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Thema: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

  1. #1
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Frage Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Schönen guten Nachmittag,

    hier ein kleiner Erfahrungsbericht über meinen Uni-Klinik-Aufenthalt in Langfuhr:

    -----
    Universitätsklinik Danzig - hört sich toll an, alles scheint sich in jeder Hinsicht auf höchstem Standard zu bewegen.

    Einige Fakten:
    - Das Uni-Klinikum befindet sich im Stadtteil Langfuhr sowohl in neuen hochmodernen Gebäuden als auch in maroden kaputten Altbauten
    - jenachdem in welcher Fachklinik bzw. Station man liegt, hat man -von der Unterbringung her gesehen- Glück oder Pech
    - nach meinem Eindruck: das fachärztliche Niveau ist hervorragend, Anamnese und Diagnostik wird interdisziplinär außerordentlich viel Zeit und Sorgfalt gewidmet, die Behandlung im Rahmen vorhandener Möglichkeiten ist erstklassig, das Pflegepersonal qualifiziert, freundlich, engagiert.

    Ich bin in einem Altbau untergebracht, der bis zum Letzten ausgelutscht ist. Überall defekte Elektrik, herausgerissen Steckdosen mit blanken Kontakten, fehlende Beleuchtung, und, und, und. Der gesamten Station steht eine einzige Männertoilette zur Verfügung, kalt, unhygienisch, nicht behindertengerecht (viele Patienten hier sind Rollstuhlfahrer), nicht absperrbar. Es steht eine einzige Dusche zur Verfügung in einem kalten Raum.

    In der Station in der ich mich befinde, liegen Schwerkranke, Dahinsiechende, Sterbende, Genesende. Ich gehöre glücklicherweise zur letzten Gruppe. In meinem Zimmer befinden sich momentan fünf belegte Betten, es lassen sich aber je nach Bedarf noch ein paar weitere hineinquetschen. Nach dem was ich sah, glaube ich, dass es trotzdem noch das schönste Zimmer ist. Auch wenn die Heizung defekt ist... - sie lässt sich nicht regulieren sondern läuft mit Höchstleistung was ein extrem warmes Zimmer und pfurztrockene Luft mit sich bringt. Das hat auch zur Folge, dass immer irgend jemand röchelt "Fenster auf, Fenster auf" und der nächste dann klagt "es zieht, es zieht".

    Ein paar weitere Besonderheiten in vielen polnischen Krankenhäusern sind vielleicht auch nicht allgemein bekannt: Das einzig positive was man über die Verpflegung sagen kann ist, dass bisher noch niemand verhungert ist. Es kann sein, dass es zum Frühstück ein paar Scheiben Brot, ein Klacks Margarine und ein gekochtes Ei gibt. Das ist alles. Oder abends ein paar Scheiben Brot, ein Klacks Margarine und einen Löffel Quark. Käse, Wurst, Marmelade, Honig? Was ist das? Gibt's nicht. Gestern Abend gab's mal was Besonderes: Eine halbe Orange. Mittags gibt's Wassersuppe mit Karotteneinlage, manchmal auch mit enthaltenen Kartoffel- oder Rote-Bete-Stückchen. Dann eine Kelle Stampfkartoffeln, und einen Klops aus geschredderter Geflügelfleischmasse. Schmeckt wie eingeschlafene Füße. Pech hat, wer kein eigenes Besteck mitgebracht hat oder keine eigene Tasse. Irgendwie bekommt man dann zwar doch ein Plastikbesteck (zur Mehrfachverwendung), aber wer keine Tasse, Becher, Glas hat, kann schauen, wie er was zu trinken bekommt. Wenn überhaupt noch was zu trinken da ist. Denn selbst bei der Essensausgabe kommt es vor, dass es keinen Tee mehr gibt. Auf der Station gibt es auch kein Mineralwasser, Teebeutel oder sonst was. Es gibt nichts. Jeder von meinen Mitpatienten hat auch seine eigene Rolle Toilettenpapier -ich natürlich auch-, denn man kann nie wissen, wann auch das Papier ausgeht.

    Ach, fast hätte ich's vergessen: Unsere Betten sind Metallpritschen, mit unflexiblem Metallgitterrost auf dem eine drei Zemtimeter starke durchgelegene "Matratze" liegt. Nach der ersten Nacht zeichnete sich das Metallgitter auf meinem Rücken ab. Meine Frau schleppte Berge an dicken Decken an um das Bett wenigsten ein klein wenig zu polstern. Seitdem kann ich wenigstens halbwegs schlafen.

    Nett und abwechslungsreich sind internationale Studentengruppen die hier durch die Abteilung geführt werden und eine eigene Anamnese und Diagnostik durchführen und potentielle Behandlungen diskutieren. Da dies in der Regel Studenten sind, die kein polnisch können, sind Professoren und Ärzte dankbar wenn sie ausländische Patienten haben, die gut mit ihren Studenten in englischer Sprache kommunzieren können.

    Tja, es gäbe noch viel, viel zu erzählen. Schlimmes, Trauriges, aber auch Nettes. Nettes ist durch die Bank weg über das Personal zu sagen. Wie sie sich mühen, wie sie Empathie zeigen, wie sie Sterbende behutsam pflegen.

    Vielleicht noch eine kleine Anmerkung: Ich vermute auf diesen kleinen Erlebnisbericht Kommentare wie "kann auch alles in Deutschland passieren, haben wir auch". NEIN, das ist NICHT möglich in Deutschland. Natürlich ist das auch nicht in jedem polnischen Krankenhäusern so, erst recht nicht in Uni-Kliniken, aber es ist kein Einzelfall. Meine Mutter hat eine noch sehr viel schlimmere Odyssee mitmachen müssen.

    Vor zweieinhalb Jahren war ich zu einer Operation in der Berliner Charité, in einem vergleichbaren Altbau, aber was Baulichkeiten, Hygiene und Verpflegung anbetrifft, liegen da Welten dazwischen.

    Aber ich wiederhole auch noch einmal: Die medizinische Versorgung durch Ärzte und Pflegepersonal ist erstklassig und könnte kaum irgendwo anders besser sein.

    Mit ein bisschen Glück komme ich morgen Nachmittag raus. Dann wird mein längster stationärer Krankenhausaufenthalt seit Kindesbeinen beendet sein. Und dann, erst dann, wird eine richtige Genesung möglich sein.
    -----

    Schöne Grüße aus Danzig
    Wolfgang
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  2. #2
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Wolfgang,

    Dein Erfahrungsbericht aus dem Uni-Klinikum ist eine erschütternde Anklage über die derzeitigen räumlichen Zustände und die aktuelle Verpflegung im Altbautrakt dieser Krankeneinrichtung. Träfe Deine Schilderung auch nur annähernd auf die Situation in einer deutschen Haftanstalt zu, wäre ein Generalstreik mit öffentlicher Medienbegleitung sofortige Folge.

