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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meine Reise nach Sztutowo/Stutthof



waldling
19.10.2012, 21:37
Guten Tag zusammen,
ich komme grad aus Sztutowo zurück und möchte interessierte Forum-Teilnehmer an einige meiner Reise-Erfahrungen teilhaben lassen. Erstmals in den Gebieten meiner Vorfahren, bin ich noch berührt von intensiven Eindrücken. Gefühle der Freude, der Traurigkeit, weniger der Wut, aber des Schams begleiteten meine Reise. Der Kontrast meiner Reise von beispielsweise der schönen Landschaft und andererseits der Besuch des Konzentrationslagers in Stutthof, war sehr krass. Ich hatte nur sehr nette und hilfsbereite Kontakte. Kam das Thema Vorfahren zur Sprache, entstand allerdings so etwas wie unsichere Distanz. Das ist natürlich meine subjektive Erlebniswelt. Ich konnte an zwei Abenden mit einem dort ansässigen Lebenskünstler einige Zeit verbringen. Er verarbeitet in seiner kleinen Werkstatt Bernsteine, kleine und große Kunstwerke, die dann bis nach China gelangen. Wenn man die Werkstatt dann betrachtet, dann sollte man das nicht vermuten. Die Treppe führte mich in den Keller, Achtung Kopf einziehen, dann in einen Raum. Er machte Licht an, ein kleiner Raum, durchzogen mit Bernsteinstaub, ich mag gar nicht richtig durchatmen. Er machte Radio an, zwei Scheiben, eine zum Schleifen und eine zum Polieren. Ein kleiner Handbohrer, ein Hocker und viele Schachteln, einige Regale. Er erzählte begeistert von seinen Projekten. Der Funke musste überspringen. Er sammelte aus verschiedenen Behältern seine derzeit schönsten Funde. Einige davon verarbeitete er für mich zu Anhängern. Ich durfte auch ran. Er leitete mich an und ich fertigte meinen eigenen Anhänger. Bei meiner Suche nach Bernstein in Nickelswalde bin ich leider nicht fündig geworden. Hier ist die Internetseite des Bernsteinkünstlers Tomasz zu finden http://bursztynowy.prv.pl/ . Ich konnte bis zu meiner Reise nach Sztutowo die Beschreibungen meiner Mutter über Stutthof nie ganz begreifen, dachte ehrlich gesagt einerseits an eine übersteigerte Romantisierung und andererseits natürlich an das Leid der Entwurzelung. Aber dort angekommen, dass Rauschen der Ostsee am Waldrand zu hören, die kleinen Zauberwäldchen, der breite weiße Strand zu erleben, war schon ein Erlebnis. Teilweise schien mit den alten Häuschen die Zeit etwas stehen geblieben zu sein. Glücklicherweise sind das Dorf und die Strände noch nicht mit Touristen-Hotels verbaut. Ich werde die Augenblicke an der Weichsel nicht vergessen, aber schaut selbst http://de.fotoalbum.eu/malamute/a731367 . Ich mache hier erst mal einen Halt.
Einen schönen Abend!
Uwe

Ulrich 31
19.10.2012, 22:21
Hallo Uwe (waldling),

ein schöner Anfang. Ich freue mich auf die Folge(n).

Auch Dir wünscht einen guten Abend
Ulrich

ingrid.beckert
19.10.2012, 23:00
Hallo Uwe (waldling),

danke für deinen Reisebericht.
Ich war 2009 auch so überrascht und überwältigt von Stutthof
und Umgebung wie du.
Mein Vater,Großeltern, Tanten und Onkeln, die ganze väterliche Seite
sind auch von Stutthof. Teils auch von der Danziger Straße, Schulstraße.
Koppelkampe.
Wir sind auch sehr freundlich empfangen wurden und konnten, durften
die Fam.Frischkemuth in der Danziger Straße 1 kennen lernen, die nach
den Krieg dort geblieben sind.
Es war für mich sehr schön, dies alles erleben zu dürfen.
Ich freue mich schon auf den 2 .Teil .

