzweig ausgelöscht wurde. Eine Adresse einer Wiedergutmachungsbehörde ist angegeben. Anfragende Stelle ein Rechtsanwalt aus Israel.



Ghetto-Liste bei avivshoa.co.il
https://www.avivshoa.co.il/pdf/Ghetto-List-1.8.2014.pdf

Nr. 5288

Woronowo (Voranava [Bel], (Voronovo [Rus], Woronów [Pol], Voronova [Yid], Voranova, Voronov, Voronove, Werenów, Woronowo)


bis 1941: Polen, Gebiet Nowogrodek; bis 1944/1945: Reichskommissariat Ostland (Weißruthenien); heute: Belarus, Gebiet Grodno (Hrodna)

Eröffnung am 1.6.1941 Liquidierung 30.09.1943 Deportationen Lida


Bemerkung: am 11. Mai 1942 wurden 1291 Personen erschossen


Quelle: Handbuch der Haftstätten Belarus (1941-1944), 2001; Encyclopedia of Jewish Life, 2001


Datum der Ergänzung: 1.8.2014



https://www.gdansk.pl/de/touristisch/die-gro-e-synagoge,a,12144

Eines der charakteristischen Bestandteile des Panoramas von Danzig an der Wende vom 19. zum 20. Jh. war die riesige Kuppel der Großen Synagoge. Die Synagoge entstand in den Jahren 1885-1887. Sie wurde von der Firma Ende & Böckmann aus Berlin gebaut. Schnell wurde sie zum kulturellen Zentrum der Danziger Juden. Diese Gemeinschaft zählte in den Jahren des Baus der Großen Synagoge dreitausend Menschen, das waren ca. 2,5% der Bevölkerung der Stadt. In Danzig gab es vorher schon Synagogen, aber keine von ihnen war so groß und repräsentativ. Meistens wurden schon bestehende Gebäude für Zwecke der jüdischen Gemeinden adaptiert. So war es in der Breitgasse (Szeroka), Johannisgasse (Świętojańska), Mattenbuden (Szopy) und Weidengasse (Łąkowa).



https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/die-loesung-der-judenfrage-in-der-freien-stadt-danzig/

Im August 1940 verließ nochmals ein von der Gemeinde organisierter Transport mit über 500 Juden Danzig in Richtung Palästina; Einzelauswanderungen waren sogar noch bis zum Frühjahr 1941 möglich. Weit über hundert alte und gebrechliche Menschen jüdischen Glaubens wurden in einem Speichergebäude untergebracht.



http://forum.danzig.de/showthread.php?5003-Brunsh%F6fer-Weg-Friedenssteg-und-Mausegasse&highlight=Speicher

Im Beitrag #10 wird von einem Speicher in der Mäusegasse 6 geschrieben, wo die Nazis Juden inhaftierten. Die Mäusegasse ist in der Nähe der Weidengasse. Das würde dann passen. Im Beitrag #12 hatte Peter damals ein Vorkriegs-Foto des Speichers „Rote Maus“ in der Mäusegasse hochgeladen. Vielen Dank dafür.



https://www.gdansk.pl/de/touristisch/speicherinsel-und-bleihof,a,12145

Die heutige ulica Spichrzowa trug früher den Namen Judengasse. Diesen Namen trug zuvor die Milchkannengasse (heute ul. Stągiewna). Der Name der Straße überdauerte bis 1936, als er von den Nazi-Stadtoberen von Danzig als "nichtarisch" in Speichergasse geändert wurde.
An der heutigen ulica Owsiana (früher Mäusegasse) befand sich unter der Nummer 7 ein Speicher mit dem reizenden Namen „Rote Maus”. 1939 diente er den Nazis als Sammel-punkt für in Danzig gefangene Juden und war somit eine Art Danziger Ghetto. Die Deutschen konnten in ihm etwa 600 Personen sammeln, die aus diesen oder jenen Gründen Danzig nicht verlassen hatten, als die jüdische Gemeinschaft noch vor Kriegsausbruch auswanderte. Das Ghetto bestand bis 1943, als die in ihm verbliebenen Juden in die Konzentrationslager Auschwitz und Theresienstadt gebracht wurden.



