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Thema: ...wieder in Bohnsack

  1. #1
    Forum-Teilnehmer
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    Standard ...wieder in Bohnsack

    Ich war in diesem sommer wieder in Bohnsack. Leider finde ich im Forum kein thema, wo ich dies einfügen könnte.
    Auf alle Fälle sah ich in der Weichselmündung unter anderen Seevögeln auch Schwäne. eigentlich wollte ich von dem wunderschönen Strandgras und der Stranddistel erzählen, die ich noch gefunden habe. Auch auf den Wiesen entlang dem Damm, der die Insel Bohnsack umgibt, fand ich eine intakte Pflanzendwelt. Dort wird noch nicht so viel gespritzt und wegen der Überschwemmungsgefahr auch wenig Landwirtschaft getrieben.
    Wer eröffnet mal das Thema "Bohnsack"? Ich weiß nicht, wie das geht. Habe schon geschrieben, konnte es aber nicht absenden.
    Gruß
    Birke

  2. #2
    Forum-Teilnehmer Avatar von Herbert Claaßen
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    Standard AW: ...wieder in Bohnsack

    Hallo Birke!
    Mit Deinem Beitrag hast Du ja schon ein Thema Bohnsack aufgemacht. Füge Deine Abhandlung ein.
    Gruß HerbertName:  KIRCHE BOHNSACK.jpg
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Größe:  160,7 KBName:  Bohnsack.jpg
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  3. #3
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard AW: ...wieder in Bohnsack

    Guten Morgen, Herbert,

    nein, ich hab Birkes Thema dorthin verschoben, weil wir ja ein Unterforumsthema "Bohnsack" schon haben...

    Schöne Grüße Beate
    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

  4. #4
    Forum-Teilnehmer Avatar von Bartels
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    Standard AW: ...wieder in Bohnsack

    ... und heute wurde der Bau einer Klappbrücke nach Bohnsack beschlossen ...
    Beste Grüsse
    Rudolf H. Böttcher

    Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
    Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
    Familie Zoll, Bohnsack;
    Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
    Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

    http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

  5. #5
    Forum-Teilnehmer
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    Themenstarter

    Standard AW: ...wieder in Bohnsack

    Lieber Herbert Claaßen,
    vielleicht kennst Du Bohnsack auch.
    Ich war als Kind immer in den Sommerferien dort wohl zwischen 1938 bis 1944.
    Meine Eltern hatten, weil die Sehnsucht nach der Ostsee so groß war - sie zogen 1935 als Beamte aus Danzig ins Reich (Zwangsdevisenbewirtschaftung) - in Bohnsack ein kleines Holzhaus gebaut. Direkt am Mühlengraben, den es noch gibt. Er läuft parallel zur toten Weichsel. Damals gab es nur eine Fähre nach Bohnsack. Das Häuschen stand wohl auf der westlichen Seite des Dammes, der um die "Insel" führt.
    Ich konnte mich bei meinen Besuchen nur nach meiner Kindererinnerung richten, aber es war alles wie damals und ich fand mich sogleich zurecht. Am Mühlengraben lagen unsere kleinen Schiffe. Meine großen Geschwister paddelten, ruderten und mein Bruder (Jg.1923) segelte zusammen mit meinem Vater.
    Wir hatte nur kleine Übereinander Betten zum Schlafen - 6 Kinder - und das Häuschen war mit Schilf (?) gedeckt - alles so wie die Fischerhäuser in Bohnsack, von denen noch einige heute zu finden sind. So wollte es meine Natur begeisterte Mutter haben. Das Bild stelle ich einmal ein, wenn ich herausgefunden habe, wie das geht.
    wir liefen durch den Wald jeden Tag an die Ostsee. Heute fand ich den alten Fußweg wieder. Durch Sand und den herrlichen Wald. Alles war wie damals. Sogar am Ostseestrand fand ich die Stelle, wo wir immer lagen. Kann es wirklich sein, dass noch das Strandgras dort wuchs, wie vor 70 Jahren?
    Es kam mir so vor und ich fühlte mich gleich wie zuhause. See, der wunderschöne gelbe Sandstrand, die Wolken, die Dünen ... das alles wie damals. Kaum Menschen.
    Ja, es war wie ein Traum.
    Bohnsack selber ist eine kleiner, verträumter Ort. Aber im der Saison Juli/August regt es sich dort. Das Hotel Bartan, nahe am Friedhof, 25 Minuten zur Ostsee zu fuß, ist deutschfreundlich und preiswert. Es kann auch große Gruppen beherbergen. Man kann jederzeit herrliche Fischgerichte bestellen. Herr Bartocz, der ein Verwandter des Besitzers ist, hat im Untergeschoß einen Raum mit alten Fotos aus Bohnsack eingerichtet. dort trifft sich eine Heimatinteressierte Gruppe.

