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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dieses muss deutlich gesagt werden: Unser Selbstverständnis



MarcelKr
18.12.2018, 13:26
Liebe Leser,

auf Facebook habe ich einen Entwurf des Selbstverständnisses für den Bund der Danziger e.V. veröffentlicht und dort zur Diskussion darüber aufgerufen. Hier scheint mir aber noch der bessere Boden für substantielle Beiträge zu sein.

Ich freue mich daher auf Eure Beiträge.

Viele Grüße
Marcel
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Die heutige Beziehung zu Danzig ist geklärt:

Wir begrüßen den detailgetreuen polnischen Wiederaufbau vertrauter Orientierungsmarken in der Altstadt Danzigs und sind für die wiedergewonnen Mobilität aufgrund der Europäischen Integration dankbar. Ermöglicht dieses erst die alte Heimat wieder aufzusuchen oder für uns Jüngere neu zu entdecken - und so unsere Danziger Identität zu bewahren oder wieder zu entwickeln.

Wir sind die Stimme Danzigs für die mehr als 700 Jahre währende deutschen Stadt- und Regionalkultur. Wir erinnern an die völkerrechtliche Lage der Freien Stadt Danzig und das Schicksal der ungezählten Opfer durch Vertreibung, Krieg und Gewalt.

Wir helfen der Deutschen Minderheit und der deutschen "Community" in Danzig, bewahren Danziger Kulturgüter, vermitteln Patenschaften, Aufenthalte und Reisen in die Region Danzig und bieten Orientierung für Familien- und Regionalforschung an.

Wir setzen den lauter werdenden nationalen Stimmen aus Deutschland und Polen eine dritte Perspektive der Freien Stadt Danzig entgegen und stehen zu der jahrhundertealten Idee Danzigs als ein Zentrum von internationaler Verständigung und europäischer Integration – als der Mythos Danzig!

MeinEichwalde
19.12.2018, 18:09
Liebe Danziger
wenn ich mir die VEtreter Danzigs anschaue. Schlage ich mittlerweile die Hände über dem Kopf zusammen. Nein! Diese Menschen möchte ich nicht. Sie sind unfähig zu irgendwas, und ausserdem outen sie sich nie ! Die LM Westpreussen ist auch dem gleichen Grund schon zerstört. Alleine unser Berliner Vertreter geht gar nicht. Sie tun auch überhaupt nichts sinnvolles mehr. Zu Deinem Entwurf. Ich persönlich freue mich nicht über den Wiederaufbau Danzig. Und ich bin extrem sauer noch immer über das Enteignungsgeschehen. Dass die Sammlung MArienburg in Polen ist mittlerweile seit einem Jahr, ist ein Witz !Die historischen Dinge kann man nachlesen. Dazu benötige ich überhaupt nicht mehr organisierte Danziger. Und so weiter. Es gibt keine deutsche Minderheit in Gdansk, es gibt schon Patenschaften und Partnerschaften zuhauf, neidisch beäugt vom BdD.Und wer die polnischen und deutschen nationalen stimmen bekämpfen will hat keine dritte Perspektive . DAnig war noch nie ein Zentrum internationaler Verständigung. Was meint Ihr denn zu dem Entwurf? LG Delia

Christkind
19.12.2018, 19:38
Hallo, Delia, dein Beitrag ist so negativ wie nur was....Du klagst an.Wo ist dein sinnvolles Handeln,das du anderen absprichst?
Wenn du diese Menschen nicht brauchst, dann weiß ich nicht, warum du dich noch geistig mit ihnen beschäftigst.
Ich finde Marcels Bemühen, seine Vorschläge sehr gut durchdacht. Er hat einen Plan, den du ja nicht vorweist.Er ist ein Vertreter der jüngeren Generation, der genau das tut, was überhaupt noch sinnvoll ist, wenn man zukünftig Danzig lebendig gestalten will als eine Stätte, in der sich alle Danziger zusammenfinden. Ich ! schaue mir die Vertreter Danzigs an, und da sind viele, die mehr zur Heilung aller Wunden beigetragen haben als diejenigen, die nur kritisieren. Ich will eine friedliche Zukunft.Ich will hier nicht ständig Spitzen oder Sticheleinen lesen,die in der Vergangenheit in Danzig letzendlich den Hass beflügelten.Wir aus der Kriegsgeneration haben viel Schlimmes erlebt in Danzig. Wenn es aufgeschrieben wird, dann sollte es nur zur Mahnung an die junge Generationen dienen: Krieg ist niemals eine Lösung. Danzig müsste eigentlich zum Vorbild dafür werden, wie unwichtig die Nationalität ist, wenn die Menschen guten Willens sind.So, wie du schreibst, Marcel: Der Mythos Danzig! Ich wünsche meinem geliebten Danzig viele junge Menschen guten Willens! Und dir wünsche ich kluge Mitstreiter in Lübeck und in Danzig.
Schöne Grüße, Christa

