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Thema: Namen in der Danziger Zeitung, Organ für Handel... 1.1929

  1. #1
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    Standard Namen in der Danziger Zeitung, Organ für Handel... 1.1929

    001-1929 01.01.1929

    Goldene Hochzeit.
    Der Altsitzer Albert Wölms in Borgfeld beging dieser Tage mit seiner Ehefrau Amalie geb Beyer das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar steht im 82. Lebensjahr, seine Gattin ist 78 Jahre alt.
    In Ließau feierte der Stellmacher Zech mit seiner Gattin die goldene Hochzeit. Dem Jubelpaar werden zahlreiche Ehrungen und Aufmerksamkeiten zuteil.

    50jähriges Jubiläum
    Am 3. Januar feiert Schlossermeister Göhring aus Oliva sein 50jähriges Schlossermeister- und Innungsjubiläum. Herr Göhring betreibt trotz seines hohen Alters von 75 Jahren noch immer die Schlosserei. Er entstammt einer alten Schlosserfamilie; denn der Vater sowohl als der Großvater haben dieses Gewerbe ausgeübt. Die Innung übermittelt ihre Glückwünsche durch eine Deputation, die eine Ehrenurkunde und eine Ehrengabe überreicht. Auch die Handwerkskammer würdigt dieses seltene Jubiläum durch Überreichung einer Ehrenurkunde.

    003-1929 03.01.1929

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    Statt besonderer Anzeige.
    Nach kurzem, schwerem Leiden entschlief heute mein inniggeliebter, treusorgender Mann, unser guter, lieber Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Kaufmann
    Hugo Berliner
    im 53. Lebensjahre
    In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen
    Gertrud Berliner geb Ross nebst Kindern.
    Danzig, den 1. Januar 1929
    Die Einäscherung findet am Freitag, den 4. Januar, 1 Uhr statt. Beileid und Kranzspenden dankend verbeten.

    Standesamt – Todesfälle vom 31. Dezember 1928

    Rentier Franz Adolf Haße 84 J 7 M
    – S d Kontoristen Georg Boehm 20 T
    – Besitzer Heinrich Mau 59 J 2 M
    – Kaufmann Otto Rußau 46 J 1 M
    – Invalide Aloysius Retkowski 33 J 9 M
    – S d Eisenbahnarbeiters Gustav Schütz fast 1 J
    – Maschinist Alexander Glesmer 72 J 4 M
    – Ehefrau Marie Schulz geb Barganski verwitwete Feilert 65 J 6 M
    – Ehefrau Emma Domagalski geb Schwarz 49 J 10 M
    – Kaufmann Walter Kathe 43 J
    – kaufmännischer Angestellter Johann Schwark 46 J 7 M
    – Ehefrau Berta Pawlowski geb Petsch verwitwete Zezewski 53 J
    – Arbeiter August Specht 23 J
    – S d verstorbenen Kaufmannes Bernhard Hohmann 3 J 9 M

    vom 1. Januar 1929

    Nieterhelfer Johann Grandsizki 35 J 7 M
    – S d Hilfsmonteurs Rudolf Rsch 3 M
    – Ehefrau Berta Gronau geb Poßockel verwitwete Krause und verwitwete Erdmann 70 J 4 M
    – Kaufmann Hugo Berliner 52 J 11 M
    – T d Eisenbahnarbeiters Josef Jastroch totgeb

    004-1929 04.01.1929

    Opfer der Glätte.
    Der 62 Jahre alte Verwalter Johannes Link, Rennerstiftsgasse 8, stürzte infolge der Glätte auf der Straße und erlitt einen Schädelbruch. Ein weiteres Opfer der Glätte wurde der 73 Jahre alte Invalide Karl Dombrowski, der einen Oberschenkelbruch davontrug und ebenfalls in das Städtische Krankenhaus eingeliefert werden mußte.

    Familiennachrichten
    Todesfälle vom 2. Januar 1929

    Fischer Hans Foth, 22 J 6 M
    – Schülerin Gertrud Kruczkowski 6 J 11 M
    – Witwe Katharina Malinowski geb Tuchel 82 J 11 M
    – Witwe Ida Blaß geb Elbert 64 J 2 M
    – Regierungs-Baumeister Ernst Schade 63 J 5 M
    – Witwe Gertrud Kessel geb Loroff 62 J 3 M
    – Generaloberarztwitwe Elise Liegener geb Brenken 81 J 1 M
    – Oberpostschaffner August Jackel 63 J 8 M
    – Gastwirt Franz Behrendt 78 J
    – Invalide Johann Schmude 80 J 10 M
    – Invalidin Auguste Krutz 90 J 3 M
    – Invalidin Wilhelmine Poddig geb Kaja 77 J 10 M
    – Witwe Karoline Hengster geb Putzke 88 J 2 M
    Herzliche Grüße von Karin!
    Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

  2. #2
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    Standard AW: Namen in der Danziger Zeitung, Organ für Handel... 1.1929

    005-1929 05.01.1929

    Handelskammerpräsident Klawitter +

    Fern von seinem geliebten deutschen Danzig, für das er in Wort und Schrift bis in seine letzten Lebenstage eintrat, ist der Präsident der Danziger Handelskammer, Willy Klawitter, in der Nacht auf Freitag in der deutschen Reichshauptstadt gestorben. […]
    Der Heimgang Klawitters ist geradezu tragisch. Vor einem Vierteljahr begab er sich zu einer Vortragsreise nach Deutschland und wurde dort von einem alten Gallensteinleiden so heftig überfallen, daß schließlich vor wenigen Wochen in Berlin zur Operation geschritten werden mußte. Der geschwächte Organismus des 72jährigen aber überstand die Krise nicht mehr.
    Auf den Lebenslauf des Verstorbenen sind wir erst anläßlich seines 70. Geburtstages eingegangen und haben damals sein reiches Wirken ausführlich gewürdigt, für das die zahlreichen Ehrenämter, die er in Danzig und im Reich bekleidete, ein sprechender Beweis sind.

    Durch Beilhiebe getötet.
    Die am 2. Februar 1881 geborene Ehefrau Komotowski geb Bönke, Große Nonnengasse 10, die mit dem Arbeiter A Hinz zusammenwohnte, ist vor einigen Tagen verstorben. H gab an, daß Frau Kmotowski am 27. Dezember vorigen Jahres an einem schweren Sturz, den sie in der Küche erlitt, verstorben ist. Bei der Obduktion stellte man jedoch zwei schwere Wunden am Kopfe der Leiche fest, die augenscheinlich von Schlägen mit der stumpfen Seite eines Beiles herrühren. Die Kriminalpolizei hat den Arbeiter Hinz unter dem Verdacht der Täterschaft verhaftet.

    Auf dem Vorortbahnhof verunglückt.
    Am Donnerstag gegen 19 Uhr wollte der Zollassistent Hermann Komrowski aus Langfuhr, Luisenstraße 1 a, mit dem Zoppoter Vorortzug von Danzig nach Langfuhr fahren. Als er kurz vor der Abfahrt den Zug besteigen wollte und die Abteiltür bereits geöffnet hatte, fuhr plötzlich der Zug an. Infolge des Rucks kam K zu Fall und geriet zwischen Trittbrett und Bahnsteig. Obwohl eine in dem Zug mitfahrende Dame sofort die Notbremse zog, wurde der Unglückliche ungefähr noch 15 Meter mitgeschleift. Er hatte sich Quetschungen an den Beinen zugezogen. Von Fahrgästen wurde er in den Zug und nach Langfuhr und dann in seine Wohnung geschafft.

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    Am 3. Januar 1923 verstarb nach längerer Krankheit
    Herr Regierungs-Amtsrat i R
    William Borschke
    Der Verstorbene war seit 1912 Vorsitzender unserer Genossenschaft. Was er in langjähriger, unermüdlicher, hingebungsvoller Tätigkeit für die Allgemeinheit, insbesondere für die Kriegsbeschädigtensiedlungen getan hat, sichert ihm weit über den Kreis unserer Genossenschaft hinaus ein dauerndes, ehrenvolles Andenken.
    Wir, die wir in langen Jahren im Aufsichtsrat und Vorstand der Genossenschaft mit ihm zusammenarbeiteten, verlieren in dem Dahingeschiedenen einen selbstlosen, tatkräftigen Führer, einen liebenswürdigen, treuen Freund und einen Mann von echter deutscher Gesinnung.
    Wir werden sein Andenken in Ehren halten!
    Vorstand und Aufsichtsrat der Gemeinnützigen Baugenossenschaft, eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftung zu Danzig.

    Heute nacht entschlief in Berlin nach langem Krankenlager mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder
    Werftbesitzer
    Dr ing E h Willi Klawitter
    im 73. Lebensjahre
    Danzig, den 4. Januar 1929
    Im Namen aller Hinterbliebenen
    Anna Klawitter geb Schwerdtfeger
    Von Beileidsbekundungen wird gebeten abzusehen. Der Tag der Beisetzung wird noch bekannt gegeben.

    Heute nacht verschied der Vorsitzende unseres Aufsichtsrates, der
    Präsident der Handelskammer zu Danzig
    Herr Dr ing E h Willi Klawitter
    Wir stehen trauernd an der Bahre diess durch hohe Geistesgaben hervorleuchtenden Mannes, der unserem Unternehmen seit seiner Gründung beratend zur Seite stand.
    Sein Andenken werden wir in hohen Ehren halten.
    Danzig, den 4. Januar 1929
    Danziger Bank
    Aktiengesellschaft

    Am 3. Januar des Jahres ist
    der Präsident der Handelskammer Herr Dr W Klawitter
    nach längerer Krankheit verschieden.
    Herr Präsident Dr Klawitter hat seit dem Jahre 1920 an der Spitze der Handelskammer zu Danzig gestanden. Seine große und lautere Persönlichkeit, die sich von allen Einflüssen persönlicher Interessen frei hielt und nur den Dienst am Allgemeinwohl kannte, ist und bleibt uns ein seltenes Vorbild. Es war eine Führernatur, die kommende Dinge voraussah und sich mit starker Initiative in ihrem Handeln darauf einstellte. Wenn die außergewöhnlichen Schwierigkeiten gemeistert wurden, die sich der Geschäftsführung der Handelskammer zu Danzig infolge wirtschaftlicher Umstellung und der Not der Zeit entgegensetzten, so ist das in der Hauptsache das Verdienst des Präsidenten Klawitter. Sein eiserner Arbeitswille, seine noch im hohen Alter jugendliche Spannkraft und die ihm eigene unbedingte Sachlichkeit machten jedem, dem es vergönnt war, mit ihm zusammen zu wirken, die Arbeit zu echter Freude und zu befriedigendem Genuß.
    Aufs tiefste erschüttert trauern wir um diese große Persönlichkeit.
    Die Beamten und Angestellten der Handelskammer zu Danzig.

