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Thema: Groß Walddorf

  1. #1
    unregestriert
    Gast

    Standard Groß Walddorf

    Hallo an alle,
    habe eben erst meine Aktivierungscode eingegeben und warte nun noch auf meine endgültige Freischaltung. Da ich aber jetzt schon Unterstützung bräuchte, wende ich mich an alle hier im Forum:
    Mein Vater ist 1937 in Danzig geboren und fährt nächste Woche nach gut 70 Jahren das erste mal in seine Heimatstadt. Er wohnte damals mit seinen Eltern und seinen 2 Geschwister in Groß Walddorf Kolonie Morgenröte Lehrer Gesellweg 24 (bei Gesellweg bin ich mir nicht sicher da es in altdeutsch geschrieben ist) Kann mir jemand sagen ob es dieses Gebiet noch gibt und wie es heute in polnisch heißt? Vielleicht gibt es ja auch welche die mit unserem Familiennamen etwas anfangen können oder mir sonst über diese Namen Auskunft geben können: der Familienname ist Maass beziehungsweise Krzywinski, seine Eltern haben sich vor 1937 umschreiben lassen, daher gibt es 2 Familiennamen. Seine Eltern haben vorher mit seinen 2 Geschwistern in der Langgasse gewohnt. Wo kann ich sonst noch etwas über diese Namen erfahren?? Aber erst wäre mir die Info über die Kolonie Morgenröte wichtig. Ich würde mich freuen wenn ich ganz viele Info bekommen würde und danke allen jetzt schon mal für die Unterstützung und verbleibe mit lieben Grüßen
    Da ich noch nicht vollständig freigeschaltet bin und ich mich noch nicht ganz in diesem Forum auskenne würde ich mich auch über Nachrichten oder auch wenn noch Fragen sind, über meine privaten e mail adresse freuen: taiga.bendorf@web.de

  2. #2
    Forum-Teilnehmer Avatar von Bartels
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    3.117

    Standard AW: Groß Walddorf

    Hallo,

    in diesem Thread geht es um die Morgenröte (korrekt: L.-Gsell-Weg):
    Hummelweg - Groß-Walddorf...
    Beste Grüsse
    Rudolf H. Böttcher

    Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
    Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
    Familie Zoll, Bohnsack;
    Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
    Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

    http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

  3. #3
    Forum-Teilnehmer Avatar von JuHo54
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    1.817

    Standard AW: Groß Walddorf

    Hallo ,
    Im Adressbuch 1937-1938 wohnt am Lehrer-Gsell -Weg 24 ein Alfred Krzywinski, Straßenbahnschaffner, dort wohnt er auch noch 1942 , allerdings als Alfred Maass.
    In der Liste der Volksdeutschen ( www.raportnowaka.pl) - Namensänderungen für Danzig unter
    Sign: 10/14/0/2570
    Familie Alfred Krzywinski in Maass 1938-1941, also erst nach 1937...

    Ferner finden sich dort:
    Familie Georg Krzywinski in Kraft 1939-1940
    Familie Horst Krzywinski in Kraft 1939-1940
    und
    Eduard Krzywinski in Kriewald 1940
    Liebe Grüße
    Jutta
    Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

    Artur Schopenhauer* 1788 Danzig

  4. #4
    Unregistriert
    Gast

    Standard Groß Walddorf

    Hallo,

    da ich leider immer noch nicht freigeschaltet bin, muss ich mich leider so an das Forum-Mitglied JuHo54 melden: vielen Dank erst mal an dich, für deine Informationen die Du mir hier mitgeteilt hast! Dies ist sehr interessant da es genau das ist was ich unteranderem suche. Leider ist der Link nur in polnisch, so konnte ich da nicht weiter suchen. Vielleicht kannst Du mir da noch weitere Infos geben wie ich noch weiter suchen kann, auch hier im Forum?
    Liebe Grüße
    Jutta (interessant gleicher Vorname)

    Ps. : Auch danke an das andere Forums-Mitglied (Bartels?) vielen Dank für deine Auskunft, leider habe ich bei deinem Hinweis noch nicht all zu viel gefunden. Vielleicht kann mir da ja noch jemand weiter helfen: Groß Walddorf Kolonie Morgenröte Lehrer Gsellweg 24

  5. #5
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    9.091

    Standard AW: Groß Walddorf

    Schönen guten Nachmittag,

    alle Teilnehmer die sich in den letzten Wochen erfolgreich registriert haben, sind auch freigeschaltet. Ohne Benutzername oder sonstige Angaben zur Registrierung kann ich nicht prüfen, ob und was da möglicherweise schief gelaufen ist.