herzliche Grüße
Ingrid

waldling
19.10.2012, 23:27
Hallo Ulrich und Ingrid,
danke für eure Resonanz. Gerne schreibe ich weiter.
Beim Besuch des Kleinbahnhofes in Sztutowo musste ich direkt etwas schmunzeln. Wie auch immer dieser Bahnhof damals ausgesehen haben mag, meine Vorstellung von einem Bahnhof ist doch westlich versaut :) geprägt http://de.fotoalbum.eu/malamute/a731367 .
Ein Mini-Unterstand-Haltestelle, etwa 100 m weiter ein Haus. Vielleicht stand dort der Kleinbahnschuppen. Jedenfalls sind die schmalen Schienen beeindruckend. Meine Mutter erzählte mir eine Geschichte, die ich im Anblick dieser Schienen jetzt richtig verstehen kann. Eines Tages fuhr mein Großvater mit seiner Kleinbahn durch Stegna/Steegen, entgleiste (es lag Schnee) direkt im Vorgarten seiner Schwester. Die Adoptieftocher Ida lief aus dem Haus und rief auf Platt: „Was hast du bloß gemacht!“ Vielleicht kann mir jemand die Platt-Version schreiben. Hier das Foto des damaligen Hauses http://de.fotoalbum.eu/malamute/a678552 . Diese Geschichte trägt jetzt sicherlich zur Belustigung bei, war im dem Augenblick wohl nicht lustig. Aber solche Erinnerungen halten die Vorfahren am Leben. Es gibt auch dunkle Kapitel. Mein Großvater fuhr die Kleinbahn, wahrscheinlich auch ins KZ. Im Oktober 1939 erhängte er sich. Was war der Grund? Spekulationen bringen mich nicht weiter. Aber beim Anblick des Krematoriums (dahinter die Kleinbahnwaggons) wurde mir unter Tränen klar, dass vielleicht sein Wissen um das menschenverachtende Regime, Ausschlag für sein Suizid gewesen sein könnte. Ich weiß von meiner Mutter, dass er mit den Nazis nichts am Hut hatte. Wie auch immer, diese Reise ist für mich eine heilende Reise gewesen. Wenn gewünscht, erzähle ich gerne weiter.
Eine gute Nacht!
Uwe

Geigersohn
20.10.2012, 00:16
Hallo Uwe,
Ida könnte diese beiden Varianten erstaunt gefragt haben:
-Wat moakt ju? ( was macht ihr/du?)
-Wat deist du? ( was machst/tust du?)
Aber vielleicht hat ja einer der älteren Freunde eine andere Variante,
die damals in Danzig gesprochen wurde.
Schönen Dank für Deine Berichte.
Es grüßt Dich Geigersohn

waldling
20.10.2012, 00:57
Hallo Geigersohn,
danke für deine Beispiele, beide Varianten sind wahrscheinlich, nach Rücksprache mit meiner Mutter. Leider kann sie sich nicht mehr so gut "artikulieren". Aber ich bin sehr glücklich, dass ich mit ihr noch Zeit verbringen darf. Ich berichte noch etwas weiter.
Anreise über Nowy Dwór Gdański/Tiegenhof
Meine Mutter wurde in Tiegenhof geboren. Was liegt da näher, schon bei der Anreise über Tiegenhof einen Stopp zu machen. Meine Großeltern wohnten damals (1924) in der Heinrich Stobbe-Straße, dicht am Kleinbahnhof. Mein Großvater war Lokomotivführer. Ich habe die Straße leider nicht gefunden. Obwohl ich mich gut vorbereitet habe, fehlen mir doch die Sprachkenntnisse und wurde doch vor unvorhergesehene Probleme gestellt. So naiv wie ich eben bin, ging ich in einen Laden der Alkohol verkauft. Ich wollte halt Stobbe Machandel günstig mit nach Hause nehmen, mindestens 1 Kiste. Kein Verkäufer verstand mich und warum sollte dieser Laden auch eine 200 Jahre alte deutsche Tradition weiterhin zu führen. Zum Frustabbau ging ich dann auf eine Brücke und schaute auf die Tiege http://de.fotoalbum.eu/malamute/a731367 . Sie lag ruhig da, keine Regung, einen Augenblick blieb die Zeit stehen. Solche Momente sind dann nicht mit Worten zu beschreiben. Dann fiel auch das Getriebensein von mir ab, was ich noch alles Erledigen wollte. Denn ich wollte noch so einige Ort besuche im Großen Werden. Da waren dann noch mindestens Suchowo/Rosenort, Walldorf, Klein Mausdorferweide, Neumünsterberg, Neustädterwald etc. etc. In den letztgenannten Orten lebten die Vorfahren großmütterlicherseits, es waren Mennoniten. Rosenort fand ich dann am nächsten Tag und besichtigte den alten Friedhof der Mennoniten. Davon später mehr.
Jetzt aber wirklich gute Nacht!
Uwe

Klaus Mynter
20.10.2012, 01:19
Hallo Uwe,

gerade bin ich im September mehrfach auch durch Stutthof,
die Kleinbahngleise kreuzend, gefahren.

