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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Tafelrunde": Altersheim in Danzig als Stützpunkt für Klagen geplant



Wolfgang
02.03.2008, 15:08
Die Diskussion begann unter dem Thema 1. Ostdeutscher Ostermarkt in Stuttgart: http://forum.danzig.de/showthread.php?t=329


Warum haben sie die ganzen Jahre nichts dagegen getan, dass die Vertriebenen als Revanchisten beschimpft werden, wenn sie öffentlich in Erscheinung traten?

Warum haben die Vertriebenenverbände so wenig getan, um diesem Eindruck entgegenzuwirken? Wie sieht es verbandsintern aus? Die meisten Vertriebenen, die sich weder mit "ihren" Verbänden identifizieren noch von ihnen vertreten sein wollen, haben ihren Frieden gefunden, haben sich damit abgefunden, dass ihre alte Heimat nun die Heimat mehrerer dort geborener nichtdeutscher Nachkriegsgenerationen ist. Das Bild wird aber bestimmt durch Scharfmacher, ich sage auch durch "Unverbesserliche", die sich zum Teil lose, zum Teil auch straff organisieren (ob sie Vertriebenenverbänden angehören, weiß ich nicht, aber das ist für die Öffentlichkeit auch unerheblich).

Was ist, wenn die Öffentlichkeit erfährt, dass von diesen Seiten konkrete Pläne bestehen, in Danzig ein Spital/Altersheim zu errichten -dazu wird in England eine "Danzig-Stiftung Ltd" mit einem Kapital von 500.000 Pfund gegründet-, die als Stützpunkt dienen soll, um "Berechtigte Vermögens und Schadenersatz Ansprüche von Danziger Familien zu vertreten. In diesem Zusammenhang ist geplant Rechtliche Schritte, direkte und testamentarische Grundbesitz- und Vermögensansprueche gegenüber Polen, dem noch bestehenden Deutschen Reich/BRD, den Alliierten Mächten des Potsdamer Abkommens und der Garantiestaaten des VersaillerVertrages, einzuleiten. Um diese Rechtsansprueche -auf Ewigkeit/Eternity abzusichern wird der Trust notarielle Abtretungen entwerfen die eventuellen Zweit& Dritt Generations Danzigern dadurch Ihre Rechtsansprüche absichern". Des Weiteren wird gesagt: "Das Stifts/Altersheim Projekt wird jetzt ab Fruehjahr 2008 bereits durch Diskussionen/Verhandlungen mit Bund der Danziger, Rat der Danziger, Bürgermeister von Gdansk, sowie den Sponsoren des Projektes- angeschoben werden."

Kaum glaublich? Trotzdem aber wahr...

Viele Grüße
Wolfgang

Daniel Hebron
02.03.2008, 15:23
Hallo Wolfgang,

das glaube ich schon, denn es wird ja von ganz anderen Seiten vorgemacht. Ansonsten steht es mir nicht zu, eine Entscheidung die Du "fuer Dich" und "vor Ort" getroffen hast, in irgendeiner Form zu analysieren oder zu kritisieren. Aber auf jeden Fall war sie konsequent und ehrlich. Da koennten sich m.E. so manche Politiker eine Scheibe davon abschneiden.

Respekt!

Wolfgang
02.03.2008, 15:26
P.S.: Bevor ich vergesse, meine Quelle zu nennen: Es gibt bei Yahoogroups die "Danziger Tafelrunde" in der auch mehrere unserer Mitglieder Teilnehmer sind. Dort ist es zu lesen. Mir hat's ein Vögelchen geflüstert...

Wolfgang
02.03.2008, 16:04
Hallo Daniel,


das glaube ich schon, denn es wird ja von ganz anderen Seiten vorgemacht.

stimmt, die "Preußische Treuhand" ist ja recht aktiv... - aber nicht mit einem Stützpunkt in Danzig. Ich stelle mir gerade -breit grinsend- vor, was in Danzig passiert, wenn dort ein deutsches Altersheim gegründet wird, von dem aus Polen mit Klagen überschwemmt werden soll. Ich glaub, ich mach einen Glaserbetrieb in Danzig auf...

Viele Grüße
Wolfgang

Helga +, Ehrenmitglied
02.03.2008, 16:31
P.S.: Bevor ich vergesse, meine Quelle zu nennen: Es gibt bei Yahoogroups die "Danziger Tafelrunde" in der auch mehrere unserer Mitglieder Teilnehmer sind. Dort ist es zu lesen. Mir hat's ein Vögelchen geflüstert...

Stimmt, ich gehöre auch zu denen. Aber - bevor ihr jetzt über mich herfallt. Es gab eine Zeit, in der ich überall eingetreten wäre, wenns nur um Danzig ging. Als ich merkte, was da so Thema ist, hats mich nicht mehr interessiert, aber abgemeldet habe ich mich halt auch nicht. Aber ich habe das Gefühl, das jetzt der richtige Moment ist, das mal nachzuholen.

Und während ich das schreibe, wird mir bewußt, wie leicht und schnell man in eine Gruppe gerät, an deren Gedankengut man bisher nicht mal im Traum gedacht hätte und trotzdem aus purer Nachlässigkeit erst einmal nix daran ändert und es einfach so schleifen läßt. Und das nicht nur im Fitnessclub.....

DerSteegener
02.03.2008, 17:29
Wolfgang,

zuerst will ich Dir und den anderen Admins und Moderatoren meinen großen Respekt zollen.Hätte nicht gedacht,dass Du anknüpfen kannst mit Deinen Erfolg bei Yahoogroups.Hab geglaubt jetzt geht's den Bach runter.Aber ich bin perplex:Jetzt ist alles so gegliedert wie ich's mir vorstell,und ich seh,dass alles was geschrieben wird,immer abrufbar ist und nicht irgendwann vergeßen wird.

