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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rosenbaum in Tiegenhof



waldling
25.02.2012, 17:02
Hallo zusammen,
bisher habe ich mich viel mit Stutthof befasst. Es gibt einige Ort im Werder mit denen ich mich befassen könnte. Ich erfahre von meiner alten Mutter immer noch wieder neue Geschichtchen und Informationen. Vielleicht bekomme ich über die Rubrik Tiegenhof mehr Resonanz aus dem Forum. Meine Großeltern, Elisabeth, geb. Wiens und Rudolf Rosenbaum haben in Glabitsch geheiratet. Rudolf durfte dann bei der Bahn in Tiegenhof anfangen. Zuerst in der Werkstatt, begleitend machte er die Lokführerprüfung. Sie lebten ungefähr zwischen 1915 und 1930 in Tiegenhof, H. Stobbe Str., H. steht vielleicht für Heinrich?. Ihre erste Wohnstätte mit der Familie Wilms und Pezel?, ist aber nicht sicher. Danach haben sie beim Bahndirektor Familie Pfeiffer gewohnt. Die hatten eine Tochter namens Lotti und einen Sohn. Das Haus muss direkt am Kleinbahnschuppen gestanden haben.
Kennt jemand diese Personen oder die Ortsangaben? Ich würde mich über einen Austausch freuen.
Einen gemütlichen Abend!
Uwe

waldling
25.02.2012, 18:19
Ergänzung: Mir ist im Titel ein Fehler unterlaufen, soll natürlich Tiegenhof heißen.

waldling
26.02.2012, 17:38
Guten Abend zusammen,
dies ist nur eine Berichtigung meines Titels/Themas "Rosenbaum in Tiegenort". Der Ort sollte Tiegenhof lauten. Interessierte Tiegenhöfer würden vielleicht nicht anklicken. Ich nutze gleich die Gelegenheit, für meine Gruppe/Kleinbahn zu werben. Hier ist eine tolle Seite aus dem Netz mit vielen Fotos und Hintergrundinformationen über die WKAG /Westpreußischen Kleinbahnen, u.a. ein Foto der Kleinbahnfähre von Nickelswalde nach Schiewenhorst.
http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/30_Klein_Zuender/dme05_1_wkag_forschungen.pdf
Einen schönen Abend!
Uwe

waldling
26.02.2012, 18:06
Oh Rainer, jetzt ist mir erst aufgefallen, der Link ist aus "momente-im-werder", über die Info bin ich auf der Seite vorher nicht gestolpert.
Uwe

Wolfgang
26.02.2012, 19:39
Aus den Tiegenhöfer Nachrichten 1994:

=====
Die Kleinbahn
Die Lokomotiven auch "Kujel genannt (d.h. Eber)

Wenn der erste Hahn mit Krähen hat angefangen,
ist Karl Gohl schon zum Lokschuppen gegangen.
Er gab den Lokomotiven Wasser und Kohlen
und steckte in den Lok's Feuer an mit alten Bohlen

Nun kamen die Lokführer Rosenbaum und Klein in ihrem Lokführerdress,
blankgeputzt Mützen und Messingknöpfe an Rock und West',
dann rangierten die Lok's zwischen den Gleisen
das war manchmal laut und auch mal leise.

Erst wenn Tabberts Otto mit der Pfeife gab das Zeichen
wurden Richtung Danzig gestellt die Weichen.
Eine Weile später fuhr die zweite Kleinbahn von Stutthof
mit Fahrgästen, Hochschülern und Fracht nach Tiegenhof (Thof)

Und wenn die Kleinbahnen schnauften durch den Mühlengrund
rannte neben dem Zug der Zeitungs-Wichertsche ihr Hund.
=====

Übrigens kommt in den vielen Jahrgängen der Tiegenhöfer Nachrichten auch immer wieder mal der Name Rosenbaum vor. Auch Klassenphotos sind zu sehen. Außerdem hat der Verein mehrere Mitglieder mit dem Namen Rosenbaum (bzw. eine geborene Rosenbaum aus Stutthof, Danziger Str. 50).

