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Thema: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

  1. #1
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    Standard Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Nein, etwas Besonderes ist es für mich nicht mehr.Bin ich doch fast in jedem Jahr dort. Es ist aber vor allem dann besonders, wenn ich mit Danzigern unterwegs bin, die nicht ihr Wissen erweitern oder auffrischen wollen, sondern vor allem durch die Straßen schlendern, alte Gemäuer betrachten, um jede Ecke gucken und auch mal allein unterwegs sein wollen.

    Und dies kann man zur jetzigen Zeit ganz ohne Ängste, was ja auch einmal anders war.
    Aber von vorn:Herr Kluck hatte die Reise im Danziger Mitteilungsblatt angeboten. Mit der Wizzair von Hamburg dauerte der Flug gerade mal eine Stunde, nur die lange Prozedur drumherum darf man nicht mitrechnen, da gibt es viele Wartezeiten, bis es losgeht.
    Wir (10 Personen) wohnten im Hotel Wolne Miasto. Das Hotel tipptopp, aber abends sehr laut, da die Menschen am Haus oft lärmend bis in die Nacht vorbeiziehen.Am nächsten Tag führte uns Christof, den ich schon von früheren Begegnungen kannte, durch die Innenstadt von Danzig.Das Museum im Rathaus mit den vielen Kostbarkeiten, die Langgasse,ins Uphagen-Haus, dann zum Altstädtischen Rathaus. Vom Rathaus an der Großen Mühle vorbei, die anscheinend gar keine Bestimmung mehr hat. Leer und tot. Dann gegenüber zur Katharinenkirche.Davor mussten wir unbedingt verweilen, denn das Glockenspiel hielt uns fest. Drumherum wird viel gebaut, auch an den Fassaden der Katharinenkirche und um die Brigittenkirche. Nun ging es zur Markthalle,da konnten doch einige an einem Stand mit riesigen Schmalzstullen nicht vorbei gehen, also war eine kleine Pause angesagt. Die Obststände sind reicht und bunt mit Obst und Gemüse gefüllt.Die Markthalle innen ist nüchterner,moderner, es wird alles verkauft,was der Mensch so braucht. Als nächstes dann in die Nikolai-Kirche. Durch das helle sonnigeTageslicht kamen die Seitenaltäre und die vielen Gemälde und schönen Skulpturen so richtig schön zur Geltung. In der Marienkirche wird Eintritt verlangt. Viele Baulücken werden durch moderne Neubauten gefüllt.Manche an den alten Baustil mit den hohen Giebelhäusern angepasst, andere wiederum im modernen Baustil. Es ist noch viel Platz.Besonders viel Zeit verbrachte ich in der Gegend unseres ehemaligen Zuhauses. Das war Leege Tor, Fleischergasse, Wiebenwall. Jedes Haus sah ich mir an, jede alte Tür.Und wenn möglich, auch die Treppenaufgänge. Ich glaube nicht, dass in ein paar Jahren noch viel davon zu sehen sein wird. Es sind eigentlich abbruchreife Gebäude.Sehr schön ist die neue Anlage, dort, wo mein Vater immer geangelt hatte, und mein Bruder fast ertrunken warbeim Schollchen springen. Da ist jetzt ein Ruderklub oder so etwas. Man kann schön auf Bänken sitzen und zusehen, wie kleine Tretboote ankommen, oder Paddelboote.Und ganz ohne die Menschenmassen ein kleines Stück weiter in Richtung Lange Brücke. Ein schönes Hotel ist da, das ich noch nie gesehen hatte.
    Weil ich nun schon beim Leege Tor bin...- ja, dort ist die deutsche Minderheit nun anzutreffen. Ich war schon sehr neugierig, denn mir bedeutet es viel, dass wir von Deutschland aus nicht nur über Danzig unterhalten, sondern noch mehr zeigen, dass wir zusammengehören mit denen, die in der Heimat geblieben sind.Und es sicher nicht leicht hatten.Zu Mauern kann man schnell einen Bezug herstellen, und doch noch viel eher zu lebenden Menschen? Sie waren so herzlich und freuten sich, dass wir da waren. Dass sie zur Kenntnis genommen werden.Es sind auch einige junge Leute dort.Deren Elan nicht ermüden zu lassen, das wäre eine schöne Aufgabe für Menschen vor Ort.Leider war die Zeit sehr knapp, denn das Taxi fand die Örtlichkeit nicht.Ich war zu Fuß schneller dort. Aber besser kurz als gar nicht.
    Eine sehr schöne Überraschung erlebte ich am Samstag. Ich kam die Langgasse entlang und wunderte mich über auffallend laute Gespräche. Wer trägt dort etwas vor... ich gehe zum Neptunbrunnen, da ist ein regelrechtes historisches Spektakel. In historischen Kostümen findet dort ein „ Theaterstück„ statt. Es musste es etwas aus Danzigs Geschichte sein,was dort dargestellt wird.Na ja, ich verstehe kein Polnisch und so sehe ich nur zu. Betrachte die schönen Kostüme. Fotografiere wild und durchgreifend, mit Nachvornedrängeln und so,das wollte ich jetzt wissen. Nach einem Trommelwirbel kommt der Stadtpräsident von Danzig. Herr Adamowicz.Redet und schwingt die Danziger Fahne. Ich verstehe was von „Europa“. Der ist mir ja schon seit dem letzten Danziger Treffen in sympathischer Erinnerung, und so glaube ich, dass er seine europäische Gesinnung kundttut. Nun , weil er dann durch das Stadt-Volk schritt und Rosen verteilte, da bekam ich dann auch eine Rose vom Danziger Bürgermeister persönlich überreicht.
    Was sagt man dazu!
    Ich habe so viele schöne Fotos und hoffe, die noch einstellen zu können.
    Wenn ich meinen Bericht weiterführe.....