Es stimmt, dass unsere Reisen heilend wirken.

Klaus

Beate
20.10.2012, 01:34
Danke schön, Uwe, für Berichte und Bilder...

Schreibe bitte auch weiter, ja?

Herzliche Grüße Beate

Wolfgang
20.10.2012, 01:45
Schönen guten Abend,
hallo Uwe,

ich dränge mich nicht auf, sehe aber, dass vielleicht der eine oder andere Besuch vielleicht ein klein wenig anders verlaufen könnte. Zur Kleinbahn in Stutthof: Häftlingstransporte per Kleinbahn gab es im Oktober 39 mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht. Nähere Auskünfte dazu kann aber das Museum Stutthof erteilen.

Zu Tiegenhof: Parallel zu den Schienengleisen verläuft die ul. Kolejowa (An der Kleinbahn). Parallel dazu, abzweigend von der ul. Dworcowa (Am Bahnhof) verläuft die ul. Dabrowskiego (Heinrich-Stobbe-Straße) in der noch fast alle Häuser aus deutscher Zeit erhalten sind.

Wo es Machandel offiziell in Tiegenhof gibt, weiß ich nicht, aber es gibt Machandelverkostungen und da wird es dann wohl auch Machandel geben. Übrigens wird original Stobbe'scher Machandel nach altem Rezept nur von "Marken-Horst" in Osnabrück gebrannt.

Unser Forum steht für Fragen offen, auch bei Reisevorbereitungen. Fragt doch bitte! Es kann nur zwei Möglichkeiten geben. Entweder es weiß jemand etwas oder eben nicht. Ein Versuch ist es aber doch immer wert.

Viele Grüße aus Prinzlaff / Kreis Tiegenhof
Wolfgang

waldling
20.10.2012, 10:21
Hallo Beate, hallo Klaus,
danke für eure Beiträge und deine Ermunterung, Beate.
Moin Wolfgang,
auch dir danke für die konstruktiven Hinweise!
Ja, es gibt sicherlich immer etwas zu verbessern. Ich war halt überzeugt, gut vorbereitet zu sein, aber Erfahrung baut auf Erfahrung auf. Ich bin dankbar, dass ich während der kurzen Zeit meines Aufenthaltes so viel Eindrücke sammeln durfte, werde aber beim nächsten Besuch deinem Rat folgen. Mir wurde schnell klar, dass mich mein 1 Woche-Programm (war vorher noch in Plock) überfordern würde. Von den Verständigungsschwierigkeiten mal abgesehen. 3 Wochen wären wohl angemesssen gewesen, aber ich lerne.

Zu den Häftlingstransporten: Mir geht es nicht so sehr darum, wie war es wirklich, das ist eh zum Scheitern verurteilt. Es ist einfach ein Bericht (mit Fehlern), angereichert mit meinen Gedanken und Gefühlen. Für einen Suizid gibt es viele Gründe. Das wurde ja gerade an anderer Stelle ausführlich behandelt.