http://forum.danzig.de/showthread.php?10890-Beschlagnahmungen-Zwangsenteignungen-Entrechtungen-Danziger-Juden

Dann noch mal eine Spekulation:
Möglicherweise wurde die Familie in Stutthof 1936 nicht verhaftet, sondern haben das Dorf selbst verlassen, um in Danzig bei Bekannten unter zu kommen. Dann wäre auch besser zu verstehen, dass Frau Lieb noch einmal gesehen wurde. Nach den Enteignungen wurden dann wohl auch die Familien entsprechend in Ghettos oder KZ`s verschleppt.



Hier noch eine Geschichte zu Anton Schmid:
https://www.yadvashem.org/de/righteous/stories/schmid.html
(https://www.yadvashem.org/de/righteous/stories/schmid.html)Ende 1941


….. Damals wollten viele Juden aus Litauen, und vor allem aus Wilna, an Orte fliehen, die als sicherer galten. In Bialystok beispielsweise gab es viele Fabriken, welche Ausrüstung für die Wehrmacht herstellten und wo Juden Arbeit finden konnten, und in Woronowo und Lida (südlich von Wilna) waren die Juden noch nicht ghettoisiert. Schmid benutzte Militär-lastwagen, die seiner Einheit gehörten, um Juden an diese Orte zu bringen, wobei die Lastwagen Schilder trugen, auf denen es hieß, dass sie explosives Material transportierten, damit sie nicht von Grenzbeamten oder Soldaten an Straßensperren kontrolliert wurden. Anfangs wurden fünf oder sechs Juden in jedem Lastwagen verschickt. Später wuchs diese Zahl auf zwanzig bis dreißig per „Lieferung". Gewöhnlich kamen die Juden allein zu Schmids Einheit, und er versteckte sie bis zur „Reise". Allerdings gab es auch Fälle, in denen Schmid selbst ins Ghetto ging, um Juden heraus zu holen, die in Gefahr waren, deportiert zu werden….

Ich wünsche ein schönes Wochenende!
Uwe

Lavendelgirl
05.04.2020, 15:07
Hallo Uwe,

im polnischen Ortsverzeichnis von 1877 ist ein Ort DEWONISZKI gelistet
https://www.sbc.org.pl/dlibra/publication/11404/edition/10794/content
Seite 118

Das klingt zumindest phonetisch nach Dewenischti und liegt in Litauen, Gubernia suwalska), Powiat Kalvarija.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kalvarija
Suwałki Governorate (Russian: Сувалкская губерния, Polish: gubernia suwalska) was a governorate (administrative area) of Congress Poland ("Russian Poland") which had its seat in the city of Suwałki. It covered a territory of about 12,300 k

Vielleicht passt es ja!?

Viele Grüße und bleibe gesund!

waldling
05.04.2020, 15:17
Herzlichen Dank, Frank! Das ist ein Ansatzpunkt.
Beste Grüße
Uwe

waldling
05.04.2020, 15:20
Auch der Hinweis bei Wiki mit der Synogoge befeuert es natürlich.

StampCollector
05.04.2020, 17:41
Hallo zusammen!

@#11:
Im Hintergrund hatte ich auch schon nach einer Lösung gesucht, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen.
Die Lösung von Frank halte ich für sehr plausibel.

Viele Grüße SC

waldling
07.04.2020, 15:07
Hallo zusammen,

nun hat doch tatsächlich Rainer/mueglo den Heiratseintrag gefunden, nach dem ich lange suche.

Nun meine Frage. Kann jemand den Geburtsort entziffern? Ich lese ........?....... Kreis Oszmiany. Diesen Kreis gibt es nicht nur in Litauen. Wäre schön, wenn jemand helfen könnte.
24562
Einen schönen Tag!
Uwe

Fischersjung
07.04.2020, 16:15
Hallo Uwe,
hatten wir schon den Norden von Weißrussland?
https://de.wikipedia.org/wiki/Aschmjany

Fischersjung
07.04.2020, 16:18
Dazu die Synagoge
https://de.wikipedia.org/wiki/Synagoge_(Aschmjany)

Fischersjung
07.04.2020, 16:47
Ergänzung
polnisch: Oszmiana

https://translate.google.com/translate?hl=de&sl=en&u=https://sztetl.org.pl/en/towns/o/1468-oszmiana/99-history/137812-history-of-community&prev=search

waldling
07.04.2020, 17:21
Moin, Joachim,

herzlichen Dank! Ja, die Seiten hatte ich auch schon gefunden. Mir ging es mehr um den Ort vor dem Kreis-Namen. Oder steh ich jetzt auf dem Schlauch?