Jetzt aber mal ne Frage zu dem Altersheim.Warum eine Glaserei aufmachen?

Aber wenns möglich wär und ich nicht abgeschnitten wär von meiner Familie:Ich würd schon auch gern in Danziger Werder meine letzten Tage verbringen.

Grüße vom Steegener Frieder

Christkind
02.03.2008, 20:52
Stimmt, ich gehöre auch zu denen. Aber - bevor ihr jetzt über mich herfallt.

Wieso? Ist das so schlimm?
Ich kenne viele, die auch in anderen Danzig- Listen sind.
Ein echter Pomuchel schwimmt eben überall gern herum.
Grenzenlos und freiheitsliebend.:D

Gruß von
Christa

Pomuchel
02.03.2008, 21:48
Ein echter Pomuchel schwimmt eben überall gern herum.
:) :) :) :)

Peter von Groddeck
07.03.2008, 17:38
Hallo,
ich habe mal in die Tafelrunde reingeschaut. Ich war entsetzt und bin froh, dass wir hier nicht in den ewig gestrigen verkrusteten Strukturen denken.
Herzliche Grüße Peter

Frischula
07.03.2008, 18:43
Hallo Peter von Groddeck,

ich verstehe diese Aufregung mit der "Danziger Tafelrunde" jetzt nicht, denn was spricht dagegen, wenn über die bislang ungelöste Frage (seit dem Krieg) der "Freien Stadt Danzig" auch heutzutage noch diskutiert wird? Ist das nicht ein ureigenes Völkerrecht (was nicht von den Alliierten gelöst wurde) darüber in einer "Runde" zu diskutieren? Auch wenn es heutzutage etwas befremdend wirkt?

Greetings Frischula

DerSteegener
07.03.2008, 20:29
ich verstehe diese Aufregung mit der "Danziger Tafelrunde" jetzt nicht, denn was spricht dagegen, wenn über die bislang ungelöste Frage (seit dem Krieg) der "Freien Stadt Danzig" auch heutzutage noch diskutiert wird?

Hallo Frischula!

Es spricht etwas dagegen,wenn für die bisher "ungelöste Frage" eine klare und eindeutige Antwort gefunden ist:

In der "Tafelrunde"-Beschreibung bei Yahoogroups ist es gesagt:

"Das DANZIGER STAATSVOLK verhindert durch seine demokratisch gewählten Exil-Organe seit 1945 die Rechtsfolge eines Staatsunterganges durch Verschweigen oder Rechtsverwirkung. Danzig unterliegt im übrigen infolge der kollektivvertraglich garantierten Schutzbeziehung seines Internationalen Neutralen Status der Schutzverpflichtung der vier Mächte.
Die Danziger Tafelrunde dient den Danzigern als Diskussionsforum,pflegt das Wissen um die Danziger Geschichte,versorgt die Danziger mit aktuellen Informationen und unterstützt die Danziger Exilorgane in ihrem Bemühen,auf der Basis des Völker-und Menschenrechts,den Staat Freie Stadt Danzig in seiner neutralen Vorkriegsform wiederherzustellen."

Dort haben sich Leute wie der "Senator" Kriesner jahrelang im Hass gegen Polen ausgetobt und das heute vorrangige Ziel scheint es jetzt erst einmal zu sein,Massenklagen gegen Polen vorzubereiten.Aber am Endziel wird weiter festgehalten,nähmlich den Danziger Freistaat wieder herzustellen und mit Deutschen zu besideln.Was dann mit den Polen passiert?Gleichgültiges Schulterzucken!!!

Wer da aktiv mitmacht oder auch "nur" Mitglied ist,unterstützt diese Bemühungen,denn wären da keine Mitglieder drin,dann würde es die Liste nicht geben.Ich sag nur,"spiel nicht mit Schmuddelkindern!"

In meinen Augen ist diese Liste eindeutig verfassungsfeindlich!!!

Grüße vom Steegener
Frieder

Marc Malbork
07.03.2008, 22:13
Hallo an alle,

mich würde mal interessieren was eigentlich der Bund der Danziger aktuell offiziell zur völkerrechtlich "ungelösten Frage" Danzigs zu sagen hat (falls er überhaupt noch auf Bundesebene handlungsfähig organisiert ist, wofür seine Website nicht unbedingt spricht).

Denn, neugierig geworden, habe ich mich jetzt eben auch mal um diese Tafelrundenyahoogroup gekümmert und die dort angegebenen Links verfolgt. Im Endergebnis kann man lernen, dass die Delegiertenversammlung des Bundes der Danziger (e.V.) noch 2005 (!) einen sogenannten Rat der Danziger gewählt hat, der schlicht und ergreifend für sich beansprucht die staatspolitische Regierungsvertretung der Freien Stadt Danzig im Exil zu sein.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Rat_der_Danziger)

Demnach scheint jedes Mitglied des Bundes der Danziger (e.V.), wissend oder unwissend, also einem Verband anzugehören, der die Freie Stadt Danzig als noch bestehendes Völkerrechtsobjekt ansieht und daraus Ansprüche herleitet - mit den vorstellbaren Folgen für die Menschen, die heute dort wohnen und Gdansk jetzt in der dritten Generation als ihre Heimat bezeichnen dürfen.

