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Thema: "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

  1. #1
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

    Über den Gustloff-Film wurde im Forum 2008 ausführlich berichtet und kommentiert (siehe dazu hier: http://www.forum.danzig.de/showthrea...light=Gustloff ).

    Heute ist in PHOENIX um 20:15 der erste Teil einer DOKUMENTATION dieser Katastrophe zu sehen (hier der Trailer: http://www.phoenix.de/die_gustloff_d...ion/180532.htm ).

    Dazu eine persönliche Erinnerung:
    Der Vater meines besten Danziger Schulfreundes hatte für seine Frau und seine beiden Söhne durch Vitamin B Karten für die 'Gustloff' besorgt. Seine Frau sträubte sich aber mit Erfolg gegen diese Fahrt, indem sie standhaft sagte, sie gehe nicht auf ein so großes Schiff, und im übrigen würde sie seekrank. - Dieses erfolgreiche Sträuben hielt seine Familie am Leben (Frau und Söhnen gelang später die Flucht per Bus - wie auch meiner Mutter und meinen beiden Brüdern; ich selbst floh mit meinen Großeltern aus Liegnitz) - und schenkte mir später meine geliebte Patentochter.

  2. #2
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

    Es werden heute bei PHOENIX beide Teile dieser Dokumentation direkt hintereinander gezeigt, d.h. um 21:00 folgt nach dem ersten Teil ("Hafen der Hoffnung") der zweite Teil "Flucht über die Ostsee" (hier der Trailer dazu: http://www.phoenix.de/die_gustloff_d...ion/180532.htm ).

  3. #3
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

    Der in #2 gezeigte Link führt leider erneut zum ersten Teil der betr. Dokumentation. Den Trailer zum zweiten Teil dieser Dokumentation findet man aber, wenn man am Ende des Trailers zu 1/2 die Angabe "Weitere Informationen zum zweiten Teil" in dem ersten hellblauen Querbalken anklickt.

    Sorry für diesen Umweg!

  4. #4
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    Standard AW: "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

    Hallo Ulrich 31
    Mir ging es ähnlich.Meine Oma war mit einem Stewart der Gustloff (M.Weber) verbunden.Sie hatten eine gemeinsame Tochter.Karten hatte er auch besorgt.Die gesamte Familie war schon reisefertig.Nur, weil es der kleinen Tochter gesundheitlich nicht gut ging,wurde die Reise verschoben......Schicksal?
    hugeno

  5. #5
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    Standard AW: "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

    Auch mich hat ein Wunder vor dem Untergang mit der Gustloff gerettet. Mein Vater hatte auch 3 Karten für meine Mutter und uns 2 Kinder. Wir wohnten auf dem Stolzenberg und man mußte bis zur Straßenbahn Karthäuser Str. zu Fuß gehen. Es hatte unmäßig geschneit. Mein Bruder versank fast bis zum Kopf in den Schneewehen an der Straße. Er konnte nicht getragen werden, denn meine Eltern trugen das Gepäck. Es ging nicht mehr weiter und wir drehten um und gingen wieder nach Hause. Ich denke oft daran und mir wird ganz schauerlich, wenn ich an das kalte schwarze, tiefe Wasser denke, in dem ich versunken wäre. Manchmal hat man Glück. Abendliche Grüße von Ada
    Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

  6. #6
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    Standard AW: "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

    Auch wir, meine Mutter, ihre Schwester und ich hatten Karten für die Gustloff. Als wir am Hafen ankamen, war das Schiff bereits überfüllt. Es ging also zurück nach Langfuhr. Vom dortigen Flugplatz wurden wir drei dann etwas später mit einer zerschossen von der Front kommenden Messerschmitt nach Kolberg und dann mit einer JU 53 nach Berlin ausgeflogen.