Weißrussland war auch ein Gedanke von mir, aber deine Antwort in #11 erschien mir plausibler. Interessant ist auch der Geburtsort der Ehefrau Sarra (Sara) Wololewski in Pinsk - Karolin - Weißrussland. Allerdings zu Karolin finde ich nichts.

Vielleicht hast du eine Idee und auch noch eine Deutung zum Geburtsort von Salomon.

Herzliche Grüße
Uwe

Fischersjung
07.04.2020, 17:52
Hallo Uwe,
Karolin in Weißrussland könnte ich mir diesen Ort vortsellen:
https://www.google.de/maps/place/Karalin,+Wei%C3%9Frussland/@52.1703408,23.4149347,8.25z/data=!4m5!3m4!1s0x47204ca315b9acd7:0xaaa676182bbaf 360!8m2!3d52.4410885!4d23.4600291

https://translate.google.com/translate?hl=de&sl=nl&u=https://nl.wikipedia.org/wiki/Karolin_(Polen)&prev=search

Bei der Google Eingabe "Karolin Weißrussland" kommt auch etwas.

waldling
07.04.2020, 17:53
Hallo,

ich glaube, dass ich den Ort gefunden habe mit dziewieniszki oszmiana (https://www.google.de/search?q=dziewieniszki+oszmiana&spell=1&sa=X&ved=2ahUKEwiVguaR1dboAhUsNOwKHbnUDXcQkeECKAB6BAgLE Cw)
https://de.wikipedia.org/wiki/Dieveni%C5%A1k%C4%97s

Was sagt ihr?
Beste Grüße
Uwe

Fischersjung
07.04.2020, 18:00
Hallo Uwe,
nachdem du den Namen der Sarra mitgeteilt hast, habe ich die Heiratsurkunde Nr.528
Hochzeit am 16.07.1929 auch gefunden!

waldling
07.04.2020, 18:09
Moin, Joachim,

ja, da soll man erst einmal drauf kommen, aber ich glaube, dass ich auch mit Sara auf den Eintrag gestoßen bin. Merkwürdig nur, ich hatte schon nach der Ehefrau gesucht und damals nichts gefunden.

LG
Uwe

Fischersjung
07.04.2020, 18:14
Hallo Uwe,
hier ist Pinsk Karolin
https://translate.google.com/translate?hl=de&sl=pl&u=https://pl.wikipedia.org/wiki/Karolin_(Pi%25C5%2584sk)&prev=search
https://translate.google.com/translate?hl=de&sl=en&u=https://en.wikipedia.org/wiki/Pinsk&prev=search
http://iwunsereheimat.blogspot.com/p/blog-page_9.html

Fischersjung
07.04.2020, 18:32
Weitere Ergänzung zu Karolin Pinsk
Karolin war demnach ein Vorort vom Jüdisch Pinsk.
https://books.google.de/books?id=z0X0CgAAQBAJ&pg=PA221&lpg=PA221&dq=Karolin+Pinsk&source=bl&ots=YBeM_hWB2F&sig=ACfU3U08Q4TFFxRZysSf_6J9SPeOiJYRiA&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiWhsG43dboAhUC_qQKHZWfCQkQ6AEwA3oECBEQN Q#v=onepage&q=Karolin%20Pinsk&f=false

Lavendelgirl
07.04.2020, 18:37
Hallo zusammen,

zu #15 oder ist dieses schon geklärt?

Ich lese phonetisch: Dzieroiwitzki

Der Anfangsbuchstabe sieht für aus wie ein -D-, wie bei Danziger Niederung.

waldling
07.04.2020, 19:36
Moin, Joachim,

vielen Dank für die Ergänzung!

