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Thema: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

  1. #1
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    Standard Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Gerhard Jeske 22547 Hamburg copyr.
    19. 11. 2014

    Advent beim Schuster,
    Danzig Poggenpfuhl 1941
    Der Tag verlor sein Licht, gegen halb vier dämmerte der Nachmittag ein. Die Straßenlaternen wurden wegen der Verdunklung nicht angeschaltet und die Schaufenster in der Langgasse boten, vor den schwarzen Vorhängen, einige Weihnachtsartikel an. Hinter der großen Glasscheibe bei der Firma Michel, Papier und Bürobedarf, erregte ein breites Kriegsbild eher Abscheu. Es zeigte einen konstruierten Granattrichter, aus dem ein Soldat, mit ausholendem Arm, eine Handgranate fortwarf, um den Feind zu töten. „Friede auf Erden“ Wo war der geblieben? Beim Kaufhaus Sternfeld drückte sich Gerd, unser Danziger Bowke, seine Nase an der Scheibe platt um die vorbeifahrenden Züge der großen Modelleisenbahn zu bestaunen.. Jemand schuppste ihn in den Rücken. „ Mach Platz, Dicker, wir wollen auch noch zugucken, bevor es duster wird“ Langsam aber sicher drückte ihn so ein Luntrus zur Seite. Na ja, er wollte sowieso nach Hause, bis zur Kolonie Sonnenland in Großwalddorf, auf der anderen Seite des Mottlau-Umfluters, musste er vierzig Minuten schnellen Schrittes gehen. Er raffte sich zusammen und peste los, Am Rathaus stoppte er und überlegte. ob er über die Mottlaubrücke gehen sollte und weiter über die Speicherinsel, bis zum Thornschenweg. Zwischen den Speicher zu laufen gruselte ihn, er bog nach rechts in die Matzkausche Gasse ein. Gleich um die Ecke war das Reparatur Geschäft für Schreibmaschinen. Die Continental Maschinen und andere Monster musterte er im Vorbeigehen. Aber in der Strasse Poggenfuhl, vor der Petri Kirche, wechselte er zur anderen Straßenseite rüber, er ging bis zum Haus des Bonbonkochers. Noch immer lagen hinter dem Schaufenster die grünen, roten oder gelben viereckigen Zucker- Klötze, so groß wie Glückswürfel, etliche waren aufgeschichtet zu Pyramiden. „ Die sind aus Glas“ hatte Lothar ihm erklärt“ Das konnte sein, schon wegen der Sonne, die würden bestimmt glitschig werden und zusammenfließen. „ Pflastersteine“ nannten sie die Lutscher.
    Unten, an der Ecke zum Thornschen Weg, sah er wie sich die Dunkelheit zwischen den Bäumen der Schokoladenfabrik Sarotti verdichtete. Schneereste schimmerten dazwischen, Wie ausgebreitete weiße Stofffetzen wurde dadurch der Kontrast, wie bei einer schwarz- weiß Graphik, verstärkt. . Noch wollte es nicht so richtig winterlich werden. Nach drei Tagen würde der Türmer den zweiten Adventsonntag einblasen. Schnell musterte er die grauen Fassaden der alten Häuser aus der Kaiserzeit. Der Monarch war Geschichte geworden, die Häuser waren geblieben und alle Mieter, große und kleine, verlebten weiter so ihren gewöhnlichen Alltag bis? Ja das sollte er bald merken, dass mancher von ihnen aufgescheucht wurde und sich fragte, warum dieses Unheil über ihn hereinbrach, das seine Anwesenheit hier beendete
    Er bog in den Thornschenweg ein und ging bis zur Aschbrücke, die überquerte den Mottlau-Kanal, der als Bassin den Güterbahnhof flankierte, so dass aus dem langen Schuppen die Waren in Frachtkähne verladen werden konnten. Am Ende des Bassins sah er im Dunst die Häuser vom Trumpfturm und am Ufer den Bootsschuppen. Die Ruderboote waren im Schuppen winterfest gelagert und warteten auf den nächsten Frühling. Vor dem Schuppen war er vor dem Bootsteg durchs Eis gebrochen. Diese kalte Wasser Dusche hätte ihm beinahe das Leben gekostet. zum Glück gelang es Heiner und Siegfried ihn schnell auf den Steg zu ziehen. Die doppelte Lungenentzündung dauerte danach viel länger, wie er sich jetzt erinnerte, waren es zwei Monate gewesen, den langen Winter über.
