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Thema: Lesehilfe deutsche Kurrentschrift

  1. #1
    Forum-Teilnehmer Avatar von sarpei
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    Standard Lesehilfe deutsche Kurrentschrift

    Liebes Forum,

    derzeit ackere ich etwa 2.000 Kirchenbuchseiten des Kirchspiels Josephsthal in Südrussland durch.
    Ab und an komme ich beid er Schrift aber auf keinen grünen Zweig.
    Ich füge hier mal zwei Proben zu und hoffe auf eure 'Inspirationen' ...


    Viel Grüße Peter

    Meine Transkription wäre folgende:

    118. geb. 26.12.1876, Taufe 25.05.1878, Hanke (Elisabeth)
    Eltern: Johann Hanke, pr[eußischer] Unt[ertan] et uxor Helene, geb. Bochler
    Paten: Regina Los (?), Elisabeth Bochler, Ausl[änder]

    131. geb. 10.10.1877, Taufe 18.05.1878, Hanke (Elisabeth)
    Eltern Peter Hanke, preuß[ischer] Unt[ertan] et uxor Wilhelmine, geb. Ueberson
    Paten: Johann Blair (?) und seine Frau
    132. geb. 10.10.1877, Taufe 18.05.1878, Hanke (Johann)
    Eltern Johann Hanke, preuß[ischer] Unt[ertan] et uxor Emilie, geb. Schwanz
    Paten: Johann Wesslowski und seine Frau
    134. hier tauchen als Paten Peter und Wilhelmine Hanke auf

    Getauft 'In Chortitz in Betschule (?) von Pastor W. Kauffmann

    Name:  1877-10_Hanke, Helene - extract.jpg
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Größe:  312.3 KBName:  1878-12_Hanke, Elisabeth und Johann - extract.jpg
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  2. #2
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Lesehilfe deutsche Kurrentschrift

    Hallo Peter,

    hier meine 'Inspiration' bzw. Korrektur zu Deiner Transkription (ich gebe nur Geändertes an):

    118. Taufe 18.05.1877 (siehe Spaltenüberschrift "Jahr 1877"), Hanke (Helene)
    Paten: Regina Lot

    131. Eltern: Wilhelmine geb. Urbersen (?)
    Paten: Johann Klein

    132. Eltern: Emilie geb. Schwarz
    Paten: . . . nebst Frau

    134. Anm.: Eltern von 131

    . . . In Chortitz im Bethause

    Vielleicht interessiert Dich (falls Dir noch nicht bekannt) dieser Link: http://chortiza.heimat.eu/Dok/Epp.pdf , der zur Publikation "Chortitzer Mennoniten" von D.H. Epp (1889) führt, in der auch mehrfach Danzig erwähnt wird. Außerdem findet sich in dieser Publikation die Angabe "Bethaus".

    Viele Grüße
    Ulrich

  3. #3
    Forum-Teilnehmer Avatar von sarpei
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    Themenstarter

    Standard AW: Lesehilfe deutsche Kurrentschrift

    Hallo Ulrich,

    herzlichen Dank! Es ist offenbar immer hilfreich, noch eine andere Person über seine Entzifferungsversuche schauen zu lassen.
    Was mich genau beid er 118. geritten haben mag, weiß ich jetzt selbst nicht mehr zu sagen - wagrscheinlich ein copy-paste-Fehler ... .
    ... und das End-S und End-t treiben mich noch mal zur Verzweiflung.
    Bei der 131 handelt es sich wirklich um Wilhelmine Ueberson, meine Urgroßmutter, am 07.09.1847 in Schadwalde im Werder geboren und ca. 1866 nach Südrussland ausgewandert. Ja, und dass ein 'Tony Blair' nicht stimmig ist, hat mein (?) hoffentlich signalisiert. Aber nach einigen Stunden der Suche in den Kirchenbuchseiten wird man schon ein wenig wuschig.
    Und warum mir, 'Bethaus' nicht einfallen wollte, weiß ich auch nicht ...

    Nun denn, es sind noch einige weitre hundert Seiten zu durchsuchen. Ein halbes Dutzend Ergänzungen zum Stammbaum habe ich schon gefunden ...

    Das Buch über Chortitz(a) habe ich zwar selbst in meinem elektronischen Bestand, aber noch nicht durchgearbeitet.
    Mein Großvater ist in dem Dorf Einlage in Chortitz(a) geboren. In meiner Familienchronik habe ich dazu geschrieben:
    "Zu Beginn der Nachforschungen bestanden Zweifel an diesem Geburtsort. Der Mennoniten-Forscher Willi Vogt schrieb auf Nachfrage hierzu Folgendes:

    „ ….. Hanke und Sänger sind keine mennonitischen Namen. Der Name Sänger kommt in der GRANDMA ( = mennonitische Ahnen-Datenbank ) keinmal vor und Hanke 69 mal. Es ist nicht soviel wie es klingt, 69 auf 1,2 Millionen; es sind fast alles
    Angeheiratete nach 1900 in den USA. Ich habe unter diesen Ihre Hankes nicht
    gefunden.

    Ich habe Zweifel, dass "Peter Hanke, geb. 20.12.1868 in Einlage/Russland"
    in Einlage geboren ist. Einlage war ein mennonitischer Ort und es war bis 1871 vom Gesetz verboten, im Ort andere Konfessionen zu beheimaten. Nach 1874 hat sich dies langsam gelockert und er konnte da als Schmied gearbeitet haben, wurde aber z. B. in Kirchenbücher nicht eingetragen (kein Mennonit) und auch in den Berichten kaum erwähnt.

    Als Schmied konnte er eine Werkstatt (Unternehmen) haben. Ich habe eine Liste
    von ca. 2.600 Unternehmen - kein Hanke. Es gibt zwei Bücher über Einlage und einige Berichte - der Name Hanke kommt da nicht vor. “

    Es scheint nach den Kirchenbüchern von Josephstal aber in den 1860ern und 1870ern üblich gewesen zu sein, dass der 'zuständige' Seelsorger, Pastor Waldemor Kauf(f)mann, mindestens einmal im Jahr seine verstreuten evangelischen Schäfchen in Chortitz(a) taufte. Gleiches passierte dann z.B. auch in Elisabrhthal in der Molotschna-Kolonie.


    Nochmals 'Danke' und viele Grüße

    Peter

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