    Am 3. Januar des Jahres ist
    der Präsident der Handelskammer
    Herr Dr ing E h Willi Klawitter
    Senator der Deutschen Akademie
    nach längerer Krankheit in Berlin verschieden.
    Dr Willi Klawitter ist im Jahre 1905 von der Korporation der Kaufmannschaft in das Vorsteheramt gewählt worden. Bei der Umwandlung des Vorsteheramtes in eine Handelskammer wählte ihn diese zum Vizepräsidenten und am Ende des Jahres 1920 zum Ersten Präsidenten, ein Amt, das Klawitter bis heute bekleidet hat.
    Die Kaufmannschaft Danzigs beklagt den Heimgang ihres größten Führers, der durch die Kraft seiner geistigen Persönlichkeit einen überragenden Einfluß ausübte und in unserer durch Gegensätze vielfacher Art zerrissenen Zeit die verschiedenen Kreise der Wirtschaft zu einheitlichem Wirken zusammenzufassen verstand. Klawitter, der sich trotz seiner bedeutenden Gaben des Geistes und Herzens von einem öffentlichen Auftreten jahrzehntelang zurückgehalten hatte, hielt es für geboten, seine Arbeitskraft der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, als Danzig von seinem Mutterlande abgetrennt wurde. Mit heißer Liebe widmete er sich dem Wohle seiner Vaterstadt. Über parteipolitische Enge hinweg versuchte er, in ständigem Wirken mit starker Initiative auf die Geschichte seiner Vaterstadt Einfluß zu nehmen, um deutsche Kultur und gesunde Wirtschaft in Danzig zu erhalten. Als er zum Präsidenten der Handelskammer gewählt worden war, trat er von der Tätigkeit in seiner Privatfirma zurück, um mit der ganzen überragenden Kraft seiner Persönlichkeit nur noch für Danzig und Danzigs Kaufmannschaft zu wirken.
    Sein Name wird mit unvergänglichen Lettern in die Geschichte Danzigs und in die Geschichte der Danziger Kaufmannschaft eingetragen sein. Eine seltene Führernatur ist mit ihm von uns gegangen. Uns bleibt der Trost, daß er ein Vorbild für heranwachsende Geschlechter sein wird.
    Handelskammer zu Danzig.
    Dr Plagemann Dr Heinemann

    In der Nacht vom 3. zum 4. ds Mts verschied nach schwerem Leiden in Berlin
    Herr Dr ing E h Willi Klawitter
    Präsident der Handelskammer
    In tiefer Trauer stehen wir an der Bahre dieses hervorragenden Mannes, der der Verwaltung der Bank von Danzig von ihrer Gründung an als Vorsitzender des Aufsichtsrates und des Bankausschusses angehört hat.
    Seine überragenden Kenntnisse und reichen Erfahrungen hat er stets mit ganzer Kraft in den Dienst unserer Bank gestellt; den klugen Rat dieser kraftvollen und vornehmen Persönlichkeit werden wir hinfort schmerzlich vermissen.
    Sein Name wird mit der Geschichte unseres Institus immerdar verknüpft bleiben.
    Danzig, den 4. Januar 1929
    Aufsichtsrat, Bankausschuß und Vorstand der Bank von Danzig.

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 3. Januar 1929

    Invalide Joseph Szafruna 79 J
    – Witwe Johanna Jarnschewski geb Besewski 76 J 6 M
    – Ehefrau Karoline Gromball geb Parring 70 J 2 M
    – Schüler Rudi Klimmek 7 J 7 M
    – Kleinrentner Julius Müller 85 J 1 M
    – S d Kaufmannes Curt Zimmermann 3 J 2 M
    – Ehefrau Auguste Grönke geb Macholl 68 J 5 M

    Namen aus den Zwangsversteigerungen

    Bauunternehmer Franz Schmidezeck in Lamenstein, Grundstück Lamenstein, Katenstelle im Dorfe Nr 10
    Händler Gustav Fröhlich in Danzig, Hohe Seigen 6, dessen Ehefrau Emma geb Sundram, ebenda
    Eheleute Landwirt Gustav und Meta Gutzmann geb Behnke aus Letzkau, z Zt im Untersuchungsgefängnis Alt-Moabit; Grundstück in Letzkau
    Kaufmann Gottfried Lange in Danzig, Breitgasse 60
    Monteur Paul Lange in Danzig, Kaserne Bastion Roggen; Grundstück Schidlitz, Karthäuserstraße 34
    Zimmerpolier Gustav Wischnak in Ellerbruch; Gebäudegrundstück am Wege nach Trockenhütte, Kate Nr 21
    Frau Karoline Klatt geb Timpf in Bodenwinkel; Grundstück Dorfstraße Nr 2 in Bodenwinkel
    Maurer Paul Behnke in St Albrecht und seine Ehefrau Hedwig geb Kollendt; Grundstück St Albrecht Nr 16
    Molkereipächter Hermann Schoel in Unter-Kahlbude, Grundstück Groß-Bölkau, Abbau Nr 5, Gemarkung Löblau

    Ein Jubilar
    Herr Friedrich Heyking begeht am morgigen Sonntag, den 6. Januar 1929, seinen siebzigsten Geburtstag. In Ostpreußen geboren, verließ er frühzeitig sein Elternhaus, um im Rheinland seine Ausbildung in der eisenverfertigenden Branche zu erhalten. Im Jahre 1879 kam Herr Heyking nach Danzig und gründete bereits im Jahre 1883 mit seinem Bruder, der inzwischen verstorben ist, die in besten Ansehen bei den Behörden und der Geschäftswelt weit hinaus über die Grenzen der Freien Stadt Danzig hinaus stehende Firma Gebr. Heyking, Fabrik für Eisenkonstruktionen.
    Mit stets unermüdlichem Fleiß und zäher Energie war der Jubilar bestrebt, trotz mancher fast unüberwindlich scheinender Schwierigkeiten sein Werk zu dem werden zu lassen, was es heute ist. Ein treuer Arbeiterstamm, als Mittelpunkt einer Belegschaft von 120 Mann, der 30 und 35 Jahre Mitarbeiter der Firma ist, zeugt von der sozialen Einstellung und Fürsorge für seine Leute. Auch hat Herr Heyking stets ein Herz für die Jugend gehabt und sich die Ausbildung des Nachwuchses für die Industrie angelegen sein lassen. Manch ein früherer Lehrling besucht seinen früheren Chef in gehobener Lebensposition und dankt ihm für die ihm in seiner Fabrik zuteilgewordene Ausbildung.
    Zu seinem Ehrentage sieht Herr Heyking seine Kinder, die aus allen Gauen Deutschlands zusammenkommen, vereinigt. Leider fehlt seine treue Lebensgefährtin, die während einer langen Ehe Freud und Leid geteilt hat und vor 2 ½ Jahren in die Ewigkeit schon abberufen wurde.

    Amtsrat Borschke +
    Im Alter von 62 Jahren ist am Donnerstag nachmittag Amtsrat Wilhelm Borschke nach schwerem Leiden in die Ewigkeit abberufen. Er war am 1. Januar des Jahres in den Ruhestand getreten, nachdem er bis dahin die Abteilung für Schwerkiregsbeschädigte bei der Hauptfürsorgestelle geleitet hatte. Borschke, der sich hoher Wertschätzung erfreute, gehörte zum Vorstand des Freistaat-Sängerbundes, früher als Schriftführer und bis zu seinem Tode als stellvertretender Vorsitzender. Außerdem war er Ehrenvorsitzender des Männer-Gesangvereins „Sängerbund“. Eine besonders rege Tätigkeit entfaltete er auch im Verbande der Siedlungsgenossenschaften und war Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsbau-Genossenschaft. Ehre seinem Andenken!

    Ein Lehrerveteran
    Am 6. d Monats feiert Oberlehrer Karl Rebischke, Karthäuser Straße 75 b, in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. R besuchte das Seminar in Marienburg und war lange Jahre in Spohn, Kreis Karthaus, und in Emaus tätig. Nach 45jähriger Tätigkeit trat er am 1. Juli 1925 in den wohlverdienten Ruhestand.
    Am 29. d Mts begeht auch Oberlehrer Emil Schröder, Große Molde 75, seinen 70. Geburtstag, ebenfalls in voller Gesundheit. Als 14jähriger Knabe kam er aus Pommern, Kreis Stolp, nach Westpreußen und besuchte 1876-79 das Seminar in Marienburg und war dann 2 Jahre in Löblau, 5 ½ Jahre in Sulmin und 39 Jahre in Schüddelkau tätig, wo er 10 Jahre lang allein ca 110-120 Kinder zu unterrichten hatte. Er gehört noch zu denen, welche vor der Seminarzeit Lehrerstellen bekleideten. Noch nicht 16 Jahre alt, wurde ihm von der Kgl Regierung zu Danzig die Wanderlehrstelle in Brodnitz und Gollubien und später die 2. Lehrerstelle in Schönberg, Kreis Karthaus, übertragen. Möge beiden ein gesegneter Lebensabend beschieden sein.
    Herzliche Grüße von Karin!
    Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

  3. #3
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    Standard AW: Namen in der Danziger Zeitung, Organ für Handel... 1.1929

    006-1929 06.01.1929

    30jährige Tätigkeit im Stadtparlament
    Auf eine 30 Jahre lange ehrenamtliche Tätigkeit im Dienste der Stadtgemeinde Danzig kann am 10. Januar der jetzige stellvertretende Vorsteher der Stadtbürgerschaft, Verlagsdirektor Ernst Brunzen, zurückblicken. (gekürzt)