    Links sah er die Hopfengasse, die durchquerte die Speicherinsel. Einige Pferdefuhrwagen klapperten über das Kopfsteinpflaster. Bis zur Thornschen Brücke erwärmte er sich im Dauerlauf. Als er auf der Brücke stehen blieb, pustete er weißen Dunst aus dem Mund. Rechts an der Ecke des Thornschen Weges begann der Steindamm. Unten im Eckhaus sah er die Apotheke von –Knochenhauer-. Aber oben in der dritten Etage wohnte der Prokurist vom Pudding Oetker. Der Sohn war sein Jungscharführer, eingebildet und herrschsüchtig. Letzte Woche traf sich die HJ-Jungschar vor der Bastion Maidloch. Wie ein Kegel lag diese Festung vor der Steinschleuse. „ Stürmt die Festung“ brüllte der Jungscharführer. Die Pimpfe liefen, krochen und pusteten den Hang hoch. Oben bauten sie sich in Reih und Glied auf. Nur einer fehlte. Es war „Hotte“ der Bowke vom Hühnerberg. Der erschien von der anderen Seite, winkte mit der Hand und rief „ Kuckuck, Kuckuck schalt es überm Damm“ Fuchsteufelswild schrie der Jungscharführer ihn an. „ Das melde ich dem Bann. Verstanden?“ „ Ja“ brummelte Hotte vor sich hin. „ Was heißt hier „Ja“ das heißt „ Jawoll, kapiert“ „ Na, Jawoll, Herr Jungscharführer“ der Jungscharführer stutzte. „ Das Herr kannst Du dir sparen“ rief er erbost zurück. „Das meine ich auch“ sagte der Apothekersohn. Wütend geworden ließ er die Jungens stramm stehen, wartete eine Weile ab und beendete, den Dienst.
    Als er die Ecke Groddeckgasse erreichte, bimmelte die Straßenbahn der Linie fünf die Fahrt ab. Das Geläute klang wie Musik in seinen Ohren. Über die Kreuzung zum Hühnerberg sprang er in langen Sätzen hinweg, aber nicht des Verkehrs wegen. Mein Gommas wann war hier das letzte Auto hinübergefahren. Am Ende des Hühnerberges, der kein Berg war, sondern eine normale Straße, kunterbunt gemischt mit alten, kleinen Häusern und den Mietskasernen der Wilhelminischen Zeit, hörte die Stadt auf, es begann die alte Festungsanlage , die Bastion Aussprung. Der Weg führte zwischen zwei Festungskegeln hoch zum Damm und danach runter zur Holzbrücke über den Mottlau - Umfluter, dem Festungsgraben. Die hölzerne Brücke war ungefähr 30-40 Meter lang und so breit, dass nur zwei Personen nebeneinander gehen konnten. Radfahren war auf ihr verboten, solange wie kein Polizist in der Nähe war. Aber er hatte hier noch keinen Schien gesehen. Auf der anderen Seite peste er nach links zum Schilfgürtel, dann den Damm hinunter, ging den schmalen Weg durch das sumpfige Schilf und gelangte bis zur Kreuzung Groß und Klein Walddorf. Er bog links ab. Vor der Pforte zur Kolonie Sonnenland überholte er Elfi. Die Familie wohnte nur fünf Häuser von ihnen entfernt im Vergißmeinnichtweg. Elfi, eigentlich Elfriede mit Namen, drückte sich gegen seine rechte Seite. Er stupste sie mit dem Ellbogen ab. Sie ließ sich nicht fortdrängen.„ Ich friere“ sagte sie und steckte ihre linke Hand in seine Jackentasche. Dort bewegte sie flink ihre Finger. „ Hör doch auf damit“ schimpfte er. „ Das tut man so, Gerdchen, Du hast davon keine Ahnung“ meinte sie Elfi drückte die Gartenpforte zu ihrem Grundstück auf, lief einige Meter zum Haus hin, drehte sich um und zeigte ihm eine lange Nase. „Das hat man nun davon- dachte er. Zu Hause deckte seine Mutter gerade den ovalen Tisch im Wohnzimmer. Während des Abendmahls sagte sie beiläufig.“ Morgen musst Du die kaputten Schuhe zum Schuster bringen, der wohnt in der Straße Poggenpfuhl. Er nickte zustimmend. Damit war das Thema beendet.
    Gerd nahm die Schuhe im Tornister mit zur Schule: Ihre Schule in der Schleusengasse wurde ein Lazarett jetzt mussten die Schüler von der Niederstadt bis zur Lastadie latschen, aber das machte in diesem Fall keinen weiten Umweg aus, im Gegenteil, die Lastadie lag vor dem Poggenpfuhl. Neben der Schule stand die Petrikirche, der Pumpengang trennte die beiden Gebäude. Er war so breit, dass eben ein normales Fuhrgespann hindurch fahren konnte. Die Schüler hatten Schichtunterricht. Gegen zwei Uhr bimmelte die Klingel die letzte Stunde für seine Klasse ein. Um drei hopste er die Stufen hinunter, spurtete über den Pumpengang zum Poggenpfuhl und bremste erst das Tempo ab, als er kurz vor dem Thornschenweg angekommen war. Da verpustete er sich. Dann ging er über die Straße, suchte den Namen an einer Haustür aus, fand ihn aber erst im Flur des nächsten Hauses am Briefkasten. Zweite Etage links, da sollte er klopfen. Die Tür öffnete sich, ein zehjähriger Junge öffnete die Tür. Er trat ein und wünschte der Familie einen guten Abend. Im großen Zimmer, rechts in der Ecke, vor dem großen Fenster, saß der Schuster auf seinem Schemel und behämmerte eine Sohle auf einem Schuh, der auf einen Leisten aufgestülpt war. In der Mitte des Raumes stand der große Esstisch, an der linken Wand ein