    Ich hoffe deshalb sehr, dass Du erstens morgen tatsächlich diese erbärmliche Zumutung, diesen unmenschlichen Schandfleck der Stadt Danzig verlassen und Dich anschließend zu Hause endgültig gesundpflegen kannst, und dass Du zweitens nach restloser, nachhaltiger Ausheilung den Mut fasst, Dich beim Stadtpräsidenten von Danzig, dem sonst so sehr um seine Stadt bemühten Paweł Adamowicz, über Deine Erfahrungen im Uni-Klinikum Danzig zu beschweren.

    Im offiziellen Portal der Stadt Danzig, gdansk.pl, wird derzeit laufend über Verschönerungsaktionen in den Straßen der Stadt berichtet. Um wieviel sinnvoller wäre es, mit Teilen der dafür verfügbaren Finanzmitteln im Uni-Klinikum Danzig endlich menschenwürdige Zustände herzustellen, die internationalen Standards für Krankenhauseinrichtungen entsprechen.

    Sollte wider Erwarten die Beschwerde bei Herrn Adamowicz nicht fruchten, wäre an eine öffentliche Anprangerung Deiner geschilderten Uni-Klinikum-Zustände zu denken. Dafür würden sich sicher Mitstreiter – nicht nur im forum.danzig.de – finden.

    Ich bewundere Deine Geduld, die Du in dieser Krankenhaus-Hölle so lange aufgebracht hast, und wünsche Dir sehr herzlich ab morgen ein Wiederaufblühen in Prinzlaff.

    Mit besten Grüßen
    Ulrich

  3. #3
    Forum-Teilnehmer Avatar von Heibuder
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Grauslich! Wie kann es das geben bei EU-Fördergelder an Polen in Höhe von 9,5 Mrd€?
    Google liefert noch mehr solche symptomatischen Berichte aus ganz Polen, z.B. diesen:

    https://www.polen-pl.eu/im-krankenha...n-lagebericht/

    Und der Diebstahl medizinischer Geräte in deutschen Kliniken weitet sich aus (lt. Ärzteblatt). Alles klar?
    Ob dieser frustierte Zwerg von der PIS davon weiß? Vielleicht schiebt er auch dafür den Deutschen die Schuld zu.

    Denn man eine Gute und schnelle Genesung, Wolfgang!!
    Es grüßt der Heibuder!

    "Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz." (R.Fernau)

  4. #4
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Schönen guten Abend,

    in dem von Dir, Wolfgang, aufgezeigten Artikel vom Februar 2011, wird die Hauptursache für die Misere genannt: Eine chronische Unterfinanzierung des Gesundheitswesens an der sich bis heute nichts geändert hat. Und so trifft praktisch all das noch zu was schon vor sieben Jahren bemängelt wurde.

    In Danzig wird sehr viel getan, sehr viel gebaut. In zwei Jahren soll die Fachklinik in der ich bin einen Neubau beziehen. Und dann wird auch da viel Positives geschehen. Aber nur ein weiteres Beispiel für Geldmangel: Als ich in der Notaufnahme war (13 Stunden lang) waren in dem Behandlungszimmer in dem meine ersten Untersuchungen durchgeführt wurden, beide EKG-Geräte defekt. Eine Krankenschwester wurschtelte mit Zange und Schraubenzieher an den Kontakten so lange rum bis es dann doch eine Minute lang funktionierte.

    Der Personalschlüssel ist -zumindest in meiner Station und nach meinem Empfinden- während der Arbeitswoche ausreichend. Hier käme es nie vor, dass ein hilfsbedürftiger Patient, der selber nicht essen kann, vor einem vollen Teller sitzen bleibt bis dieser abgeräumt wird.

    Ein ganzer Teil des Pflegepersonals trägt hier zivile Kleidung. Weil kein Geld da ist, kein Geld für Krankenhauskleidung, kein Geld für Wäschereinigung. Was die hier Beschäftigten für Hungerlöhne leisten -sowohl Ärzte als auch Pflegepersonal- grenzt an Bewundernswertes. Hinzu kommen die Rahmenbedingungen, die eigentlich jeden hier Beschäftigten mutlos werden lassen müssten.

    Der Leidensdruck kommt jedoch bei der "Elite", also bei den oberen Zehntausend, nicht an. Denn diese hat durch Vitamin "B", also entweder durch Einfluss, Beziehungen und/oder Geld ganz andere Möglichkeiten. Das modernste und am besten eingerichtete Krankenhaus Polens ist das Militärkrankenhaus in Warschau. Dort kommt "Kreti und Pleti" jedoch kaum hin. Aber auch private Krankenhäuser (wie das Danziger SwissMed) sind gut, aber eben nicht mit den medizinischen Kapazitäten versehen wie die Uni-Klinik. Ein ganz anderes Problem ist, erst einmal in ein Krankenhaus aufgenommen zu werden. Denn es fehlen Betten, Personal, Geld. Und so werden viele Menschen die eigentlich dringend auf Hilfe angewiesen wären, solange wieder nach Hause geschickt bis es gar nicht mehr anders geht und sie aufgenommen werden müssen. Wenn sie's dann überhaupt noch in's Krankenhaus schaffen.

    Es hilft letztendlich nur eins: Ein gewisser Fatalismus gewürzt mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus und Humor.

    Schöne Grüße aus Danzig
    Wolfgang
    -----
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  5. #5
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Hallo Wolfgang,

    Deine Empfehlung im letzten Absatz von #4 teile ich ganz und gar nicht. Hier hilft nur Druck von außen: internationale öffentliche Anprangerung, wenn im eigenen Land nicht von selbst Abhilfe geschaffen wird.

    Viele Grüße
    Ulrich

  6. #6
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Schönen guten Abend,
    lieber Ulrich,

    bedingt durch meine Frau zählen zu unserem Freundes- und Bekanntenkreis überwiegend Ärzte (sowohl Krankenhaus als auch frei praktizierend) und Apotheker. Und alle kämpfen für bessere Verhältnisse (oder gehen in's Ausland). Es wird sich sicherlich auch was zum Besseren ändern, aber das wird lange, lange dauern.

    Schöne Grüße aus Danzig
    Wolfgang
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  7. #7
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Hier der Link zu einem Bericht zu diesem Thema von Deutschlandfunk Kultur vom 06.12.2017 ("Polens Ärzte in Not - 'Wir lassen die Situation eskalieren'"): > http://www.deutschlandfunkkultur.de/...icle_id=402384 .

  8. #8
    Forum-Teilnehmer Avatar von Inge-Gisela
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Wolfgang, ich bin wirklich erschüttert über Deinen Bericht. Da kann die Genesung wirklich erst zu Hause stattfinden. Das kann man überhaupt nicht mit einem Krankenhausaufenthalt in Deutschland vergleichen. Obwohl in großen Krankenhäusern auch so einiges zu wünschen übrig lässt. Aber das wäre jetzt im Vergleich zu Deinem Erlebnis auf hohem Niveau genörgelt. Hier muss man eher aufpassen, dass man im Krankenzimmer nicht beklaut wird, wenn man sogar dabei ist. Andererseits gibt es hier auch Patienten, die glauben, sie seien in einem Hotel untergebracht und klingeln für Nichtigkeiten oder für Dinge, die sie selbst erledigen könnten. Man kann schon so einiges beobachten. Jedenfalls glücklich der, der nur ganz selten ins Krankenhaus muss oder überhaupt nicht.