Ich wünsche ein schönes Wochenende!
Uwe

waldling
20.10.2012, 11:20
Hallo zusammen,
mein Besuch des Mennoniten-Friedhofes Rosenort war erschwert durch meine Ortsunkenntnis und was schwerer wog, ich fand das Ortsschild Suchowo nicht.
Diejenigen, die ich nach dem Weg nach Suchowo fragte, kannten diesen Ort und beschrieben ihn auch ganz gut. In einem Lokal an der Straße holte ich mir wieder Hilfe, ich war schon an Suchowo vorbei gefahren. Wieder zurück, links ab, einige Häuschen, schlechte Fahrbahn, kein Ortsschild. Bin ich wieder falsch? Frage an einen Anwohner: „ Dzien dobre, przepraszam, czy to jest Suchowo?“ Er nickte. Da war ich nun, weites Feld, einige alte Häuser. Was hatte ich erwartet. Ich fragte ihn nach „stary cmentarz niemiecki“. Er zeigte auf die andere Seite der Hauptstraße. Die Freude war groß. Prompt bin ich an diesem Friedhof vorbei gefahren. Zum Glück traf ich noch einen Menschen. Er zeigte auf das Feld, eine kleine grüne Insel. Endlich, ich parkte den Wagen auf dem Seitengrünen und stapfte über das Feld. Kann es sein? Lehmklumpen an meinen Schuhen. Egal! Ist es erlaubt? Angekommen, hohe Gräser, Brennesseln. Es kann nicht sein, ich war skeptisch. Na ja, wer sollte die Gräber auch pflegen. Nach etwa 10 Minuten die Erkenntnis, dass ich hier nicht durch komme und das es wohl keine Gräber mehr gibt. Enttäuscht rückte ich ab, stieg ins Auto und fuhr los. Keine 100 m weiter sah ich auf der linken Seite den Friedhof, schön frei und übersichtlich und „gepflegt“. Voller Freude stellte ich den Wagen wieder ab und machte mich auf das gut begehbare Feld zum Friedhof :). Hier lagen sie nun, auch meine mennonitischen Vorfahren. Leider sind die meisten Steine mit Aufschrift nicht mehr vorhanden. Hier einige Fotos http://de.fotoalbum.eu/malamute/a731468 .
Uwe

Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
20.10.2012, 15:23
Hallo
Dazu eine alte Karte von Stutthof
Viele Grüße
Hans-Jörg

Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
20.10.2012, 15:44
Und hier noch einmal
Stutthof und Umgebung in alter Darstellung
Viele Grüße
Hans-Jörg

ingrid.beckert
20.10.2012, 19:27
Hallo Uwe (Waldling), Hallo Hans-Joerg,

danke für deinen ausführlichen Reisebericht, war sehr spannend
zu lesen. Mit einer Woche kommt man in Stutthof , Danziger Niederung
Danzig nicht aus. Wir waren schon zweimal dort. Diese Jahr konnte ich wegen fam.
Gründen nicht fahren , aber nächstes Jahr machen wir 2-3 Wochen Urlaub.
Für mich ist dies Fleckel Erde , einr der schönsten mit, auch deshalb, weil meine
väterliche Seite , großväterl und großmütterliche Seite von Danzig , Danziger Niederung
Elbing bis Königberg stammten.

Hallo Hans.Jörg, danke für die Karte - für mich sehr viel wert ist.

herzliche Grüße
Ingrid

waldling
20.10.2012, 19:37
Guten Abend Hans-Jörg,
danke für die Karten, gute Idee mit deiner Ergänzung.
Guten Abend Ingrid,
es freut mich, dass dir die Kurzberichte gefallen haben. Übrigens, ich hörte von der Familie Frischkemuth. Wie kam der Kontakt zustande?
Einen schönen Abend!
Uwe

waldling
20.10.2012, 20:00
Hier noch ein kleines Filmchen.
http://www.myvideo.de/watch/8814724/Reise_nach_Sztutowo

ingrid.beckert
20.10.2012, 21:16
Hallo Uwe (waldling),
entschuldige die Fehler , aber meine Tastatur
ein schönes Filmchen, hat mir sehr gut gefallen.
Auch die Bilder sind sehr schöne Aufnahmen.
Das ich und mein mann die Fam. Frischkemuth
2011 kennen lernen durfte - war für mich eine
Bereicherung.
Das andere über PM .

herzliche Grüße
Ingrid

Orika
20.10.2012, 21:50
Wirklich schöne Reise- und Erfahrungsberichte mit tollen Bildern!
Was sich alles noch so auftut, merkt man ja erst, wenn man mitten drin steckt! Das ist bei einer Reise an einen echten geographischen Ort auch nicht anders als bei der Familienforschung auf dem Papier.
Ich denke, du hast schon einiges gesehen. Wo Deine Vorfahren gelebt haben, wo sie gewohnt und gearbeitet haben, wo sie begraben sind... Und hast viele Ideen für die nächsten Reisen bekommen.;)

Ich hoffe, ich schaffe es auch einmal dorthin - zzt geht es aber eben nicht, auch weil mir die Zeit fehlt, wenigstens ein bisschen so eine Reise vorzubereiten. So übe ich mich in Geduld, und lese so lange hie und da mit ..