breites Bett, indem sicher zwei Kinder schlafen konnten. Nun merkte er, dass drei Kinder ihn neugierig beäugten. Den Zehnjährigen kannte er schon, neben ihm stand ein Knabe von neun Jahren und dann das achtjährige Mädchen, strohblond mit Sommersprossen auf den Wangen. Ein Wildfang. Nachdem er die zwei paar Schuhe überreicht hatte, wollte er gleich den Besuch beenden. Dazu kam er nicht. Plötzlich hörte er aus der linken Ecke, hinter sich, Musik. Da stand ungefähr 1,20 hoch, ein Grammophon. Und die Platte dudelte das Lied vom weißen Flieder ab. Das Mädchen zog Gerd mit ihrer kleinen festen Hand zum Leierkasten. Er fing an die Kurbel zu drehen, dabei tanzte das Mädchen, auffällig gewandt, um das Grammophon herum. Nun folgte ein Lied dem anderen, zum Beispiel:“ Veronika der Lenz ist da“ Dabei war es inzwischen Dezember geworden. Die Mutter hatte an dem Adventskranz ein Licht angezündet. Sofort änderte sich das Programm. Es ertönte ein Lied in einer fremden Sprache, dann verstand er etwas von einer himmlischen Königin. Und schließlich“ Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart.“
    Zweimal wollte er das Lied hören, wobei er sich wunderte, warum ein Ross aus einer Wurzel entsprungen sein sollte. Ein leiser Pfiff vom Schuster beendete die Vorstellung.„ Am Mittwoch kannst du die Schuhe abholen“ sagte er. Begeistert begleiteten ihn die Kinder bis zur Haustür, Das Mädchen rief ihm etwas nach, was er nicht verstand. Na, macht nichts. Schleunigst eilte er nach Hause.
    Am nächsten Mittwoch stieg er, wieder gegen fünfzehn Uhr die Treppe zum Schuster hoch. Das Mädchen zog ihn an der Hand in die Stube. Er riss sich los und ging zuerst zum Schuster, der holte die Schuhe unter dem Tisch hervor, nannte den Preis und nach dem Gerd sechs Reichsmark hingelegt hatte, wollte er noch etwas zurückgeben, „Das Stimmt so“ sagte er. Seine Mutter hatte ihn eingeschärft kein Kleingeld anzunehmen. Dann grabbelte er drei Äpfel aus der Tasche vor und wollte sie an die Kinder verteilen, aber die Mutter war schneller, Sie nahm die Äpfel an sich und meinte, dass die Äpfel zur dritten Adventsfeier am Nachmittag auf den Teller kommen. Gerdchen wurde herzlich eingeladen am Sonntag um sechzehn Uhr bei ihnen zu erscheinen.- Und dann hatte das Grammophon den Vortritt. Einige Schlager hörte er zweimal an. „Was macht der Maier am Himalaya;“ Das gefiel ihm besonders gut.
    . Der Abend stand grau vor dem Fenster. Die Verdunklungsvorhänge wurden zugezogen. Die Kinder begleiteten ihn bis an die Tür. Die Kleine fragte.“ Du kommst Sonntag, Ja? Er nickte ihnen zu und polterte die Treppe hinunter.
    Am Sonntag hatte er sich den weißen Pullover übergezogen und sogar die lange Hose, die mit der Bügelfalte. Das graue Jackett angezogen, die Joppe darüber und die Wollmütze auf dem Kopf, so tigerte er davon, um seinen Besuch beim Schuster und seine Kindern zu machen. Im Leinenbeutel ruhten die drei Äpfel und ein halber Napfkuchen. Mehr gaben die Lebensmittelkarten nicht her.
    Es hatte geschneit. Die weiße Schneedecke überzog die Stadt mit einer ruhigen friedlichen Stille. Vor der Haustür klopfte Gerd den Schnee von den Schuhen ab. Dann eilte er hoch Advent zu feiern. Er klingelte. Er klingelte wieder. Niemand öffnete die Tür. Dann schlug er mit der Faust dagegen. Einmal, zweimal. In seinem Rücken hörte er eine Frau sagen, dass der Schuster nicht mehr hier wohnt. Blitzschnell drehte er sich um „ Wieso? Was ist passiert? „ Ja, kleiner Prenter, die mussten ausziehen“ „ Wohin“ fragte er. Die Frau drückte langsam die Tür ins Schloss. Ratlos stand er im Flur, sofort rannte er nach Hause. Atemlos kam er dort an. „Warum bist Du so gerannt, wollte Dich ein Hund beißen“ Er druckste herum, schließlich sagte er, dass der Schuster ausgezogen ist. „ Ich habe es geahnt,“ flüsterte seine Mutter. „ „Warum“ frage er . „ Warum, Warum? Weil sie Polen sind! Und das werden nicht die letzten sein, die unsere Stadt verlassen müssen“. Gerd legte die drei Äpfel auf den Tisch und den Kuchen dazu. „ Morgen kannst Du das alles zu Tante Roschen bringen, für ihre Kinder, uns ist der Appetit darauf vergangen.“ Gerd packte alles wieder zurück in den Beutel und stellte ihn in die kühle Veranda. Dort blieb er eine Weile stehen und sah hinauf zu den Sternen, aber Trost konnte er bei ihnen nicht finden.