    J.Langfuhr

  7. #7
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    Standard AW: "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

    Hamburg, den 18.01.2013
    Von Gerhard Jeske - Hamburg
    Wilhelm Gustloff: ein Dauerbrenner!
    Der Termin von der Versenkung der Wilhelm Gustloff rueckt naeher. Im Internet schreiben junge Leute dazu, wie wenn der Kalte Krieg noch stattfindet, um von der Massenvernichtung der Zivilbevoelkerung abzulenken, es wird hauptsaechlich der sowjetische U-Boot Kommandant an den Pranger gestellt. Der Krieg war vor 1945 schon ein Krieg gegen das Volk geworden und wird es immer bleiben. Die Atombomben beweisen das.
    Der totale Seekrieg: -wurde von „ der deutschen Kriegsmarine schon im ersten Weltkrieg angewendet dann aber eingeschränkt aber nach 1939 von Großadmiral Doenitz konsequent wieder aktiviert“.
    Der Untergang der Wilhelm Gustloff
    Die Versenkung der Wilhelm Gustloff wurde nach 1945 in der BRD ausgiebig behandelt, wobei eine propagandistische Tendenz gegen die "unmenschliche" sowjetische Marine vorherrschte.
    Eine Seemine kann nicht sehen und lesen, sie versenkt jedes Schiff, eben auch Lazarettschiffe, gibt es da einen Unterschied zu einem Torpedo?
    Dabei war das Risiko versenkt zu werden für jedes Schiff gleich. So konnte eine See-Mine ein Schiff zerreissen. Das waere eine anonyme Form der Versenkung gewesen.
    1.) Eine Mine erkennt nicht, ob es ein deutsches, schwedisches oder sowjetisches Schiff ist, ein Kriegsschiff oder ein Rotes Kreuz-Lazarett Schiff. Welches Schiff auch immer, es wird beschaedigt oder versenkt, Bleibt noch zu berichten, dass, das Institutes für Seerecht in Kiel feststellte, dass an Bord der Wilhelm Gustloff hunderte U-Boot Spezialisten mitfuhren und an Deck Flak Geschuetze montiert waren, diese Fakten machten die Gustloff zum Kriegsschiff.(Miller/Payne -Heyne Buch.)
    2. Ein Angriff von Flugzeugen war jederzeit zu erwarten
    3. Die Versenkung durch sowjetische U-Boote moeglich.
    4. Ein falsche Beobachtung auf der Bruecke eines deutschen Kriegsschiffes konnte ein Fluechtlingsschiff in den Untergang schießen.
    So wurde die " Neuwerk " mit 900 Fluechtlingen an Bord von deutschen Schnellbooten versenkt. Nur drei Menschen ueberlebten diese Katastrophe. Der Kapitaen hatte den Dampfer für ein russisches Schiff gehalten.
    Damit die volle Wahrheit nicht ans Licht kam, dafuer sorgte nicht nur die Marine, sondern auch die Presse.
    Das gilt auch für die Versenkung der Wilhelm Gustloff.
    Nach 1945 wurde die Torpedierung der Wilhelm Gustloff fuer eine antisowjetische Propaganda ausgenutzt. Die Opfer wurden fuer eine feindselige Politik missbraucht. Coventry, Rotterdam, Leningrad Dresden Hiroshima und Nagasaki, werden so in den Hintergrund verbannt. Jeder kommende Krieg wird eine noch schrecklichere Vernichtung der Bevoelkerung zur Folge haben.
    Hier ein paar Fakten: Zitat aus -Mare Balticum 1985: " Haupthindernis für die Fahrten ist die englische Luftminenoffensive bis vor die pommersche Küste. f.f...
    Von Januar bis Ende Maerz, also für den Zeitraum von drei Monaten liegen folgende Zahlen vor.
    Englische Bomber warfen in 720 Einsetzen 3220 Minen in die mittlere Ostsee ab.
    Davon wurden 67 Schiffe versenkt und 32 beschaedigt(davon berichtete die Presse kaum.)
    So buerokratisch werden die Schiffsverluste angegeben. Die Anzahl der Opfer wird nicht erwaehnt.
    Waehrend der Transporte muessen an die dreihunderttausend Menschen, hauptsachlich Frauen und Kinder zerfetzt erstickt und ertrunken sein. Einschließlich der Unzaehligen, welche an der Kueste zusammengeschossen worden sind.
    Die Verschiffung ostdeutscher Zivilisten war keine Rettungsaktion, es war die Durchfuehrung des Hitler-Befehls " Verbrannte Erde. " Danach sollte dem Feind nur entvoelkertes und zerstoertes Land in die Haende fallen und die Ueberfuehrung der Menschen, besonders der Jugendlichen nach dem Westen, sollte Kriegspotential für die Weiterfuehrung des Krieges werden. Der Großadmiral Doenitz war als überzeugter Nationalsozialist der Vollstrecker dieses Planes. Mit seiner Kriegsmarine hatte er den Krieg mit der Seeherrschaft in der Ostsee mindesten um ein halbes Jahr verlaengert, Ungefähr eine Million Deutsche und Auslaender erlitten dadurch einen sinnlosen Tod. Von einer Rettungstat über die Ostsee koennen nur Zyniker sprechen. Gerhard Jeske
    Ps. Weiterlesen: „ Unser Danzig1982 Nr 5“ dort wird vom Funker Lange berichtet, dass der Sowj. Abwehr die Abfahrt der Wilhelm Gutsloff bekannt war und sie die Bevoelkerung warnte das Schiff zu betreten.