    Lieben Gruß

    Inge-Gisela

  9. #9
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    danke Ulrich für den Link www. deutschlandkuiltur.de. Alle Themen, Polen betreffend sind für mich interessant gewesen und habe sie mit Spannung gelesen. Da kann man sein Wissen über Polen noch ein bißchen bereichern. Was die Misere in polnischen Krankenhäusern betrifft, erinnert mich das sehr an die 80er, 90er Jahre wo massenhaft Lastwagen mit Medikamenten, mediz. Geräten, ja selbst Bettwäsche nach Russland fuhren. Sollte man das vielleicht jetzt auch für Polen organisieren ? Abendlich Grüße von Ada
    Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

  10. #10
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Wolfgang!
    Recht gute Besserung wünsche ich Dir von ganzem Herzen!
    Über die Gesundheitsversorgung in P. bin ich durch einen 90 jährigen Danziger,erschütternd
    Informiert! Dieses kann man sich bei uns einfach nicht vorstellen!
    Über meinen letzten K.-Aufenthalt kann ich absolut nicht klagen.
    Alles Gute für Dich und die Deinen,
    Hans- Henning

  11. #11
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Hallo an alle, die hier mit Wolfgang mitgelitten haben.

    Inzwischen habe ich mich an diesen Forum-Beitrag erinnert, in dem ich auf einen gdansk.pl-Artikel vom 08.05.2017 hinwies, der vom Richtfest "einer bedeutenden Erweiterung des Krankenhauses der Medizinischen Universität Danzig: dem Nicht-invasiven Medizinischen Zentrum" berichtete (Titel des gestarteten Themas: "Neues Krankenhaus der Medizinischen Universität Danzig"): > http://forum.danzig.de/showthread.ph...sit%E4t-Danzig .

    Dort hieß es u.a. (siehe dazu die deutsche Übersetzung), dass die ersten Patienten in der zweiten Jahreshälfte 2018 aufgenommen würden, der Gesamtkomplex dieses Neubauvorhabens aber erst 2020 fertiggestellt sein würde.

    Frage an Wolfgang: Soll das oben erwähnte Bauvorhaben (auch) den schrecklichen Altbau ersetzen, in dem Du Dich aufhalten musstest?

    Viele Grüße
    Ulrich

  12. #12
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Hallo,guten Abend.
    1979 ist mein Onkel in dieser Klinik an Krebs verstorben,ich habe ihn besucht und es war wirklich nicht Schön. Holzhäuser ohne Bad und Wc. Es sah aus wie in einen Gefangenenlager und vor den Häusern saßen sehr kranke Männer und genossen die letzten ihrer Tage mit Schnabs. Ich habe diese Klinik nicht mehr besucht. Und hoffe das es sich dort bald alles ändert. Eine schreckliche Erinnerung für mich.
    Gruß Roman

  13. #13
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Guten Abend zusammen,

    ich komme gewaltig ins Grübeln: da lässt man ein Prestige-Objekt nach dem anderen entstehen und so eine Urnotwendigkeit wie ein gut funktionierendes Krankenhaus, das doch jedem Bürger der Stadt dienen soll, das ist eher Nebensache? Dauert, dauert, dauert?

    Ob in Danzig die Prioritäten anders gesetzt werden?

    Grübelnde Grüße, Beate
    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

  14. #14
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Schönen guten Nachmittag,

    ich habe mit meinem "Erfahrungsbericht" eine Diskussion losgetreten, in der der Stadt Danzig eine Art Buhmann-Funktion zugeteilt wird. In meinen Augen zu Unrecht. Wir schreiben auch das Jahr 2018 und nicht mehr 1979. Es hat sich in den letzten Jahren wahnsinnig viel getan, und wenn die Ergebnisse noch immer unbefriedigend sind, dann liegt das nicht am fehlenden Willen -vor allem nicht auf lokaler Ebene- sondern primär am polnischen Gesundheitssystem und mangelnden finanziellen Mitteln.

    Ich sehe hier auch keine großen mit öffentlichen Mitteln gebauten Prestigeobjekte die einer besseren finanziellen Ausstattung des Gesundheitswesens entgegen stünden. Denn öffentliche Investionsvorhaben, die ja vom Staat, der EU und zum Teil auch der Stadt Danzig bestritten werden, betreffen in erster Linie notwendige Infrastrukturmaßnahmen sowie kulturelle Einrichtungen.

    Hinter dem Altbau in dem ich lag wird gerade ein neuer Klinikkomplex hochgezogen. Er wird in zwei Jahren fertig sein und dann auch den Altbau ersetzen. Ich befürchte aber, dass sich bis dahin die personelle Situation weiter verschärfen wird.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
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  15. #15
    Forum-Teilnehmer Avatar von Mona1
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Wolfgang,

    sehr lange ist es her, dass ich hier im Forum gelesen habe. Seit 12.12. bis letze Woche, hatte mich auch ein heftiger Infekt mit Fieber aus der Bahn geworfen. Allerdings konnte ich mich zuhause wieder langsam, langsam ins Lot bringen...

    Was ich von dir hier gelesen haben, erschüttert mich sehr. Es macht mich sehr betroffen, unter welchen Umständen du im Krankenhaus "ausharren" musstest. Eine ähnliche Geschichte mit Krankenhausaufenthalt deiner Mutter hattest du uns ja erzählt. Dass es aber in der Uni-Klinik auch an allen Ecken und Enden fehlt, hätte ich nicht gedacht. Schlimm und traurig zugleich. Wie so oft wird Geld am falschen Fleck eingesetzt. Ein gut funktionierendes Krankenhaus mit entsprechender Hygiene sollte im 20 Jahrhundert auch in einer Universitätsstadt wie Danzig möglich sein. Wie gut, dass du mittlerweile zuhause bist :-)

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen baldige Genesung, und dass das neue Jahr dir und deinen Lieben Gesundheit, Wohlergehen, und viele vergnügte Stunden in Leichtigkeit und Freude beschert.

    Wenn sich meine Gesundheit weiter stabilisiert, und es mir möglich sein sollte Reisen zu können, dann möchte ich meinen Geburtstag Anfang Juni in Danzig feiern :-) Also lieber Wolfgang, werde auch du gesund, damit ich dann entsprechenden Wein aus Cleebronn besorgen kann :-) :-) und wir uns noch einmal wiedersehen können :-) Ich gebe mein bestes ;-) , du bitte auch ;-)

    Herzlichst Sybille
    PS. Auch von meinem Mann die allerbesten Genesungswünsche für Dich!