  2. #2
    Forum-Teilnehmer Avatar von Pogge28
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo Gerhard,

    danke für Deinen Beitrag. Er hat mich wieder in die Jugendzeit versetzt und ich war wieder zu Hause. Und da ging ich dann mit Dir den Weg von Sternfeld bis zum Poggenpfuhl und dann auch vom Poggenpfuhl durch den Thornschen Weg über den Umfluter bis zur Gartenkolonie. Die Eltern einer Schulfreundin hatten dort einen Garten. Manchmal hatte ich sie dorthin begleitet. Sie wohnte übrigens in dem Haus an der Ecke Thornscher Weg, das mit einem weiteren in unserer ganzen langen Straße das Chaos überstanden hat. Als ich klein war, hatten auch meine Eltern dort einen Garten. Ich kannte ihn leider nur durch Erzählungen und von Bildern. Aber ein Foto, gerade das mit der Laube, befand sich bei den wenigen Bildern, die ich aus der Heimat gerettet hatte.

    Um 1940 gab es in unserer Straße mehrere Schuhmacher. Wir brachten unsere Schuhe zu dem, der in der Nähe der Kirche seinen Laden hatte. In den letzten Jahren hatte er einen Kriegsgefangenen aus der Ukraine. Der fühlte sich wohl bei ihm. Sonntags gingen beide Männer gemeisam auf Angeltour. Dort, nahe der Kirche, befand sich auch die Bonbonkocherei von Jütersohnke. Übrigens auch meinem Bruder war das Los beschieden einmal an der Aschbrücke beim Schollchenspringen baden zu gehen.

    Viele Grüße Inge vom Poggenpfuhl














    St

  3. #3
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    Themenstarter

    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Gerhard Jeske
    Herzlichen Dank Inge für Deine Anteilnahme an unserem Spaziergang. Ich möchte noch ein Buch über die alten Häuser in der Niederstadt herausgeben. Dazu gehört auch Walddorf. Ich bitte Dich, mir eine Kopie der Laube zu vermachen, natürlich wird die Geberin dann genannt werden. Gegenüber von unserem Haus , Dahlienweg 3 wohnt seit 1946 ein Ehepaar mit Mutter, die Mutter ist 93 Jahre alt. Als ich im August dort war ließen sich beide von mir fotografieren. Ihr Häuschen ist prima hergerichtet und auch der Garten. Sie ist am nächsten Tag sofort zum Dom Kaszubski gegangen und hatte mein Buch gekauft. Leider spricht sie nicht deutsch und nicht englisch, aber Bernadette aus Sankt Albrecht hatte verständlich gedolmetscht. Grüße sendet aus Hamburg . Gerhard

  4. #4
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo Gerhard,

    danke für Deine sehr detaillierte Schilderung, sie hat mir sehr gut gefallen, auch wenn sie ein trauriges Ende hat. Da ich mich sehr mit diesem Teil von Danzig beschäftige konnte ich Deinen Wegen in Gedanken sehr gut folgen.

    Das hat mich jetzt daran erinnert, dass ich schon lange eine Frage habe, die ich hier eigentlich schon längst einstellen wollte. Ich habe eine alte Postkarte vom Poggenpfuhl, da ist die Wiebenkaserne und die Häuser Nr. 50 – 54 zu sehen, auf der Straßenseite gegenüber dem Bassin und dem Thornschen Weg. Vor dem Haus Nr. 52 sitzt wohl ein Mann an der Straße, mit einem Gitter vor sich und einem Regal-Gestell hinter sich. Mehr kann ich leider nicht erkennen. Habe mal 2 Ausschnitte hier angehängt:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	AK_Danzig - Poggenpfuhl - Ausschnitt 1.jpg 
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Größe:	371,7 KB 
ID:	18813 Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	AK_Danzig - Poggenpfuhl - Ausschnitt 2.JPG 
Hits:	236 
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ID:	18814


    Was für einer Tätigkeit geht er wohl nach? Kannst Du oder jemand anderes aus dem Forum mir weiterhelfen?