  8. #8
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard AW: "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

    Guten Tag allen,

    hier ein Bild des Wilhelm-Gustloff-Modells aus dem "Deutschen Schiffahrtsmuseum" in Bremerhaven. Lang und breit die Dokumentation über die Verwendung des Schiffes in Friedenszeiten (s. Vordergrund), ein kleiner Nebensatz über das Ende des Schiffes.

    Schöne Grüße BeateName:  20141016_141538 Wilhelm-Gustloff -Modell.jpg
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    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

  9. #9
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

    Zur Ergänzung:

    Hier der Thread "Passagierliste der Gustloff" von 08/2012 ► http://forum.danzig.de/showthread.ph...e-der-Gustloff .

    Im Abspann der PHOENIX-Dokumentation war zu lesen, dass es sich um eine ZDF-Produktion von 2008 handelt.

  10. #10
    Forum-Teilnehmer
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    Standard AW: "Die Gustloff" - Dokumentation (1/2) heute PHOENIX

    In den von mir verfaßten Erinnerungen an meine Jugendzeit in Danzig habe ich zu dieser Thematik einige Ausführungen gemacht , die ich hier zitieren möchte :
    " In der zweiten Januarhälfte wurden wir von unserem Nachbarn , Herrn Willerich , angesprochen . Er hatte ( 1943 ? ) unsere Nachbarin , Frau Ida Hein , deren Mann Felix Anfang des Krieges verstorben war , geheiratet . Herr Willerich - für mich war es Onkel Fritz - war Zivilangestellter auf der " Wilhhelm Gustloff " , die als Wohnschiff der Kriegsmarine in Gotenhafen/Gdingen lag . Er hatte uns angeboten , Karten bzw. Mitfahrgenehmigungen für die bevorstehende Abfahrt in Richtung noch nicht so stark gefährdeter anderer Ostseehäfen zu beschaffen , um der sicheren Besetzung Danzigs durch die Russen zu umgehen . Obwohl mein Vater vermutlich keine Genehmigung erhalten hätte , seine Arbeitsstelle zu verlassen , lehnte er den Vorschlag sofort ab . Er vertrat die Auffassung , daß die Russen die Zivilbevölkerung unbehelligt lassen werden und sah die Gerüchte über die Gräueltaten vorrangig als Propaganda . Den Vorschlag , daß dann die Mutter mit meiner Schwester Hildegard und mir diese Gelegenheit nutzen sollten , lehnten die Eltern ebenfalls aus den genannten Gründen ab , wobei meine Mutter noch dazu die Meinung äußerte , daß Wasser keine Balken hat und man sowieso nicht wissen könne , wie ein solches Abenteuer ausgeht .
    Bekanntlich endete diese Schiffsreise am 30. Januar 1945 mit der größten Schiffskatastrophe in der Geschichte der Menschheit . Fast 10.000 Menschen - darunter auch unser Nachbar - kamen dabei ums Leben . Im Buch von Heinz Schön über den Untergang der " Wilhelm Gustloff " ist sein Name in der Anlage 8 ( Vermißte Besatzungsmitglieder der Handelsmarine ) unter der Lfd. Nr. 62 erwähnt . Allerdings ist hier die Heubuder Heimatadresse fälschlicherweise nicht als Dammstraße 28b , sondern als Stammstraße 28b , genannt . "
    Mit dieser Entscheidung meiner Eltern wurde uns der sichere Tod in der Ostsee erspart , aber bei der danach kommenden Zeit gab es infolge der laufenden Bombardierung und dem Beschuß viele gefährliche Situationen , die wir zum Glück lebend überstanden .
    Einen schönen Abend wünscht allen der Heubuder Rudi

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