    Schöne Grüße, Christa
    „Solange es geht, muss man Milde walten lassen, denn jeder kann sie brauchen.“
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  2. #2
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Schönen guten Abend,
    liebe Christa,

    ich habe schon in einem anderen Beitrag angedeutet, dass ich Euch nicht treffen konnte. Manchmal kommt es zu so schlimmen Überschneidungen. Ich hätte mich sehr gefreut, Dich/Euch treffen zu können.

    Von Eurem Treffen im Leege Tor habe ich bereits erfahren. Es sind nur wenige Leute dort, aber es besteht immer die Hoffnung auf eine gute Zukunft. Und, solltest Du beim Treffen der Danziger Ende Juni in Lübeck dabei sein (ich rechne fest mit Dir!), werden wir uns ja alle wieder treffen.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)

  3. #3
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Danke schön, Christa! Ich bin gerade mit gelaufen....und bin schon ganz gespannt, wo wir noch landen werden.
    Helfe Dir gern, wenn das mit den Bildern nicht klappen will. Und die Rose würd ich trocknen.

    Fröhliche Grüße, Beate
    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

  4. #4
    Moderatorin Avatar von Helga +, Ehrenmitglied
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    so ein schöner Bericht Christa. Ich hatte das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Und würde mich amliebsten auch sofort auf den Weg machen, wenn ich nur wieder ein kleines bißchen besser laufen könnte. Aber bis dahin erfreue ich mich sehr an Berichten wie dem deinen, ganz herzlichen Dank dafür.
    Viele Grüße
    Helga

    "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

  5. #5
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Christkind '1
    Guten Tag, Frau Christkind, In meinen zwei Bänden ,"Danziger Architektur, Was von Danzig übrig blieb" Band zwei. sind hauptsächlich Fotos von der Niederstadt, eben auch vom Wallplatz, Trumpfturm, Steinschleuse,usw. Die älteren Häuser werden ausgebaut und erhalten moderne Wohnungen, dabei werden die Fassaden so bleiben. Am Wallplatz sind die ältesten Häuser zu besichtigen, eines von 1889, das andere von 1892, allerdings ist das Arsenal von 1645 am 28. März abgebrannt, und wieder neu aufgebaut worden. Dort befindet sich die Kunstakademie- Skulpturen . Ich lief gerade von der Bastion Gertrud über den Wallplatz, als eine Salve von Granaten in das brenende Zeughaus einschlug. Ich flog durch die Luft und landete unsanft am Pfandhaus. Damit meine ich das viereckige Gebäude vor der Bastion Gertrud. Vor 1918 befand sich in dem Gebäude die Heeresdruckerei. Das brennende Arsenal rettete den Komlex der Wohnhäuser, weil der Rauch und Feuerschein die Einsicht versperrte. In meinem Buch. "Engel mit Trompete" beschreibe ich ausführlich den sowjetischen Sturmangriff auf diesen Stadtteil Gerhard Jeske

