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Thema: Maler, Grafiker, Bildhauer

  1. #151
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Hier ein aktueller Beitrag zu diesem Thema, der den Maler Marian Mokwa (> https://de.wikipedia.org/wiki/Marian_Mokwa ) betrifft:

    Dieser gdansk.pl-Artikel vom 1. August 2019 berichtet von einem bedeutsamen Erwerb des Nationalmuseums in Danzig:
    > https://www.gdansk.pl/wiadomosci/sie...dansk,a,151899 (polnisch),
    > https://translate.google.com/transla...k%2Ca%2C151899 (deutsch),
    > https://translate.google.com/transla...k%2Ca%2C151899 (englisch).

    Der Google-deutsche Vorspann dazu, leicht modifiziert, lautet:
    "Das Nationalmuseum in Danzig kaufte die einzigartige Sammlung von sieben Gemälden von Marian Mokwa, einem der größten Maler des meeresbezogenen Pommern. Die Arbeiten wurden zuvor ans Grand Hotel in Zoppot geliefert. Ihr Verkauf erfolgte in Form einer Auktion, und der Kauf war möglich dank der finanziellen Unterstützung des Danziger Flughafens."

    Die nun im Nationalmuseum zu sehenden Bilder werden in dem o.g. Artikel gezeigt.

    Ulrich

  2. #152
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Nachtrag zu #151:

    Alle 7 Bilder von Marian Mokwa sind nur im polnischen Original des betr. Artikels zu sehen. In der deutschen und in der englischen Übersetzung werden nach meiner Kontrolle leider nur 2 dieser Bilder gezeigt.

    Ulrich

  3. #153
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Neues zu #150 Jakob Kabrun

    Ein Kupferstich aus der Sammlung des Danziger Kaufmanns Jakob KABRUN, der im Zweiten Weltkrieg verloren ging, wurde wieder gefunden.
    Es ist der Kupferstich von Johann Saenredam aus dem 16. Jahrhundert „Porträt des Malers Johann von Aachen“ nach dem Gemälde-Prototyp Pieter Isaacsz.

    Am 23.08.19 wurde der Kupferstich, Dank der Bevorzugung und des Verständnisses in der Sache Rückgabe der Kulturgüter durch die Eigentümer der Galerie Gerda Bassenge in Berlin, nachdem eine Vereinbarung mit dem Ministerium für Kultur und Nationales Erbe unterzeichnet wurde, dem Nationalmuseum in Danzig übergeben.

    https://dziennikbaltycki.pl/odzyskan...ar/c1-14371551
    deutsch:
    https://translate.google.com/transla...%2Fc1-14371551
    englisch:
    https://translate.google.com/transla...%2Fc1-14371551

    Uschi Danziger

  4. #154
    Forum-Teilnehmer Avatar von Inge-Gisela
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Ich habe unter diesem Thema nichts von dem Maler Fritz Leopold Hennig gefunden, der um 3 Ecken mit mir verwandt war. Aufgrund meiner Ahnenforschung habe ich über ihn mittlerweile durch einen seiner Söhne viel erfahren können. Fritz Leopold Hennig wurde 1895 in Danzig geboren und starb 1951 in Dresden. Er war Maler und Grafiker. Er lebte auch einige Jahre in Zoppot. Wenn sich jemand etwas für sein Leben und seine Bilder interessieren sollte, siehe

    https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Leopold_Hennig

    http://www.stadtwikidd.de/wiki/Fritz_Leopold_Hennig

    Lb Gruß
    Inge-Gisela

  5. #155
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Liebe Inge-Gisela,
    wenn man in die google-Suchmaschine den Künstlernamen eingibt und dann auf "Bilder" klickt erscheinen einige schöne Werke von ihm. Er war wohl ein ausgesprochener Landschaftsmaler mit guter Kenntnis der Perspektive und Meister der Ölmalerei. Um so bemerkenswerter, dass er auch Linolschnitte angefertigt hat. Das machen die wenigsten Künstler.
    Beste Grüße vom waldkind.
    Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

  6. #156
    Forum-Teilnehmer Avatar von Inge-Gisela
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Liebes Waldkind,
    leider ist Fritz Leopold Hennig nicht alt geworden. Einer seiner Söhne hat großen Anteil an den Veröffentlichungen, das Leben usw. seines Vaters betreffend. Fritz Leopold Hennig hat wohl ein sehr abwechslungsreiches Leben gehabt., wie das häufig bei Künstlern üblich ist. Einer seiner Söhne war mein Cousin, den ich als Kind kennengelernt hatte. Er lebt aber auch nicht mehr. Er war um einiges älter als ich.