    Familiennachrichten

    Geboren: eine Tochter den Eheleuten Bruno Riack und Frau Gertrud geb Krause in Danzig
    Verlobte: Edeltraud Pirch und Lehrer Heinz Manko in Danzig-Langfuhr

    Standesamt – Todesfälle vom 4. Januar

    Seemann Otto Pape 62 J 7 M
    – Holzbildhauer Franz Bialek 43 J 10 M
    – Ehefrau Hortensia Richter geb Gratzki 76 J 1 M
    – S d Postboten Alfred Funk 2 J
    – Ehefrau Anna Schnase geb Sach verwitwete Augstiuczek 75 J 10 M
    – T d Ingenieurs Ferdinand Krüger 3 J 4 M
    – Bote Gustav Schulz 64 J 3 M
    – T d Zimmergesellen Adolf Tobian 4 J
    – unehelich 1 M totgeb, unehelich 1 S 4 T

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    Nachruf der Deutschen Bank Filiale Danzig für Willi Klawitter

    Nachruf der Gedania Versicherungs-Aktien-Gesellschaft Danzig für Willi Klawitter

    Schmerzlich bewegt beklagen wir den Tod eines Mannes, den wir in unserer Vaterstadt und in unserem engeren Kreise zu den Besten zählen durften. Heute nacht erlag in Berlin einem längeren Leiden
    Herr Werftbesitzer
    Dr ing E h Willi Klawitter
    Präsident der Handelskammer
    Aus besonderem Grunde ist es unsere ehrenvolle Pflicht, um den Verlust dieses vortrefflichen Mannes zu trauern. Hat er doch vom Jahre 1895 an als Mitglied unseres Vorstandes, vom Jahre 1923 an als Mitglied unseres Aufsichtsrates die seltenen Gaben seiner charaktervollen Persönlichkeit, neben der seiner eigenen Firma gewidmeten Lebensarbeit, an erster Stelle in den Dienst unserer Gesellschaft gestellt.
    Was Willi Klawitter, der Enkel unseres Mitbegründers, für unsere Gesellschaft wollte und wirkte, gehört unvergeßlich ihrer Geschichte an, die seit fast neun Jahrzehnten mit dem Namen seiner Familie eng verknüpft ist.
    Danzig, den 4. Januar 1929
    Aufsichtsrat und Vorstand der „Weichsel“, Danziger Dampfschiffahrt- und Seebad-Actien-Gesellschaft

    Nachruf der Baltischen Zucker-Raffinerie Aktiengesellschaft für Willi Klawitter

    Nachruf der Technischen Hochschule Danzig für Willi Klawitter

    Bestialische Tat.
    Der unter dem Verdacht des Mordes an Frau Hulda Knutowski verhaftete 55 Jahre alte Arbeiter Albert Hinz hat inzwischen ein umfassendes Geständnis abgelegt. Die Vernehmung des Täters und die Bekundungen von zwei Zeugen ergaben ein entsetzliches Bild von dem zusammenleben des Täters mit der Ermordeten. Beide verdienten sich ihren Lebensunterhalt durch Betteln, beide waren dem Trunk ergeben und es kam ständig zu schweren Streitigkeiten. Zu lebhaften Auseinandersetzungen kam es auch am 22. Dezember. Hinz ergriff in sinnloser Wut ein Beil und schlug mit der stumpfen Seite der Frau zweimal über den Schädel und legte sie dann ins Bett.
    Erst am 27. Dezember ist die Frau gestorben. Während der fünf Tage hat der durch den Alkohol völlig abgestumpfte Mann noch neben der Frau geschlafen, ohne sich um die Frau zu kümmern. Als sie dann starb, täuschte er einen Unfall vor und gab an, daß sie sich bei einem Sturz diese Verletzung zugezogen hätte.

    007-1929 07.01.1929

    Ein Danziger bei der Eissegelmeisterschaft
    Die um den 1. März auf dem Schwenzaitsee bei Angerburg stattfindenden deutschen Eissegelmeisterschaften haben auch eine Danziger Meldung erhalten. Wie uns mitgeteilt wird, startet Direktor Gerhard Kohrig-Danzig mit seiner hier beheimateten 15-Quadratmeter-Jacht.
    Es ist recht bedauerlich, daß sich in Danzig außer dem Genanten noch kein weiterer Interessent zu dem schönen Eissegelsport bekannt hat, umso mehr, als sich unsere Tote Weichsel bei Bohnsack ganz ausgezeichnet für diesen Sport bewährt.

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    Nachruf der Firma „Siemens“ für Willi Klawitter

    Die Trauerfeier für den verstorbenen Präsidenten der Handelskammer
    Dr ing E h Willi Klawitter
    findet am Mittwoch, den 9 Januar 5 Uhr nachmittags, im Krematorium statt.

    008-1929 08.01.1929

    Deichgeschworener
    Gutsbesitzer Kurt Wiebe-Neumünsterberg ist zum Deichgeschworenen für das Barenhöfer Deichrevier des Marienburger Deichverbandes neugewählt worden. Zu seinem Stellvertreter wurde Gutsbesitzer Folchert-Ladekopp ebenfalls neugewählt.

    Schulpersonalien.
    Lehrer Zühlsdorf-Tiegenhof ist in den preußischen Schuldienst zurückgetreten; ihm ist eine Schulstellte in Potsdam bei Berlin übertragen worden. Auf die dadurch freigewordene Lehrerstelle an der evangelischen Stadtschule in Tiegenhof hat der Senat der Freien Stadt Danzig den Lehrer Hartmann-Altebabke berufen.

    Unter die Straßenbahn gekommen
    Gestern morgen gegen 7 ½ Uhr versuchte die 19jährige Erdmute Engler auf die Straßenbahn in Altschottland aufzuspringen. Sie glitt aus, fiel und kam mit dem Fuß unter die Bahn. Der Fuß wurde erheblich verletzt, obwohl die Bahn in kürzester Zeit hielt. Die Verletzte wurde ins Städtische Krankenhaus geschafft.

    Das Fest der goldenen Hochzeit feierte dieser Tage das Johann Meiersche Ehepaar in Neuteich. Aus diesem Anlaß wurden dem allgemein geschätzten Jubelpaare, das sich noch der besten körperlichen Gesundheit und geistigen Frische erfreut, zahlreiche Ehrungen und Aufmerksamkeiten zuteil.

    Nachruf des Verbandes der Metallindustriellen des Ostens E V für Willi Klawitter

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 5. Januar

    Witwe Ida Bärwald geb Schwuchow 80 J 1 M
    – Witwe Johanna Thurau geb Krebs 78 J 3 M
    – Restaurateur und Dampfschiffbesitzer Karl Meck 42 J 9 M
    – Bureauangestellter Hermann Barnikau 50 J 5 M
    – T d Fleischers Felix Stacker 3 M
    – Bäckermeister Gustav Bury 69 J 5 M
    – Rentiere Elisabeth Stützke 64 J 1 M
    – Bausekretär i R Otto Baesler 48 J 3 M
    – Witwe Barbara Desem geb Kucharski 75 J 8 M
    – Invalide Karl Stamm 84 J 3 M
    – Witwe Marianna Retzlaff geb Brodehl 8 J 1 M (wohl eher nicht)
    – Eisenbahnarbeiter August Friedrich 46 J
    – Hausmädchen Emma Neumann 23 J 8 M

    009-1929 09.01.1929

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    Plötzlich und völlig unerwartet verstarb heute nacht unser geschätzter, hochverehrter
    Fabrikdirektor
    Hermann Hennig.
    Fast seit Gründung unserer A G stand Herr Hennig als technischer Direktor dem Betriebe vor. Sein Lebensinteresse war unermüdlich dem ihm unterstellten Unternehmen gewidmet.
    Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten.
    Danzig, den 8. Januar 1929
    Germania-Brotfabrik
    der Danziger Bäckermeister A G
    Der Vorstand
    Johs. Brauer, Oscar Gensch
    Der Aufsichtsrat
    Kurt Boehlke, Franz Sohn

    Am 7. Januar entschlief sanft nach kurzem Krankenlager unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Großtante
    Fräulein
    Louise von Deuren
    im fast vollendeten 79. Lebensjahre.
    Im Namen der trauernden Hinterbliebenen
    Fritz Jaekel
    Amtsanwalt
    Danzig, Altstädtischer Graben 96/97
    Die Einäscherung findet am Freitag, den 11. Januar, um 4 Uhr nachmittags statt

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 6. Januar

    Invalidin Anna Gelinski geb Juppenlatz 86 J 10 M
    – Invalide Constantin Stein I 76 J 2 M
    – Zimmermann Michael Krzywicki 43 J 2 M
    – Ehefrau Wilhelmine Fahl geb Kamischke 77 J 10 M
    – Materialienverwalter i R August Karschke 80 J
    – Witwe Therese Grabowski geb Wruck 74 J 5 M
    – Witwe Gottliebe Robatzek geb Kaminski 88 J
    – Arbeiter Gottfried Schönegge fast 44 J
    – Ehefrau Anna Moldenhauer geb Magsig 53 J 7 M
    – Hospitalistin Elisabeth Schmidt 82 J 4 M
    – Schlossergeselle Franz Rombczyk 60 J 2 M
    – Invalide Michael Swiczkowski 83 J 3 M
    – Ehefrau Hulda Knotowski 47 J 10 M
    – Arbeiter Friedrich Neumann 67 J 6 M
    Herzliche Grüße von Karin!
    Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