  16. #16
    Forum-Teilnehmer Avatar von mottlau1
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Guten Morgen,

    der Hinweis zu der Lage von Krankenhäusern in Polen von Wolfgang ( Nr.3 ) ist sehr interessant. https://www.polen-pl.eu/im-krankenha...n-lagebericht/

    Ich selbst war wegen eines Hörsturzes den ich 2008 erlitt im Krankenhaus von Starogard-Gdansk. - In Begleitung einer Bekannten die sehr gut deutsch spricht wurde ich ins Krankenhaus gefahren (Rollstuhl). Man führte uns in ein Zimmer in dem ein Mann lag. Angeblich war dieser herzkrank. Geschlagene drei Stunden warteten wir auf den Arzt. Die Luft war zum Schneiden denn es breitete sich der intensive Alkoholgeruch im Zimmer mächtig aus!!!

    Endlich kam ich zum Arzt. Dieser verstand jedes Wort deutsch aber sprach mit mir nicht. Darum dolmetschte meine Bekannte zwischen uns. Die Aparaturen für die Untersuchung lagen verstaubt auf einem Tisch. Er machte mir klar daß ich unbedingt in sein Krankenhaus kommen muß. Meine Frage was denn mit mir gemacht würde beantwortete er: Sie werden Infusionen bekommen. Ich fragte wie lange dauert dies denn. Antwort: Drei Stunden. Da ich in der Nähe von nur 8km wohnte, bat ich ihn darum: Schicken sie mir eine Krankenschwester für diese Zeit dann bezahle ich alles privat. Nein das geht nicht war seine Antwort! Weiter fragte ich dies: Ich habe eine Auslandskrankenversicherung beim ADAC würden sie den Transport mit einem Auto nach Deutschland befürworten. Anwort: NEIN! Zu guter Letzt bakam ich ein Rezept für Tabletten u. verließ das Krankenhaus. - Eine Alternative blieb mir: Das Gesundheitszentrum in Pelplin wo ich dann zehn Tage lang hingefahren wurde um die Infursionen zu erhalten. Wegen des Gleichgewichtes konnte ich alleine nicht gehen. Nach drei Wochen war ich transportfähig und mein Mann fuhr mich heim. Erst nach sechs Monaten war ich in der Lage wieder allein gehen zu können.
    Ich kann nur jedem der Danzig besucht raten sich auf jeden Fall für diese Besuchszeit eine Auslandskrankenversicherung für alle Fälle abzuschließen. Aber auch dann ist man einem polnischen Arzt ausgeliefert.

    Das war meine Erfahrung die hoffentlich Anderen erspart bleibt.

    Jutta

  17. #17
    Forum-Teilnehmer Avatar von Mona1
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Oh liebe Jutta,
    wenn ich deine Zeilen lese, zieht es mir den Magen zusammen... Unglaublich, ein Nachbarland, nicht der Kongo oder sonstige Urwaldverhältnisse...
    Nicht nachzuvollziehen dass Menschen so unwürdig in Danziger Krankenhäusern behandelt werden ...
    Da werde ich gut überlegen, ob Danzig in diesem Jahr die richtige Reise für mich ist. Eine Auslandskrankenversicherung bringt ja unter Umständen überhaupt keine Hilfe... Traurig, traurig, traurig...

    Gruß Mona

  18. #18
    Forum-Teilnehmer Avatar von mottlau1
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Liebe Mona,

    ich wollte mit meiner Erfahrung niemanden hier erschrecken. - Wollte nur aufzeigen was einen erwartet wenn man unverhofft ärztliche Hilfe in einem Krankenhaus erhofft.
    Eins habe ich, warum ich nicht in Starograd-Gd. ins Krankenhaus gehen wollte , leider vergessen zu schreiben. Bis ich zum HNO-Arzt gelangte wurde ich durch Gänge geschoben und konnte einen Blick in paar Krankenzimmer werfen. Das hat mich so abgeschreckt, daß für mich feststand, da gehe ich nicht rein!
    Ein großer Fehler meinerseits war dieser: Ich hätte zuerst den ADAC in München anrufen sollen und denen schildern müßen in welcher Lage ich mich befand, nämlich keinen Schritt alleine gehen zu können. Durch den Hörsturz war mein Gleichgewicht enorm gestört.
    Denke im Nachhinein, daß mir dann bestimmt Hilfe zuteil geworden wäre. - Eins war klar, der Arzt wollte mich mit aller Gewalt in sein Krankenhaus haben und darum hat er meine Frage mit nein beantwortet.

    Liebe Mona reise ruhig nach Danzig. Dir muß nichts derartiges wie mir passieren. Dennoch ist es auf jeden Fall gut wenn man durch eine Versicherung abgesichert ist.

    Alles Gute und schöne Grüße
    Jutta

  19. #19
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Hallo an alle, die hier aktiv oder inaktiv lesen!

    Mit seinem „Erfahrungsbericht“ in #1 hat nicht nur Wolfgang eine entrüstete Diskussion um die Situation in einer bestimmten Krankenhauseinrichtung im heutigen Danzig losgetreten (vgl. dazu #14), sondern Jutta hat mit ihrem „Nachhaken“ in #16 nun auch noch dazu beigetragen, dass Sybille (Mona1) wegen der von beiden Seiten geschilderten Umstände, die einem in Danzig/Polen im stationären Krankheitsfall widerfahren können, nunmehr ihre bisher in Danzig geplante Geburtstagfeier (vgl. #15) absagen will (vgl. #17). Jutta versucht zwar, Sybille von ihrem Reiserücktritt nach Danzig wieder abzubringen (vgl. #18), doch ich fürchte, dass Sybille bei ihrer Danzig-Absage bleibt.

    Diese Entwicklung finde ich fatal. Dadurch, dass Herbert Claaßen Anfang Juni auf jeden Fall Danzig besuchen wird (schönstes Geschenk zu seinem 90. Geburtstag), ich selbst sowieso wieder in der ersten Juniwoche in Danzig sein werde und ohne die in diesem Thread zu lesenden Erfahrungsberichte auch Sybille Anfang Juni in Danzig ihren Geburtstag feiern wollte, hätte schon diese günstige terminliche Übereinstimmung prima Gelegenheit zu einem Forum-Treffen mit Wolfgang in Danzig gegeben. Nun aber scheint Sybille nach dem hier Gelesenen leider andere Pläne zu haben, so dass sie und ihr Ehemann bei einem eventuellen Forum-Treffen in Danzig bedauerlicherweise fehlen würden.

    Da ich die letzten Reiseentscheidungen von Sybille nicht kenne (auch ich bitte sie hiermit herzlich, uns doch Gelegenheit zu geben, ihren Geburtstag mit ihr in Danzig zu feiern) und auch keinen Überblick habe, wer aus dem Forum evtl. außerdem am Juni-Treffen in Danzig teilnehmen könnte, möchte ich zunächst fragen, ob Ihr interessiert wäret, von mir einen Vorschlag zu einem solchen Treffen in Danzig zu erhalten. Ich wäre – bei Eurem Einverständnis – gerne bereit, die Organisation dafür (gerne mit zusätzlicher Hilfe) zu übernehmen.