    Lieben Gruß
    Inge-Gisela

  7. #157
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Liebe Inge-Gisela,
    was die Lebensjahre eines Menschen angeht, so kommt es oft nicht darauf an wie viele Jahre einer lebt, sondern wie intensiv und bewusst er sie lebt. Auf die meisten Künstler trifft das wohl zu. Es gibt Künstler, die weit weniger Jahre erlebt haben, (z.B. van Gogh) und dennoch Großes schufen in der kurzen Zeit. Wie du schon sagst, diese Jahre sind recht abwechslungsreich oder intensiv. Es scheint dabei selten um den Künstler zu gehen, sondern um das Werk. Und in aller Widersprüchlichkeit, die ein solcher lebt, wird er meist nicht verstanden, auch wenn Wissenschaftler immer wieder versuchen weis zu machen, dass man es mit ordentlichen Untersuchungen schon schaffen könnte. Wenn ich daran denke wie da Vinci es schaffte die Welt auf ewig mit einem einzig gemalten Lächeln zu beschäftigen. Oder daran, dass Dürer mit jedem Pinsel die Haare eines Hasen malen konnte - hihihi ... Kunst ist eben Kunst und ein Künstler sollte immer einzigartig unter seinesgleichen sein. LG.
    Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

  8. #158
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Liebe Forumer,
    durch Bares für Rares bin ich auf August von Bandis gestoßen. Dort ging es um das Bild "Interieur mit großem Tisch", welches wohl in Danzig entstanden sein soll. August von Brandis (1862-1947) war insbesondere impressionistischer Interieurmaler. Brandis ist in Berlin geboren, wurde aber 1904 zum Professor für Figuren- und Landschaftsmalerei an die Technische Hochschule nach Danzig berufen. Etwas über sein Leben lässt sich über wikipedia herausfinden, wobei einiges bedauerlicher Weise unklar bleibt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Brandis

    Er soll das Uphagenhaus gemalt haben. Zu seinen Werken findet man einige unter folgendem Link:
    http://www.artnet.de/künstler/august-von-brandis/
    Man kann auch die Suchmaschine benutzen und auf Bilder klicken.

    Leider habe ich gerade keine Zeit etwas mehr über den Aufenthalt und das Schaffen des Künstlers in Danzig heraus zu finden. Aber vielleicht hat der eine oder andere Danzig-Kenner hier Lust dazu, Danzig-Motive auf den Gemälden zu identifizieren. LG waldkind.
    Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

  9. #159
    Forum-Teilnehmer Avatar von sarpei
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    Standard Richard Hildebrand

    Hallo miteinander!

    Die letzten beiden Jahre habe ich die online verfügbaren Ausgaben der 'Danziger Allgemeine Zeitung' gelesen. Dem damaligen Auslöser war es geschuldet, dass ich das von 'hinten' nach 'vorne' tat. Im ältesten Jahrgang 1922 blieb ich beim nachstehenden Artikel in der Ausgabe vom 24. November 1922 hängen:

    Name:  1922-11-24_Maler Richard Hildebrand.jpg
Hits: 360
Größe:  272.2 KB
    1922-11-24_Maler Richard Hildebrand

    Hier meine Transkribierung dazu:

    Ein Maler der Danziger Heimat
    ----------------------------------
    Künstler sein ist eine Eigenschaft des inneren Menschen, seines Gefühls und seines Ausdrucks. Der wahre Künstler ist unabhängig von Zeit und Zeitverhältnissen, unbeeinflußbar von Richtungen und Strömung und geht seinen Weg selbst, wohin er ihn eben gehen will. Er schafft aus dem Zwange des 'Schaffen-Müssens' heraus, nur allein um zu schaffen. Er wurzelt in der Heimat und in der Liebe zur Heimat und diese Liebe macht ihn stark für seine Aufgabe.