  6. #6
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Herr Jeske, Sie erwähnen Ihre Bildbände. Den ersten habe ich, und den zweiten werde ich mir in Kürze besorgen, weil ich beide Fotobände als wichtige Dokumente für die alte Stadt Danzig betrachte. Ich habe nicht mitbekommen, dass der Folgeband auch schon erschienen ist.-
    Ja, Helga, gut zu Fuß sein, dann kommt man auch überall hin.-
    Wenn ein Treffen der Danziger angesagt ist, dann, Wolfgang, dann setze ich alles in Bewegung, um dabei zu sein.... na klar doch....aber es kann immer etwas dazwischen kommen, und so habe ich mich auch noch nicht um ein Quartier gekümmert.Das ist ja wichtig.



    Danzig ist eine Stadt der Kontraste. Hier mächtige und prunkvolle Kirchen, reich verzierte Häuserfassaden in langen Reihen,Rathäuser, Bürgerhäuser, Gasthäuser - jedes könnte man lange betrachten, um dann doch nicht alles wahrnehmen zu können. Und dann die Schmuddelecken, die abbröckelnden Fassaden, die vielen Stolperfallen auf den Gehwegen,die hässlich bemalten Wände. In den Straßen ist ab einer gewissen Uhrzeit ein ständiges Auf und Ab von Menschenmassen.Viele Schulklassen, viele hübsche und gut gekleidete junge Menschen, Touristengruppen und Gaukler, Straßenmusikanten und arme alte Menschen, die am Rande sitzen und etwas verkaufen wollen.Morgens sieht man Menschen, die die Mülleimer durchsuchen.
    Geht man die Heilige Geist-Gasse an der Königl. Kapelle vorbei in Richtung Mottlau, stehen links Häuser, eins ist das Schopenhauer Haus. Auf der anderen Straßenseite sind keine Häuser mehr, sondern nur noch die Beischläge. Links also wohnen Menschen, sitzen auf der Straße und genießen den schönen Abend bei einem Glas Wein, und hinter dem Mäuerchen des Restes einer Ruine haust ein Mensch! Seine Beschäftigung war, sich Wasser in eine Flasche zu füllen. Oder Schnaps? Als ich vorüberging und er mich ansah,war sein Gesicht - vielleicht durch einen Sturz- geschwollen und blau unterlaufen.Einsam und allein, krank und elend neben fröhlichen Menschen, die miteinander scherzten und lachten.Ich gab ihm etwas Geld, er schaute mir hinterher. Dieser Mensch hat mich sehr betroffen gemacht, und ich habe zum ersten Mal begriffen, wie einsam diese Menschen doch sind! Nicht die Bettel-Mafia, aber dieser Mensch. Der Platz auf der kalten Steinbank wird wohl seine Wohnung sein....Ich ging dann auf die Lange Brücke und sinnierte darüber, wie allein ein Mensch sein kann auf dieser Welt.-
    Danzig ohne Bernstein, das geht wohl nicht.Ich habe mir ein paar hübsche Stücke mitgebracht. Unechten möchte man ja nun nicht haben wollen, aber es ist viel Schmu dabei, also unechter.
    Ich kaufe nur noch welchen mit Zertifikat. Meiner hat auch den Bernsteintest bestanden. (Im Salzwasser steigt echter Bernstein nach oben).
    Durch die immer dunkler und durch romantische Beleuchtung schöner werdenden Straßen ging ich den Weg zu meinem Hotel zurück, die fröhlichen und einsamen Menschen hinter mir lassend.
    ______
    Schöne Grüße, Christa
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    (Th.Fontane)

  7. #7
    Forum-Teilnehmer Avatar von mottlau1
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Liebe Christa,

    danke Dir für die beiden Berichte Deines Danzig-Aufenthaltes.