  4. #4
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    Themenstarter

    Standard AW: Namen in der Danziger Zeitung, Organ für Handel... 1.1929

    010-1929 10.01.1929

    Der Falschmünzer auf dem Friedhof
    Grotesk wirkt es, wenn man sich den Ort, oder besser gesagt das „Örtchen“ vorstellt, auf dem der ehemalige Expedient Kurt Müller zuletzt seine Falsifikate von Zehn- bzw. Fünfundzwanzigguldenscheinen herstellte. Der Angeklagte, der gestern vor Gericht stand, ist ein blasser, junger Mensch mit hochstehendem, rötlichem Haar, der das ihm vorgeworfene Münzverbrechen schon in der Voruntersuchung zugegeben hat.
    Schon als Handlungsgehilfe ließ sich Müller einige Verfehlungen, Urkundenfälschung, Betrug und Diebstahl zuschulden kommen und fiel, nachdem er längere Zeit stellenlos gewesen, der Erwerbslosenunterstützung zur Last. Dann nahm er die Armenfürsorge in Anspruch, und als er auch von dort nichts mehr erhielt, gelang es ihm schließlich, sich auf Grund seiner photographischen Kenntnisse eine kleine Einnahme zu verschaffen. Hierbei verfiel er dann auf den Gedanken, falsche Geldscheine zur Aufbesserung seiner ziemlich dürftigen Verhältnisse herzustellen.
    Zunächst stellte Müller falsche Zehnmarkscheine her. Dann fertigte er Fünundzwanzigguldenscheine an, die aber seinen eigenen Beifall so wenig hatten, daß er sie nicht in den Verkehr brachte. Um aber wenigsten etwas davon zu haben, mogelte er mehrere dieser Scheine in die Schublade des Vertikos seiner Quartierwirtin und entnahm dafür ebenso viele der dort aufbewahrten echten Scheine. Diese Manipulation wurde aber noch rechtzeitig entdeckt, ehe die scheine durch die ahnungslose Frau zur Ausgabe gelangten. Mit den Zehnguldenscheinen hatte M auch Pech. Er gab sie Knaben, die sie beim Einkauf kleiner Wurstquanten in Zahlung geben und ihm den Rest des Geldes zurückbringen sollten. Es handelte sich um drei solcher Fälle. In einem Fall gelang die Sache, im zweiten Fall verschwand der Knabe, und im dritten Fall wurde der Schein als unecht angehalten, wobei sich M, der die Sache von außen beobachtete, schleunigst aus dem Staube machte. Da er sich sagte, daß eine Fortsetzung der Herstellung falscher Scheine in seiner Wohnung jetzt doch zu gefährlich erschien, so verlegte er sein „Atelier“ in eine möglichst stille Gegend. Er erkor dazu ein gewisses Örtchen auf dem „Heilig-Leichnam“-Friedhof, das während des Herbstes und des Winters seinem ursprünglichen Zweck durch Schließung entzogen bleibt. Dort fand die Kriminalpolizei die zur Herstellung der Falsifikate benutzten photographischen Platten und Werkzeuge, nachdem Müller als der Hersteller der Falsifikate ermittelt und festgenommen worden war.
    Im Interesse der Gefährdung des Staatsinteresses fand die Verhandlung unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, nur die Vertreter der Presse hatten Zutritt. Als Sachverständiger wohnte Kriminaloberkommissar von Pokrezywniecki der Verhandlung bei, der die Herstellung der Falsifikate eingehend erläuterte. - Der Gerichtshof sah unter Berücksichtigung des Umstandes, das die Tat des Angeklagten aus einer gewissen Notlage entsprungen sein mag, von der Verhängung der vom Staatsanwalt beantragten Zuchthausstrafe ab und verurteilte ihn zu zwei
    Jahren Gefängnis.

    Falsche Fünfguldenstücke
    In letzter Zeit tauchten in Danzig und den Vororten falsche Fünfguldenstücke auf, die trotz ihrer plumpen Ausführung in Zahlung genommen wurden. Sie bestanden aus einer Blei- und Zinnlegierung und waren im Gußverfahren hergestellt. Am 5. Januar wurden drei Personen bei dem Versuch, solche Falschstücke abzusetzen, in Emaus angehalten.
    In Verfolg der weiteren Ermittlungen konnte der Hersteller der Falsifikate am Montag festgenommen werden. Der Täter ist der polnische Staatsangehörige, der Arbeiter Wladislaus Mionskowski aus Danzig. Er war in Danzig in einer Metallgießerei beschäftigt. Das zur Herstellung der Falsifikate benutzte Material konnte beschlagnahmt werden. Mionskowski ist geständig.

    80 Jahre
    Am 16. Januar dieses Jahres sieht unsere Mitbürgerin, die im hiesigen Auguste-Viktoria-Stift lebende, einer alteingesessenen Tiegenhöfer Familie entstammende, verwitwete Frau Bankier Clara Schönwald, deren verstorbener Gatte – Inhaber des früheren Bankkaufhauses Gebrüder Steffens, Tiegenhof – langjähriger Stadtverordneter und Beigeordneter der Stadt Tiegenhof war, der Vollendung ihres achtzigsten Geburtstages entgegen. Wir wünschen und hoffen, daß der greisen Dame, die sich sowohl in ihrer Heimatstadt als auch, nach ihrer 1909 erfolgten Übersiedlung hierher in Danzig immer großer Wertschätzung erfreut und in Langfuhr gemeinsam mit ihrem verstorbenen Gatten während des Krieges vielfach hilfsbereit gewirkt hat, leider aber von den Härten der Inflation nicht verschont geblieben ist, ein froher Festtag, sowie noch manches Lebensjahr in körperlicher und geistiger Frische beschieden sein möchte.

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 8. Januar

    T d Fleischers Johann Bronikowski 7 M
    – S d Schlossers Paul Thielke fast 4 M
    – Kutscher Wilhelm Rasch 60 J 6 M
    – Hausdame Luise von Deuren 78 J 11 M
    – Ehefrau Kujawski geb Nowakowski 79 J 8 M

    011-1929 11.01.1929

    Ernst Plagemann übernimmt das Amt des Präsidenten der Handelskammer

    Dr. Ernst Plagemann wurde am 10. September 1882 in Danzig geboren als Sohn des Kaufmannes Franz Plagemann, Inhaber der alteingesessenen Eisengroßfirma F. Plagemann, welche später in die Danziger Eisengroßhandelsgesellschaft m b H aufging. Nach Absolvierung des Kgl Gymnasiums in Danzig bis zur Reifeprüfung 1901 studierte Dr Plagemann an den Universitäten Heidelberg, Berlin und Königsberg Jurisprudenz und bestand 1904 das Referendar-Examen, 1906 das Doktor-Examen und 1910 das Assessor-Examen. Hieran schloß sich ein einhalbjähriger Studienaufenthalt in Paris, nachdem Dr Plagemann sich bereits 1906/07 zu demselben Zwecke in Jahr lang in England aufgehalten hatte. 1911/12 praktizierte er als Rechtsanwalt in Potsdam, um dann nach dem Todes seines Bruder im Jahre 1912 die Danziger Eisenhandelsgesellschaft m b H zu übernehmen, die er noch heute leitet. Daneben ist er Generaldirektor des bekannten, 1921 gegründeten Eisenkonzerns, der Polnisch-Danziger Eisenkonzern A G.
    Von 1915 bis 1921 bekleidete Dr Plagemann das Amt eines spanischen Konsuls in Danzig.
    Bei Umwandlung des Vorsteheramts der Kaufmannschaft im Jahre 1920 wurde er als Mitglied der Handelskammer gewählt, der er bis jetzt ununterbrochen angehört hat. Im Jahre 1922 wurde er zum zweiten stellvertretenden Präsidenten und im Jahre 1925 zum ersten stellvertretenden Präsidenten gewählt, welches Amt er bis jetzt versehen hat.

    Der Zoppoter Raubmord
    Der 17jährige Schlosserlehrling Gerhard Bäcker zu 7 Jahren, 6 Monaten Gefängnis verurteilt.
    In einer außerordentlichen Verhandlung des Großen Jugendgerichts unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Kunze und unter Ausschluß der Öffentlichkeit wurde gestern der grausige Vorfall verhandelt, bei welchem die Geschäftsinhaberin Frau von Santen in Zoppot, Danziger Straße, in den Nachmittagsstunden des 25. Oktober vorigen Jahren unter den Händen des 17jährigen Schlosserlehrlings Gerhard Bäcker aus Zoppot den Tod fand. (gekürzt)

    Schüler überfahren.
    Der etwa 9 Jahre alte Schüler Arnold Meyer aus Ohra, Boltengang 7, wurde gestern abend beim Überqueren des Fahrdammes von einem Auto angefahren. M erlitt einen Bruch des linken Unterschenkels. Die Schuld an diesem Unfall trifft den Jungen, der völlig achtlos die Straße passierte.

    Ermittelter Messerheld
    In der Nacht zum 22 Dezember v J wurde, wie von uns berichtet, der Arbeiter John Herrmann, der bei seinen Eltern in der Grenadiergasse wohnt, als er vom Besuch seiner in Stadtgebiet wohnenden Großmutter heimkehrte, auf dem Bürgersteig in Altschottland, gegenüber dem Viehhof, von unbekannten Tätern ohne jeden Grund überfallen. Er wurde derart schwer durch Messerstiche verletzt, daß seine Aufnahme in das Krankenhaus erforderlich war. Es ist immer noch fraglich, ob der Bedauernswerte mit dem Leben davonkommt. Als Haupttäter ist von der Kriminalpolizei der erst 18jährige und schon wegen Messerstechens vorbestrafte, als Rohling bekannte Arbeiter Paul Schülke aus Ohra-Niederfeld ermittelt und dem Amtsgericht zugeführt.