sarpei
19.12.2018, 19:44
Einen schönen guten Abend, Marcel,

gemäß Duden ist 'Selbstverständnis' die "Vorstellung von sich selbst, mit der eine Person, eine Gruppe o. Ä. lebt [und sich in der Öffentlichkeit darstellt]". Wie nun AUßERHALB dieser Gruppe zur Diskussion darüber aufgerufen wird, kann ich nicht nachvollziehen. Was sollen nicht zu der Gruppe Gehörige denn nun diskutieren? Entweder ist das Geschriebene das Selbstverständnis des Bundes der Danziger oder nicht.

Im Übrigen tue ich mich schon mit dem ersten Satz des Selbstverständnisses schwer: "Die heutige Beziehung zu Danzig ist geklärt". Gab es eine vorherige Beziehung und war diese unklar? Welcher Art war sie? Ist der Name 'Danzig' bewusst so gewählt? Dann verstehe ich darunter eine rückwärtsgewandte Sicht, die ich so nicht nachvollziehen kann. Sollte es eine heutige Sicht sein, dann sollte es meiner Meinung nach um eine Beziehung zu Gdansk handeln.

So möchte ich nun aber nicht fortfahren, sondern gerne eine Antwort auf meine Frage im ersten Absatz bekommen.


Viele Grüße

Peter

Gerhard Jeske
19.12.2018, 23:25
Christkind#3 Verehrtes Christkind, Der Name paßt jetzt gut in die Weihnachtszeit. Es wird hier so getan, wie wenn die alten oder einige heutigen Danziger auf die Entwicklung von Gdansk (Danzig) Einfluß nehmen könnten. Ich meine dass 99 und mehr Prozente hier gänzlich integriert sind und die meisten ehemaligen Danzigerr garnicht mehr an -Danzig -denken. Diese kleine Gruppe hier und anderswo, kann sich doch nicht für die Mehrheit halten und so sprechen und denken und wünschen, wie eine ehemalige Danziger Bevölkerung es noch vor 60 Jahren tun konnte. diese Mehrheit gibt es nicht mehr. Über uns ist die Zeit hinweggeeilt. Der jetzt letzte Danziger Hauskalender beweist das auch! Gerhard Jeske Hamburg

JuHo54
20.12.2018, 00:22
Hallo ihr Lieben, ich verstehe ehrlich gesagt die Aufregung nicht. Es geht doch darum ,Brücken zu bauen und sich gegenseitig zu akzeptieren und zu respektieren, ob es nun deutsch Danzig heißt oder polnisch Gdansk ist dabei völlig irrelevant. Es kann doch nebeneinander stehen. Die heute jungen Danziger sollten ihre deutsche Geschichte annehmen und die Nachkommen der ehemalig deutschen Danziger dieses neue Danzig und ihre Menschen annehmen wie es ist. Das kann man aber nur, wenn man miteinander redet und die persönlichen Animositäten mal vor der Tür lässt. Es geht doch um das Jetzt und Hier und das Miteinander, um die Gemeinsamkeiten ohne beidseitige Schuldzuweisungen. Eins dürfte doch wohl klar sein, die Enkelgeneration und ihre Nachkommen können rein gar nichts für das ,was vor 70 Jahren auf beiden Seiten passiert ist, warum sollten sie also nicht wie vernünftige Menschen miteinander reden. Das ist wie in einer guten Ehe, nicht immer ist man einer Meinung, aber man kann versuchen diese Meinung zu verstehen- miteinander reden -und diese andere Meinung respetieren, wenn man sie auch nicht teilt.
Einen lieben Abendgruß
Jutta