    Ja, so ist es in dieser Stadt die sowohl die modernen wie auch die Seiten aus alter Zeit den Touristen zeigt. -Danzig ist sicher schön aber mich persönlich stört, daß zum Beispiel nur noch Cafes, Restaurants und Hotels die MODERNE widerspiegeln. Man will halt mit der Zeit gehen, aber ist das so erstrebenswert wenn man so ein Ziel verfolgt ???
    Vermutlich will mancher Tourist auch ein Andenken aus Danzig mitnehmen und darum bieten zig Geschäfte Bernstein u. Christal an. Das ist ja auch schön.

    Noch vor Jahren gab es hier und da ein Geschäft mit Lebensmitteln, ein Geschäft mit Büchern, Schreibwaren, Stände mit Schnitzereien und Handarbeiten aus Kaschubien . Alles ist verschwunden, warum wohl? - Wenn ich ehrlich sein darf mir gefällt so manches nicht mehr in Danzig. Und in Zoppot sieht es doch nicht anders aus, dort bleiben die Bewohner der Stadt auf der Strecke .

    Noch eins: Früher gab es das sehr gemütliche Restaurant Kubicki am Brausenden Wasser. Was ist heute drin? Ein Lokal mit viereckig zusammengenagelten Tischen und Stühlen. Nicht anders sieht es doch im ehemaligen Danziger Bowke aus. Tut mir leid, das ist nichts für mich.

    Schönen Gruß
    Jutta

  8. #8
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Danke, Christa, bin wieder mitgewandert- und werd jetzt erstmal googlen, ob es wohl in Danzig auch so etwas wie die "Reling/die Tafel" gibt, eine Anlaufstelle für die Gestrandeten.

    Nun, dass sich auch Danzig verändert ist doch normal, es will ja auch "mit der Zeit gehen", denke ich. Dass es denjenigen, die das alte Danzig kennen und lieben womöglich bissl weh tut, ist wohl auch verständlich.

    Schöne Grüße Beate
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  9. #9
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Dass die Veränderung weh tut, würde ich gar nicht einmal sagen, Beate. Es entsteht ja auch so viel Schönes, und die Stadt muss der neuen Generation gefallen, nicht uns. Und da sind wir älteren noch etwas kritischer, was wohl über Jahrhunderte schön sein wird, so wie es das "alte", - unser- Danzig war. Es etablieren sich Konzerne , wie in jeder Großstadt, und schließen, wenn der Profit nicht stimmt. Wie z.B. in der Großen Mühle.
    Unterhalb des Bischofs-Berges entsteht ein riesiges Einkaufszentrum. Ich bin gespannt, wie es aussehen wird.
    Und so wird wieder ein Stück mehr von dem da sein, was Jutta beschrieben hat.
    Schöne Grüße, Christa
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  10. #10
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Chrisrkind #6 Gerhard Jeske antwortet,
    Verehrte Christa,
    Vielen Dank für Ihre aufmunternten Worte, den zweiten Band können Sie direkt bestellen bei " Frau Petra Pauls- Rosenweg 5 - 79865 Grafenhausen D (Das ist im Nordschwarzwald), Ich möchte hier betonen, dass ich ohne die Honorarfreie
    Arbeit, bei der Gestaltung und des Druckes der zwei Bände. die Foto Bücher wohl kaum finanzieren konnte. Jetzt scanne ich alle meine Fotos aus der Kaschubei ein. 1600 sind schon fertig, aber die zu drucken werde ich es sicherlich nicht schaffen, zumal ich in Hamburg auch keine Unterrstützung erhalte, " Beschäftigen sie sich lieber mit Hamburger Themen" antwortete mir vom NDR eine Redakteurin. Auch in meinem Wohngebiet wurden die Bücher in den Zeitungen nicht besprochen. Aber viele Zeitgenosen in der Politik und der Presse erwecken den Einfruck, wie wenn sie an der Erinnerungsgeschichte enorm interessiert sind. Davon merke ich nichts. Der Leiter der Danziger Gruppe wohnt in meiner Nähe, meinen Sie, dass der mal vorbeigeschaut hatte, was so ein Künstler, ein ehemaliger Danziger, so macht? Postekuchem! Ihnen sende ich meine freundlichsten Grüße zu Gerhard Jeske