    Auf Eure Antwort wartet gespannt mit freundlichen Grüßen
    Ulrich

  20. #20
    Forum-Teilnehmer Avatar von Inge-Gisela
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Hallo Jutta,
    wie Du schon sagst, eigentlich sollte es für jeden, der ins Ausland reist, wichtig sein, eine Auslandskrankenversicherung zu haben. Egal, ob jung oder alt. Ich finde auch, dass man nun hier nicht zu sehr an das "was kann alles passieren" denkt. Wenn man nicht direkt was Akutes hat, sollte man schöne Pläne nicht aus zu viel Ängstlichkeit heraus absagen. Wenn man innerhalb von Deutschland reist, gerade in etwas kleinere Orte, ist z.B. erst mal keine direkte ärztliche Hilfe vorhanden. Keine Arztpraxis, direkt im Umkreis auch kein Krankenhaus, von einer Apotheke ganz zu schweigen. Also ohne Auto geht erst einmal gar nichts bzw. evtl. mit einem Taxi, was Krankentransporte ausführt, wenn eins auch verfügbar ist. Oder es geht uns so wie einmal in Hamburg, als vor Jahren wir unseren Onkel in ein Krankenhaus bringen wollten und es ihn erst einmal abgelehnt hatte, weil wir den Rettungswagen hätten beauftragen müssen. Was ist das für eine Art. Unser Onkel hatte uns bis dahin verschwiegen (wir sahen ihn ja auch nicht so oft), wie krank er war. Er war auch nie zum Arzt gegangen. Ich bin laut und energisch geworden und habe gesagt, dass er schwerstkrank sei, daraufhin war dann doch ein Zimmer frei.

    Also unliebsame Erfahrungen gibt es genügend auch in Deutschland, nur anderer Art. Ich hatte mal eine ambulante OP im Krankenhaus. Und wo hat man mich danach wegen der noch bestehenden Narkose untergebracht, auf dem Krankenhausflur. Man kann nie genau voraussehen, was passiert, egal wo man ist.

    Lieben Gruß

    Inge-Gisela

  21. #21
    Forum-Teilnehmer Avatar von Mona1
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Ulrich,
    bleib ganz entspannt zum Thema Krankenhaus, Danzig und eine erneute Reise dorthin. Bei uns sind die Würfel noch nicht gefallen, und es bedarf noch mehr gesundheitliche Stabilität bei mir, bis ich entscheiden kann, ob wir in der ersten Juniwoche in Danzig sein werden. Aber sollten wir reisen können, dann würden Helmut und ich natürlich zu einem Forum-Treffen in Danzig kommen :-) :-)
    Einen schönen Abend und liebe Grüße
    Sybille

  22. #22
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Schönen guten Abend,

    nach einem nun 2-wöchigen Marathon durch verschiedene Arztpraxen, Laboratorien und bei ambulanten Terminen in der Uni-Klinik wäre es nun fast soweit gewesen, dass ich einen zweiten Erfahrungsbericht über die Uni-Klinik schreiben kann. Heute Vormittag: Meine Frau brachte mich in die Notfallaufnahme wo ich sofort intensiv betreut, untersucht und behandelt wurde. Bis 17:00 Uhr stand noch nicht fest ob sie mich wieder laufen lassen, aber dann, nachdem die Ärzte sagten, in der Klinik würde ich auch nicht anders therapiert werden als zu Hause, entschieden wir uns, das bereits mitgebrachte Köfferchen nicht aus dem Auto zu holen sondern Richtung Heimat zu fahren.

    Es wäre schon interessant gewesen, einen weiteren Bericht (über eine andere Station bzw. Klinik) zu schreiben, aber zu Hause ist's einfach schöner...

    Auch wenn ich nicht scharf darauf bin: Die Gelegenheit, ein Kapitel 2 zu schreiben, wird sicherlich noch kommen.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
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  23. #23
    Forum-Teilnehmer Avatar von Herbert Claaßen
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Hallo Wolfgang !
    Dann wünsche ich Dir, dass Du langfristig keine Erfahrungen mehr in Krankenhäusern, Arztpraxen u.a. sammeln mußt und Du bald wieder zu 100 % der Alte bist.
    Für unseren Aufenthalt in Danzig Ende Mai / Anfang Juni, es sind ja nur 3 volle Tage Aufenthalt, sammeln sich schon einige Termine an. Wir werden nicht alles schaffen, was wünschenswert wäre. Aber die Überlandtour Schiewenhorst/Werder soll es auf jeden Fall werden.Teile mir als PN doch bitte Deine Telefonnummer für eine vorherige Absprache mit.
    Viele Grüße und weiterhin gute Besserung.
    Herbert

  24. #24
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Schönen guten Abend,
    hallo Herbert,

    vielen Dank für die Genesungswünsche! Bis Ende Mai sind es ja noch ein paar Monate und die Chancen stehen nicht schlecht, dass ich bis dahin tatsächlich wieder der "Alte" bin...

    Was bis dahin neue Erfahrungen in Krankenhäusern oder Arztpraxen betrifft: Ich fürchte, die werde ich in der nächsten Zeit noch weiter reichlich sammeln dürfen. Seit heute bin ich wieder in der Uniklinik, gleiches alte Gebäude, andere Station, drei Stockwerke höher. Auch wenn das Eine oder Andere vielleicht ein bisschen besser sein mag, entsprechen die jetzigen Eindrücke im Großen und Ganzen exakt denen, die ich in meinem ersten Beitrag schilderte.

    Schöne Grüße aus Danzig
    Wolfgang
    -----
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  25. #25
    Forum-Teilnehmer Avatar von Felicity
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Wolfgang ! Von der alten Omi, nun 90, kommt ein guter Rat . Mach das Beste aus einer wiederlichen Situation. Goenne Dir Ruhe, koerperlich und seelisch, schlaf so viel Du kannst. Und wenn Du Deinen P.C. bei Dir hast, bist Du ja auch in Deiner eigenen Welt. Gute Besserung und ganz liebe Gruesse von der Feli

  26. #26
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Dann sei mal froh, dass du eine starke Frau an deiner Seite hast, die "vom Fach" ist. Ich wäre dort wohl rettungslos verloren. Für Ausländer bleibt im Krankheitsfall doch nur die sofortige Heimfahrt übrig.
    Alles Gute, Wolfgang!
    Christa
    „Solange es geht, muss man Milde walten lassen, denn jeder kann sie brauchen.“
    (Th.Fontane)

  27. #27
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationäre Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Guten Abend,

    mag sein, dass ich Gevatter Tod von der Schippe gesprungen bin. Vorerst. Wir alle sind sterblich. Wir sind uns dessen nicht immer bewusst obwohl wir uns doch immer wieder von langjährigen und liebgewonnenen Forumteilnehmer/innen verabschieden mussten.