Moin, Frank,

ja, wenn ich da in #21 richtig liege, hat es sich erledigt. Danke!

Herzliche Grüße
Uwe

waldling
30.04.2020, 18:21
Moin, zusammen,

der kleine Artikel über die Familie Lieb steht jetzt auf der Seite momente-im-werder.net zur Verfügung. Vielen Dank daür, lieber Rainer! Auch danke ich dir für die Mitgestaltung und Aufbereitung des Textes.
http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/05_Orte/Stutthof/Lieb/Lieb-01.htm

Herzliche Grüße
Uwe

christian65201
30.04.2020, 19:20
Hallo Uwe,
vielen Dank für diesen Beitrag.
Aus den Unterlagen von Arolsen geht hervor, daß für den Vater in Köln und die Tochter in Neustadt/Weinstr. ein Antrag auf "Wiedergutmachung" gestellt wurde. Hast Du diesbzüglich mal in Bayreuth nachgefragt?

Grüße
Christian

waldling
30.04.2020, 19:36
Moin, Christian,

ich freue mich über deine Rückmeldung.

Ich weiß nicht, ob es Sinn macht weitere Anfragen zu stellen, zumal die Stempelung besagt, dass der internationale Suchdienst keine Ergebnisse erbracht hat.

Herzliche Grüße
Uwe

joachim1
01.05.2020, 02:12
Guten Abend,

danke an alle, die zum Entstehen dieses tollen Beitrag zur Familie Lieb, Stutthof beigetragen haben.

Hier zeigt sich wunderbar, was gemeinsam über die "Schnittstelle: Forum" möglich ist.
Vielleicht wäre Familie Lieb in Vergessenheit geraten, wenn nicht ein paar Leute diesen Aufwand und diese beachtliche Rechercheleistung erbracht hätten und aus anfänglich kleinen, vagen Hinweisen eine traurige Lebensgeschichte dieser Familie in der Dorfgemeinschaft Stutthofs nachzeichnen konnten.Für uns, für alle.

Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt, die vielleicht nicht jedem schmecken will.
Eine Geschichte, die der Familie Lieb ihr Gesicht wiedergibt und die Dorfgemeinschaft Stutthofs in einer dunklen Zeit widerspiegelt.
Nicht einseitig verklärt sondern glasklar

Joachim Gnoyke

waldling
01.05.2020, 08:12
Auch dir lieben Dank, Joachim, für deine wertschätzenden Worte!

waldling
06.05.2020, 17:44
Moin,

in einem der 3 Bücher von Irmchen fand ich ein Fotos mit Bemerkung zur Familie Lieb. Dort ist im Hintergrund das Haus/Geschäft zu sehen. Ich weiß nicht wie es mit den Rechten ist, deshalb lade ich das Foto nicht hoch. Aber interessant deshalb, weil Irmchen die Familie erwähnt und G. Rehaag nicht bzw. nur im Adressverzeichnis erwähnt.

Beste Grüße
Uwe

Wolfgang
06.05.2020, 22:56
Schönen guten Abend,

ich schließe mich Joachims Beitrag vom 01.05. um 02:12 Uhr verfassten Beitrag an und spreche Dir, Uwe, ein großes DANKE aus für Deine Recherchen.

Übermorgen jährt sich das Ende des Krieges zum 75. Mal, und wenn auch immer wieder zu hören, zu lesen ist, das sei auch eine "Befreiung" für die Deutschen gewesen: Es war zuallererst eine Befreiung Jener die Opfer des von Deutschland ausgegangenen Krieges waren und überlebten.

Es gibt eine Erinnerungsgeschichte die zumeist von Überlebenden wachgehalten wird. Das ist gut so. Aber nicht ausreichend. Wer erinnert an die Ermordeten, an die Stimmlosen, an Jene die nichts mehr sagen können, an Jene deren Nachkommen von Deutschen, von Nazis, ausgerottet wurden?

Das geschah nicht anonym, irgendwo, weit weg, und keiner wusste davon. Wer den Mut hatte wissen zu wollen, konnte wissen.