Wolfgang
07.03.2008, 22:35
Hallo Rüdiger,


... kann man lernen, dass ... [der] Bund der Danziger ... einen Rat der Danziger gewählt hat, der ... für sich beansprucht die staatspolitische Regierungsvertretung der Freien Stadt Danzig im Exil zu sein. (http://de.wikipedia.org/wiki/Rat_der_Danziger)
Demnach scheint jedes Mitglied des Bundes der Danziger (e.V.) ... einem Verband anzugehören, der die Freie Stadt Danzig als noch bestehendes Völkerrechtsobjekt ansieht und daraus Ansprüche herleitet

genauso ist es! Aber: als (bisheriges ämterinhabendes) Mitglied des Bundes der Danziger (bisher: Kreisvorsitzender in Stuttgart und stv. Vorsitzender in Baden-Württemberg) betonte ich immer, dass erlittenes Unrecht nicht durch neues Unrecht geheilt werden könne und zudem am jetzigen "Status quo" nicht gerüttelt werden dürfe. Du kannst Dir vorstellen, wieviel Freunde ich mit dieser Meinung (bei den anderen "Offiziellen" des Bundes der Danziger) hatte:)

Trotzdem ist der Bund der Danziger aber moderat - ich würde ihn eher als zahnlosen Papiertiger bezeichnen. Man kommt eben in die Jahre und (glücklicherweise) blieb dort der organisierte Nachwuchs aus. Aber er findet sich eben nun teils bei der "Tafelrunde" oder bei der NPD -bzw. in anderen rechtsradikalen Organisationen-, die ebenfalls die bestehenden Grenzen nicht anerkennen wollen. Ich sehe es als Spiel mit dem Feuer an, sich bei Gruppen/Organisationen anzumelden die unter dem Mäntelchen des Völkerrechts radikal-brutale Lösungen anstreben. Wer bei Gruppen wie der "Tafelrunde" mitmacht -ob aktiv oder passiv-, sollte sich immer vor Augen halten, dass Wölfe die Kreide fressen, nach wie vor Wölfe sind!!!

Dem Danziger Staatsvolk ist Unrecht angetan worden, aber das lässt sich weder ändern noch heilen. Es sollte uns allen eine ungeheure Lehre sein! Aber diese werden leider nicht immer -bis in die Neuzeit- gezogen, wie z.B. auch die Geschehnisse und Teilungen im früheren Vielvölkerstaat Jugoslawien zeigen.

Natürlich bleibt es jedem frei, mitzumachen wo er will. Zu unterschiedlich sind die Beweggründe. Was ich aber tun kann, ist darauf aufmerksam zu machen, worauf man sich einlässt!

Viele Grüße
Wolfgang

P.S.: Ich bin ein Gegner der Gruppe/Organisation "Tafelrunde", aber nicht unbedingt ein Gegner deren Mitglieder

Wolfgang
08.03.2008, 02:44
Schönen guten Abend,


Wer bei Gruppen wie der "Tafelrunde" mitmacht -ob aktiv oder passiv-, sollte sich immer vor Augen halten, dass Wölfe die Kreide fressen, nach wie vor Wölfe sind!!!

ich habe gerade noch ein privates Email bekommen. Es wäre eigentlich auch sehr interessant, es hier zu lesen. Es ging darum, dass doch mit der "Tafelrunde" nichts Besonderes bewirkt würde.

Genau das Gegenteil ist der Fall! Schon in unserem Vorgängerforum habe ich gesagt, wir würden Mosaiksteinchen setzen, wir würden im Kleinen dazu beitragen, mit unserem polnischen Nachbarn ins Gespräch zu kommen. Erst war das nur eine Hoffnung, aber über die Jahre hinweg habe ich gesehen, dass das im Kleinen wirklich möglich ist.

Ähnliche Aufmerksamkeit findet die "Tafelrunde". Aber wenn wir im Positiven ein Mosaiksteinchen gesetzt haben, dann wird dort im Gegenzug gleich ein ganzes Bild zerstört. Auf beiden Seiten, also in Deutschland und in Polen, gibt es Menschen, denen eine Aussöhnung und ein gegenseitiges Verstehen nicht gelegen kommt. Sie warten darauf, kleine banale und dumme Dinge aufzubauschen und zu generalisieren. Sie kochen ihre Süppchen damit, sie hegen ihre Interessen, polarisieren Meinungen, verdienen damit Geld.

Zu allem was an radikalen Meinungen in Deutschland geäußert wird, gibt es mindestens genauso radikale Gegenäußerungen in Polen. Es ist nicht hilfreich, das Rad der Geschichte zurückdrehen zu wollen um einen Zustand zu schaffen wie er vor 70 Jahren war. Genau das ist aber das Ziel der "Tafelrunde". Und jedes einzelne Mitglied lässt sich als Beweis dafür anführen, dass diese Forderungen eine breite Basis finden.

Jedes Mitglied der "Tafelrunde" weiß, welche Ziele dort verfolgt werden -es ist gar nicht möglich, das noch direkter auszusprechen-, aber nur Wenige werden wissen, ob und welche Querverbindungen es zu anderen "Organisationen" es gibt, die mit sehr viel Geld und Einfluss alles tun, um ein gut nachbarschaftliches Verhältnis mit Polen zu torpedieren.

Ich wollte eigentlich den Ausspruch in einem früheren Beitrag "Ein echter Pomuchel schwimmt eben überall gern herum" nicht kommentieren, aber nachdem dieses Thema doch eine breitere Resonanz findet, komme ich nicht umhin zu fragen, ob ein unschuldiges Pomuchelchen nicht auch plötzlich gefressen (bzw. missbraucht) werden kann.