    Es gibt Geräusche/Gerüche die Du Dein Leben lang nicht vergessen wirst. Du liegst in einem Fünf-Bett-Zimmer, Du weißt, Dein Nachbar liegt im Sterben. Gerade mal 48 Stunden zuvor wurde er als Notfall einquartiert, verkabelt, intubiert, kathedirisiert. Piep, piep, piep. Du weißt was das bedeutet. Notfall. Wie täglich. Es kann gut gehen. Oder auch nicht. Piep, piep, piep. Seine Frau ist bei der Einlieferung bei ihm. Besorgt. Aber nichts weiter. Eben eingeliefert. Wird schon werden. Kaum jemand ist sich dessen bewusst was schon werden kann, was schon werden wird. Piep. Piep. Piep. Seine Frau. Zwei Töchter. Spätestens wenn mitten im Krankenzimmer eine mobile Trennwand aufgebaut wird, weißt Du was die Stunde geschlagen hat. Sie waren da. Ich weiß nicht, ob sie wussten, was los war. Seine Frau weinte, sie gingen. Das schlimmste für mich war: Sie gingen ohne Abschied. Ohne Abschied, ohne Abschied... - wussten sie nichts? Bei Einlieferung war er ansprechbar, reagierte, konnte zwar wegen seiner Intubation nicht sprechen, aber Du hast gesehen, dass er ansprechbar war, reagierte. 48 Stunden später war er tot. Ich weiß nicht was war. Wahrscheinlich Multiorganversagen.

    Das war als ich das letzte Mal in der Uniklinik lag. Davor, Anfang Januar, starben in der ersten Nacht in der ich in die kleine spezielle Station eingeliefert wurde, gleich drei Leute. Es erübrigt sich, darüber zu sprechen. Wenn Du dem Tod Tag für Tag, Nacht für Nacht begegnest. Wenn Du staunend, für Dich unbegreiflich siehst, welch reiche Ernte er einfährt. Du siehst Dich als staunender Zuschauer, nicht als Betroffener an dessen Tür er vielleicht klopft.

    Der Kollege, der Mitkranke, der Sterbende, der in der Nacht vor meiner Entlassung starb: Er prägte Geräusche, Gerüche, die ich nie vergessen werde. Der Plastiksack, entfaltet im Zimmer, der Reißverschluss, rscht, rscht, die stundenlang im Zimmer stehenden Gerüche nach Entkabelung und Entkathedisierung, Du wirst es nie vergessen, es prägt, Du weißt, Du empfindest Sterblichkeit.

    Vor ein paar Wochen wurde ich entlassen. Vorerst. Es geht mir besser. Vorerst. Die Chancen stehen gut. Vorerst?

    Es wird noch ein Weilchen dauern bis ich wieder (vorerst?) halbwegs fit bin und mich im Forum wieder wie früher beteilige. Ich bitte auch darum, dass Ihr Euch in diesem Thema nicht groß kommentierend oder fragend oder anteilnehmend beteiligt. Nehmt es wie auch ich es nehme. Ich denke, es geht bergauf. Die letzten Monate haben mich geprägt wie nichts zuvor in meinem Leben. Es war, es ist und wird bleiben eine immer prägende Erfahrung.

    Unabhängig von irgendwelchen zu beanstandenden Räumlichkeiten oder sonstigen Rahmenbedingungen: Die ärztliche und pflegerische Behandlung/Versorgung war während aller klinischer Aufenthalte absolut hervorragend. Sie unterscheidet sich zwar von der in Deutschland üblichen, aber ich habe gesehen, dass dies auch Vorteile haben mag.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
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  28. #28
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Guten Abend,

    es gibt Dinge über die man nicht sprechen will, Dinge über die man schweigen möchte, Dinge über die trotzdem informiert werden muss.

    Wer die Notaufnahme in der Uni-Klinik Danzig überlebt hat und stationär aufgenommen wird, kann glücklich sein, denn dann hat er eine reelle Chancen zu überleben. Wer meine persönlich erlebten Eindrücke bereits als Horror empfand, wird kaum glauben, dass das noch steigerungsfähig ist.

    Bisher schrieb ich nicht, weil ich in den letzten Wochen kaum Zeit dafür hatte, weil ich mich um andere Dinge kümmern musste, weil mich Sorgen auffraßen. Es handelt sich um meine Mutter, die momentan dort wieder liegt. Ob sie noch einmal nach Hause kommt?

    Natürlich, 88 Jahre sind ein stolzes Alter. Es können Probleme auftreten, auch schwerwiegende. Wenn ärztliche Entscheidungen anfallen, wird man häufig erst hinterher wissen ob diese sinnvoll und erfolgreich waren.

    In den vergangenen Wochen lebte ich im absoluten Ausnahmezustand. Meine Mutter, erst in der Klinik, dann zu Hause, dann wieder in der Klinik, die Zeit in der ich lernen musste, dass es selbst beim allerbesten Willen nicht möglich ist, eine zu 100% hilflose und pflegebedürftige Person vollkommen alleine (bzw. zusammen mit meiner Frau) zu betreuen, waren extrem schmerzhaft.

    Wenn dies auch noch durch systembedingten Horror verstärkt wird, bist Du hilflos, absolut hilflos.

    Nach meinen Erfahrungen kann ich nur sagen: Unabhängig davon wie alt und wie gesund bzw. krank Ihr seid, empfehle ich NIEMALS nach Polen zu reisen ohne zuvor eine Versicherung abgeschlossen zu haben, die Euch SOFORT -wenn noch irgendwie möglich- im Krankheitsfall nach Deutschland zurücktransportiert. Das Problem dabei ist nur, überhaupt noch einen Arzt zu finden, der einen Rücktransport befürwortet. Verlasst Euch NIE darauf, einen Arzt zu entdecken, der Eure EU-"Gesundheitskarte" akzeptiert. Es gibt ihn nicht. In all den Jahren in denen ich hier bin, habe ich keinen gefunden. Nur in den großen Krankenhäusern werden diese in der Regel akzeptiert - aber ob man die Notfallaufnahmen dort überlebt, hängt von gut Glück und Zufall ab.

    Deswegen: Vor einer Polen-Reise unbedingt eine private Zusatzversicherung abschließen, im Krankheitsfall -vor allem wenn dieser ernsthaft ist- sofort einen PRIVAT behandelnden Arzt aufsuchen (die Hotels wissen welche) und dann, wenn es nicht gerade nur ein Schnupfen ist, sofort nach Deutschland transportieren lassen.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
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  29. #29
    Forum-Teilnehmer Avatar von Inge-Gisela
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Hallo Wolfgang,
    es ist schon schlimm genug, einen geliebten Menschen leiden zu sehen. Aber wenn man dann auch noch mit von Dir geschilderten Problemen zu kämpfen hat, die man selbst nicht lösen kann und man von anderen abhängig ist, muss man wirklich viel Stärke in sich tragen, um nicht zu verzweifeln. Ich wünsche Dir und Deiner Frau in dieser Zeit viel Kraft.