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    Edith Rosenberg
    Walter Goldmann
    Verlobte
    Danzig, Januar 1929

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 9. Januar

    Tischler Hermann Doegeuer 64 J 10 M
    – Fabrikdirektor Hermann Hennig 56 J 3 M

    012-1929 12.01.1929

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 9. Januar

    Rentier Louis Kathe 77 J
    – Schuhmachermeister Karl Ruch 59 J 8 M
    – Malergehilfe Wilhelm Damaschke 45 J 6 M
    – Händler Michael Jakubeck 66 J 3 M
    – Witwe Marie Logan geb Kwiatkowski 81 J 5 M

    Danzig-Langfuhr

    Verwaltungs-Assistent Erich Malinowski 34 J 5 M
    – Oberlehrer i R Richard Hildebrandt 68 J
    – Ehefrau Elisabeth Stolpe geb Bothke 52 J 6 M
    – S d Tischlers Gustav Prang, totgeb
    – Witwe Alice Trauthan geb Schultz fast 56 J
    – Witwe Hedwig Ehlert geb Christoph 88 J 5 M
    – Ehefrau Maria Groetsch geb Kluck 24 J 2 M
    – S d Obermelkers Janatz Piotrowski totgeb
    – Buchhalterin Luise Wolff fast 58 J
    – Buraeuangestellter William Koch 41 J 6 M
    – Reg-Landmesser i R Ernst Senff 71 J 11 M
    – S d Arztes Dr Walter Sager totgeb
    – Unehelich 1 S, 6 W, 2 T totgeb

    013-1929 13.01.1929

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    Statt besonderer Anzeige

    Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, nach kurzer Erkrankung am 5. Januar meinen inniggeliebten Mann, unsern lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel, den
    Pfarrer
    Julius Konrad Eccius
    im Alter von 60 Jahren in die Ewigkeit abzurufen.
    Dieses zeigen in tiefer Trauer an
    Margarete Eccius geb Gutbier
    Werner Eccius, Kaufmann
    Elfriede Eccius, geb Frahsunke
    als Kinder
    Eleonore Eccius als Enkelin
    Offenbarung 22, Vers 3 – 5
    Die Beerdigung findet am Montag, den 14. Januar, von der alten evgl Kirche in Olva aus statt.
    Gonszno Danzig Görlitz

    Familiennachrichten

    Geboren: Ein Sohn den Eheleuten Rudolf Weiler und Frau Irene geb Franz in Danzig-Oliva
    Vermählte: Otto Leuthold und Frau Hildegard geb Schumann in Danzig-Langfuhr

    Standesamt – Todesfälle vom 11. Januar 1929

    Kaufmann Georg Kozin 54 J 10 M
    – Witwe Maria Hackbardt geb Krüger 71 J 8 M
    – S d Versicherungsdirektors Hermann Lamm 4 J 8 M
    – Ehefrau Henriette Kielmann geb Weber 79 J 1 M
    – Witwe Auguste Kochanowsky geb Zielke 76 J 3 M
    – Arbeiter Bruno Rofski 15 J 10 M
    – S d Arbeiters Paul Schwichtenberg 1 J 10 M
    – S d Hafenarbeiters Walter Pacholski 4 J
    – Schneider Johann Placzek 75 J 1 M
    – T d Arbeiters Valerian Stentzel 1 J 1 M
    – Arbeiter Rudolf Knorrbein 64 J 2 M
    – Witwe Susanna Lehmann geb Theus 75 J 6 M

    Aus der Geschäftswelt

    „Der Lachs“, die älteste Likörfabrik Danzigs, welche im vergangenen Jahr auf ein 330jähriges Bestehen zurückblicken konnte, begeht am Dienstag wieder einen denkwürdigen Tag. Am 15. Januar sind 200 Jahre vergangen, daß Dirck Hekker die Tochter des verstorbenen Isaac Wed-Ling heiratete und heißt die Firma seit diesem Tage Isaac Wed-Ling Wwe & Eidam (d h Schwiegersohn) Dirck Hekker, Branntwein-Liqueur-Fabrik.
    Wir wünschen der Firma, welche durch ihre unerreichten Likörspezialitäten Weltruf erlangt hat, weitere Erfolge für die kommenden Jahrhunderte.
    Herzliche Grüße von Karin!
    Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

  5. #5
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    Standard AW: Namen in der Danziger Zeitung, Organ für Handel... 1.1929

    014-14.01.1929

    Anzeige

    Am Sonnabend, nachmittags 4 ½ Uhr, entschlief in Culm, an den Folgen einer Grippe unser innig geliebter ältester Sohn und Bruder
    Heinz Gelhar
    im blühenden Alter von 23 Jahren.
    Moritz Gelhar und Frau Dorothea geb Gelhar
    Fritz Gelhar
    Die Beerdigung findet am Dienstag 2 ½ Uhr in Danzig, Stolzenberg, statt. Wir bitten von Beileidsbesuchen dankend abzusehen.

    015-1929 15.01.1929

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 12. Januar

    Witwe Rosalie Märcker geb Fuge 82 J 8 M
    – Landwirt Franz Paetzel 66 J 4 M
    – Witwe Berta Koliewer geb Kahl 70 J 9 M
    – Lehrer i R Vincentius Goerke 61 J 10 M
    – Ehefrau Olga Müller geb Radtke 39 J 9 M
    – Pensionsinhaberin Margarete Zeitz 60 J 10 M
    – Schüler Günter Lauter 9 J 9 M
    – Straßenbahnwagenführer August Derda 49 J 4 M
    – Näherin Wilhelmine Waschkuhn 35 J 2 M
    – S d Arbeiters Albert Rathenow totgeb
    – Kaufmann Adam Pranschke 41 J 6 M

    016-1929 16.01.1929

    Das Verbrechen in der Mausegasse
    Der Täter wegen Totschlags zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt.
    Am Spätabend des 31. Oktober wurde in der Mausegasse der 61 Jahre alte Lackierermeister der Danziger Straßenbahn-A G, Franz Döbler, unweit seiner Wohnung von dem 26 Jahre alten Schiffbauhelfer Max Friesen aus Langfuhr durch einen Dolchstich in die Lunge tödlich verwundet. Der Verletzte starb kurze Zeit danach. Diese, großes Aufsehen erregende Bluttat, fand gestern durch das Schwurgericht seine Sühne (gekürzt)

    Anzeigen

    Wir erfüllen die traurige Pflicht, den Heimgang unseres hochverehrten Aufsichtsratsvorsitzenden, des
    Herrn Bankier
    Alfred Jarislowsky
    anzuzeigen.
    In selbstloser Weise hat Herr Jarislowsky seine hervorragenden kaufmännischen Fähigkeiten in den Dienst unserer Firma gestellt. Wir verlieren in ihm eine Persönlichkeit, die uns unvergeßlich und unersetzlich ist.
    Aufsichtsrat und Vorstand der Danziger Commerz- und Depositenbank A G

    Heute morgen verschied nach kurzer Krankheit der Inhaber unserer Firma im jungen Alter von 31 Jahren
    Herr Bankier
    Alfred Jarislowsky.
    Wir verlieren in ihm einen Chef, zu dessen genialen Fähigkeiten und hohem Menschentum wir mit Bewunderung und Stolz emporsahen.
    Danzig, den 15. Januar 1929
    Die Prokuristen der Firma Jarislowsky & Co, Filiale Danzig

    Heute verstarb plötzlich und unerwartet unser verehrter Chef
    Herr Bankier
    Alfred Jarislowsky
    Wir bedauern den Tod des uns stets gütigen und wohlwollenden Vorgesetzten auf das tiefste und werden seinem Andenken Ehrfurcht und Treue bewahren.
    Danzig, den 15. Januar 1929
    Die Angestellten der Firma Jarislowsky & Co, Filiale Danzig

    Unerwartet starb heute der Vorsitzende unseres AufsichtsratsvorsitzeHerr Bankier
    Alfred Jarislowsky
    Berlin
    In der kurzen Zeit, in der Herr Jariwslowsky dem Aufsichtsrat unserer Gesellschaft angehörte, hatten wir Gelegenheit, sein außergewöhnliches Können und sein hervorragendes Organisationstalent kennenzulernen. Trotz seines ausgedehnten Wirkungskreises hat Herr Jarislowsky unserm Unternehmen das größte Interesse bewiesen. Sei klarer Blick, der alle Wirtschaftsvorgänge richtig und prägnant erfaßte, machte uns seine Ratschläge wertvoll und unersetzlich.
    Danzig, den 15. Januar 1929
    Aufsichtsrat und Vorstand der Wieler & Hardtmann Aktiengesellschaft.

    Am Sonnabend, den 12 Januar verschied nach kurzem, schwerem Leiden als Vorstandsmitglied unserer Gesellschaft, Herr
    Max Neumann
    Berlin-Wilmersdorf
    Sein unermüdlicher Fleiß diente jedem von uns als Vorbild treuer Pflichterfüllung, sein stets gütiges Wesen erwarb ihm unser aller Verehrung.
    Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten.
    Danzig und Nakel, den 15. Januar 1929
    Die Angestellten der Fa Aktiengesellschaft für Polnischen Holzexport I Liqu

    Nachruf.
    Am 12. d Mts verschied nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Freund und Sozius Herr
    Max Neumann
    Berlin-Wilmersdorf
    Ich war mit ihm seit Jahrzehnten in treuer Freundschaft verbunden und betrauere seinen unerwarteten Heimgang schwer.
    Das Andenken an diesen treuen Freund wird in mir nie verlöschen.
    Danzig, den 14. Januar 1929
    Arthur Baerwald

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 14. Januar

    Invalide August Büchau 72 J 9 M
    – S d Bautechnikers Alfred Kurzholz 1 J 3 M
    – Schneidermeister Rudolf Ewald 66 J 11 M
    – Witwe Emilie Sadlowski geb Hinkelmann 72 J 10 M
    – S d Schmieds Hermann Kernspecht 3 W
    – T d Malers Kurt Kleist ½ Std
    – T d Oberwachtmeisters der Schutzpolizei Felix Masiak totgeb
    – Witwe Bertha Sperling geb Schröder verwitwete Dombrowski 71 J 9 M
    – Schmied Willy Katschinski 33 J 11 M
    – Invalide Otto Krause 78 J 1 M
    – Rentier Emil von Lniski 67 J 7 M
    – Schmiedemeister Johann Radski 71 J 4 M
    – S d Arbeiters Eduard Pätsch 8 M
    – Invalide Alexander Vogel 66 J 2 M
    – Ehefrau Selma Raepke geb Stiemer 37 J 4 M
    – Witwe Martha Wolff geb Krause 74 J 9 M
    – Witwe Auguste Buchholz geb Böhnke verwitwete Kiepke 77 J 2 M
    – S d Wächters Karl Gotaut 7 J 9 M
    – Sattler Rudolf Rehse 34 J 7 M
    – Invalide Friedrich Mittendorf 67 J 10 M
    – Witwe Anna Christoff geb Kellmer 55 J 5 M
    – Witwe Johanna Schichelbein geb Gipp 82 J 6 M
    – Witwe Antonie Giebel geb Bernds 83 J 11 M
    – unehelich 1 T 8 W und 1 S 3 M

    017-1929 17.01.1929

    Der Mädchenmord in Neufahrwasser
    Auf einem Hof in Neufahrwasser wurde in der Nacht vom 23. auf den 24. August die Arbeiterin Gertrud Patschull aus der Baumgartschen Gasse tot aufgefunden. Der Tod war gewaltsam durch Erdrosselung mit einem sogenannten Selbstbinder herbeigeführt. Außerdem befanden sich am Kopfe bis zu 10 Zentimeter große, starke Druckstellen, die entweder von Schlägen oder von einem Fall herrührten. Auf Grund der Nachforschungen gelang es als den Besitzer des Selbstbinders den schwedischen Schiffsheizer Nils Halmar Nilsson aus Lund in Schweden von dem dänischen Dampfer „Frieda“ festzustellen, der am 28. August in den Hafen von Neufahrwasser eingelaufen war. (gekürzt)

    Beim Brückenbau verunglückt
    Der 44 Jahre alte Schlosser Hermann Wegener, Lawendelgasse Nr 2, war im Auftrage der Danziger Werft beim Brückenbau im Hafen Weichselmünde beschäftigt. Durch eine federnde Strahltrosse erhielt W bei seiner Arbeit einen derartigen Schlag, daß er von der Brücke längs dem Geländer herunterrutschte. Bei dem Sturz trug W eine Quetschung der Wirbelsäule davon, die seine Überführung in das Krankenhaus notwendig machte.