    Beste Grüße
    Rüdiger
    Es gibt nichts Gutes / außer: man tut es. (Erich Kästner)

  5. #5
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo Rüdiger,

    leider kann ich auch auf dem Bildausschnitt nicht erkennen, welcher Tätigkeit der dort gezeigte Mann im Poggenpfuhl nachgeht. Vielleicht hilft uns aber ein anderer Ausschnitt des betr. Bildes weiter, der die Beschriftung über dem Laden links neben dem Restaurant "Zum goldenen Adler" erkennen lässt - jenem Laden, vor dem der Mann mit der bisher ungeklärten Tätigkeit sitzt.

    Beste Grüße
    Ulrich

  6. #6
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo Ulrich,

    auf dem Schild ist leider keine Schrift erkennbar, auch im Original nicht.
    Auf dem ganz linken Schild meine ich "Restaurant" lesen zu können,
    auf dem rechts daneben "Billard-Fabrik A. Ross".
    Sieh selbst:

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	AK_Danzig - Poggenpfuhl - Ausschnitt 3.jpg 
Hits:	255 
Größe:	210,4 KB 
ID:	18815

    Beste Grüße
    Rüdiger
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  7. #7
    Forum-Teilnehmer Avatar von Peter von Groddeck
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Vielleicht ist hinter dem Mann ein Regal mit Waren und vor ihm ein Treasen.
    Gruß Peter
    Tue recht und scheue niemand.

  8. #8
    Forum-Teilnehmer Avatar von Rahmenbauer14
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Habt ihr denn schon in den Danziger AB geschaut.
    Im AB von 1922 und 1942 erscheint im Poggenpfuhl kein Restaurant "Zum Goldenen Adler".
    Was ist denn das für ein großes Gebäude links vom Straßenverkäufer?
    Vielleicht steht für"Billard-Fabrik A. Rose" auch Bürobedarf?

    Mir sieht es aber so gar nicht nach Danzig aus. Der Herr links und die Mädchen haben, so sehe ich es, Hüte auf, welche im südl. Raum vorkommen.

    Nach der Billard-Firma sehe jetzt nach.

    Schönen 2. Advent noch

    Rainer
    "In einem freien Staat kann jederman denken,
    was er will, und sagen, was er denkt"
    (Spinoza)

  9. #9
    Forum-Teilnehmer Avatar von Rahmenbauer14
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Geht weiter:

    In der Straße -Poggenpfuhl- befindet sich lt. AB 1922 und 1942 keine Firma oder Verkaufsraum betr. "Billiard-Firma".

    Im AB 1942 steht eine Annonce: Billiards, -Tuche und -Zubehör; W. Kamke, Werftgasse (Doki) 3.

    Gruß
    Rainer
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  10. #10
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Guten Abend allen,

    ich hab jetzt mal im AB 1940/41 gewühlt: in Nr. 51 gibt es einen Gasthof "Zum Adler", in 54 steht nur etwas von Gaststätte...(?)

    Eine Kaserne hab ich gar nicht gefunden, nur eine "rechtst.Mittelschule für Knaben" (in Nr.49).

    Na, ich schau auch mal weiter...

    Schöne Grüße Beate
    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

  11. #11
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Das ist die Rückseite der Wiebenkaserne ! Die kenne ich von der Fleischergasse.
    Schöne Grüße, Christa
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    (Th.Fontane)

  12. #12
    Forum-Teilnehmer Avatar von Rahmenbauer14
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Danke Christa,

    Viele Grüße
    Rainer
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  13. #13
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Ah, also ist die Schule woanders, ja?

    Suchende Grüße Beate
    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

  14. #14
    Forum-Teilnehmer Avatar von Rahmenbauer14
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Christa hat mit der Wiebenkaserne einen wichtigen Tip gegeben.

    Da jetzt durch die Querstraße -Gertrudengasse- die Hausnummern gefunden werden konnten, habe ich folgendes
    raus gefunden:
    In dem Jahr 1910 stimmt alles überein - Haus-Nr. 51 = Szumnarski, Restaurateur; 52 = -----; 53 = Billard-Fabrik Roß, A.; 54 = Gaststätte Neumann. Hier beginnt die Getrudengasse, dahinter dann die Wiebenkaserne.

    Aber was der Herr dort treibt???

    Gruß

    Rainer
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  15. #15
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hat Inge (pogge28) nicht auch im Poggenpfuhl gewohnt?

    Inge, weißt Du vielleicht etwas darüber?

    Schöne Grüße Beate
    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

  16. #16
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo zusammen,

    das sind ja schon wertvolle Hinweise, vielen Dank schon mal. Wie Christa schreibt, ist das wirklich die Wiebenkaserne. Die Knabenschule würde man sehen, wenn die Karte rechts weitergehen würde.

    Ich vergaß zu erwähnen, dass der Poststempel von 1912 oder 1913 ist. Da die Karte auf der Rückseite schon das neue Adressfeld hat, muss sie nach 1906 hergestellt sein. Mit dem Adressbuch von 1910 liegt Rainer dann wohl ganz richtig.