Uwe hat nun eine Geschichte aufgezeichnet, er ist ihr nachgegangen, hat geforscht, nachgefragt, gebohrt, und er hat ein Zeichen gesetzt.

Er hat Vergessenen, Namenlosen wieder ein Gesicht, eine Stimme, eine Geschichte gegeben. Er hat erinnert. Und hat sie damit dem Vergessensein entrissen.

Es gibt Millionen dieser Menschen, die ihrer Rechte, ihres Menschseins, ihres Lebens durch Mord entraubt wurden. Dies darf niemals vergessen werden. Es geschah nicht nur anonym, irgendwo oder weit weg, und keiner wusste davon, es geschah auch in Stutthof und das war nicht anonym oder irgendwo und auch nicht weit weg. Und viele wussten davon.

Nochmals DANKE an UWE für das Erinnern an die jüdische Familie Lieb in Stutthof.

Schöne Grüße aus dem Werder
Wolfgang

waldling
07.05.2020, 12:52
Moin, Wolfgang,

auch dir herzlichen Dank für deine Wertschätzung!

Beste Grüße
Uwe

waldling
09.05.2020, 14:43
Moin,

so, ich hab im Foto ein wenig herumgestrichen. Da dürfte jetzt nichts mehr gegen sprechen. Ansonsten, Beate, lösche das Bild.

Beste Grüße
Uwe
24580

Beate
09.05.2020, 22:16
Guten Abend, Uwe,

alles gut, lassen wir es stehen, es rundet die Geschichte ab.
Sie haben und hatten doch ein Recht auf ihr Leben,alle Liebs dieser Welt! Und gäbe es das Haus noch, wäre ein Stolperstein davor das Richtige. Falls es das in Polen gibt.

Danke,Uwe!

Liebe Grüße, Beate

Ulrich 31
09.05.2020, 22:47
Guten Abend, Beate,

ja, auch Polen gehört zu den 24 Ländern, in denen bisher Stolpersteine verlegt wurden. Näheres dazu in diesen verlinkten Informationen:

- Wikipedia-Seite "Liste der Stolpersteine in Polen": > https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Polen.
- Deutschlandfunk vom 28.02.2019, "Stolpersteine zum Gedenken an NS-Opfer": > https://www.deutschlandfunk.de/erinnerungskultur-stolpersteine-zum-gedenken-an-ns-opfer.1148.de.html?dram:article_id=442445.

Beste Grüße
Ulrich

Beate
10.05.2020, 00:18
Danke schön, Ulrich, für die Info!
Dann wäre es doch schön, wenn noch mehr Stolpersteine verlegt würden...

Schöne Grüße , Beate

waldling
10.05.2020, 10:46
Moin, Beate,

gute Idee mit dem Stolperstein, werde mich mal schlau machen.

Herzliche Grüße
Uwe

Ehmke
24.05.2020, 21:23
Guten Abend,
vielen Dank für die viele Arbeit zur Entstehung des Beitrages.
Ich bin erstaunt, wo es überall Hinweise gab, aus denen das Leben und tragische Ende rekonstruiert werden konnte.
In den Erzählungen meiner Mutti fiel öfters der Name der Familie Lies, da unsere Familie hier eingekauft hat. Das Ehepaar hatte so spät nur das eine Kind, welches ein so niedliches Mädchen war. Meine Mutti kann sich auch an das Zerschlagen der Fenster des Geschäfts erinnern und danach verließ die Familie Stutthof in Richtung Danzig.
Die Idee mit den Stolpersteinen finde sehr gut.
Herzliche Grüße
Angelika

waldling
24.05.2020, 21:26
Moin, Angelika,

ich freue mich über deinen Beitrag. Wir haben lange nichts mehr voneinander gehört. Lass uns mal wieder telefonieren.

Bis denne. Es grüßt dich herzlich
Uwe

love danzig
30.05.2020, 20:17
Hallo--Wolfgang.
Ein Link, Max Naujocks-Berlin.
Grüße Roman.
https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Naujocks

waldling
28.06.2020, 18:13
Moin,

was für ein Aufwand, mit vielen Hürden einen Stolperstein zu setzen, aber lest selbst.
http://www.stolpersteine.eu/aktuell/

Es gibt einen Kontakt zur Sztutowo-Gemeinde. Das kann aber dauern.