    Familiennachrichten

    Geboren: eine Tochter den Eheleuten Schmiedemeister Paul Fenske und Frau Erika geb Witzki in Zoppot
    Vermählte: Hermann Renk und Frau Auguste verwitwete Deckert geb Rehbein in Danzig

    Todesfälle vom 15. Januar

    Kleinrentner Gottfried Zerwer 79 J 10 M
    – S d Arbeiters Jacob Munski 1 Std
    – Diakonisse Pauline Rielau 69 J 1 M
    – Ehefrau Bertha Pohl geb Alex 75 J 9 M
    – Ehefrau Lotte Kukelski geb Kloß 24 J 10 M
    – Witwe Rosalie Gurczynski geb Schibowski 71 J 5 M
    – Prakt. Arzt Dr med Friedrich Moeller 39 J 1 M
    – Witwe Ida Ast geb Pfeiffer fast 79 J
    – Invalide Eduard Goldschmidt 83 J 10 M
    Herzliche Grüße von Karin!
    Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

  6. #6
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    Standard AW: Namen in der Danziger Zeitung, Organ für Handel... 1.1929

    018-1929 18.01.1929

    Am 15. d Mts verschied nach kurzem schwerem Leiden
    Herr Dr med Fritz Moeller
    im 40. Lebensjahre.
    Die Ärzteschaft betrauert in dem so früh Dahingegangenen einen liebenswürdigen, stets hilfsbereiten Kollegen. Ehre seinem Andenken.
    Die Berufsvereinigung der Ärzte der Freien Stadt Danzig E V

    Familiennachrichten

    Geboren: ein Sohn den Eheleuten Paul Wende und Frau in Danzig-Stadtgebiet
    ein Sohn den Eheleuten L Sellke und Frau Martha geb Knaak in Langfuhr
    eine Tochter den Eheleuten Paul Fenske und Frau Erika geb Witzki in Zoppot

    Todesfälle vom 16: Januar

    Werkmeister Heinrich Kupfer 62 J 2 M
    – Invalide Gustav Kohnke 74 J 2 M
    – Kleinrentnerin Johanna Plaschke geb Frost 69 J 3 M
    – Witwe Auguste Melchior geb Müller 81 J 4 M
    – unehelich 1 S 1 J 2 M

    Danzig-Langfuhr

    Lageristin Frieda Rutenberg 30 J 6 M
    – Ehefrau Gertrud Zoels geb Jetke 21 J 5 M
    – T d Oberwachtmeisters der Schutzpolizei Rudolf Küster 10 Std
    – s d Oberwachtmeisters der Schutzpolizei Rudolf Küster 17 Std
    – Witwe Anna Hassenstein geb Haß 55 J 8 M
    – Ehefrau Charlotte Feber geb Klatt fast 54 J
    – Student der Philologie Werner Bischof 19 J 2 M
    – Witwe Maria Thörner geb Rogalewski 73 J
    – unehelich 1 S totgeb

    019-1929 19.01.1929

    Im Hafen verunglückt
    Der Danziger Hafen ist in der Nacht zum Freitag der Schauplatz eines schweren Unglücksfalles gewesen. Auf einem Dampfer war der 28 Jahre alte Hafenarbeiter Georg Rienas, wohnhaft Neufahrwasser, Weichselstraße 3, mit Ausladearbeiten beschäftigt. Rienas befand sich auf Deck, als einer der Lademaste infolge des herrschenden starken Sturmes umstürzte und R in den Rücken traf. Mit einer schweren Rückenquetschung wurde der Verunglückte in das Städtische Krankenhaus geschafft.

    Familiennachrichten

    Verlobte: Eva Oertell und Alfred Bartsch in Danzig-Langfuhr

    Todesfälle vom 17. Januar

    Invalidin Justina Karp geb Kolberg fast 82 J
    – Geschäftsführer i R Max Mertz 77 J 1 M
    – Arbeiter Otto Groth 36 J 2 M
    – T d Schlossers August Borchert 3 J 6 M
    – Kontoristin Marie Broß 27 J 2 M
    – Kleinrentnerin Emilie Scherret geb Zindel 71 J 3 M

    Zwangsversteigerung

    Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft
    Grundbuch von Langfuhr, Blatt 320, eingetragene Eigentümer:
    1 Witwe Irene Saß geb Kaufmann, jetzt verehelichte Frau Dr Haffner in Bad Nauenahr
    2 Kaufmann Richard Saß in Wangerow bei Köslin
    3 Frau Korvettenkapitän Herta von Hartmann geb Saß in Zoppot, Carlikauer Straße 10
    4 die verstorbene Frau Korvettenkapitän Gertrud Dröscher geb Saß in Danzig-Langfuhr, Kastanienweg Nr 8
    5 Kaufmann Helmut Saß in Danzig-Langfuhr, Kastanienweg 70
    Grundstück Langfuhr, Kastanienweg Nr 8

    020-1929 20.01.1929

    Familiennachrichten

    Geboren: ein Sohn den Eheleuten Paul Sarnowski und Frau Friedel geb Gustke in Oliva
    Vermählte: Dr med Willi Bungert und Frau Eva geb Radau in Danzig-Langfuhr

    Todesfälle vom 18. Januar

    Hafenarbeiter Johannes Schröder 23 J 10 M
    – Invalide Wilhelm Grtgoleit 76 J 10 M
    – Gelbgießermeister Albert Kretschmar 71 J 10 M
    – Invalidin Rosalie Ganser geb Ossowski 73 J ? M
    – Bauunternehmer August Kunath fast 68 J
    – Invalide Karl Neuwald 85 J 8 M
    – S d Invaliden Paul Winter 2 J
    – Ehefrau Marie Mielke geb Frether 71 J
    – Invalide Rudolf Sasatzki 59 J 8 M
    – S d Kaufmanns Bruno Nagel 5 M

    Danzig-Langfuhr

    Kontoristin Ursula Kalis 22 J 9 M
    – Witwe Mathilde Lisch geb Hensel 82 J 1 M
    – T d Arbeiters Friedrich Topolski totgeb
    – Invalide August Bertram 73 J 2 M
    – S d Elektromechanikers Friedrich Gering totgeb
    – T Margarete des Arbeiters Emil Bartsch 11 M
    – Eisenbahndirektor Venceslaus Przybulski 56 J 5 M
    – S d Schmieds Friedrich Gnaß totgeb
    – Witwe Elisabeth Czayka geb Graf 63 J 10 M
    – Schuhmachermeister Ludwig Schmeling 71 J

    Schwere Bluttat in Ohra
    Am Freitag abend hat sich in Ohra eine furchtbare Bluttat abgespielt, über die von der Polizei folgende Schilderung vorliegt:
    Gegen 9 Uhr abends erschien auf der Unterwache Ohra die geschiedene Frau Gertrud Bach und gab an, daß der Dachdecker Ernst Buchholz in ihrer Wohnung, Lindenstraße 7, wo Buchholz ein Zimmer gemietet hatte, von ihrem geschiedenen Ehemann, Valentin Bach, mit einem Messer schwer verletzt worden sei. Der Beamte ging sofort hin und fand Buchholz in schwerverletztem Zustande vor. Er hatte einen Stich in den Unterleib und mehrere Stiche im Rücken erhalten. Die Verletzungen waren derart schwerer Natur, daß B sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Aus der Wunde am Unterleib traten bereits die Eingeweide hervor.
    Bach kam zu der genannten Zeit, gegen 9 Uhr abends, an die Wohnungstür des Buchholz und bat um Einlaß. Als im Buchholz die Tür öffnete, stürzte sich Bach sofort auf ihn und verletzte ihn in der vorstehend geschilderten Weise mit seinem Taschenmesser, wobei er die Worte gebrauchte: „!Nun habe ich dich, du Hund, nun bist du erledigt, nun habe ich meine Sache vollbracht.“ Nach diesen Worten und der Tat verließ er dann die Wohnung. Die Tat soll aus Rache begangen worden sein. Der Täter hat sich selbst der Polizei gestellt.