Christkind
20.12.2018, 00:36
Jawohl, Herr Jeske, wir sind diejeningen, die die Staffel übergeben an die nächste Generation. Und auf dem Stab sollte stehen:Alles, was heute bewundert wird, haben unsere/eure Vorfahren erdacht und erbaut. Die Steine werden erst schön, wenn die Menschen sie zusammenfügen. Aber die Kultur verändert sich mit jeder Generation.
Schöne Grüße, Christkind Christa.... doppelt hält besser ;)

love danzig
20.12.2018, 13:42
Hallo,
vor 10 Jahren nahm ich meine Tochter ,zum ersten mal mit nach Danzig, sie war 11 Jahre alt und hatte natürlich viele fragen. Jetzt sagt sie --Ob Polnisch oder Deutsch, sie ist gerne in Danzig-Gdansk und geniest ihre schönen Stunden in Gdansk. Ach ja , sie hat viele neue Freunde in Danzig kennen gelernt, sogar aus Schottland. So soll es sein und ich oder wir sind nur Zuschauer , aber Gdansk-Danzig hat diese neue Generationen von Menschen,die Danzig beleben und schätzen verdient.
Ich wünsche den Forum, eine schöne Weihnacht und schöne Stunden.
Grüße Roman

Iris Freundorfer
20.12.2018, 14:15
Lieber Roman,

so sehe ich das auch!

Viele Grüße
Iris

StampCollector
20.12.2018, 18:40
1927 wurde der Esperanto-Weltkongress in Danzig abgehalten.
Danzig war also schon damals auch ein Zentrum internationaler Verständigung.

Mit vielen Grüßen
SC

Gerhard Jeske
20.12.2018, 19:35
MarcelKr#2 er schrieb hier. "Wir setzen den lauter werdenden nationalen Stimmen aus Deutschland und Polen eine dritte Perspektive der Freien Stadt Danzig entgegen" heißt das, dass es wieder eine " Freie Stadt Danzig" werden soll. Wenn "Ja" dann ist es eine sehr gewagte Einmischung in die politischen polnischen Verhältnisse. Davor warne ich. Gerhard Jeske

love danzig
20.12.2018, 20:08
Hallo Sc,
mein Vater ,geboren 1921 in Danzig, sprach diese Sprache und sagte oft , diese Hilfe ist gut zur Verständigung aller Menschen. Ich weiß aber nicht wo und wann er diese Sprache-Esperanto in Danzig gelernt hat. Er war in einer höheren Schule in Danzig ich denke auf einer Polnischen.
Gruß Roman.
IN Danzig-Gdansk werden sehr Oft Treffen der Jugend Europas abgehalten, zb der Pfadfinder , es kommen Oft Tausende junger Menschen nach Gdansk. Sie sprechen untereinander nicht Deutsch nicht Polnisch , sie sprechen Englisch.
Grüße Roman

Christkind
20.12.2018, 21:56
SC: Es gibt auch eine Esperanto-Hauptstadt.
Herzberg im Harz.
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/esperanto-lernen-in-der-esperanto-stadt-herzberg-am-harz-a-843032.html
Schöne Grüße, Christa

jonny810
20.12.2018, 23:19
Kann es sein, dass Wolfgang hier bald einschreiten wird?

Ich habe zu dem Grund-Thema meine persönliche Meinung

und werde sie für mich behalten.

Ich möchte aber erwähnen, dass ich seit 1989 eine Freundschaft

mit einem Polen und dessen Familie pflege.

Allen noch einen schönen Abend.

Felicity
20.12.2018, 23:20
So wie Roman sagt 'sie sprachen Englisch'. Da haben wir das 'moderne Esperanto' das auf allen Kontinenten schon gesprochen wird und nicht erst erlernt werden muss. Liebe Gruesse Feli

MarcelKr
21.12.2018, 21:30
Hallo Peter,

Wolfgang hat dem Bund der Danziger eine Ecke in diesem Forum eingeräumt und es gibt auch Mitglieder und dem Bund nahestehende Personen. Dass ich somit eine Diskussion hier anbiete, scheint mir daher geboten.

Darüber muss der Entwicklungsprozess eines Selbstverständnisses nicht zwangsläufig nur intern diskutiert werden, sondern kann auch externe zur Diskussion angeboten werden. Ich empfinde dies als basisdemokratische Notwendigkeit.

Viele Grüße und für das bevorstehende Weihnachtsfest alles Gute und Gottes Segen,
Euer
Marcel