Beste Grüße
Uwe

Beate
28.06.2020, 19:33
Guten Abend, Uwe,

Und wenn dann alles geklärt ist,taucht womöglich die Frage auf,ob er auch in Polen verlegen darf...

Schöne Grüße, Beate

waldling
28.06.2020, 20:10
Genau, Beate, dass ist das Hauptproblem, so Frau Thomas (Stolpersteine), aber ich möchte da hier nicht näher eingehen. Ich hoffe auf den Kontakt, den ich habe.

Einen schönen Abend!
Uwe

Beate
28.06.2020, 21:35
Ich drücke mal kräftig alle Daumen!
So starke Bemühung sollte von Erfolg gekrönt sein!

Schöne Grüße, Beate

waldling
05.07.2020, 14:05
Moin, zusammen (Interessierte)

ich habe eine Nachricht von Herrn Demnig übermittelt bekommen. Herr Demnig ist zuständig für die Verlegung der Stolpersteine. Er würde sich, wenn alle Formalitäten erledigt sind, der Verlegung annehmen. Diese Info gebe ich so an die Gemeinde Sztutowo (einem Vertreter der Gemeinde) weiter. Mal sehen wie es weitergeht.

Einen schönen Sonntag!
Uwe

Beate
05.07.2020, 15:55
Hallo Uwe,

na, das klingt doch mal vielversprechend!!:)
Mögen die Formalitäten schnell und gut erledigt werden! Und die Gemeinde zustimmen!

Fröhliche Grüße, Beate

waldling
05.07.2020, 18:00
Moin, Beate,

ja, die Behörde ist die eine Hürde, die andere die Finanzierung. Der Stolperstein ist dabei ein geringer Teil. Kosten für die Reise und die Unterkunft der andere. Ich werde mich mal an die jüdische Gemeinde vor Ort wenden. Mal sehen, ob sich Sponsoren finden lassen.

Herzliche Grüße
Uwe

MueGlo
05.07.2020, 23:14
Moin, Uwe,

von Kosten welcher Größenordnung ist denn da die Rede?

Wenn es um Fundraising geht wären doch wir hier imForum die erste Adresse. Oder?

Beste Grüße, Rainer MueGlo

waldling
06.07.2020, 09:15
Moin, Rainer,

ja, da habe ich auch schon dran gedacht, aber bin da aber etwas vorsichtig wegen dem "Hagel" im Forum :)). Mal schauen, was sich so ergibt.

Herzliche Grüße
Uwe

waldling
06.07.2020, 09:38
Moin, Rainer,

der Stolperstein kostet in der Fertigung 120 €, dass ist zu leisten. Was an Übernachtungs- und Fahrtkosten und sonstigen Kosten dazu kommt, kann ich derzeit nicht überblicken.

Beste Grüße
Uwe

waldling
06.07.2020, 11:26
Moin,

ich habe Kontakt mit der "Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit" in Schleswig Holstein hergestellt. Herr G. wird sich mit der Familie Lieb beschäftigen und im Gremium vorstellen. Stolpersteine hier vor Ort werden durch Spenden verlegt.

Beste Grüße
Uwe

waldling
07.07.2020, 10:12
Moin,

ich habe gerade eine positive Nachricht aus Sztutowo erhalten, mit Aussicht auf die Verlegung eines Stolpersteines in 1-2 Jahren. Grund für die Wartezeit ist, dass der Gehweg nicht der Gemeinde gehört. Aber mit der geplanten Reparatur des Weg würde der Stolperstein berücksichtigt werden.

Beste Grüße
Uwe

Beate
07.07.2020, 11:38
Moin, Uwe,

Das ist ein Wort ! In der Zeit können wir auch das Geld zusammen bekommen, nicht?
Dann ist die Wartezeit auch nicht so lang und sinnvoll ausgefüllt. Bin dabei!

Fröhliche Grüße , Beate

waldling
07.07.2020, 11:43
Moin, Beate,

gut zu wissen, dass du dabei bist. Ich danke dir!

