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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rat der Danziger (RdDA, Berlin)



franz.potrykus
25.05.2009, 13:54
Der Rat der Danziger (RdDA) hat neuerdings eine Internetpräsentation unter http://www.rat-der-danziger.de - allerdings, wie beim Bund der Danziger (http://www.danzig-online.de)schon, ohne Email-Kontaktmöglichkeit.

Der Rat der Danziger wurde am 10.05.1947 in Lübeck aus u. a. den früheren nichtnationalsozialistischen Volkstagsabgeordneten der Freien Stadt Danzig als ihr Exilorgan gebildet, zunächst als eine Art Wahlversammlung, dann durch Wahlen 3.6.-2.8.1951 mit über 53.000 abgegebenen Stimmen bestätigt. Der Rat war einer Art Ersatz für den Volkstag und hatte eine separate Exektive, ursprünglich den "Exekutivausschuß mit Sitz in Hamburg", danach benannt "Vertretung der Freien Stadt Danzig", als Ersatz für den früheren Senat. Heute ist die Vertretung im Rat vorübergehend inkorporiert, d. h. der Rat nimmt auch die AUfgaben der Vertretung wahr. Der Rat besteht heute seit dem 11.8.2006 aus fünf Personen und tagt mittlerweile in seiner 9. Wahlperiode.

Carl_Narloch
04.10.2011, 05:45
... nicht ganz richtig: die IX. Wahlperiode hat erst am 3.9.2011 begonnen und dauert planmäßig bis 2015 an.

Bartels
12.08.2012, 14:10
Wikipedia zum Thema:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rat_der_Danziger

Poguttke
12.08.2012, 15:05
Wenn auch das Wahlverfahren verbessert wurde, ist eine Trendwende weiterhin nicht sichtbar. Nach wie vor sind es dieselben Köpfe die eine Sperrminorität halten und dadurch die oppositionellen, kritischen, kreativen Kräfte aussperren und eine wahre demokratische Neuordnung blockieren. Ich kann nur jeden Danziger dringend dazu auffordern, sich und seinen Clan beim Bund der Danziger registrieren zu lassen, um diese Mißstände auszumerzen. Gerold Ewald

Bartels
25.09.2012, 14:37
Es ist schon ein seltsames Organ dieser Rat, der auf der eigenen Internet-Seite über sich fast gar nichts preisgibt. Hier im Forum und auf Wikipedia finden sich bessere Informationen.

Im Grunde kann man derartige Aktionen und weitere Danziger Exilregierungen nur mild und leise belächeln. Vor 1939 hat diesen Freistaat (fast) niemand gewollt und jetzt weint man ihm Krokodilstränen hinterher. - Und einen Friedensvertrag, der dieses Thema zu Lasten der Danziger abschlösse, wird es auch nie geben.

Offen bleibt auch, wer die polnischen und kaschubischen Mitbürger des Freistaats vertritt. Die aussenpolitische Vertretung des Freistaats lag bei Polen, was also wollen die sogenannten Volksvertreter in Berlin? Ohne seriöse Mitstreiter in Polen und im heutigen Danzig kann das Nichts werden.

Und wer darf eigentlich in welcher Form demokratisch wählen und Kandidaten aufstellen und wer wurde gewählt, ein Thema das der Rat im Netz nicht anspricht. (Flüchtlingsausweis habe ich)