Der Großteil der der dortigen (schweigenden) Mitglieder hat sich auch in anderen Danziger Foren eingetragen - so auch bei uns. Selbst wenn diese nur informiert werden wollen, stellt sich die Frage, ob es nicht andere Informationsmöglichkeiten gibt -die z.B. auch ich nutze- um herauszubekommen, mit welchen abstrusen Mitteln einige "Danziger" den Freistaat wieder herstellen wollen.

Ich frage -im Umkehrschluss zu Frischulas Frage- ob noch irgend etwas dafür spricht, in der "Tafelrunde" Mitglied zu werden oder dort zu bleiben?

Viele Grüße
Wolfgang

Frischula
08.03.2008, 02:55
Schönen guten Abend,

.... Ich frage -im Umkehrschluss zu Frischulas Frage- ob noch irgend etwas dafür spricht, in der "Tafelrunde" Mitglied zu werden oder dort zu bleiben?


Antwort: NEIN! Nicht mehr "zeitgemaess"!!!

Greetings Frischula

Helga +, Ehrenmitglied
08.03.2008, 12:48
Ich wollte eigentlich den Ausspruch in einem früheren Beitrag "Ein echter Pomuchel schwimmt eben überall gern herum" nicht kommentieren, aber nachdem dieses Thema doch eine breitere Resonanz findet, komme ich nicht umhin zu fragen, ob ein unschuldiges Pomuchelchen nicht auch plötzlich gefressen (bzw. missbraucht) werden kann.

Der Großteil der der dortigen (schweigenden) Mitglieder hat sich auch in anderen Danziger Foren eingetragen - so auch bei uns. Selbst wenn diese nur informiert werden wollen, stellt sich die Frage, ob es nicht andere Informationsmöglichkeiten gibt -die z.B. auch ich nutze- um herauszubekommen, mit welchen abstrusen Mitteln einige "Danziger" den Freistaat wieder herstellen wollen.

Ich frage -im Umkehrschluss zu Frischulas Frage- ob noch irgend etwas dafür spricht, in der "Tafelrunde" Mitglied zu werden oder dort zu bleiben?


Der von mir hochgeschätzte Wolf Biermann schrieb in einem seiner Lieder
"Wer sich nicht in Gefahr begibt, kommt darin um". Hier ist es anders. Hier gibt man sich in die Gefahr. Die Gefahr - zumal wenn kein Gegenpol vorhanden ist, sein Denken vergiften zu lassen und in einen Sog zu geraten, der fernab jeder Realität ist.

Um was die schweigende Menge angeht, die stummen Mitglieder dieser Gruppierung, deren Mitglied ich nicht mehr bin, muß ich leider noch ein Zitat bringen, in dem Fall von Albert Einstein,der so in etwa sagte: ¨Die Welt ist nicht in Gefahr wegen der Bösen, sondern wegen denen, die zulassen, daß Böses getan wird. Und das sind halt immer wir, wenn wir denken,naja, laß sie doch, ich handle ja nicht, ich höre nur zu, ich lasse nur geschehen.

Und somit ist so ein argloser Pomuchel, der vielleicht zuallererst dahin gerät, in der Tat in Gefahr gefressen zu werden, indem er sich einlullen läßt und nichts entgegen zu setzen hat.

Muß man also Mitglied einer Gruppe sein, die im Grunde alles das will, was einem selbst ganz fern ist. Ich denke nein.

Peter von Groddeck
08.03.2008, 13:45
Lieber Drischula,
es ist bereits in den Beiträgen gesagt, warum ich entsetzt war. Man kann altes Unrecht nicht durch neues Unrecht aus der Welt schaffen. Im Übrigen haben wir die Wiedervereinigung bekommen, weil unsere Regierung und der Bundestags mit mehr als 2/3 Mehrheit die Grenzen zu Polen völkerrechtlich anerkannt haben. Damit ist die Sache erledigt und die Freunde der Tafelrunde und sonstige ewig Gestrige sollten endlich damit aufhören, Ansprüche an Polen zu stellen.
Herzliche Grüße Peter

Poguttke
07.07.2008, 23:04
Ich denke wir stimmen alle darüber ein, daß Völkerrecht, Menschenrecht und Minderheitenrecht in Europa für ALLE Menschen gleichermaßen gelten soll? Nicht mehr oder weniger sind die Ziele der Tafelrunde und der Exilregierung. Durch unsere internationale Schutz-Garantie und Schutz-Verpflichtung ist unser völkerrechtlicher Stand ein weltweit einzigartiger, der auch so gewichtet werden muß. Was spricht dagegen Recht zu sprechen? Nur Verbrecher haben Angst davor. Denn sie werden zur Rechenschaft gezogen und verlieren was sie sich zu Unrecht angeeignet haben.
Danzig ist ein Kind der Völkergemeinschaft. Von Deutschland und Polen wurde dieses Kind vergewaltigt, trotz internationaler Garantien. Der Internationale Gerichtshof hat ja festgestellt, daß die Einverleibung Danzigs durch Deutschland ein Völkerrechtsverbrechen ist. Folgerichtig gilt das gleiche für Polen.....Und weiter??? Ist es nicht legitim Unrecht aus der Welt zu schaffen? Sollen die Vergewaltiger keine Konsequenzen befürchten müssen? Mit welchem Argument? Du hast es doch auch gewollt?

Ewig Gestrige, wer ist das? Diejenigen die für ihre Rechte einstehen, oder diejenigen die immer noch das Geschichtsverständnis der Nazis oder Kommunisten im Hinterkopf haben? Einige sind wohl noch nicht im vereinten Europa angekommen, denen empfehle ich einmal die europäischen Grundsätze zu lesen, statt hier andersdenkenden unterzuschieben, sie würden mit ihrem Bestreben nach Gerechtigkeit neues Unrecht schaffen wollen.