    Tja, aber was macht der Mann da?

    Beste Grüße
    Rüdiger
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  17. #17
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo Rüdiger und andere,

    bisher konnte das Tun jenes Mannes im Poggenpfuhl trotz verschiedener Bemühungen nicht erkannt werden. Es erscheint denkbar, dass dieses Tun mit dem Haus, vor dem dieser Mann sitzt, verbunden ist. Also müsste geklärt werden, um was für ein Haus es sich handelt, evtl. auch, wer in diesem Haus damals gewohnt hat.

    Rainer hat schon mal im Adressbuch von 1910 nachgesehen, ohne dort eine heiße Fährte zu finden. Vielleicht sollten weitere Adressbücher herangezogen werden, um herauszufinden, vor welcher Hausnummer im Poggenpfuhl jener Mann mit dem rätselhaften Tun sitzt und wer in diesem Haus damals gewohnt hat. Falls noch nicht bekannt, sind immerhin diese Adressbücher für Danzig im Web einsehbar: 1907, 1909-1912, 1914-1922 und 1924 (Quelle: http://de.wikisource.org/wiki/Adressb%C3%BCcher#Danzig ). Die lesbaren Beschriftungen der das betr. Haus umgebenden Nachbarhäuser helfen vielleicht bei dieser Suche.

    Gutes Gelingen der Suche und erlösenden Erfolg wünscht mit besten Grüßen
    Ulrich

  18. #18
    Forum-Teilnehmer Avatar von Rahmenbauer14
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo,

    zur Hausnummer 52 - AB 1910:
    Graf, Frau - E - (Laternengasse 1.)
    Badt, Schutzmann
    Brauser, Tischler
    Gaebel, Maurer
    Naudith, Bahnarbeiter
    Prätorius, Tischler
    Rasch, E. und K., Frl.
    Rasch, Ww.

    Hier könnte man annehmen, vielleicht eine Tischlerei.

    Aber im AB 1911 kommt es besser:
    Graf, Kfm. -E - weiter wie oben
    Badt, Schutzmann
    Schröder, Speisewirt
    Kelm, Wirtin
    Kelm, Anstreicher
    Martin, Frl.
    Bernhardt, Schuhmacher
    Rasch Ww.
    Rasch, Verkäuferin
    Reschke, Maurer
    Vielleicht lauter Gaststätten in dieser Straße? Es wird so sein - Speisewirt und Wirtin.

    Was verrichtet der vor dem Hause sitzende Herr? Ich nehme an, es ist der Herr Bernhardt, Schuhmacher von Beruf.

    Es wünscht eine angenehme Woche

    Rainer
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  19. #19
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Was mir noch auffällt: Neben der Tür ist eine schräge Stange. Ob das vielleicht ein Zunftzeichen ist? Also etwa ein Schustersymbol?Ein Stiefel????
    Aber der Mann wird doch wohl nicht auf der Straße Schuhe besohlen!!!!
    Schöne Grüße, Christa
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  20. #20
    Forum-Teilnehmer Avatar von Rahmenbauer14
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Es ist doch schönes Wetter Christa.

    Viele Grüße
    Rainer
    "In einem freien Staat kann jederman denken,
    was er will, und sagen, was er denkt"
    (Spinoza)

  21. #21
    Forum-Teilnehmer Avatar von vklatt
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Es liegt ja auch Schnee. Es sieht so aus als trüge er ein Tierkostüm. Vielleicht singt er, da Advent ist, Weihnachtslieder.
    Ich habe das Bild sehr vergrößert und noch mit einer Lupe angeschaut. Er hat ja auch Publikum.

    Viele Grüße Vera

  22. #22
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Schnee????? Das sieht mir nicht so aus. Die Kinder sind nicht warm angezogen. Und die geöffneten Fenster...ich denke nicht an Schnee.
    Schöne Grüße, Christa
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  23. #23
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Guten Abend,

    und vor dem Gasthaus stehen doch Pflanzen in Kübeln- also Winter, Kälte herrscht vermutlich doch nicht..

    Schöne Grüße Beate
    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

  24. #24
    Forum-Teilnehmer Avatar von vklatt
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Guten Abend,

    der Bürgersteig ist ganz weiß, ohne Fugen. Die Stufen, sind weiß und auf den Fenstersimsen ist es auch weiß,
    aber nicht so durchgängig.
    Wo die Männer stehen sieht man schon das Straßenpflaster durch den Schnee, aber weiter rechts liegt der
    Schnee noch ziemlich geschlossen. Die Pflanzen sind Bäumchen, wohl nicht so empfindlich. Oben am Fenster die beiden
    Personen sind eingemummelt und die Kinder tragen lange Strümpfe und evtl. sind die ja unter Rock und Bluse
    warm angezogen. Wenn etwas auf der Straße los ist laufen Kinder auch mal schnell so wie sie sind raus.
    Aber ist auch egal ob Schnee oder kein Schnee - ich habe nichts davon.