  11. #11
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Lieber Herr Jeske, ich bin mir sicher, dass viele Künstler solch enttäuschende Erfahrungen, wie Sie sie schildern,machen müssen. Aber es ist ja auch von Ihnen sicher mit Begeisterung und Idealismus alles zusammengetragen worden, was für die Nachwelt von großem Wert sein wird.
    In diesem Sinn ist Ihre Arbeit niemals umsonst gewesen. Ich jedenfalls freue mich darüber.
    Schöne Grüße, Christa
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  12. #12
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    Wenn es Nacht wird in Danzig
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  13. #13
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    Hier noch einige Fotos von meinen abendlichen Spaziergängen. Ich weiß nicht, warum manche Koppchen stehn.
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  14. #14
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Am Samstag auf dem Langen Markt-

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  15. #15
    Forum-Teilnehmer Avatar von Felicity
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Danke Christachen ! Beklage Dich nicht dass Deine Bilder 'Koeppchen stehen', Du bist ja ein ganz grosses Genie und weisst wenigsten wie man die Dinger einstellt. Bei mir ist es immer unmoeglich weil ich es nach all den Jahren noch immer nicht gelernt habe. Ich glaube es ist ein bischen zu spaet fuer mich. Liebe Gruesse von der Feli

  16. #16
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    Daumen hoch AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Na ja, Feli, wenn man nur immer Sorge hat, dass man Fehler macht, dann lernt man ja nichts...
    Also: immer wieder probieren.
    ________________________________
    Zwei Tagesausflüge waren noch im Programm: Danziger Werder und Danziger Höhe.Ganz eindrucksvoll dieses Grün-Gelb-Blau in der Natur. Soweit das Auge reichte. Und dann die wunderschönen weißen Wolkengebilde dazu, da mochte man gern aus dem Fenster gucken. Der Weg war das Ziel.Schönsee ….Tiegenhof....Elbing....Frauenburg, um nur einige Orte zu nennen. Auch die schönen Vorlaubenhäuser, die am Wege standen, konnten wir fotografieren.
    In Cadinen waren keine Pferde zu sehen, aber es hatte ein Künstler seine Werkstatt in einem Stallgebäude, in der er schöne Vasen, Fliesen, Figuren aus Ton herstellte. Da fanden viele ein schönes Teil, das unbedingt mitwollte.Ich freue mich jetzt an der hübschen kugeligen Vase, die ganz toll zur Sofa-Ecke passt.....
    Ein Hotel ist auch auf dem Gestüt, ein schönes an einem schönen Ort.
    Anscheinend wir im Werder eine neue Autobahn gebaut.Was da an Erdbewegungen stattfinden! Ich habe nur gestaunt.
    Ja, und dann auf der Danziger Höhe ging es natürlich nach Pelplin. Das ist ja ein prächtiger Dom!Vor allem durch seine Ausmaße. Tausende Engelchen und wunderschön geschnitztes Gestühl.Wir hatten eine Führung, und jeder sah sich dann nochmal das an, was er besonders eindrucksvoll fand. Karthaus kam dann etwas kurz, denn es ist ja fast unmöglich, sich mit dem Auto durch die Stadt zu bewegen. So ein Verkehr! Aber da war ich auch schon zweimal, da habe ich es nicht so sehr vermisst.Mir kommt es so vor, als wäre dort das Personal sehr unfreundlich und kurz angebunden.Na ja. Unfreundlich war auch die Kontrolle am Danziger Flughafen. Wird man hin-und herdirigiert, wenn man nicht gleich begreift,was man tun soll ( Sachen in die Kiste...Arme hoch, Füße an die Seite..), dann kommt gleich der böse Blick. Ich sag's ja: Vorstufe zum Roboterleben...
    In Mariensee – na, das kennt ja jedes Danziger Kind …. da sind für Schulgruppen oder auch andere Erholungssuchende ganz hübsche Plätzchen zum Bootchen fahren, oder Grillen, oder im einfachen Gasthaus satt zu werden. Das war schon eine kleine Pause wert.
    Was es sonst noch so zu sehen gab -, ach, fahrt doch lieber mal selbst hin!!!!
    Ich habe mir noch ein paar Steinchen mitgenommen.
    Wenn meine Erben mal alles durchforsten und nach Schätzen suchen, stoßen sie auf ein Kistchen mit Mauersteinen. Kleine Brocken. Und sie werden sagen: „Ach Gottchen, was ist denn das:Bauschutt statt Diamanten????“ Kein Bauschutt!!! Kleine Teile von der Stadtmauer und von der Georgenhalle kommen zu den aufgehobenen Steinresten der Wiebenkaserne in Danzig. Was wertvoll ist, bestimmt der Besitzer.

