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Thema: Randbemerkungen auf Urkunden

  1. #1
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard Randbemerkungen auf Urkunden

    Guten Tag zusammen,

    ich sitze mal wieder vor meinem Ahnensuchordner und grüblele so vor mich hin..
    Auf der Heiratsurkunde meiner Urgroßeltern steht als Randbemerkung:

    "Kuschlin, den 17. Oktober 1940,
    auf Anordnung des Amtsgerichts in Grätz vom 9.Oktober 1940, 5.III.2/40 wird berichtigend vermerkt, dass der Ehemann Franz Kaczmarek am 9. Oktober 1871 in Lubstow/Kreis Konin und nicht am 17. September 1871 in Snieciska, Kreis Schroda(Schrimm) geboren ist und dass der Geburtsname dessen Ehefrau(des Vaters Joh. Kaczmarek- eig. Ergänzung) nicht Szurawa sondern Kaszuba lautet. Der Standesbeamte Bruck"

    Wie kommt es zu solch einer Berichtigung, oder besser: warum so spät? Die Heirat war 1894, die Brautleute konnten lesen und schreiben- wusste man denn früher nicht die Daten der Eltern??? Zumindest der Name der Mutter (des Franz) könnte diesem doch geläufig gewesen sein...Aber alle haben brav unterschrieben, inklusive Trauzeugen...
    Ich wüsste zu gerne, warum, wieso, weshalb es zu solchen Randbemerkungen kam. "Lt. Amtsgericht"- also musste es doch irgendeinen Vorgang gegeben haben, der dazu führte, oder mache ich einen Denkfehler?
    Weiß jemand über solche Dinge etwas?
    Randbemerkungen über Tod, Scheidung, Kindesanerkennung- die leuchten mir ein, aber eine solch gavierende Änderung: Geburtsdatum, -ort, Name der Mutter- das könnte doch bissl eher auffallen. Nein?

    Grübelnde Grüße Beate
    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

  2. #2
    Forum-Teilnehmer Avatar von Rahmenbauer14
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    Standard AW: Randbemerkungen auf Urkunden

    Guten Tag Beate,

    eine Annahme von mir: könnte es etwas mit dem Ariernachweis zu tun haben? Da wurde genauer nachgesehen.

    Ein schönes Wochenende wünscht
    Rainer
    "In einem freien Staat kann jederman denken,
    was er will, und sagen, was er denkt"
    (Spinoza)

  3. #3
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Themenstarter

    Standard AW: Randbemerkungen auf Urkunden

    Hallo Rainer,

    ich weiß es einfach nicht! Ich geh jetzt mal in den Adressbüchern schauen, was der Gute damals beruflich gemacht hat, ich weiß ja leider über die Guten sehr, sehr wenig. Aber danke schon mal für diesen Ansatz, könnte ja möglich sein...

    Fröhliche Grüße Beate
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  4. #4
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Themenstarter

    Standard AW: Randbemerkungen auf Urkunden

    Hmmm, er war schon Pensionär, lt. Danziger AB 1940/41. Er selbst war Jahrgang 1871. Spielte da der Ariernachweis noch eine solch große Rolle?

    Schöne Grüße Beate
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  5. #5
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Themenstarter

    Standard AW: Randbemerkungen auf Urkunden

    Im AB 1939 steht er noch als Insp. verzeichnet. Vielleicht brauchte er die genauen Daten für die Pensionierung?Und so fiel es dann erst auf?

    Schöne Grüße Beate
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  6. #6
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Themenstarter

    Standard AW: Randbemerkungen auf Urkunden

    Guten Abend zusammen,

    nun hab ich doch teilweise diese ominöse Randbemerkung klären können:
    die Geburtsurkunde des Franz K. wurde in russischer Sprache verfasst, da Lubstow zeitweilig dazu gehörte. Ich schätze, dass es beim Übersetzen zu den Unstimmigkeiten kam: die unterschiedlichen Geburtsdaten- es gab ja zwei verschiedene Kalender.
    Und aufgefallen ist das Ganze womöglich tatsächlich im Zusammenhang mit einem Ariernachweis....vermute ich mal, denn es ist niemand mehr da, den ich fragen könnte.

    Fröhliche Abendgrüße Beate
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  7. #7
    Forum-Teilnehmer
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    Standard AW: Randbemerkungen auf Urkunden

    Hallo Beate,

    hier wird der Unterschied zwischen dem julianischen und gregorianischen Kalender recht anschaulich dargestellt:
    http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=94964

    SC

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