    Gute Nacht,

    Vera

  25. #25
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallochen,
    da sage ich mal:ich habe auch nichts davon.Außer, dass ich noch nie (oder selten) eine Ansichtskarte so gründlich betrachtet habe wie diese von Rüdiger.Und das ist doch was !
    Und jetzt gehe ich mal auf die Suche, was andere Ansichtskarten so hergeben an wissenswerten Details aus Danzigs vergangener Pracht und Herrlichkeit.
    Schöne Grüße, Christa
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  26. #26
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo Christa,

    dann schau doch mal bitte nach bei meinem PS zu #28 im Thread "Hundegasse . . . " > http://www.forum.danzig.de/showthrea...7652#post87652 . Vielleicht kannst Du etwas zu den grünen Rabattmarken sagen. Wäre schön.

    . . . und auch noch hallo an Vera,

    habt Ihr deshalb nichts vom hier Weitermachen, weil Ihr keinen Spaß am Knobeln habt?

    Und noch etwas zum vermeintlichen Schnee auf dem Ratefoto: Das Weiß, was da vielleicht wie Schnee aussieht, ist wohl eher der damals wenig kontrastreichen Fotografie zuzuschreiben. Außerdem: Wenn damals in Danzig Schnee lag, auch nur wenig auf Straßen und Bürgersteigen, dann wurde er sofort weggeräumt und lag aufgeschichtet am Straßenrand. Und weiter: Ich kann mir nicht vorstellen, dass der auf dem Foto im Sitzen werkelnde Mann bei Schneekälte seiner rätselhaften Tätigkeit im Freien nachgeht.

    Beste Grüße
    Ulrich

  27. #27
    Forum-Teilnehmer Avatar von vklatt
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo Ulrich,

    doch ich habe großen Spaß am Knobeln und Raten usw.
    Darum habe ich das Bild auch sehr genau betrachtet. Ich habe es 2 mal durch anklicken vergrößert
    und dann mit einer starken Lupe angesehen.
    Man kann vielleicht davon ausgehen, daß der Fotograf das Bild arrangiert hat, auch die
    Bekleidung der Kinder. Die Wettervorhersagen waren damals wohl noch nicht so toll und
    es gab evtl einen unvorhergesehenen Schneefall. Der Schnee wurde dann eben wegen der Aufnahme erst
    anschließend weggeräumt.
    Aber das sind ja alles nur Annahmen.

    Einen schönen Tag wünscht Allen

    Vera

  28. #28
    Forum-Teilnehmer Avatar von Antennenschreck
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo,

    was zumindest arrangiert wurde, ist der leicht blaue Himmel in der s/w Fotografie, und das nicht besonders gut. Das allerdings der Schuster (oder was auch immer) ebenfalls arrangiert ist, denke ich nicht, da er sich viel zu weit von der Kamera entfernt befindet, um für das Bild noch eine besondere Bedeutung zu haben. Bei den beiden Kindern könnte man das fast glauben, wenn da nicht die 2 Herren so komisch davor treten würden.

    Tschü.....

  29. #29
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Gerhard Jeske,
    ähnliche Stände hatten Scheerenschleifer. Ihr arbeitet ja wie die besten Kriminalisten. Hervorragend! Grüße sendet.Gerhard Jeske, genannt-Pirat-

  30. #30
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo,

    von der vorliegenden Postkarte gibt es übrigens auch eine colorierte Variante:

    http://commons.wikimedia.org/wiki/Fi...benkaserne.JPG

    Leider ist hier die Abbildung relativ schlecht.
    In der Blütezeit der Ansichtskarte war das keinesfalls unüblich, daß es da entsprechende Varianten gab. Ich habe da Beispiele in meiner Sammlung, wo das ebenfalls der Fall war (allerdings von einem anderen Kontinent...).
    Die Idee mit dem Scherenschleifer ist nicht schlecht.
    Ich persönlich denke aber, daß es sich möglicherweise um ein konnexes Gewerbe im Zusammenhang mit dem Schuster handeln könnte.
    Meine Theorie wäre: Schuhputzstand, Verkaufsstand für Schuhputzmittel bzw. eine diesbezügliche Kombination davon.
    Wahrscheinlich spielt sogar die Nähe zur Wiebenkaserne bei diesem Gewerbestand eine gewisse Rolle.

    SC

  31. #31
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Ich werde alle meine Danziger befragen, ob grüne Rabattmarken bekannt waren. Bis jetzt konnte noch keiner etwas damit anfangen. Nächste Woche kommt mein kleiner Danziger Kreis bei mir zusammen. Ulrich, dann frage ich, aber viel Hoffnung habe ich nicht....
    Schöne Grüße, Christa
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  32. #32
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo Christa,

    vielen Dank für Dein Bemühen um die "grünen Rabattmarken". Ich bin gespannt, ob Dein kleiner Danziger Kreis Näheres dazu weiß. - Zum Thema "Rabattmarken" habe ich diesen netten "Zeit"-Artikel vom 19. Oktober 1973 mit dem Titel "Geliebtes Relikt" gefunden: http://www.zeit.de/1973/43/geliebtes-relikt .