Herzliche Grüße
Uwe

sarpei
07.07.2020, 15:23
Hallo Uwe!

Ein grandioser Erfolg - Gratulation! Deine Ausdauer wurde belohnt.


Viele Grüße

Peter

waldling
07.07.2020, 16:46
Moin, Peter,

herzlichen Dank für deine Gratulation!

Ich hatte auch noch JewishGen in Danzig angeschrieben und auch Antwort erhalten.

Thanks for your message. I'm glad you made progress so quickly. If you have any questions about the genealogy of Danzig Jews, or if you know anyone interested in this topic, please feel free to contact me. We work to acquire and transcribe genealogical records concerning Danzig Jews, some from the Holocaust era, some much older, written primarily in German or Hebrew.

Best regards,

Logan Kleinwaks
JewishGen Danzig/Gdańsk Research Director

waldling
07.07.2020, 17:14
Eine Ergänzug von Herrn Kleinwaks:
Thanks very much. Incidentally, if you are doing research for stolpersteine, old business or address directories might be helpful. I have made many searchable at genealogyindexer.org (http://genealogyindexer.org) (including, but not only, for Danzig).

ruedigerzim
09.07.2020, 19:28
Lieber Uwe,

ganz herzlichen Glückwunsch für den Erfolg Deiner Initiative. Mir geht das Herz auf, wenn ich die Diskussion hier verfolge. Beste Grüße Rüdiger

waldling
09.07.2020, 21:47
Lieber Rüdiger,

deine Worte erfreuen mich sehr!

Herzliche Grüße
Uwe

Ehmke
11.07.2020, 21:56
Hallo Uwe,
das ist eine so schöne Nachricht. Gratulation!
Bin auch dabei und beteilige mich finanziell.
Viele Grüße
Angelika

waldling
25.02.2021, 19:51
Moin,

ich werde die Organisation der Verlegung eines Stolpersteins nicht weiterverfolgen. Es gibt auf dem Weg zu viele „Stolpersteine“. Gerade habe ich eine Email erhalten die ich hier einfüge. Sprachbarrieren und Covid sind da noch ein geringeres Problem. Damit meine ich nicht meine Kontaktperson in Sztutowo-Gemeinde, aber die Perspektive einer Umsetzung der Verlegung eines Stolpersteines ist nach meiner Meinung eher weniger als ausreichend.

Beste Grüße
Uwe

Aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt:

Liebe Leute,

Zunächst einmal: Frohes Purim an alle, die es feiern. Es tut mir leid, dass es zu einer so seltsamen Zeit stattfindet und gedämpfter ist als sonst.

Zweitens, Entschuldigung für diese allgemeine E-Mail und Entschuldigung, wenn einige von Ihnen schon seit einiger Zeit auf eine Antwort von mir warten. Andere haben mir vielleicht erst kürzlich geschrieben, und ich entschuldige mich dafür, in einer Massen-E-Mail zu antworten, aber das erspart mir, mich zu wiederholen.

Es sind merkwürdige Zeiten, sowohl wegen des Coronavirus als auch wegen der politischen Situation in Polen, so dass es nicht einfach ist, die Verlegung von Stolpersteinen dort zu organisieren. Außerdem ändern sich die "Regeln" ständig und scheinen von Stadt zu Stadt unterschiedlich zu sein. In einem kleinen Dorf ist es vielleicht einfacher, eine Genehmigung zu bekommen als in einer großen Stadt.

Für diejenigen, die sie nicht haben, füge ich einige Richtlinien bei, die von einer Person erstellt wurden, die in der Vergangenheit eine Genehmigung erhalten konnte. Diese könnten denjenigen helfen, die neu in diesem Prozess sind.

Wenn Sie unsere Schritte zur Installation von Stolpersteinen nicht gelesen haben, tun Sie das bitte, um eine Vorstellung von der allgemeinen Vorgehensweise zu bekommen. Wenn Sie auf Facebook sind, können Sie sich auch auf der Seite Stolpersteine in Polen austauschen (das ist ein nützliches Tool, aber völlig unabhängig von uns).