    Ein solcher Künstler ist Richard HILDEBRAND. Es werden Wenige sein, die seinen Namen kennen, aber diese Wenigen wissen, daß hier ein Künstler aufgetaucht ist, ein Künder seiner Heimat, ein Maler, der bald zu den geachtetsten Danigs gehören wird, denn er weiß, was er will und warum er will. Es ist nichts Gezwungenes, nichts Unnatürliches in seinen Bildern, es ist Leben darin, das große Leben der Welt um uns her. Es ist Hineinfühlen in die Natur, ein Offenbaren all ihrer Geheimniisse und Wunder. Ja, man wird oft im ersten Augenblick über die Kraßheit der Farben, über den harten und scharfen Gegensatz der Beleuchtung überrascht, die eigenartig und fast fremd scheinen und doch, wer die Natur beobachtet hat mit Augen der Liebe, der weiß, daß es Tage und Stunden gibt, in denen sie so fern, so weit, so unendlich abgeklärt erscheint. Und das ist es, was Hildebrand sieht und malt, diese fremden und fernen Stimmungen, die man nie vergißt. Da ist eine Winterlandschaft, kalt und klar, das Meer schwer und einsam und darüber ein Winterhimmel wie Blut und Gold. Gegen alles steht eine dunkle Föhre. Seltsam ist das Bild und doch innerlich so voller Liebe und Glanz. Die Höhen um Zoppot, das Danziger Werder mit seinem eigenen, ernsten Charakter, das Radaunetal, die Meeresküste mit ihren vielen Wandlungen und Gesichten. Alles das hat Hildebrand gesehen und gebildet. Mit unendlicher Liebe und Sorgfalt hat er geschaffen und eine wohltuende und beruhigende Klarheit liegt über seinen Bildern.

    Der Künstler, der bisher Apotheker war und noch nicht die geringste künstlerische. Ausbildung genossen hat - um so höher sind seine Leistungen zu bewerten -, hat seinen Beruf aufgegeben, um ganz der Kunst zu gehören. Dazu gehört heute ein seltener Idealismus. Es ist zu hoffen, daß Hildebrand bald mit einer größeren Ausstellung hervortritt - denn vorläufig sind nur einige Bilder von ihm bei Stumpf ausgestellt - und die große Öffentlichkeit in das Schaffen dieses wahren Künstlers Einblick erhält. sch.
    __________________________________________________ __________________________________________________ _________________

    Möglicherweise wurde meine Neugier geweckt, als ich gelesen hatte, dass hier ein ausgebildeter Apotheker autodidaktisch gemalt hatte und solch eine positive Kritik erhielt. Und wie deckt man heutzutage seine Neugier? Indem man Tante Gugel fragt. Das Ergebnis war ernüchternd - mit einer Ausnahme: bei der 'Bucht' wurde ein Aquarell angeboten. Hier der Angebotstext dazu:

    "Richard Hildebrand - Aquarell 1932 - Landschaft bei Danzig (dieser Hinweis wurde rückseitig händisch geschrieben) - unten rechts original signiert und datiert 1932 -
    Größe 33,5 x 25 cm"

    Das abgebildete Motiv hat mir auf Anhieb gefallen. Also habe ich ein Gebot abgegeben und bin nun Besitzer dieses Originals. Nachstehend kann sich der interessierte Leser einen Eindruck von dem Bild machen:

    Name:  Richard Hildebrand - 1932.jpg
Hits: 328
Größe:  494.3 KB
    Richard Hildebrand - 1932

    Wegen der Größe meines Scanners ist das Bild minimal beschnitten.

    Und jetzt wollte ich mehr über diesen 'malenden Apotheker' wissen. Im Danziger Adressbuch von 1922 ist er noch ganz normal als Apotheker, wohnhaft Holzgasse 21, aufgeführt. Im Jahrgang 1924 und 1925 dann die nachstehenden Anzeigen:

    Name:  Richard Hildebrand - Anzeige 1924.jpg
Hits: 380
Größe:  38.4 KB Name:  Richard Hildebrand - Anzeige 1925.jpg
Hits: 373
Größe:  64.2 KB
    Richard Hildebrand - Anzeige 1924 Richard Hildebrand - Anzeige 1925

    Zu seinen Lebensdaten findet sich etwas im Danziger Bürgerbuch:

    "Richard Hildebrand, Kunstmaler, am 2. April 1887 in Danzig geboren, besuchte das Städt. Gymnasium, wandte sich dann der Pharmazie zu, bestand an der Breslauer Universität das Staatsexamen und machte als Oberapotheker den Weltkrieg mit. Auf Anraten von Hans Thoma und dem Danziger Kunsthistoriker Geheimrat Prof. Adelbert Matthaei widmete er sich darauf der Kunst, die er bereits seit frühester Zeit autodidaktisch ausgeübt hatte. Er betätigte sich an der Königsberger Kunstakademie und wirkt in Danzig als Portrait- und Heimatmaler."