    Viele Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -Admin des Danzig-Forums-
    -----
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)

  6. #6
    Forum-Teilnehmer
    Registriert seit
    21.06.2014
    Beiträge
    10

    Standard AW: Groß Walddorf

    Danke für die Feischaltung, bin mich hier noch am durchkämpfen daher habe ich das mit dem Anmelden wohl noch nicht regiestriert . Aber jetzt klappt es
    Schönes Wochenende aus dem Rheinland
    Jutta

  7. #7
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    59

    Standard AW: Groß Walddorf

    wer kennt die Familie Ristau aus Gr.Walddorf ,sie hatten 2 jungens in meinem alter und eine kleine Tochter. Würde mich freuen für einen Hinweis. Gruß Kurti,

  8. #8
    Forum-Teilnehmer
    Registriert seit
    24.08.2014
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    22547Hamburg, Franzosenkoppel 32
    Beiträge
    499

    Standard AW: Groß Walddorf

    Sehr geehrter Herr Jedrz----
    Ich bin wieder in Hamburg .
    In Danzig fotografierte ich die Häuser der Weidengasse und etliche Häuser in der Kolonie Sonnenland und Erdenglück. Außerdem besuchte ich Dwor Olszinski und machte dort Fotos, Der Pastor Biernacki stellte eine Seite mit einem Bericht und Fotos über meinen Besuch ins Internet ein ,unter: Dwor Olszynski Gerhard Jeske. Da öffnnet sich die Seite. Nun kommt der Text.
    Gerhard Jeske - Franzosenkoppel 32- 22547 – Hamburg
    Groß Walddorf war keine Lauben, oder anders benannt- Schrebergarten – Kolonie. Sondern eher ein Wohnsiedlung. Wegen des hohen Grundwassers durften nur Holzhäuser gebaut werden. Es gab einige imposante Häuser. Zum Beispiel das Haus von Paul Wolff . Es hatte eine zweite Etage, darauf war in Turm errichtet worden. Mindestens 4-5-Personen konnten dort oben in der Runde sitzen und über die Wipfel der Obstbäume bis zur Stadtgrenze zum Hühnerberg schauen.
    Uns, schräg gegenüber stand das Haus des Schneidermeister Willi Rhode, Der Sockel war so hoch gebaut, dass ein Mann gebückt den Raum durchschreiten konnte. Hier lagerte das Heu für die Kaninchen, das Gartengerät und es waren im Winter die Kaninchen dort untergebracht. Über eine Treppe gelangte man zur Wohnungstür.
    Die Kolonie Sonnenland hatte eine schriftliche Ordnung. Die Kolonie war mit einem hohen Maschendrahtzaun umgeben, der gleichzeitig die Gärten nach außen abschloss. Durch vier Gattertore konnten die Bewohner zu ihrem Haus gelangen. Am Ende des 1.Dahlienweges, 2. am Vergissmeinnicht Weg befanden sich zwei und an der Grenze zur Kolonie Erdenglück am Tulpenweg. Daneben führte ein Weg zur großen Spielwiese der Kolonie Erdenglück. Ab 20 Uhr wurden die Tore abgeschlossen. Als wir 1938 zum Dahlienweg 3 (Goldrutenweg.) in unser Haus einzogen, wurden die Tore nicht mehr abgesperrt. Die Nationalsozialisten wollten so ein ungehindertes betreten der Kolonie erreichen. Das Vereinshaus auf der Spielwiese verlor ebenso seine Bedeutung. Die Ortsgruppe der NS-Partei konzentrierte alle gemeinschaftlichen Aufgaben und überwachte sogar das Sommerfest auf der großen Spielwiese. Nach der Einführung der Lebensmittemarken ab 1940 und der Verdunklung wurde die Vereinstätigkeit eingeschränkt. Einmal noch erlebte ich einen Laternenumzug der Kinder. Und es war 1940 als es ein Laubenfest gab, bei der die SA- Kapelle ihre Märsche abspielte. Danach hatte ich kein Fest mehr mitgemacht.
    Nach dem Anschluss der Freien Stadt Danzig“ 1939 erhielten die Jugendlichen der Jahrgänge 1929 eine schriftliche Mitteilung von der HJ- Bann Dienststelle zu einem Treffen. Das Treffen fand auf einer Wiese statt, Wir mussten dort in dreier Reihen uns aufstellen. Dann wurde jeder aufgerufen und erhielt die Urkunde, dass er hiermit in die Hitlerjugend aufgenommen worden war. Die Eltern wurden davor nicht befragt. Unser Heim war im Dachgeschoß der Ortsgruppe in einer alten Villa an der Mottlau, nicht weit vom Tanzlokal Rote Bude entfernt, in Richtung Rote Brücke – Leegetor. Ein regelmäßiges Treffen des HJ Gruppe war nicht gewährleistet, weil die Fähnleinführer und Zugführer zum Arbeitsdienst und danach zur Wehrmacht eingezogen wurden.
    Es gab einen politischen Untergrund in Sonnenland. So waren in der NS-Partei einige Sozialdemokraten eingetreten. Die Kommunistische Partei hatte auch beschlossen, dass in jeder NS -Ortsgruppe ein Parteimitglied ihrer Partei vorhanden sein musste, um über die internen Machenschaften der Nazis informiert zu sein. Daraus ist zu erklären, dass in der Kolonie Sonnenland kein Ausländer,( Frau Lucht) Kommunist oder Zigeuner denunziert wurde. Ja, dass sich die Parteimitglieder schützend vor diese Leute gestellt hatten. Mit Namen sind mir bekannt: Frau Lucht als Ukrainerin und Herr Roß, als aktiver Kommunist im Untergrund. Ein Beispiel hierfür. Im Frühjahr 1944 wurde ich in der Barbarakirche konfirmiert. Das hatte zur Folge, dass in unserer Wohnung am Nachmittag und bis 24 Uhr eine Feier stattfand. Als es dunkelte erschien unser Nachbar Roß mit seiner Ballaleika und spielt zum Tanz auf. Er tat es bis Mitternacht mit einer Intensivität, dass ihm die Fingerspitzen bluteten. Warum dieser Eifer. Nun, zu unserem Haus kamen Leute, wenn einige Ankömmlinge nebenan in den Garten und somit ins Haus von Herrn Roß gingen fiel es nicht auf. Dies Leute gehörten zu KPD- Werftgruppe und hielten, während des Festes in unserem Haus dort ihr politisches Treffen ab.
    Herr Roß desertierte im März 1945 von der Werftarbeit. Er versteckte sich im Bunkersystem auf der großen Spielwiese. Als er sein Haus im Dahlienweg besuchen wollte explodierte beim Tulpenweg eine Granate und ein Splitter riss seine Halsschlagader auf, Er verblutete.
    Die Einkaufsmöglichkeit in den Kolonien waren gering. An der Ecke Morgenröte, vor der Hühnerbergbrücke stand ein Steinhaus, das bis heute erhalten ist. Es glich einer kleinen Villa. Dort befand sich ein kleiner Laden, der hauptsächlich Tabak und eine geringe Menge Lebensmittel anbot. Im Efeuweg (Buszczowa) war ein Kolonialwaren Geschäft und in der Kolonie Erdenglück ein Milch und Käse Laden. Kirchlich gehörte das Gebiet zur evangelischen Barbara Kirche auf Langgarten und die Katholischem mussten in der Kapelle des Marien - Krankenhauses, Weidengasse ihre Messe besuchen.
    Näheres zum Kriegsende beschreibe ich in meinem Buch „ Engel mit Trompete.