Viele Grüße aus dem verschneiten Werder
Wolfgang

Wolfgang
26.02.2012, 19:52
Schönen guten Abend,

außerdem war in den Tiegenhöfer Nachrichten 1983 eine Sterbemitteilung für Helmut Rosenbaum veröffentlicht. Beigefügt eine Kopie.

Übrigens, die Straße hieß wie Du schon vermutet hast, Heinrich-Stobbe-Straße.

Viele Grüße aus dem Werder
Wolfgang

waldling
26.02.2012, 20:02
Guten Abend Wolfgang,
danke für die Fülle an Infos. Tiegenhöfer 1994, da bin ich wohl immer haarscharf vorbei. Rosenbaum, Danziger Str. 50, gehören zu meiner Familie. Einige Infos habe ich natürlich durch meine Mutter. Aber mit dem Einstellen von Themen hier, erhoffe ich mir, den Austausch im Forum anzuregen. Meine Erfahrungen in der Ahnenforschung haben mir gezeigt, dass die Herstellung von Querverbindungen z.B. durch Freundes-Namen, Nachbarn oder einfach auch eine Geschichte mal öfter wiederholen dazu führt, dass man weiter kommt in dem großen Puzzle-Spiel Ahnenforschung.
Einen spannenden Tatort-Abend wünscht euch,
Uwe

waldling
26.02.2012, 20:14
Hallo Wolfgang,
Helmut Rosenbaum ist mein Onkel, Bruder meiner Mutter. Die Anzeiger im Tiegenhöfer von 1983 hatte ich gelesen.
Danke für die Kopie!
Herzliche Grüße
Uwe

Wolfgang
19.03.2012, 21:11
Schönen guten Abend,

heute war ich im Tiegenhöfer Heimatmuseum. Und dort, wenn ich mich nicht sehr irre, sah ich einen Grabstein "Rosenbaum". An weitere Details kann ich mich momentan nicht erinnern, aber als ich gerade dieses Thema sah, fiel es mir sofort wieder ein.

Nächste Woche bin ich wieder dort. Dann werde Näheres wissen und ein Foto aufnehmen.

Viele Grüße aus Prinzlaff wo heute der erste Storch dieses Jahres gesehen wurde
Wolfgang

waldling
19.03.2012, 21:22
Dir auch einen guten Abend Wolfgang,
oh, da bin ich mal gespannt. Mein Großvater Rudolf Rosenbaum ist in Steegen bestattet worden. Er hatte viele Geschwister. Ich freue mich auf das Foto.
Eine gute Nacht!
Uwe

Wolfgang
21.05.2012, 15:49
Schönen guten Nachmittag,

"Gut Ding will Weile haben" - so sagt man zumindest. Sorry, dass es solange gedauert hat. Aber heute Morgen hat es endlich geklappt. Hier das Foto mit dem Rosenbaum-Grabstein.

10600

Viele Grüße
Wolfgang

waldling
21.05.2012, 16:29
Hallo Wolfgang,
ich danke dir! Die Namen kann ich erstmal noch nicht zuordnen, aber kommt vielleicht noch.
Viele Grüße
Uwe

waldling
05.01.2015, 19:12
Guten Tag,

Als Thread-Starter möchte ich einige Ergänzungen zu meinem Start-Beitrag machen. Ich bin dankbar für jeden Hinweis auf genannte Örtlichkeiten und Begebenheiten, damit ich dann zum X-Mal Änderungen in meiner Familien-Chronik vornehmen kann. :) Auch über Hinweise auf Fotomaterial wäre ich dankbar. Einiges habe ich schon gefunden, u.a. auch auf momente-im-werder. Danke für deine Seite, Rainer!