Wir Danziger haben seit dem 15.Nov.1920 eine Verfassung, wir sind ein Staatsvolk unter internationalem Schutz, diese Verträge können nicht einseitig verändert werden und sind somit weiterhin gültig. Eine friedliche Umsetzung dürfte in einem freien und gerechten Europa eigentlich kein Problem sein.

Wolfgang
07.07.2008, 23:48
Es liegt mir fern, eine Diskussion abzuwürgen.

Aber vielleicht ist ein Thema zu dem der letzte Beitrag vor vier Monaten erschien, doch abgeschlossen?

Leut, lasst uns nach vorne schauen!!!

Keiner will bestreiten, dass Unrecht geschah! Und das nicht nur auf deutscher Seite!

Wer will ernsthaft das Rad der Geschichte zurück drehen??? Wir leben in einem weitgehend freien Europa. Ich kann mich sehr genau erinnern an die Zeiten des "Kalten Krieges", an die Zeiten, als Atomraketen von Amerikanern durch unser kleines Dorf transportiert wurden, an die Zeit als die DDR auf der einen Seite und die "BRD" auf der anderen Seite zum Inbegriff des Bösen erklärt wurde.

Lasst uns im Heute leben! In einer Zeit in der wir Unrecht zu Unrecht erklären können - ohne aber Ansprüche darauf erheben zu wollen, was vor Generationen einmal verloren ging. Gestern war gestern!

Ich lebe nicht nur verbal im heutigen Danzig. Natürlich ist es tragisch, dass meine Familie, deren Wurzeln ich 400 Jahre im Danziger Raum zurückverfolgen kann, ihre Heimat verloren hat. ABER!!!: Ich habe die Möglichkeit, nach Danzig zurückzukehren. Ist das nicht großartig???

Europa wächst zusammen. Auch wenn es momentan noch beidseits der Grenzen mitunter schwierig sein mag, sich gegenseitig als Freunde zu bezeichnen, so gibt doch eine solide Partnerschaft. Und zumindest ich fand viele polnische Freunde - auch über meine polnische Ehefrau, die in Danzig lebt.

Und noch eins: Ich plane einen Hausbau im Danziger Werder. Wenn das Haus steht, wird auch meine Mutter mit mir in ihre alte Danziger Heimat zurück kehren.

Etwas ratlos frage ich Euch: Was soll noch die Diskussion um den gerade 19 Jahre bestehenden Freistaat Danzig??? Wenn es aus geschichtlichem Interesse ist: Ich bin sofort dabei! Wenn es darum geht, irgend welche Ansprüche daraus abzuleiten: DIES HIER IST DAS FALSCHE FORUM DAFÜR - und ich werde es nicht zulassen, dass unser Forum dafür missbraucht wird!

Sind wir es nicht unseren Kindern und Enkeln schuldig, in die Zukunft zu schauen? Sind wir es ihnen nicht schuldig, auf das hinzuweisen was einmal war, in ihnen das Bewusstsein für ihre Herkunft zu wecken, - und das ohne in ihnen Vergeltungsgefühle, Anspruchsdenken oder Hassgefühle zu wecken???

DerSteegener
08.07.2008, 00:37
Wir Danziger haben seit dem 15.Nov.1920 eine Verfassung, wir sind ein Staatsvolk unter internationalem Schutz
Hallo Poguttke, wer bist Du? In Danzig geboren?Oder sind deine beiden Eltern und alle deine Großeltern Danziger?
Poguttke? Ist das nicht das Synonym für den liberalen Danziger Fritz Jänicke, der im Nachkriegsdanzig starb?Ohne Groll gegen Polen,aber mit der Einsicht,dass Danzig aufgrund deutschen Verschuldens verloren ging an dem auch die Danziger ihren Anteil hatten?

Pogutte, das ist ein Name,der verpflichtet in die Zukunft zu schauen ohne dass man sich die früheren Zeiten zurück wünscht in der auch viele Danziger ihrem "Führer" zujubelten.

Schöne Grüße vom Steegener
Frieder

Heinzhst
08.07.2008, 01:32
Etwas ratlos frage ich Euch: Was soll noch die Diskussion um den gerade 19 Jahre bestehenden Freistaat Danzig??? Wenn es aus geschichtlichem Interesse ist: Ich bin sofort dabei!

Die Freistadt Danzig wurde vom Völkerbund geschaffen und geschützt.
Ob mit oder ohne Zustimmung der Bevölkerung ist bei dieser Diskussion
nur zweitrangig.
Poguttke beruft sich auf das Völkerrecht.

Gibt es dazu eine Stellungnahme vom Völkerbund oder deren Nachfolgeorganisation der UNO?
fragt der Heinz

PS: Bin in Danzig geboren war aber kein "Freistadt Bürger"

Heinzhst
08.07.2008, 01:59
Pogutte, das ist ein Name,der verpflichtet in die Zukunft zu schauen ohne dass man sich die früheren Zeiten zurück wünscht in der auch viele Danziger ihrem "Führer" zujubelten.

Schöne Grüße vom Steegener
Frieder

Lieber Frieder, Poguttke, wenn er noch lebte, würde heute fragen:
Warum wurde Danzig vom Völkerbund zur Freistadt gemacht?
Warum hat der Völkerbund 1939 Danzig nicht in Schutz genommen?
Warum hat 1945 die UNO es zugelassen dass Danzig polnisch wurde und ihre Bevölkerung vertrieben wurde?