Orika
20.10.2012, 22:02
Ach, was ich gerade erst sehe, dieser Beitrag steht ja in der Plachanderecke.
Dann wird er ja irgendwann gelöscht, wenn ich Wolfgangs Hinweis von letztens richtig verstanden habe.
http://forum.danzig.de/showthread.php?9079-Hinweis-Warnung-Alle-Beiträge-haben-ein-Verfalldatum-und-werden-gelöscht
Ist das Deine Absicht oder sollte er (der Beitrag) nicht leiber verschoben werden? Wäre doch schade.

waldling
20.10.2012, 22:03
Hallo Bettina,
ich wünsche dir, dass du irgendwann einmal die Zeit für so eine Reise findest. Es lohnt sich wirklich! Ich habe aber die Zeit für die Umsetzung und auch Zeit für die Ahnen-Forschung.
Herzlichst
Uwe

waldling
20.10.2012, 22:10
Ja Bettina, ich habe mit mir gerungen. Mir ist dieses Internet aber immer noch suspekt. Gerade weil ich in einigen anderen Foren auch noch unterwegs bin. Ich weiß, einige werde jetzt schreiben, dass auch in diesen nichtöffentlichen Ecken keine Anonymität besteht und das, wenn jemand will, mein Profil schon lange erstellt ist. Und trotzdem, es ist mir komisch, alles so öffentlich zu machen. Besonders wenn ich so freizügig über meine Gefühle schreibe.
Gruß
Uwe

Beate
20.10.2012, 23:00
Hallo Uwe,

ich kann Deine Bedenken gut nachfühlen. Das Gefühl von ein klein bisschen Privatsphäre ist schon netter.
Du kannst ja später immer noch den Bericht in leicht geänderter Form in den einen anderen Bereich(Stutthof ) setzen, wenn Du das magst, rennt Dir ja nicht weg. Willst ihn ja sicher erst zu Ende bringen...;)

Schöne Grüße Beate

waldling
20.10.2012, 23:12
Hallo Beate,
stimmt, gute Idee. Dieser kleine Bericht ist eh ein spontaner Einfall gewesen, nicht großartig darüber nachgedacht, also noch mehr ins Unreine geschrieben. Mal sehen was sich noch ergibt. Ist jedenfalls eine gute Aufarbeitung der Reise.
Gute Nacht!
Uwe

waldling
20.10.2012, 23:48
Hallo noch mal,
am Anreisetag war ich gegen 13 Uhr in Sztutowo. Ich war schon früh gegen 7 Uhr in Plock losgefahren. Nach meinem Aufenthalt in Tiegenhof verzögerte sich meine Ankunft in Sztutowo, eine sehr angenehme Verzögerung. Meine Fahrt führte mich auch durch Marienburg. Ich bedaure sehr, diesen Ort nicht gesehen zu haben, aber da gibt es sicherlich einige Dinge die ich bedauern könnte. Irgendwann schaue ich mir diese Orte an. Tiegenhof musste ich 2 Tage später noch einmal besuchen, meine Kupplung find an zu quietschen. Wahrscheinlich waren die Strapazen in Plock für mein Auto zu extrem. Es war aber glücklicherweise kein Kupplungsschaden, sondern nur die Hebel-Mechanik. 2 Stunden warten und umgerechnet 25 € waren die Konsequenzen. In Deutschland hätte ich wohl 100 € gezahlt. Zurück nach Stutthof. Angekommen, konnte ich es gar nicht erwarten mir das Dorf anzusehen. Gepäck in die Pension bei Frau Ulla, Skolna 2, gebracht und dann in aller Ruhe die ersten Eindrücke gesammelt. Es war die Erholung, die ich jetzt brauchte. Das Foto von der Weichsel habt ich schon gesehen. Dort habe ich eine Stunde gesessen. Jetzt war ich gestärkt und ging in die Pension zurück, wollte ein Abendessen in einem Fisch-Lokal. Frau Ulla beschrieb mir den Weg nach Bodenwinkel. Ob ich angekommen bin, werde ich später weiter berichten. Jetzt gehe ich schlafen.
Gute Nacht!
Uwe

Wolfgang
21.10.2012, 10:46
Schönen Morgen,
hallo Uwe,

ahh, in Bodenwinkel warst Du? Bei "Rybi u Basia"? Woher ich das weiß? Weil es das einzige Fischrestaurant ist, dass geöffnet hat :)