    022-1929 22.01.1929

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 19 Januar

    Arbeiterin Alma Metschies 26 J 9 M
    – Invalide Johann Burchardt 76 J 11 M
    – Hofmeister Ferdinand Ax 61 J 3 M
    – Laura Mackensen, ledig, ohne Beruf 62 J 5 M
    – Invalidin Maria Sabietzki geb Daehnke 88 J 1 M
    – Invalide Paul Scherwinski 47 J 5 M

    Danzig-Neufahrwasser

    S d Kaufmannes Erich Möller 4 M 13 Tg
    – Ehefrau Hulda Neumann, geb Lietz 66 J 6 M
    – T d Arbeiters Hugo Makowski 25 Tg
    – T d Kutschers Johann Waikowski 21 Tg
    – S d Heizers Leo Scholla totgeb

    023-1929 23.01.1929

    Zwei Schwurgerichtsverhandlungen

    Ein Landwirt steckt seine Scheune an.
    Unter der Auflage der vorsätzlichen Brandstiftung hatte sich gestern der frühere Gemeindevorsteher und Gutsbesitzer Herrmann Regier aus Rosenort vor dem Schwurgericht zu verantworten. Der Angeklagte gab weinend zu, daß er, um sich durch die Versicherungssumme aus wirtschaftlicher Not zu retten, am frühen Morgen des 16. September die scheuen seines Grundstückes angezündet hat. In zweiter Linie sollte die Brandstiftung dazu dienen, die Akten des Gemeindeamtes zu vernichten, aus welchen ersichtlich war, daß sich R, um Schulden zu bezahlen, Unterschlagungen von Gemeindegeldern, wie auch von Versicherungsgeldern (er war Vertrauensmann der Tiegenhöfer Feuersozietät) hatte zuschulden kommen lassen.
    Der jetzt 56 Jahre alte Angeklagte besaß eine etwa 52 kulm. Morgen umfassende Landwirtschaft. Bei der Neuwahl am 15. Dezember 1928 wurde Regier nicht wieder zum Gemeindevorsteher gewählt. Er hat an diesem Tage ein Licht gekauft, das er am nächsten Morgen in der Scheune anzündete und so hinstellte, daß das dort untergebrachte Stroh in Brand geraten mußte. Wenige Tage vorher hatte der Angeklagte sein Grundstück verkauft, sich aber das Zimmer, in dem sich das Gemeindeamt mit den Gemeindeakten befand, vorläufig zu seiner Benutzung vorbehalten. Er glaubte sicher, daß das Feuer auch das Wohnhaus und die Akten darinnen mit vernichten würde. Am 1. Januar sollte er die Akten seinem Nachfolger übergeben. Es brannten zwar Scheune und Stall nieder, auch das Wohnhaus fing bereits zu brennen an, konnte aber gerettet werden. So kamen die Motive zur Brandstiftung zutage.
    Der Staatsanwalt beantragte eine Strafe von drei Jahren Zuchthaus und Ehrverlust auf gleiche Dauer. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten der vorsätzlichen Brandstiftung in Verbindung mit versuchtem Versicherungsbetrug schuldig und verurteilte ihn zu einem Jahr und neun Monaten Zuchthaus. Der Angeklagte gab die Erklärung ab, daß er die Strafe annähme.

    Er erstach ihn
    Bei der zweiten Verhandlung hatte sich gestern der 55 Jahre alte Eigentümer Julius Richert aus Marschau wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu verantworten. Der Angeklagte erfreut sich eines guten Rufes und ist noch unbestraft. Von seinen fünfzehn Kindern sind noch fünf am Leben. Er wurde beschuldigt, am 28. Juli den Eigentümer Barra nach einem Streit durch mehrere Stiche in den Rücken, von welchem einer die Lunge verletzte, getötet zu haben. Barra wird allgemein als ein sehr zänkischer Mensch geschildert, der sich ein besonderes Vergnügen daraus machte, beim gemeinschaftlichen Abfahren von Holz aus dem Walde andere Fuhrwerke anzufahren, und sich dann freute, wenn die anderen Schaden erlitten. Er hat oft Streit gehabt und war wegen Körperverletzung auch einige Male bestraft.
    An jenem Tage fuhren beide wieder Holz aus dem Walde ab. In einem Gasthaus unterwegs wurde ziemlich erheblich gezecht. Als sie dann weiter fuhren, scheint der Alkohol wieder die schlechten Eigenschaften des B erweckt zu haben, denn als sie sich in Marschauerberg befanden, fuhr B mutwillig mit dem linken Vorderrad in das rechte Hinterrad des vor ihm fahrenden Angeklagten; darüber kam es zu einem Streit und Barra packte den Angeklagten mehrere Male an der Brust. Über den genauen Verlauf des Streites gingen die Aussagen der Zeugen sehr auseinander. Der Angeklagte behauptete, daß ers sich dem händelsüchtigen B gegenüber in Notwehr befand, als er sein Taschenmesser zog und es ihm in den Rücken stieß. Demgegenüber haben zeugen gesehen, daß der Angeklagte nach dem Streit zunächst zu seinem Fuhrwerk zurückging, dann aber noch einmal umkehrte und mit dem Messer auf Barra einstach.
    Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte unter Bewilligung mildernder Umstände zwei Jahre Gefängnis für den Angeklagten, der sich nicht in Notwehr oder Putativnotwehr befunden habe. Der Gerichtshof erkannte auf ein Jahr und sechs Monate Gefängnis.

    Schweres Unglück im Kaiserhafen
    Zwei Arbeiter lebensgefährlich verletzt
    Bei der Reparatur eines Kohlengreifers im Kaiserhafen ereignete sich gestern, nachmittags 2 Uhr, ein schweres Unglück. Der Vorarbeiter Adolf Labudda, Troyl 4 b, der Schmied August Richard, Christinenhof 6, und der Kranführer Bruno Schröder, Schidlitz, Unterstraße 43, hatten den Greifer auseinandergenommen. Gerade als sie mit dieser Arbeit fertig waren, kippte die eine Hälfte des Greifers um, anscheinend infolge der Glätte der Rampe, und zwar so, daß alle drei unter den Greifer zu liegen kamen. Labudda erlitt einen Unterschenkelbruch und eine schwere Rückenquetschung, Richard schwere Brust- und Rückenquetschungen, während der Kranführer Bruno Schröder mit leichten Prellungen davonkam und nach Anlegen eines Notverbandes aus der ärztlichen Behandlung entlassen werden konnte. Die beiden Schwerverletzten fanden Aufnahme im Städtischen Krankenhaus.

    Vom Güterwagen gestürzt
    Der Hafenarbeiter Leo Schreiber aus Brösen, Augustastraße 21, kam auf der Westerplatte zu Schaden. Sch war an einem Waggon mit Schrottladen beschäftigt. Plötzlich glitt er von dem Wagen herab und stürzte zu Boden. Er hat anscheinend innere Verletzungen erlitten und mußte in das Städtische Krankenhaus eingeliefert werden.

    Wahl des Bureaus der Neuteicher Stadtverordnetenversammlung
    In der Stadtverordnetensitzung wurde das Bureau der Versammlung wie folgt gewählt:
    Vorsteher Bankier Dr. Ruhm
    Stellvertreter Geschäftsführer Wiehler
    Schriftführer Apotheker Stuhrmann
    Stellvertreter Maurer Ziemathis
    Sämtliche Wahlen erfolgten einstimmig. Es wurden ferner die Mitglieder der Kommissionene und Deputationen in üblicher Weise gewählt.

    Familiennachrichten

    Geboren: ein Sohn den Eheleuten Prof Dr R Creutzburg und Frau Dora geb Gerland in Danzig-Oliva

    Todesfälle vom 21 Januar

    Nähterin Marie Lemke, ledig, 80 J 1 M
    – Witwe Wilhelmine Komritz geb Stoll 78 J
    – Regierungsobersekretär i R Eduard Rubach 65 J 5 M
    – Franziska Miaskowski, ohne Beruf, 14 J 11 M
    – Spediteur Georg Zobel, fast 62 J
    – Fischer Daniel Tetzmer 71 J 2 M
    – Dachdecker Ernst Buchholz 38 J 2 M
    – Ehefrau Hedwig Fahl geb Jantz 61 J
    – Kellner Alfred Seidel 22 J 4 M
    – S d Friseurs Erich Hannemann 4 J
    – Witwe Emma Melzer geb König 81 J 4 M
    – Werkhelfer Emil Drews 56 J
    – T d Eisenbahn-Lokomotivführers Stanislaus Konieczka 5 J
    – Kontrolleur Franz Sedowski 37 J 7 M
    Herzliche Grüße von Karin!
    Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

  7. #7
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    Standard AW: Namen in der Danziger Zeitung, Organ für Handel... 1.1929

    024-1929 24.01.1929

    Schwurgericht
    Der Arbeiter Albert Hinz wurde wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todeserfolg zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis verurteilt.
    Der Landarbeiter August Elbing aus Kowall wurde vom Vorwurf der versuchten Notzucht freigesprochen (Zusammenfassung)

    Unglücksfall auf dem Holm
    Gestern abend stürzte der Arbeiter Julius Serocka, Schüsseldamm 36 beim Verladen eines Schiffes in den Schiffsraum. Er trug innere Verletzungen davon.

    Vom Gerüst gestürzt.
    Der 27 Jahre alte Bohrer Paul Brose, der auf der Danziger Werft im Dock II beschäftigt war, stürzte von einem Gerüst. Er erlitt einen schweren Schädelbruch, außerdem noch einige Kopfverletzungen. B mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden.

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    Am 22 Januar d Js ist der Werkmeister

    Herr Adolf Labudda
    an den Folgen eines Unglücksfalles verschieden.
    Wir verlieren in dem Entschlafenen einen langjährigen, treuergebenen Mitarbeiter, der mit nie ermüdender Schaffenskraft und vorbildlicher Pflichterfüllung stets seiner Arbeit nachgegangen ist.
    Sein Andenken werden wir in Ehren halten
    „Alldag“ A G
    Direktioin

    Durch Unglücksfall verstarb unser Mitarbeiter, der Werkführer der technischen Abteilung
    Herr Adolf Labudda.
    Seine biedere Art, sein unermüdlicher Fleiß und die Lauterkeit seines Wesens sichern ihm ein dauerndes Andenken.
    Die Angestellten der „Alldag“ A G

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 22. Januar

    Kleinrentner Oskar Jäkel 66 J 4 M
    – Witwe Anna Kuhn geb Richter 79 J 1 M
    – Ehefrau Maria Grunwald geb Czischke 61 J 6 M
    – Witwe Auguste Hebel geb Pranschke 81 J 3 M
    – Witwe Magdalena Lewandowski geb Laschewski 89 J
    – Ehefrau Veronika Novien geb Knitter 60 J 6 M
    – S d Fuhrhalters Anastasius Koerner 7 W
    – Kleinrentner Hermann Wiebe 53 J
    – Schülerin Gerda Skiba 11 J 9 M

    025-1929 25.01.1929

    Im Hausflur verstorben.
    In dem Hause Pfefferstadt 55 wurde Mittwoch um 7.30 Uhr abends eine männliche Person ohnmächtig. Der hinzugerufene Schupobeamte stellte fest, daß es sich um den 68 Jahre alten Kaufmann Nathan Fuchs, wohnhaft Vorstädtischer Graben 30, handelte. Da der Bewußtlose noch schwache Lebenszeichen von sich gab, wurde ein Arzt geholt, der aber den inzwischen durch Herzschlag erfolgten Tod feststellte. Fuchs hatte seine Wohnung um 8 Uhr morgens verlassen und befand sich anscheinend auf dem Nachhausewege. Die Leiche wurde ins Leichenschauhaus gebracht.