    Ergänzen lässt sich hierzu aus dem standesamtlichen Geburts- und Heiratseintrag:

    voller Name: Carl Reinhold Richard HILDEBRAND
    Vater: Apotheker Carl Robert Emil HILDEBRAND (später Medizinalrat)
    Mutter: Maria geb. HEYNE
    Heirat am 17. August 1922 in Danzig
    Ehefrau: Grete Marie Auguste KLÖTZKY, ' 26.06.1878 in Danzig, Tochter des Fabrikanten Emil Eugen Eduard KLÖTZKY

    ... und hier noch eine Fotografie von Richard HILDEBRAND (aus dem Bürgerbuch):

    Name:  Richard Hildebrand - Bild.jpg
Hits: 376
Größe:  34.6 KB
    Richard Hildebrand - Bild

    Soweit mein Exkurs in das Gebiet der Malerei. Sollte Jemand weitergehende Informationen zu Richard Hildebrand habe, bitte ich um Nachricht.


    Viele Grüße

    Peter

  10. #160
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldling
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Moin, Peter,

    danke, dass du uns teilhaben lässt.

    Herzliche Grüße
    Uwe

  11. #161
    Forum-Teilnehmer Avatar von sarpei
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Hallo miteinander,

    lt. gedanopedia ( https://www.gedanopedia.pl/index.php...a:Encyklopedia ) gibt es noch folgende Ergänzungen zu vermelden:

    o Ab 1926 ging Carl Robert HILDEBRAND in den Ruhestand und lebte mit seinem Sohn Richard HILDEBRAND zusammen in der Holzgasse 21. Carl Robert verstarb dort am 9. Januar 1936 im Alter von 82 Jahren und wurde auf dem Friedhof an der Großen Allee beigesetzt. In den letzten Jahren wurde er von seinem Sohn Richard betreut.

    o Nach dem Tod seines Vaters zog Richard nach Berlin und ließ sich später im bayerischen Prien am Chiemsee nieder. Dort verstarb er am 3. November 1954.


    Viele Grüße

    Peter

  12. #162
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Richard Hildebrand

    Lieber Peter,

    mit Deinem Beitrag #159 hast Du uns hier wieder einmal gezeigt, mit welcher Gründlichkeit Du Dich Interessierendes recherchierst und wie besonders gut Du uns die gefundenen Ergebnisse zeigen und erklären kannst. Auch ich danke Dir dafür herzlich.

    Dass ich mich für Deinen Beitrag speziell interessiere, liegt natürlich an meiner früheren gleichen Berufsausübung dieses mir bisher unbekannten Malers, der vor dem Malen Apotheker war. - Sicher ist auch Dir der gleiche Werdegang bei Carl Spitzweg (1808-1885) bekannt (> https://www.merkur.de/lokales/muench...ker-89064.html ). Doch ebenfalls unbekannt war mir bis zur jetzigen Vergleichsrecherche die gegenwärtige Kombination Apotheker-Maler von Pharmazierat Dr. Gerd-Gunther Madry in Merseburg (> https://www.pharmazeutische-zeitung....gener-galerie/ ).

    Beste Grüße
    Ulrich

  13. #163
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Hallo Peter,
    vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Nun bist du stolzer Besitzer einer original danziger impressionistischen Winterlandschaft.
    Es wäre schön, könnte man herausfinden, ob Hildebrand auch in Berlin und in der Prien künstlerisch tätig war, welche Techniken er anwandte und wo seine Bilder abgeblieben sind. Vielleicht magst du dich an das Heimatmuseum Prien wenden. Vielleicht haben die einen Tipp. LG waldkind
    Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

  14. #164
    Forum-Teilnehmer Avatar von sarpei
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Hallo waldkind,

    danke für deine freundliche Anregung. Möglicherweise ergibt sich ja dafür nach dem durchstandenen Chaos eine Gelegenheit.


    Liebe Grüße

    Peter

  15. #165
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Information für die an diesem Thema Interessierten:

    In der Danziger Johanniskirche läuft vom 6. bis zum 31. August 2020 eine Ausstellung von über 50 Werken herausragender Maler der letzten drei Jahrhunderte aus den Städten der heutigen Woiwodschaft Pommern (z.B. Danzig, Elbing/Elbląg, Dirschau/Tczew, Marienwerder/Kwidzyn und Marienburg/Malbork). Diese Ausstellung trägt den ins Deutsche übersetzten Titel "Danzig und seine Umgebung in der Malerei". - Hier der Link zum betr. gdansk.pl-Artikel: > https://www.gdansk.pl/wydarzenia/gda...rstwie,w,25659.