Dorsch, Flunder, Zander, Aal? Ich wünsche Dir noch nachträglich guten Appetit! :)

Viele Grüße aus dem Werder
Wolfgang

ingrid.beckert
21.10.2012, 11:59
Guten Morgen,

ja der Fisch bei "Rybi u Basia" schmeckt sehr gut.

herzliche Grüße
Ingrid

waldling
21.10.2012, 13:05
Moin zusammen,
moin Ingrid,
moin Wolfgang,
Danke für den Namen des Restaurantes, ich hatte ihn schon vergessen. Leider sollte ich an diesem Tag die Köstlichkeiten nicht mehr genießen können. Frau hatte wohl andere Stärken, dass erklären von Wegstrecken  gehört wohl nicht dazu. Oder ich bin zu daddellich. Jedenfalls sollte ich den Straßenverlauf von ul. Skolna, durch den Wald. Am Ende des Waldes wäre dann ein gutes Restaurant. Das Fisch-Lokal sei dann ein Stückchen weiter, müsste dann rechts abbiegen. Als Erkennungszeichen, wo ich rechts abbiegen sollte, stehe ein größeres Haus, davor ein Schild mit einer Krone. Hab ich jedenfalls nicht gefunden. Bin ich wohl zu daddellich. Ich bin dann zurück gefahren in das Lokal am Waldrand. Dieses Lokal hat einen sehr guten Eindruck auf mich hinterlassen. Ehrlich gesagt, hatte ich allgemein meine Schwierigkeiten mit den Gerichten in Polen. Nicht weil sie nicht schmecken würden, es lag einfach an meiner mangelnden Kenntnis der polnischen Sprache. Nach dem Essen habe ich vor Ort einen Waldspaziergang gemacht, begleitet von dem Meeresrauschen der Ostsee und das rufen der Möwen?. Ein erholsamer Sparziergang auf weichen Sandboden, allein in Richtung Rauschen. Ich hab mich dann an einen Baum gesetzt und einfach nur wirken lassen. Dann kamen mir viele Gedanken in den Sinn, die eng mit der Familiengeschichte verbunden waren. Verzeiht mir meine teilweise unkonkreten Beschreibungen, aber ich schreibe hier direkt und aus dem Bauch heraus, da wird es doch manchmal sprunghaft. Nach meinem erholsamen Spaziergang, bin ich zurück in die Pension. Hab ich auch gleich gefunden . Hier habe ich erst mal meine Sachen ausgepackt und mit Frau Ulla eine längere Unterhaltung geführt. Sie ist eine Frau v. Mach und gebürtig in Danzig. Zum Abend bin ich noch mal an die Weichsel, um Fotos zu machen. Einige davon habe ich schon dargestellt. Wenn es jetzt zu langweilig wird, bitte ich um Rückmeldung. Es gibt nichts schlimmeres, wenn man etwas tut und andere damit langweilt, auch wenn das ja subjektiv ist.
Bis bald!
Uwe

Wolfgang
21.10.2012, 13:29
Schönen guten Nachmittag,

ah, dann warst Du im "Bialy Dworek", direkt am Ortseingang von Bodenwinkel, auch ein gutes Restaurant, und eines der wenigen, die ganzjährig geöffnet sind. "Rybi u Basia" ist zu finden, wenn Du die erste Straße rechts abbiegst. Nach ca. 100 Metern, am Ende des Sträßchens, stößt Du direkt auf das Fischrestaurant.

Viele Grüße aus dem Werder
Wolfang

Beate
21.10.2012, 13:33
Hallo Uwe,

nein, es ist nicht langweilig.Auch subjektiv... Das Sprunghafte lässt sich nachvollziehen: es waren so zahlreiche Eindrücke, so vieles, was in diesen Momenten auf Dich einstürzte, nicht? Sortieren kannst Du ja später dann, so hast Du jetzt wenigstens nichts verloren...

Schön sonnige Herbstgrüße Beate

waldling
21.10.2012, 19:06
Guten Abend Beate,
danke für dein Verständnis. Das Runterschreiben ist wirklich eine gute Hilfe für einen Rückblick auf die Reise und es hilft beim Sortieren bzw. Aussortieren der Fotos und Filme :).
Guten Abend Wolfgang,
ja, das Restaurant ist wirklich sehr zu empfehlen.
Gruß
Uwe