    Namen in Großwalddorf Kolonie Sonnenland. Dahlienweg - Jasminowa
    Karl Jeske Verw. Angestellter Herta, geb. Parschauer aus Steegen vier Söhne
    Kolonie Sonnenland, Dahlienweg 3

    Roß, Friedrich Elektrikmonteur Dahlienweg 2 vier Kinder
    Lucht (aus Russland) Schlosser, Verh. Mit einer Ukrainerin, Dahlienweg 6
    Hübner, Luise, Dahlienweg 23
    Waldau, Max Kaufmann. Dahlienweg 24
    Hennig, Reinhold, Postschaffner Dahlienweg 28
    Rhode, Willi verh. Eine Tochter Ingeburg (aus Ostpreußen)-Dahlienweg 24
    Vergissmeinnicht-Weg- Niezapominajek
    Döring, Ernst .verh. Kinderlos, Straßenbahnfahrer Vergissm. 1 (.Ecke Dahlienweg (Ostpreuße)
    Arndt, Eugen, Rentner Vergissm. 2
    Wruck, Willi, Schlosser verh. eine Tochter , Elfriede, Vergissm. 6
    Gennert, Hermann, Schiffsbauer, verh. Tochter Inge, Vergissm.8
    Hagen Willi, Eisenbahn Arbeiter, Sohn Lothar, (tot-März 1945) Vergissm. 11
    Burgaß, Heinrich, Gärtner, Vergissm.15
    Hansen Willi,Schlosser, verh. Erna Perleberg, Tochter Elinore vergissm.17
    Krause Johann, Telegrafen-Assistent. Vergissm.18
    Ruddigkeit, Schuhmacher Vergissm.19
    Wolff Paul,Fräser, Vergissm.37
    Ranspach, verh. Kinder Abteilungsleiter-Schoko-Fabrik Langfuhr Vergissm.38
    Spiewerk Paul, Invalide, 3 oder 4 Kinder- Vergissm. 39
    Kuhnke Wilhelm ein Sohn, Kriminal-Sekretär Vergissm.44 vor der kleien Spielwiese
    Kolonialwaren Buddigkeit, Emil. Bluszscowa Weg?

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