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 23. Januar

    Aufwärterin Anna Neander, ledig, 47 J 4 M
    – Friseurmeister Paul Schneider 63 J 9 M
    – Witwe Justine Lehmann geb Studinski 76 J 2 M
    – Ehefrau Berta Müller geb Schumacher 63 J 1 M

    026-1929 26.01.1929

    Familiennachrichten

    Todesfälle (oberer Teil fehlt)

    budda 40 J 6 M
    – Stütze Maria Pepke 46 J 8 M
    – Witwe Clara Lehmann geb Kawenhowen 66 J 6 M
    – Ehefrau Anna Doebel geb Stellmacher 36 J 8 M
    – Kaufmann Emil Lenz 69 J 11 M
    – Arbeiter Hermann Zegke 57 J 3 M
    – Kaufmann Hermann Bandurek 52 J 9 M
    – Ehefrau Konrada Radowski geb Sehnke 34 J 8 M
    – Witwe Helene Schulz geb Urheimer 64 J 5 M
    – Rechnungsrat Friedrich Hermann Kauffmann 69 J

    027-1929 27.01.1929

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    Statt besonderer Meldung
    In tiefer Trauer geben wir hiermit bekannt, daß unsere inniggeliebte, herzensgute Tochter, meine gute treue Schwester, Schwägerin, Tante und Nichte,
    die Gewerbe-Oberschullehrerin
    Dora Reschke
    in Schneidemühl, am 22. Januar, im Alter von 27 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben ist.
    Carl Reschke und Frau
    Lotte Matthael geb Reschke
    Erich Matthael
    Hannell Matthael
    Danzig, z Zt Schneidemühl, den 24 Januar 1929
    Der Tag der Beerdigung wird noch bekanntgegeben.

    Am Donnerstag, den 24. Januar d Js ist Herr Wohlf-Komm-Vorsteher
    Oskar Fornell
    gestorben
    Herr Fornell war 8 Jahre ehrenamtlich als Wohlfahrtskommissionsvorsteher tätig und hat in dieser Zeit der Stadt überaus wertvolle Dienste geleistet.
    Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten.
    Danzig, den 26. Januar 1929
    Städt. Wohlfahrtsamt.

    Der geschätzten Kundschaft zur gefl. Kenntnis, daß ich das von meinem Mann langjährig innegehabte Speditionsgeschäft in unveränderter Weise weiterführe. Es wird mein Bestreben sein, alle mir übergebenen Aufträge in jeder Weise prompt zu erledigen.
    Frau Maria Zobel
    Inh der Fa Georg Zobel
    Spedition und Möbeltransport
    Danzig-Langfuhr, Zobelweg Nr 3

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 25. Januar 1929

    Kaufmann Ruffen Fuks 68 J 9 M
    – Schlossergeselle Hermann Weigle 24 J 3 M
    – Invalide August Kraekel 46 J 7 M
    – Kellner Emil Olschewski 60 J 1 M
    – Kleinrentnerin Marie Fuhrmann, ledig 56 J 10 M
    – Witwe Amalie Degen geb Schott 80 J 6 M

    Standesamt Langfuhr

    T d Arbeiters Robert Schnakenberg totgeb
    – T d Syndikus Theodor Moors aus Remel 3 M
    – Ehefrau Therese Boehnke geb Broening 49 J
    – Ehefrau Angelika Hoppe geb Schröder 35 J 5 M
    – T d Musikers Bruno Simon totgeb
    – Witwe Martha Schuth geb Kostuch 57 J 10 M
    – Arbeiter Carl Reinhardt 53 J
    – Ehefrau Adelgunde Kasischke geb Hanfstengel verwitwete Haffke 78 J 4 M
    – T d Hilfsschaffners Artur Wohlert 1 J – S d Kranführers Paul Radtke 3 W
    – Witwe Hermine Münchberg geb Schmid 85 J 3 M
    – Buchhalterin Klara Jagodzynski 25 J 10 M
    – Rentier Oskar Fornell 66 J 3 M

    029-1929 29.01.1929

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 26. Januar

    Witwe Hortensia Grgbowski geb Zanter 65 J 2 M
    – Haustochter Martha Kukowski, ledig, 27 J 9 M
    – Invalide Karl Hugowski 75 J 11 M
    – Diplom-Landwirt Friedrich Beutelspacher 33 J 3 M
    – Verkäuferin Gertrud Barnikau 21 J 5 M
    – Rentier Joseph Ehlert 83 J 2 M
    – Ehefrau Amalie Harder geb Schwendt 44 J 11 M
    – Magistratsbotenmeister i R Ewald Braun 77 J 7 M
    – Witwe Bertha Neumann geb Törner 63 J 6 M

    Danzig-Neufahrwasser

    Tischler Ferdinand Albrecht 40 J 6 M
    – T d Arbeiters Karl Kuschel, 3 Std
    – Frieda Michaelis, ledig, 29 J 10 M

    030-1929 30.01.1929

    Gegen die Straßenbahn gequetscht
    In der Hauptstraße in Ohra, Ecke Ostbahn, kam es zu einem schweren Verkehrsunfall. Da die Straße hier sehr eng und durch die Schneefälle schlecht fahrbar ist, geriet ein Fuhrwerk ins Schleudern und drückte mit dem hinteren Teil des Wagens gegen die Straßenbahn. Die Mamsell Barbara Krause, Englischer Damm wohnhaft, war gerade im Aussteigen begriffen, als sie in diesem Augenblick von dem Fuhrwerk erfaßt und gegen die Straßenbahn gedrückt wurde. Der Arzt ordnete die Überführung der Verletzten ins Krankenhaus an, da eine Rückenquetschung festgestellt wurde. Weitere Personen sind nicht verletzt worden.

    Nicht identisch
    Der Handlungsgehilfe Otto Abramowski aus Danzig, Schmiedegasse 18, Sohn des Schneidermeisters Ernst Abramowski, ist mit dem verurteilten Kaufmann Otto Abramowski nicht identisch.

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 28. Januar

    Schneidermeister Friedrich Rautenberg 78 J 1 M
    – Witwe Elise Schultz geb Potrykus 87 J 2 M
    – S d Schneiders Ernst Hinz totgeb
    – Ehefrau Auguste Prinz geb Strahl 70 J 5 m
    – Witwe Karoline Saosnowski geb Reinke 79 J 8 M
    – Ehefrau Bertha Goertz geb Weidemann 52 J 2 M
    – Ehefrau Luise Hintz geb Wessalowski 82 J 1 M
    – Schüler Horst Dobrick 7 J 9 M
    – Maler Anton Mezykowski 58 J 7 M
    – S d Büroangestellten Erich Karkuth totgeb
    – S d Tapezierers Friedrich Mertins 12 W
    – Ehefrau Marianna Döttlaff geb Czarnetzki 62 J 1 M
    – Lehrer Anton Dawibuda 37 J 9 M

    031-1929 31.01.1929

    Beim Rodeln verunglückt
    Der 14 Jahre alte Schüler Erwin Hoffmann, Bastion Wolf 5 a, stieß beim Rodeln auf dem Bischofsberg mit einem anderen Schlitten so unglücklich zusammen, daß er zu Fall kam. Die Folge war ein Nasenbeinbruch und eine leichte Gehirnerschütterung.

    Jubiläum August Ehmers
    Am 3. Februar kann der Lehrer der Tanzkunst August Ehmer ein Jubiläum feiern: er ist an diesem Tage 40 Jahre als Tanzlehrer tätig. Der Jubilar ist bekanntlich Inhaber des Tanzlehrer-Instituts am Langenmarkt, und in seiner Person faßt sich eigentlich zugleich ein Bild der Entwicklung des gesellschaftlichen Tanzes und seiner Wandlungen in Danzig in diesen vier Jahrzehnten zusammen.

    Rektor i R Both +
    Ein hochverdienter alter Danziger Schulmann, der Rektor i R Theodor Both, der am 5. November seinen fünfundachtzigsten Geburtstag feiern konnte, ist in die Ewigkeit abgerufen worden. Die herzliche Verehrung der vielen, die ihm vor einem Vierteljahr dankbare Glückwünsche darbrachten, wandelt sich in dauerndes Gedenken. Mit Theodor Both ist ein charaktervoller deutscher Mann und ein warmherziger Pädagoge dahingegangen. Nur ein Jahrzehnt hat sich der liebenswürdige Greis dieser wohlverdienten Ruhe erfreuen können.

    Knöchelbruch durch Ausgleiten
    Frau Lucie Meyner, Sperlingsgasse 23, kam gestern nachmittags in der Breitgasse so unglücklich zu Fall, daß sie einen Knöchelbruch erlitt und in das Städtische Krankenhaus eingeliefert werden mußte.

    Scheunenbrand in Scherniau
    Am Dienstag brannte in Scherniau (Kreis Danziger Höhe) die Scheune des Besitzers Kuschel vollständig nieder. Mitverbrannt ist landwirtschaftliches Inventar und die gesamte Ernte. Die Ursache des Brandes ist noch nicht geklärt. Die polizeilichen Untersuchungen sind im Gange.

    Familiennachrichten

    Todesfälle vom 29. Januar

    Kleinrentner Albert Prohl 79 J 5 M
    – Witwe Marta Mielke geb Sarkowski 90 J 6 M
    – Konditorgehilfe Kurt Wottrich 23 J 6 M
    – T d Arbeiters Friedrich Marzahn 1 J 4 M
    – Invalide Oskar Lindenau 80 J 9 M
    – S d Eisenbahnarbeiters Friedrich Gellwitzki 5 J 6 M
    – Invalide Otto Pleitner fast 69 J
    – Schiffer Karl Lorentz 68 J 7 M
    Herzliche Grüße von Karin!
    Ich suche die Hochzeit von Schmied Johann Gustav Witschke und Maria Mathilde Magdalena Koschnick, ca 1890/1896 in?. Sohn Otto Witschke wurde am 3.10.1896 in Holm-Hinterthor geboren.

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