Der "POGUTTKE" hier ist ein Träumer aber ich kann ihn gut verstehen.
Ich wünsche ihm Erfolg in seinen Bemühungen.

Gruß Heinz der Olivsche

Anonymus
08.07.2008, 09:08
Poguttke, wenn er noch lebte, würde heute fragen:
Warum wurde Danzig vom Völkerbund zur Freistadt gemacht?
Warum hat der Völkerbund 1939 Danzig nicht in Schutz genommen?
Warum hat 1945 die UNO es zugelassen dass Danzig polnisch wurde und ihre Bevölkerung vertrieben wurde?
..............


Poguttke lebt nicht mehr, dagegen lebt der Ohrsche noch und stellt weitere Fragen, z. B.:
1. Warum haben Zehntausende Danziger auf den Plaetzen der Stadt gegen die Versailler Vertraege vehement protestiert? (Fotos belegen es!)
Eventuell weil sie ahnten, dass es in ihrer Stadt durch die unsinnigen Vertraege zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit Polen fuehren koennte?
2. Warum haben Zehntausende Danziger den Besuch von Hitler in Danzig so sehr bejubelt?
Eventuell weil sie den wirtschaftlichen Schikanen von polnischer Seite nun nicht mehr ausgesetzt waren?
3. Warum hat mein Vater, trotzdem er ein grosser Gegner des Naziregime war, in der Freistaatzeit so oft auf die Polen geschimpft?
Eventuell weil sie ihm, auf seinen beruflich bedingten Reisen von Danzig in/aus dem "Reich", an den Grenzen jedesmal total "gefilzt" haben?
4. Warum mussten die strengglaeubigen, katholische Polen nach 1945 veruebtes deutsches Unrecht mit gleichem Unrecht vergelten?
Eventuell im Glauben, auf diese Art die Deutschen nun schneller und einfacher "los" zu werden?


Einen schoenen Tag
wuenscht
der Ohrsche Siegfried

Helga +, Ehrenmitglied
08.07.2008, 19:37
Keiner will bestreiten, dass Unrecht geschah! Und das nicht nur auf deutscher Seite!

Ja, und zwar von vielen Seiten aus. Schreckliches Unrecht. Krieg und Unrecht gehört halt zusammen


an die Zeit als die DDR auf der einen Seite und die "BRD" auf der anderen Seite zum Inbegriff des Bösen erklärt wurde.
!

Ich kann mich auch gut an diese Zeit erinneren. Eine Reise in die DDR war ein Abenteuer, man brauchte eine Einladung und was an den Grenzen geschah, war naja..... Da ist es wunderbar, heute mühelos über alle Grenzen hinweg gehen zu können.


Lasst uns im Heute leben! In einer Zeit in der wir Unrecht zu Unrecht erklären können - ohne aber Ansprüche darauf erheben zu wollen, was vor Generationen einmal verloren ging. Gestern war gestern!
Und vorbei ist vorbei. Ich liebe den Gedanken, ich hätte in Danzig aufwachsen können, könnte heute dort leben. Aber es ist nicht so, das war einmal.... Und wer wollte heute noch Ansprüche erheben. Mein alter Vater? Ganz gewiß nicht. Ich als Nachgeboreren mit zwar Danziger Wurzeln, aber Ansprüche auf etwas, was längst anderen gehört???? Habe ich nicht und will ich auch nicht haben. Wo früher meine Familie lebte, bei Freunden als Gast willkommen sein, das möchte ich.!


ABER!!!: Ich habe die Möglichkeit, nach Danzig zurückzukehren. Ist das nicht großartig???!

Ja, das ist großartig. Und ich möchte immer wieder dort sein dürfen..



Etwas ratlos frage ich Euch: Was soll noch die Diskussion um den gerade 19 Jahre bestehenden Freistaat Danzig??? Wenn es aus geschichtlichem Interesse ist: Ich bin sofort dabei! Wenn es darum geht, irgend welche Ansprüche daraus abzuleiten: DIES HIER IST DAS FALSCHE FORUM DAFÜR - und ich werde es nicht zulassen, dass unser Forum dafür missbraucht wird!

, - und das ohne in ihnen Vergeltungsgefühle, Anspruchsdenken oder Hassgefühle zu wecken???

Ja, denn wenn es noch immer nicht geht, haben wir nichts aus all dem Schrecklichen gelernt und das darf auch nicht sein. Ich denke an Willy Brandt und seinen Kniefall in Warschau (mein Gott, das ist bald 40 Jahre her) und denke, die Grenzen wie sie heute sind, sind zu akzeptieren. Verdient, unverdient. Es ist so und wir werden es nicht ändern. Nicht auf friedlichen Wege und erst recht nicht mit Gewalt.

DerSteegener
08.07.2008, 22:06
Hier ein mögliches Szenario im Jahre Anno Domino 2142 wenn man den Gedanken von Poguttke I. folgt:

Poguttke V. (der fünfte) meldet sich zu Wort:

Danziger!!! Danzigerinnen!!!! Volksgenossen und Genossinnen!!!!!

In unserem heroischen Kampf den teutschen Freistaat Danzig wiedererstehen zu lassen sind wir noch immer nicht weitergekommen!

Es ist ein Verbrechen uns gegenüber begangen worden von Teutschen, von Polen und das gegenüber uns,unseren Eltern,Großeltern,Urgroßeltern, Ururgroßeltern,Urururgroßeltern und es werden diese unsagbaren Verbrechen fortgestezt gegenüber unseren Kindern,Kindeskindern,Kindeskindeskindern, Kindeskindeskindeskindeskindern und deren gesamten Sippen.Millionen und abermillionen,fast milliarden von Menschen haben Danziger Vorfahren und alle wurden auf verbrecherischste Weise durch geplanten Völkermord ihrer innig geliebten Heimat auf das schändlichste beraubt!!!!