Mein Großvater Rudolph Otto Rosenbaum, ev., geb. als 11. von 16 Kinder, * 27.02.1877 in Glabitsch, Sohn des Friedrich Wilhelm Rosenbaum, *1833/34 Zinten (?), Schmiedemeister/Eigentümer in Glabitsch, und der Justine Renate Niffke, *13.09.1840 Nickelswalde, ging als junger Bursche nach Tiegenhof, um bei der Kleinbahn das Schlosserhandwerk zu erlernen. Gewohnt hatte er dort mit mehreren jungen Leuten bei einer Witwe, die für derartige Zwecke Wohnraum zur Verfügung gestellte bzw. vermietete. Nach seiner Lehrzeit in Tiegenhof und einigen Jahre in Ausübung des Schlosserhandwerks, wurde er zum Lokomotivführer ausgebildet oder geschult und verbeamtet. Wie diese Schulung ausgesehen hat und wie es mit der damaligen Verbeamtung vonstattenging, bleibt für mich bisher Spekulation.
Meine Großmutter Elisabeth, men., Wirthin, geb. als 6. von 7 Kindern, * 06.08.1889 in Goldberg/Rosenort, Tochter des Dietrich Wiens, *09.06.1856 Klein Mausdorferweide, Zimmermann, und der Catharina Friesen, *26.12.1857 Lakendorf, wurde in eine mennonitische Familie hineingeboren. Elisabeth war etwa 2 Jahre alt als ihre Mutter verstarb und etwa 4 Jahre alt als ihr Vater verstarb. Alle Kinder wurde innerhalb der großen mennonitischen und verwandtschaftlichen Familie verteilt. Nach Erzählungen meiner Mutter, muss der Erziehungsstil sehr autoritär gewesen sein. Vielleicht ist das der Grund, warum meine Großmutter dann einen Protestanten geheiratet hat (kleiner Scherz). Meine Großmutter nahm dennoch an der Erwachsenentauft der Mennoniten teil und soll bis zu ihrem Tod (1961) dem mennonitischen Glauben treu geblieben sein.
Erst mit ca. 30 Jahren lernte mein Großvater Rudolph Rosenbaum über eine Paarvermittlung seine Frau Elisabeth Wiens kennen und heiratete sie 1912. Meine Großmutter Elisabeth erzählte meiner Mutter einmal, dass die ersten 5 Jahre ihrer gemeinsamen kinderlosen Zeit, ihre glücklichste war. Von daher müssen meine Großeltern sich etwa 1910 kennengelernt haben, denn ihr erster Sohn Erich, der mit etwa 8 Monaten verstarb, wurde 1915 geboren. Es sollten noch 5 Jahre vergehen, bis dann ihr Sohn Herbert in Tiegenhof geboren wurde. Sie wohnten zu der Zeit in der Heinrich Stobbe Str.. Auch ihr Sohn Helmut (*1921), ihre Tochter und meine Mutter Erika Elisabeth (*1924) wurden hier geboren.
Dem Adressbuch nach, von 1927/28, lebten sie dann in der Elbinger Straße 214. Etwa 1930 wurde mein Großvater nach Stutthof versetzt. Im selben Jahr wurde meine Mutter dort eingeschult.

So, das soll als Ergänzung reichen. Für einen Suchenden in dieser Familie war die Ergänzung notwendig.
Einen schönen Abend wünscht euch
Uwe

waldling
05.01.2015, 19:14
Ah, ich seh grad, als Titel habe ich wieder Tiegenort. Könntest du es in Tiegenhof ändern, Wolfgang?

Bartels
05.01.2015, 22:02
Hallo Uwe,

- Wolfgang hat den Titel in #1 seinerzeit geändert,
- beim Antworten sollte man aber jetzt immer einen Beitrag mit "in Tiegenhof" anklicken,
sonst wird der Fehler immer weiter getragen und wäre für jeden Beitrag erneut zu ändern ...

Für die letzten drei "Tiegenort" trägst Du die Verantwortung,
den Titel kann man mit dem Button "Erweitert" noch verändern ...

waldling
05.01.2015, 22:22
Ist schon klar! Sorry, ich habe einfach nicht drauf geachtet.