    Fotos will ich in mein Album stellen... wenn es gelingt.
    In diesem Sinn beende ich meine Schlabberei, ein schönes Pfingsfest wünscht
    „Solange es geht, muss man Milde walten lassen, denn jeder kann sie brauchen.“
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  17. #17
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Danke schön, Christa, ich bin so gern mit Dir gereist! Es war kurzweilig und fröhlich- einfach nett!
    Manche Gegenden kenne ich, viele nicht. Ist ja auch schon paar Tage her, dass ich dort war.

    Dir auch ein schönes Pfingstfest,
    fröhliche Grüße Beate
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  18. #18
    Forum-Teilnehmer Avatar von vklatt
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Liebe Christa,

    danke für einen wunderbaren Reisebericht. Es hat mir vielFreude gemacht,
    dich auf deiner Reise zu begleiten.

    Liebe Grüße

    Vera
    Was ist ein wahres Geheimnis?
    Etwas, das für jeden offen da liegt-
    und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.

    Lao-tse

  19. #19
    Forum-Teilnehmer
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Liebe Christa,

    auch von mir ein Dankeschön für den interessanten Bericht. Hoffe, dass ich bald selbst mal wieder hinkomme.
    Selbst vor Ort ansehen ist halt immer das Beste

    Viele Grüße
    Justine

  20. #20
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Wenn mein Bericht zum Hinreisen animiert, dann ist es doch gut und freut mich.
    Und ihr könnt es glauben, dass ich auch in die Mottlau gespuckt habe. Aber nur einmal, und ich brauchte lange, damit es reichte für die Sammelbestellung.An der Langen Brücke steht ein Schiff, auf dem man frischen Fisch gebraten bekommt, und da läuft einem schon bei der Bestellung das Wasser im Mund zusammen, was dann von Vorteil ist.
    Schöne Grüße, Christa
    „Solange es geht, muss man Milde walten lassen, denn jeder kann sie brauchen.“
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  21. #21
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    05.06.2017
    Hallo Christkind, danke für Deinen Reisebericht und die Fotos. Dank sei aber auch dem Internet, denn dadurch bin ich ständig mit den Webcams von Danzig, Zoppot, Gdynia und Hela verbunden. Die drangvolle Enge im Sommer habe ich kennengelernt und deshalb fahre ich nur noch im Winter in meine Heimat und genieße das jedes Jahr.

    Viele Grüße aus dem Schwabenland von Lilofee

  22. #22
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Guten Abend,-
    Fotos, liebe Liselotte, habe ich ja ganz viele.
    Jetzt suche ich noch ein paar heraus , rund um Bastion Gertrud / Leege Tor.

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    Schöne Grüße, Christa
    „Solange es geht, muss man Milde walten lassen, denn jeder kann sie brauchen.“
    (Th.Fontane)

  23. #23
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    Standard AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

    Liebe Christa,

    vielen Dank für Deinen ausführlichen Reisebericht, da wird bei mir sofort das Reisefieber geweckt. Mich musst Du ja eigentlich nicht von einer Danzigreise überzeugen, ich muss mich nur mal in meinem Büro freischaufeln.

    Danke auch für die schönen Fotos, Deine sind für mich immer etwas Besonderes, liegen unsere Wurzeln doch in derselben Ecke von Danzig. Hast Du denn auch die östliche Seite vom Becken fotografiert? Da fehlt nämlich jetzt etwas.

    Liebe Grüße
    Rüdiger
    Es gibt nichts Gutes / außer: man tut es. (Erich Kästner)

  24. #24
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    Daumen hoch AW: Meine Reise nach Danzig vom 22.5.-28.5.2017

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    Ja,Rüdiger, ich habe auch ganz viel an deine Mama (Fröschlein) gedacht.
    Wir haben öfter von der Gegend gesprochen, denn sie kennt sich dort gut aus, am Poggenpfuhl.
    Schöne Grüße, Christa
    „Solange es geht, muss man Milde walten lassen, denn jeder kann sie brauchen.“
    (Th.Fontane)

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