Wann endlich werden diese Schandtaten gesühnt?Wann endlich werden diejenigen zur Rechenschaft gezogen die auch heute noch meinen,dass Danzig polnisch ist?Danzig ist teutsch und wird teutsch auf immer bleiben und wer frevelhaft das Gegenteil behauptet mach sich schuldig am milliardenhaften Völkermord an teutsch-tanziger Volksseelen.

Wolfgang
09.07.2008, 00:08
Hier ein mögliches Szenario im Jahre Anno Domino 2142 wenn man den Gedanken von Poguttke I. folgt:
Ich sagte bereits gestern "Lasst uns im Heute leben".

Aus der Vergangenheit können Lehren gezogen werden ohne das Rad der Geschichte zurück drehen zu wollen. Wenn wider Erwarten "Vergeltungsgefühle, Anspruchsdenken oder Hassgefühle" auch noch im Jahre 2142 das Denken von Menschen bestimmen sollte, dann ist endgültig bewiesen, dass die Menschheit auch aus furchtbarsten Katastrophen nullkommanullnichts lernt.

Wer nur einmal in einem deutschen Konzentrationslager war und sah was dort an Verbrechen begangen wurde, darf sich glücklich fühlen, dass die Rache der Überlebenden nicht noch furchtbarer ausfiel.

Aber ich sage es noch einmal: Dieses Forum ist nicht bestimmt, um Revanchisten eine Plattform zu bieten, ihre Forderungen diplomatisch als Fragen verbrämt unter das Volk zu bringen. Dieses Forum wurde gegründet um miteinander ins Gespräch zu kommen, um sich einander anzunähern, sich zu verstehen. Es ist kein Forum, um dem jeweils anderen irgend welche Verbrechen unter die Nase zu reiben.

Die Deutschen fordern, Schuld dürfe nicht pauschal einem ganzen Volk zugewiesen werden. Ich stimme dem zu. Schuld ist immer individuell, sie muss dem Einzelnen nachgewiesen werden. Und das bezieht sich sowohl auf Deutsche als auch auf Polen.

Insofern sind Diskussionen, in denen einem Volk die Rolle als "Vergewaltiger" zugewiesen wird, nicht im Sinne dieses Forums sondern stehen im krassen Gegensatz zu dessen Absichten. Ebenso wenig dienlich sind alle ähnlich gelagerten Behauptungen, die geschickt als Fragen gestellt werden.

Meine Moderatorenkollegen und ich nehmen manche Beiträge in solchen Diskussionen mit Fassungslosigkeit zur Kenntnis. Wir haben ein waches Auge darauf und werden sofort umfassend reagieren, sollte sich heraus stellen, dass weiterhin gegen Absichten und Ziele des Forums verstoßen wird.

Christkind
09.07.2008, 00:09
Es liegt mir fern, eine Diskussion abzuwürgen.

Ich finde, es ist ein Zeichen für Entkrampfung, wenn wir in der Lage sind, auch über dieses Kapitel unserer Geschichte zu sprechen.
Krampfhaft an eine noch nicht bis ins Letzte geklärte völkerstaatliche Regelung zu erinnern und krampfhaft dieses Thema ausklammern zu wollen, so lief es doch bisher.

Wenn in einem Haus irgendwo einen Riss ist, sucht das Wasser diesen Riss und sickert durch.
Wieso kommt das Thema Freistaat Danzig immer wieder?Wahrscheinlich ist es eben doch noch nicht abgehakt.Jetzt ist es ein "Poguttke", irgendwann irgend ein anderer, der sich dieses Themas annimmt.
Um Unfrieden zu stiften? Das glaube ich nicht.
Warum ist es nicht möglich,es aus der Welt zu schaffen?Endgültig geklärt?Verbrieft und versiegelt?
Ich vemute, dass der Völkerbund mit anderen Dingen beschäftigt ist.

Jedes Volk hat ein kollektives Gedächtnis.Das geht viele Jahrhunderte zurück.
Und da tun schlimme Ereignisse noch ganz lange weh.
Ich denke, das jüdische Volk wird niemals vergessen, was ihm angetan wurde.Und daran zu erinnern, ist unsere Pflicht, damit es sich nie wiederholt.
Wir werden niemals vergessen,wie furchtbar unsere Vertreibung war.
Und wir sollen es auch nicht, damit es sich nie wiederholt.
Hätten wir früher die Vertreibung noch mehr angeprangert- ob es dann ein "Kosowo" gegeben hätte ? Möglich, dass manchem diese Frage unredlich erscheint, aber - sie stellt sich mir nun mal.


Wer will ernsthaft das Rad der Geschichte zurück drehen??? Wir leben in einem weitgehend freien Europa.

Und die beste Lehre aus der Geschichte: keine Mauer, keine Grenze ist für die Ewigkeit.