    Lieben Gruß

    Inge-Gisela

  30. #30
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Danke, Inge-Gisela,

    vorab ein kleines Beispiel für das was Realität ist, und zwar nicht nur in der Uni-Klinik: Nach festgestellter Lebensgefahr meiner Mutter, nach einem schweren Schlaganfall verbunden mit zuvor festgestellten unterirdischen Blutwerten hatten wir eine ärztliche Einweisung in die 35km enfernte Uni-Klinik Danzig da sie dort in fortlaufender Untersuchung und Behandlung war, und zwar hinsichtlich Herz, Blut und neurologischer Probleme. Da die Einweisung für sich alleine nicht für einen Krankentransport ausreicht, hatten wir auch eine ärztliche Verschreibung für den Transport nach Danzig. Diese wurde aber vollkommen ignoriert, von allen Seiten. Die alarmierte Notrufnummer sagte, sie könne nur ins wesentlich weiter entfernte Elbing oder nach Marienburg fahren. Andere Krankentransportunternehmen zeigten sich nicht interessiert. Nach ZWEI Stunden fanden wir dann nach intensiv-fiebrigen Internet-Recherchen die Firma "Nord Ambulanse", die hochprofessionell den Transport nach Danzig unternahm - natürlich gegen Bezahlung (wo sie dann unversorgt stundenlang in der Notaufnahme lag). Die deutsche Krankenkasse meiner Mutter, die KKH bei der sie versichert ist, verweigert eine Kostenübernahme da sie ja auch in Polen versichert sei und in diesem Falle seien nicht sie der Ansprechpartner sondern die polnische Krankenkasse.

    Es ist wie in vielen vielen anderen Fällen: Laut Recht hast Du Ansprüche, aber Du hast in der Praxis absolut keine Möglichkeiten diese auch durchzusetzen. Mittlerweile könnte ich einen Roman darüber schreiben. Aber in Deutschland würde mir niemand glauben oder ich erhielte als Antwort "ja, ja, das gleiche kann Dir auch in Deutschland passieren". Quatsch, Unsinn, was hier ist, das ist tagtägliche Unmenschlichkeit, die unzählige Opfer fordert.

    Wolfgang
    -----
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  31. #31
    Forum-Teilnehmer Avatar von Felicity
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Wolfgang ! Das tut mir so leid und wir alle sind hilflos wenn man das liest, nicht nur hilflos aber ganz und gar unwissend. Mein letzter Europa Trip endete auch mit mir im Hospital. Aber die Versicherung uebernahm den ganzen Ablauf der Krankheit und ich hatte privates Hospital in Schwerin, Taxi nach Hamburg zum Flughafen und dann Escort mit Fahrstuhl an jedem Flug wartend, bis ich wieder in Melbourne war.
    Dir Wolfgang, und Deiner Mutter wuensche ich von ganzem Herzen gesund zu sein und ohne Behandlungen auszukommen. Ich weiss dass ist beinahe unmoeglich in Muttis und meinem Alter. Und ausserdem bitte sorge Dich nicht um die Aenderungen im Forum, wir werden Dir alle beistehen. Und wenn auch DOWN UNDER, Gebete fuer Euch werden doch wohl DORT OBEN auch ankommen. Jedenfalls werde ich es ganz innigst tun. An alle anderen, die da auf Reisen gehen, hoert auf den Wolfgang und seid GUT versichert. Liebe Gruesse von der Feli

  32. #32
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Liebe Feli,

    vielleicht kannst Du mitempfinden wie ich mich nach Deinen mitfühlenden und berührenden Worten fühle. In Worten ist es kaum auszudrücken.

    Morgen werde ich wieder bei ihr sein, intubiert, per Sonde ernährt und mit Flüssigkeit versorgt. Das was lebensnotwendig ist. Das ist aber bei den momentanen Extremtemperaturen nicht ausreichend.

    Ich werde ihr Deine Genesungswünsche mitteilen. Sie ist ansprechbar, versteht wieder. Sie wird wieder ein klein wenig teilhaben können von unserem Forum in dem sie immer präsent war (Johannistal), aber in den letzten Jahren aufgrund ihrer Sehschwäche/Erblindung nicht mehr aktiv teilnehmen konnte.

    Viele Grüße
    Wolfgang
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  33. #33
    Forum-Teilnehmer Avatar von Peter von Groddeck
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Wolfgang,
    es ist schwer in Worte zu fassen, aber meine Gedanken sind bei Dir und Deiner Mutter. Möge sich alles noch zum Guten wenden.
    Peter
    Tue recht und scheue niemand.

  34. #34
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Schönen guten Abend/Morgen,

    meine Mutter wurde nach absolut hervorragender Behandlung, Pflege und Betreuung von der neurologischen Abteilung der Uni-Klinik Danzig gestern in die neurologische Reha-Abteilung der Uni-Klinik verlegt. In Langfuhr wurde sie geboren, in Langfuhr ist sie nun auch. Dort habe ich mich auch davon überzeugen können, dass das dortige Personal ALLES menschenmögliche für alle Patienten tut.

    Meine Mutter ist leider noch lange nicht über den Berg. Es klingt verrückt, aber ihr massiver sie halbseits lähmender Schlaganfall ist nicht das größte Problem. Ihre kardiologischen und hämathologischen Diagnosen wiegen viel schwerwiegender. Und trotzdem gibt es noch Hoffnung.

    Sie ist ansprechbar, sie versteht. Sie motivierende und stärkende Grüße von Euch werde ich ihr gerne ausrichten.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
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  35. #35
    Forum-Teilnehmer Avatar von Felicity
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Das sind Gute Nachrichten, Wolfgang ! Nun ist sie in Langfuhr, kann sie dort auch Besucher empfangen und wuerde sie gern die Alicja sehen ? Die wohnt doch auch in Langfuhr. Wenn Du das moechtest, dann werde ich ihr alles ueber die Mutti schreiben, wo sie ist u.s.w. In der Zwischenzeit, gib Ruth meine herzlichsten Gruesse, ich wuensche ihr schnelle und gute Besserung und viele Liebe, ueber den grossen Teich. Und Dir Wolfgang alles Gute und liebe Gruesse von der Feli

  36. #36
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Liebe Feli,

    sie ist in der Reha gegenüber der Oper in Langfuhr, gerade mal hundert, zweihundert Meter vom Gelände der Technischen Universität entfernt. Und genauso weit entfernt von der Oper. Jeder heute in Danzig lebender Einwohner weiß wo die Reha-Klinik liegt.

    Wenn Du Kontakt zu Alicja hast - ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich meine Mutter über ihren Besuch sehr freuen würde.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
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  37. #37
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Und, liebe Feli, ich werde ihr nachher Deine lieben Grüße und Genesungswünsche ausrichten, danke...