Da wir nicht wissen, wie sich die Pandemie entwickeln wird und Gunter Demnig noch nicht geimpft ist, wissen wir nicht einmal, ob er dieses Jahr noch reisen kann. Wenn er es aber kann, hoffen wir, dass er in der allerletzten Juliwoche für etwa vier Tage nach Polen fahren kann.

Wenn Sie möchten, dass Gunter Demnig in diesem Jahr Stolpersteine verlegt und bereits eine Zusage haben, teilen Sie mir bitte umgehend mit, wie viele Stolpersteine Sie an wie vielen Adressen haben möchten. Wir haben eine begrenzte Anzahl von Steinen, die wir verlegen können.

Wenn Sie mir diese Information bereits gegeben haben, bestätigen Sie bitte, dass Sie die Stolpersteine auch in diesem Jahr noch haben möchten. Die Welt hat sich so sehr verändert, dass wir nicht davon ausgehen können, dass die Situation noch dieselbe ist wie vor dem Covid.

Wenn Sie noch keine Erlaubnis haben, aber denken, dass Sie sie bald bekommen könnten, lassen Sie uns vereinbaren, dass Gunter Demnig im Jahr 2022 kommt, wenn die Pandemie hoffentlich vorbei sein wird. Bitte lassen Sie es mich auch wissen.

Wenn ich nichts von Ihnen höre, gehe ich davon aus, dass Sie keine Stolpersteine mehr wollen.

Bitte zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren, wenn Sie spezielle Fragen haben, aber lesen Sie bitte zuerst unsere Schritte und die Richtlinien, da vieles bereits abgedeckt ist (z.B. bezüglich der Kosten).

Nur um das klarzustellen: Ich kann Ihnen nicht helfen, eine Genehmigung zu erhalten. Diese müssen Sie direkt bei den lokalen Behörden in Polen einholen. Ich spreche kein Polnisch und kann mich nicht verständigen.

Ich danke Ihnen allen für Ihre Geduld und Ihr Verständnis.

Ich freue mich darauf, bald von Ihnen zu hören.

Mit besten Grüßen,

Anne

Beate
25.02.2021, 20:52
Guten Abend, Uwe,

ich kann Dich ja verstehen- der Frust über die Haltung der Zuständigen ist beträchtlich.
Nun, dann warten wir mal ab, wie sich alles entwickelt. Zumindest wir hier wissen ja nun um das Schicksal der Familie Lieb...
Danke schön!

Liebe Grüße, Beate

Peter von Groddeck
26.02.2021, 12:42
Hallo,
das betrifft die Verlegung von Stolpersteinen in Polen. In D ist das kein Problem und sollte fortgführt werden.
Gruß Peter

waldling
26.02.2021, 12:48
Moin, Beate,

danke für deinen Beitrag. Mal sehen, Dinge verändern sich.

Moin, Peter,

ja, aber genau darum geht es, eine Verlegung in Polen.

Beste Grüße
Uwe

waldling
24.03.2021, 13:21
Moin,

hier eine weitere Email von Frau Thomas:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich danke Ihnen für Ihre Antworten. Leider muss ich jetzt sagen, dass Gunter Demnig im Juli nicht nach Polen reisen kann.

Wenn Sie eine Verlegung ohne ihn organisieren wollen, sind wir gerne bereit, die Stolpersteine herzustellen und nach Polen zu schicken, aber wir können nicht bei der Verlegung helfen. Es ist daher vielleicht einfacher, bis zum nächsten Jahr zu warten, wenn hoffentlich alle geimpft sein werden.

Wenn Sie Stolpersteine für Juli haben möchten, lassen Sie es mich bitte sofort wissen und schicken Sie mir die Beschriftungen mit dem beigefügten Formular bis zum 15. April 2021.

Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören, wenn Sie in diesem Jahr wieder Stolpersteine wünschen.

Mit freundlichen Grüßen,

Anne

Beste Grüße
Uwe

Beate
24.03.2021, 16:21
Hallo Uwe,

ich denke auch, dass wir lieber auf nächstes Jahr warten...wer weiß, vielleicht ändert sich ja auch mal die Denkweise in Polen bezüglich Stolpersteine..Hoffen darf man ja!

Schöne Grüße, Beate