Ein Wiederfinden:
Ich habe hier wieder Kontakt zu unseren Nachbarn in der Fleischergasse. gefunden.Durch Axel.:D
Als ich A. meinen Namen nannte und sie fragte, ob sie wüsste, wer ich sei, sagte sie ganz fröhlich: "Na klar weiß ich, wer du bist. Du hast mir doch mal meine Puppe kaputt gemacht, die ich gerade am Heiligabend geschenkt bekommen hatte!"
Da haben wir beide gelacht.Ich wusste von der Begebenheit gar nichts mehr, aber für sie war es ein so prägendes Erlebnis, dass mein Name auf ewig mit der kaputten Puppe verbunden sein wird.
Aber sie ist mir nun gar nicht mehr böse deswegen.:)

_____
Ja, das sind meine Gedanken zum Thema.
Christa

Wolfgang
09.07.2008, 00:27
Ich finde, es ist ein Zeichen für Entkrampfung, wenn wir in der Lage sind, auch über dieses Kapitel unserer Geschichte zu sprechen.
Hallo Christa,

ich stimme Dir zu. Aber "Entkrampfung" heißt auch, sachlich und ohne einseitige Schuldzuweisungen zu diskutieren. Der "Freistaat Danzig" ist Historie, er ist (akademisches) Diskussionsobjekt, aber er ist faktisch Vergangenheit. Es gibt ihn nur noch in Erinnerungen, in Träumen, aber die Nachkriegswirklichkeit führte dazu, dass Danzig heute integraler Bestandteil des polnischen Staates ist. Wer wollte davor die Augen schließen? Wer will diesen Status tatsächlich ändern? Was ist Sinn und Zweck von Diskussionen in denen der Status quo angezweifelt wird?

Ich weiss, dass es auch heute noch Menschen gibt, die ihr Leben der Idee verschrieben haben, einen neuen Freistaat Danzig unter deutscher Hoheit zu schaffen. Und genauso weiss ich auch, dass wir für dieses Gedankengut hier in unserem Forum keine Plattform schaffen. Im Gegenteil: Ich bekämpfe diese "Ideen".

Christkind
09.07.2008, 01:00
Im Gegenteil: Ich bekämpfe diese "Ideen".


Ich glaube, das musst du gar nicht.
In einem Europa ohne Grenzen werden auch solche "Ideen" für die Menschen selbst vollkommen belanglos sein.
Einen Staat im Staat?
Das wird doch kein Völkerbund mehr fabrizieren, denn dass es kein Segen für die Menschheit war, das ist mir klar.
Das müsste nur mal deutlich von der zuständigen Instanz gesagt werden.
Eine klare Aussage,wie in einem Gerichtssaal, das wünsche ich mir.
_______
Und nun eine geruhsame Nacht!
Christa

Heinzhst
09.07.2008, 01:29
Eine klare Aussage,wie in einem Gerichtssaal, das wünsche ich mir.
_______
Und nun eine geruhsame Nacht!
Christa

Ich mir auch, Christa.

Heinz

Poguttke
05.08.2008, 21:39
Ich mir auch, Christa.

Heinz

Dem habe auch ich nichts hinzuzufügen, denn nur darum geht es, Gero

franz.potrykus
05.10.2008, 16:06
Diese "Danzig-Stiftung Limited" ist schon seit diesem Sommer an einem Haus bei uns in Travemünde ausgeschildert und mit der Danziger Fahne stets beflaggt. Ich gehe dort gerne mal oft spazieren und als ich die Fahne bemerkte, war ich neugierig was auf dem Schild steht. Ich bin auch Teilnehmer u. a. in dieser Tafelrunde (bzw. wurd eich überall Teilnehmer wo ich auch nur das Geringste über Danzig gefunden habe) aber hat den die Stiftung was mit der Tafelrunde zu schaffen? Da verstehe ich eben nicht was das soll, es wird mit Begriffen rumgeschmissen wie "Vize-Präsident der Exilregierung", "Danziger Exilorgane", "Freestate Danzig", "Danzig STiftung Ltd" und andere - ich steig da nicht durch. Neulich stand da ein unkommentierrtes Schrieben von dem Forumbetreiber (der Vize-Präsident oder Senator), ohne Empfänger, mit einem solchen menschenrechtluchen Text, in dem die offiziell nicht ganz abgeschlossene Danziger Frage beklagt wird. Ich habe die Frage gepostet, an wen denn sowas geschrieben wird... Haben die Danziger eine Exilregierung? Und wieviele gibts davon, diese Stiftung oder was oder Exil oder ist das der Bund der Danziger ist Lübeck oderist das alles dasselbe oder verstehe ich nun alles verkehrt? Ex tut mir leid wenn ich so wirr rede, aber ich versteh das einfach nicht. Vielleicht oder hoffentlich kann man das aber leicht erklären. Nur weiss ich nicht ob sich diese Stiftung viele Freunde machen wird, wenn sie eigentums- oder rückübereingungsklagen einreichen wird, denn diese menschen, die dort in früher "unseren" Häusern nun seit generationen wohnen und sich vielleicht auch schon lange nach demkrieg von dem staat imguten glauben ihre wohnungen abgekauft haben und sie jetzt als eigentumswohnungen besitzen... Da weiss ich echt nicht, wie das nun vostatten gehen soll dass da bitte schön noch frieden gewahrt wird, wenn ich da jetzt ohne weiteres hinschreiben würde "tut mir leid, das war mein haus und danzig war freistaat also hol dir dein geld von deinem wohnungsverkäufer wieder oder zahl miete an mich" - oder was? Das ist doch irre, der würde mich doch auslachen. ganz schwierig sehe ich das - abe rich hab auch zugegegbener massen keine ahnung von der materie, nur rein menschlich stell ich mir das schwierig vor. Allerdings finde ich das auch ne sauerei, dass die UNO immer noch keine grundsatzentscheidung in dieser frage getroffen hat; diese würde nämlich sicherlich helfen zu beschleunigen, diese ganzen bedenken und ungewissheiten schneller aus der welt zu schaffen und dass klarheit und ruhe einkehrt.