    Nichts ist in so schweren Momenten motivierender als zu wissen, dass Andere mitfühlen und mithoffen und beiseite stehen!

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
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  38. #38
    Forum-Teilnehmer Avatar von Felicity
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Danke Wolfgang ! Werde gleich der Alicja schreiben. Wir haben nie Kontakt verloren und sehen uns jedes Mal wenn ich in Danzig bin. Sie hat auch meine Kinder kennen gelernt. Alija ist eine unserer engsten Freundinnen. Ich weiss Mutti wird sich freuen. Liebe Gruesse von der Feli

  39. #39
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Wolfgang ,
    Krankheit und Sorge um Eltern, Kinder und Ehepartner belasten uns schwer, wer hat das nicht schon erlebt. Du kannst aber immer von anderen darüber hören, so richtig begreifst Du die Hinfälligkeit von Vater und Mutter erst, wenn es Deine eigenen sind. Ich kann mir gut vorstellen, wie Dir zumute ist. Hinzu kommen oft die Unzulänglichkeiten von Krankenhauspersonal gegen das man auch noch kämpfen muß. Ca. 40 Jahre habe ich in Krankenhäusern und Praxen gearbeitet und vertraue leider niemandem mehr sondern hinterfrage alle Diagnosen. Das ist auch nicht gerade zielführend.
    Ich wünsche Dir, daß Du hier und da einen zuverlässigen Freund, Arzt oder Krankenchwester findest, die Dich verstehen und Deine Mutter helfen können. Mein Leitspruch war immer : das Leben ist schön und interessant, heute sage ich "solange man gesund ist. Hoffentlich habe ich nicht zu negativ geschrieben, jedoch wünsche ich Dir alles Gute,Ada
    Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

  40. #40
    Forum-Teilnehmer Avatar von Felicity
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Wolfgang ! habe mit Alicja gesprochen. ie geht die Mutti heute besuchen. Wird ihr gut tun vertraute Laute zu hoeren. Lieben Gruss von der Feli.

  41. #41
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Schönen guten Abend,

    hier ein kurzer Statusbericht zur momentanen Situation: Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten wird meine Mutter von Ärzten, Physiotherapeuten und Pflegepersonal hervorragend behandelt und betreut. Ihr Zustand hat sich nicht nur stabilisiert sondern bessert sich etwas von Tag zu Tag.

    "Im Rahmen gegebener Möglichkeiten" heißt aber auch, dass sie ausschließlich Leistungsansprüche hat wie sie gegenüber allen anderen in der polnischen Krankenversicherung Versicherten erbracht werden. Das bedeutet z.B., dass die Reha-Klinik für notwendige, aber teure Medikamente Rezepte ausstellt, die dann zu 100% privat besorgt und bezahlt werden müssen.

    Momentan fahre ich zwei Mal täglich zu ihr um u.a. auch die Reha-Übungen zu unterstützen, vor allem im logopädischen Bereich, also bei Sprechübungen.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
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  42. #42
    Forum-Teilnehmer
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Wolfgang,
    lese gerade das sich Deine Mutter auf
    dem Weg der Besserung befindet und
    bin ganz gerührt über Deine liebevolle
    Fürsorge.
    Sag nicht, das ist doch selbstverständlich. Ich gehöre zu
    diesem geschundenen deutschen Pflegepersonal und kann
    dazu auch ein anderes Liedchen singen.
    Deiner Mutter gute Besserung aus Köln
    und einen Gruß an alle tapferen polnischen Pflegekräfte
    Gruß Eva Maria - Enno 12356

  43. #43
    Forum-Teilnehmer Avatar von mottlau1
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Hallo Wolfgang,

    die Sprechübungen können ja wohl nur in deutscher Sprache erfolgen. Ist das eine Germanistin die das mit Deiner Mutter tut ?
    Würde das auch ohne Deine Mithilfe funktionieren?
    Danke für die Beantwortung meiner Fragen.

    Auch von mir alles alles Gute für Ruth
    Jutta

  44. #44
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Schönen guten Abend,

    natürlich ist es ungeheuer schwierig wenn ein deutscher Schlaganfall-Patient in einer Reha-Klinik liegt, in der die meisten Ärzte und Pflegekräfte nicht deutsch sprechen. Das bedeutet dann aber auch, dass Sprach- und Hirntrainingsübungen nicht von geschulten Logopäden sondern überwiegend durch Angehörige übernommen werden müssen.

    Für uns alle ist es kaum fassbar, aber es scheint, dass meine Mutter "über den Berg" ist. Ihre rechtsseitigen Lähmungen lassen langsam nach, sie kann wieder langsam sprechen, nur Erinnerungslücken bleiben nach wie vor. Da sie auf Biegen und Brechen nach Hause will -obwohl wir ihr mögliche Konsequenzen und Folgen sehr deutlich machen- wird es wohl so sein, dass sie demnächst aus der Reha-Klinik entlassen wird.

    Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten haben ihr Menschenmöglichstes gegeben. Mit großer Bewunderung und tief empfundener Dankbarkeit werde ich immer auf die vergangenen Wochen zurückblicken und auf das, was die Menschen dort meiner Mutter gegenüber erbracht haben.

    Bald wird sie also zurückkommen, nach Hause, ins Werder, und das wird nun auch eine große Aufgabe für mich. Gott schenke mir Kraft, Geduld, Liebe um in allen bevorstehenden Situationen das Beste für meine Mutter tun zu können.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
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  45. #45
    Forum-Teilnehmer Avatar von Felicity
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    Es scheint so, lieber Wolfgang, dass die Mutti hier auf Erden noch sehr gebraucht wird und der liebe Herrgott ihr die Zeit gibt das zu erfuellen wofuer sie geboren ist. Dir wird er auch die Kraft und Staerke geben Deine Aufgabe zu tun, mit Liebe und Geduld.
    "Das ist die hoechste aller Gaben : Geborgen sein und eine Heimat haben."
    Mutti fuehlt sich geborgen bei Dir und Mutter und Sohn haben die Heimat gefunden. Du und Mutti sind dauernd in meinem Gebet. Liebe Gruesse von der Feli

  46. #46
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Erfahrungsbericht stationärer Aufenhalt Uni-Klinikum Danzig

    Lieber Wolfgang,

    mit meinen besten Wünschen für das Ergehen Deiner lieben Mutter und für Deine damit verbundene Kraft und innere Stärke schicke ich vor allem Dir in diesem etwas bemühten Zusammenhang nachfolgend den gdansk.pl-Bericht über die geplante Erweiterung des Krankenhauses in Zaspa für 83 Millionen PLN:

    > http://www.gdansk.pl/wiadomosci/Sala...otych,a,118822 (polnisch),
    > https://translate.google.com/transla...-text=&act=url (deutsch).

    Herzliche Grüße an Dich und Deine Lieben
    Ulrich

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