    Ich fahre möglichst im nächsten Jahr dort wieder hin. die Natur lebt, wie damals. Wiesen mit blühenden Blumen, wie ich sie seit Jahren in Franken nicht mehr gefunden habe. Aber die ersten Plätze werden mit neuen Ferienhäusern bebaut. Auch einige neue stattliche Häuser gibt es bereits.
    Unser Holz Häuschen war gleich 1945 verschwunden. Aber das Grundstück gibt es noch, trocken hinter dem Deich. Meine Eltern Rühle hatten es gekauft. Ob es wohl im Grundbuch eingetragen ist? Gelten diese alten Besitzverhältnisse noch etwas ?
    Wer weiß darüber etwas?
    Wo könnte ich nach dem Grundbucheintrag forschen? Im Staatsarchiv sind sie recht unfreundlich. Meine Eltern erhielten eine geringe Lastenausgleichssumme dafür. Also war der Besitz anerkannt. Die Unterlagen des Lastenausgleichs liegen im Bundesarchiv in Bayreuth.
    Ja, alles so weit zurück und doch so nah. Mein Bruder ist bereits 1942 gefallen, bei den Kämpfen bei Kalatsch, an der Don Schleife(?). Seine vom Volksmund geborgenen Reste konnte ich auf dem Friedhof Roschoschka bei Wolgograd (ehemals Stalingrad) bei einem Besuch dort ehren.
    Vielleicht kenne einige von euch Bohnsack noch nicht.
    Wolfgang führte uns beim letzten Danzig-Treffen dort an die See und einige fanden klitzekleine Bernsteinstücke.
    Auf der toten Weichsel zu segeln muss wunderbar sein - aber das ist mir nicht mehr möglich.
    Vielen Dank für die Nachfrage, lieber Herr Claaßen
    Birke

  6. #6
    Forum-Teilnehmer Avatar von vklatt
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    Standard AW: ...wieder in Bohnsack

    Liebe Birke,

    deinen Beitrag habe ich eben und gern gelesen. Meine Großeltern lebten auf der anderen Seite in Nickelswalde.
    Von dort bin ich auch m Januar 1945 geflüchtet.

    Aber ob Herbert Claaßen Bohnsack kennt? Geh' doch einfach mal auf seine Seite und lies auch seine Beiträge,
    dann weißt du Bescheid. Sicher gibt es Vieles, über das ihr euch unterhalten könntet.
    Ich nehme an, es gibt nur noch wenige lebende Bohnsacker die soviel über Bohnsack wissen, wie Herbert.

    Viele Grüße,

    Vera

  7. #7
    Forum-Teilnehmer Avatar von mariano
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    Standard AW: ...wieder in Bohnsack

    Tjaaaa.....die berühmte Bohnsack-Brücke...gruß....Mariano.Name:  Bohnsack-Brücke.jpg
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  8. #8
    Forum-Teilnehmer Avatar von Herbert Claaßen
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    Standard AW: ...wieder in Bohnsack

    Liebe Birke Rühle!
    Ich habe mit Interesse Deine Abhandlung gelesen. Ich bin in Schiewenhorst auf dem Damm zur Welt gekommen, in der Bohnsacker Kirche getauft und 1942 konfirmiert. Auf dem Friedhof rund um die Kirche -nicht mehr vorhanden- ruhen die Gebeine meiner väterlichen Vorfahren. Nach Schiewenhorst ist mein Großvater erst nach Fertigstellung des Weichseldurchstichs 1895 gezogen. In Bohnsack und Östl. Neufaähr gabs bis 1945 noch verschiedene Verwandte. Drei Onkel sind in den 30er-Jahren als Beamte auch nach Berlin und Stettin gezogen.
    2011 Habe ich auch 14 Tage im Hotel Bartan gewohnt. Kenne den Keller von Herrn Bartocz und auch sein Bohnsack-Archiv.
    Für unsere Häuser in Schiewenhorst (EH Vater, EH Mutter) habe ich einen Grundbuchauszug und eine Hypotheken-Löschungsbewilligung. Sicherlich wird das Grundbuch im Staatsarchiv vorhanden sein. Ich habe mich bei meinen Reisen nicht darum bemüht, weil ich es als sinnlos eingestuft habe.
    Wünsche viel Glück und Freude für die nächste Reise.
    HerbertName:  Bohnsack Friedhof.jpg
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Größe:  198,5 KBName:  Waldweg.jpg
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