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Thema: Museum der Freien Stadt Danzig im heutigen Danzig

  1. #1
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard Museum der Freien Stadt Danzig im heutigen Danzig

    Liebe Forumsmitglieder,

    wer von Euch kennt das im Titel genannte Museum? Und wer von Euch hat dieses Museum schon mal besucht? Gegebenenfalls mit welchen Eindrücken?

    Ich stelle diese Fragen, weil mich selbst erst der verlinkt folgende gdansk.pl-Bericht vom 02.08.2018 auf diese mir bisher unbekannte Einrichtung aufmerksam gemacht hat.

    Dieses Museum hat die Adresse Długi Targ (Langer Markt) 25/27 [es liegt links vom Grünen Tor am Anfang der dort nördlich weiter verlaufenden Seitenstraße ul. Pończoszników (Große Hosennähergasse)], es trägt die vollständige polnische Bezeichnung "Muzeum Strefa Historyczna Wolne Miasto Gdańsk" ('Museum des historischen Gebietes Freie Stadt Danzig') und ist Teil des Danziger Archäologischen Museums.

    Mit besten Wünschen fürs Stöbern in den folgenden Informationen und vielen Grüßen
    Ulrich


    Hier der o.g. gdansk.pl-Bericht:
    > https://www.gdansk.pl/wiadomosci/Poz...oczat,a,121264 (polnisch),
    > https://translate.google.com/transla...-text=&act=url (deutsch),
    > https://translate.google.com/transla...-text=&act=url (englisch).

    Und hier viel Bildmaterial dazu:
    > https://pl.tripadvisor.com/Attractio...7&ff=141816902 ,
    > https://www.google.de/maps/place/Gda...8.655622?hl=de
    > https://www.google.de/maps/uv?hl=de&...oiowCnoECAoQCQ

  2. #2
    Forum-Teilnehmer Avatar von MeinEichwalde
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    Standard AW: Museum der Freien Stadt Danzig im heutigen Danzig

    liebe Forumsmitglieder,
    sehr interessante Sammlung, die sie da zeigen in Danzig, es gibt Exponate dieser Art in Tiegenhof in Neuteich und seit neuestem auch reichlich in Marienburg. Ich habe auf meiner eigenen Seite eine Danzig Ausstellung aus den Ausstellungsstücken in deutschen Museen zusammengestellt. Der grosse Unterschied ist dass in den deutschen Ausstellungen immer die Eigentumsverhältnisse ( Provenienz, das bedeutet, woher kommt der Becher ?) genannt wird, wohingegen in Polen diese Fakten prinzipiell vertuscht werden. Es müsste heißen: Diesen Becher haben wir in der Wohnung von Maria Meyer gefunden Er gehört natürlich ihr und wir gedenken ihrer in diesem Becher, den sie als sie flüchtete zurückliess. Das ist das Riesenproblem was die Museumsleute inPolen haben. Finde ich jedenfalls. LG Eure Delia, die ihre Stücke an die Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung gegeben hat.

  3. #3
    Forum-Teilnehmer Avatar von MeinEichwalde
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    Standard AW: Museum der Freien Stadt Danzig im heutigen Danzig

    Die hier gezeigten Objekte sind in den jeweiligen Ausstellungen auch Nichtmitgliedern zugänglich.
    Sie dienen der Mitgliederwerbung ebenso wie einer Bestätigung von Zeitzeugenberichten der Mitglieder.
    Deshalb werden in den allermeisten Heimatstuben für Nichtmitglieder Führungen angeboten, die die Dinge so erläutern wie es der Spender gewollt hat.
    Der Betrachter hat allerdings die Möglichkeit eine eigene Assoziation zu entwickeln, dieses wird im Gespräch teils gefördert teils nicht gefördert. Zum Gespräch regen die Objekte auf alle Fälle an.
    Dieses Gespräch hat im besten Fall eine die Seele öffnende Wirkung.In therapeutischen Gruppensitzungen werden Objekte in die Mitte des Stuhlkreises gelegt, die beruhigen und anregen. Die Bedeutung, welche das Objekt im Familienkreis entwickelt, variierte von diesem Setting: kaputte Blumenvasen repräsentieren dann nicht mehr die Verlobung eines Liebespaares.
    Zerbrochene Gegenstände konnte man ebenfalls aus zerbombten Häusern bergen. Das "gerettete" Inventar ist ein Allerweltstopos im Nachkriegsdeutschland. So unterscheiden sich im normalen Erbgang auf uns Nachgeborene gekommene Dinge kaum von den Heimatstubenobjekten. Sie alle haben Krieg "erlebt", symbolisieren Vorkriegszeiten.
    Symbolisieren die Zeit.
    Im europäischen Gedächtnis wird der Warschauer Aufstand mit seinen Relikten vorhanden sein. Im europäischen Gedächtnis wird auch die kommunale Hilfe für die Polen einen Platz haben. Im Landsmannschaftlichen Zusammenhang kamen Delegationen mit ihren Geschenken, mit ihren Danaergeschenken, denn man bereitete schon in den siebziger Jahren den Boden für eine freundliche Übernahme. Wie Manfred Kittel 2008 in Potsdam ganz richtig vermerkte
    : Verzicht auf Gewalt hiesse ja nicht Territorialverzicht ( bezogen auf die sog. Charta der Heimatvertriebenen)
    Im besten Fall geht demnach der Besucher der Heimatstube verwandelt nach hause und verwurzelt sich in seiner Familie besser als er es vorher vermochte.
    Optisch empfindende Menschen kommen auf ihre Kosten. Haptische Qualit"ten der Textilien können eine Rolle spielen. Ganz schlecht wäre es, wenn man die Objekte in einen volkskundlichen Zusammenhang stellen wollte. Denn: Ein Waffeleisen ( z.B. im Westpr.Landesmuseum in Münster-Wolbek) ist nie mehr ein Waffeleisen, es ist immer ein Symbol der Hybris, des transportablen Küchenutensils, denn der Herd, ( der eigene Herd) ist zurückgeblieben. Beschriftung der Objekte folgt noch .

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