    Beste Grüße
    Ulrich

  33. #33
    Forum-Teilnehmer Avatar von Bartels
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo,

    die Google-Ergebnisse zu
    "grüne Rabattmarken"
    sind überschaubar: Achtung, mit " " googeln!

    In Englisch gibt es viel mehr Ergebnisse und Photos, und diesen Eintrag:

    S&H Green Stamps

    Die Engländer stiegen erst 1958 ein: Green Shield Stamps

    War also Danzig das zweite Land nach den USA, in dem Grüne Rabattmarken ein Sammelobjekt waren? Gab es auch eine Nähmaschine als "Hauptpreis" ?
    Beste Grüsse
    Rudolf H. Böttcher

    Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
    Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
    Familie Zoll, Bohnsack;
    Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
    Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

    http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

  34. #34
    Forum-Teilnehmer Avatar von Pogge28
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo liebe Ratefüchse,

    leider kann auch ich Euch, obwohl ich 16 Jahre meines Lebens in dieser Straße gewohnt habe, hierbei nicht weiterhelfen. Ich weiß es auch nicht. Meine Eltern hatten auch die Arbeit der Scherenschleifer, die von Haus zu Haus zogen, in Anspruch genommen, und ihre Messer und Scheren von ihnen schärfen lassen. Aber ich weiß nicht mehr, wie sie ihre Arbeitsgeräte transport hatten. Zu den grünen Rabattmarken kann ich auch nichts sagen, ich kenne sie nicht. Aber an blaue Adventskerzen kann ich mich erinnern, die gab es in den Kriegsjahren. Wir sollten sie kaufen. Sie waren allerdings teurer wegen des WHW (Winterhilfswerk).

    Vielleicht sollte man sein Augenmerk auf die schräge Stange richten, die vom Christkind erwähnt wurde.

    Herzliche Grüße

    Inge

  35. #35
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Guten Abend, Ulrich,
    in unserem kleinen Kreis und in der Danziger Adventsfeier, erst besinnlich beim Glockengeläut von St. Marien, Liedern zur Weihnachtszeit, Gedichten und Erzählungen von früher, kamen wir dann auch ins Plachandern. Und so wie ich mir vorgenommen hatte, fragte ich auch nach den Rabattmarken. Dabei wurde ins Gespräch gebracht, dass auch für die Altersvorsorge Marken in Heftchen eingeklebt wurden.Welche Bewandtnis es damit hat, konnten wir nicht klären.Eine Art von Zusatzrente???Google weiß auch nichts.
    Aber wir hatten einen ganz leckeren Apfelkuchen, schon, als ich den sah, war ich hin und weg. Mit einem Streifengitter und Zimtduft! Kann auch mal von den Resten ein Foto zeigen!
    Schöne Grüße, Christa
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  36. #36
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Guten Abend, Christa,

    vielen Dank für die in Deinem gemütlichen Adventskreis nochmals angesprochene Rabattmarken-Frage, auch wenn sie zu keiner befriedigenden Klärung führte.

    Warum hast Du ausgerechnet die Reste von jenem leckeren Apfelkuchen fotografiert?

    Beste Grüße
    Ulrich

  37. #37
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Na, Ulrich, als der Kuchenteller immer leerer wurde, da dachte ich, es müsste doch noch ein "Beweisstück" übrigbleiben, zumindest auf dem Stick ein Stück.
    Schöne Grüße, Christa
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  38. #38
    Forum-Teilnehmer Avatar von Pogge28
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo,

    ich melde mich noch mal zurück zu der Rätselfrage "was macht der Mann". An der schrägen Stange an dem Haus, vor dem der Mann sitzt, hängt ein blanker Teller. Dieses Symbol ist das Innungszeichen der Frieseure und Barbiere. Damit wäre Ulrichs Frage, welchem Gewerbe in dem Haus nachgegangen wurde, beantwortet. Doch ich glaube aber nicht, daß der Mann etwas mit dem Frieseur zu tun hatte. Vielleicht kann ja Rüdiger, der diese Frage gestellt hatte, uns noch etwas dazu sagen. Ich bin neurgierig.

    Viele Grüße

    Inge

  39. #39
    Forum-Teilnehmer Avatar von Rahmenbauer14
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    Standard AW: Advent beim Schuster -Poggenpfuhl 1941

    Hallo, Inge

    habe mal im AB 1912 nachgesehen - Nr. 52 - ein Herr Ronke, Barbier
    aber der Schuhmacher Bernhardt wohnt nicht mehr dort.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Danzig Poggenpfuhl AB 1912.jpg 
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ID:	19146

    Schöne Grüße

    Rainer
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