    Ulrich

  16. #166
    Forum-Teilnehmer Avatar von christian65201
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Hallo Ulrich,
    danke für den Hinweis

    Grüße
    Christian
    "Nur wer weiß, woher er kommt, wird den Weg in die Zukunft finden,
    und nur wer das Alte achtet, wird sinvoll Neues gestalten können" (Autor unbekannt)
    Dauersuche:KOHNKE; BEHRENDT; LENSER; LIEDTKE; ZIELKE; PIOCH; KLINGER; AUT(H)ENRIEB; ROSENTHAL

  17. #167
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Liebe Forumer,

    heute habe ich auf dem Trödel ein kleines Buch erstanden mit naiver Malerei. Es heißt "Jenseits der deutsch-deutschen Grenze", herausgegeben von Rolf Italiaander im Weidling Verlag, 1981. In diesem Buch befinden sich zwei naive Bilder von Eva Lange. Das eine ist Danzig- An der Radaune, mit Blick auf das Müllergewerkshaus und die Katharinenkirche. Das andere ist das Krantor an der Mottlau, mit den zierlichen Häusern am Ufer und der Marienkirche im Hintergrund. Die Bilder sind ziemlich farbintensiv. Leider darf ich sie wegen der Urheberrechte nicht hier ins Forum stellen. Es wird im Netz schon um die drei Euro gehandelt. Die Bilder im Buch sind um die 16 x 16 cm groß. Man kann also einen guten Eindruck bekommen. Insgesamt bietet das Buch 90 Bilder.

    Eva Lange habe ich als Künstlerin im Netz nicht gefunden. Im Buch wird über sie gesagt:
    - geb. 1908 in Ostpreußen
    - lebte seit 1950 in Berlin
    - malte seit 1974
    illustrierte das Berliner Kinderbuch "Kalle und der Schuhputzjunge" von R. Italiaander im Brigg Verlag Augsburg (gibt es im Netz antiquarisch).

    Ich persönlich finde die Darstellung Danziger Motive als naive Malerei interessant. Weitere Motive in dem Buch sind z.B. berühmte Bauten wie der Dresdner Zwinger (Beta), Kloster Chorin, Schloss Rheinsberg, Bauten aus Breslau, Marienburg, Motive aus Königsberg und viele andere. Es gibt wunderschöne Landschafts- und Landmotive und Motive des alltäglichen und geselligen Zusammenlebens, so auch eines der berühmten Flissaken (von Edith Gothan). Es gibt auch Motive, die nicht naiv gemalt sind, so z.B. einen Druck von Käthe Kollwitz und impressionistische Landschaften.

    Wer immer dieses Büchlein ersteht, dem wünsche ich viel Freude damit. waldkind.
    Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

  18. #168
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Danke Waldkind für die Informationen, finde es immer wieder interessant und spannend durch alte Bücher oder Dokumente auf unbekanntes zu stoßen.

    Liebe Grüße Helene

  19. #169
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Vielen Dank, liebe Helene,

    und ich freue mich über solch ein Feedback, weil es mir sagt, dass mein Engagement nicht umsonst ist.
    Ich habe mir das Büchlein schon mehrmals angesehen und es berührt mich sehr. Denn in jedem Bild spüre ich diese besondere Art von Heimatliebe, die sich aus den vielen kleinen Details persönlicher Erfahrung und Erlebens ergibt. Zum Beispiel wie die Kinder in Masuren Schlittschuh laufen, wie die Störche in die Wiese picken, die alten Weberholzhäuser, die Kaschubin am Lagerfeuer, die Flundern der Ostsee, die Fischfrauen. Oder hat hier jemand schon einmal etwas von den Weihwasserfrauen gehört? Es gibt viel darin zu entdecken und ich werde dieses Buch lieben.

    Und was ich mit diesem Thread meine, ist, dass es viel zu schade ist, wenn solche Künstler einfach nach ihrem Tod auf immer verschwinden, weil sie keine Lobby hatten, die sie berühmt machten.
    LG Miriam, alias waldkind.
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  20. #170
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Herbert Waltmann

    Liebe Forumer, endlich komme ich dazu, Euch einen großen Aquarellisten vorzustellen. Groß deswegen, weil seine Bilder von außerordentlichem Können der Aquarellmalerei sprechen. Es wird immer eine Bereicherung sein, ein Bild von ihm anzusehen.

    Der Maler und Grafiker Herbert Waltmann wurde am 24.März 1919 in Danzig in der großen Mühlengasse geboren. Er war der Sohn des Handwerksmeisters Johannes Waltmann. Kaum eine danziger Ecke wäre wohl besser geeignet gewesen als diese, um auf die Malerei zu kommen. Hier traf er wohl häufiger auf den Kunstmaler Paul Dannowski (zu dem Ihr gerne für uns recherchieren könnt).

    1936 begann Waltmann eine kunsthandwerkliche Lehre bei dem Kunstmaler Heinz Koppelwieser. Dessen Arbeitsräume befanden sich in der Frauengasse 49. Koppelwieser diente der Stadt Danzig insbesondere mit Vergoldungen bei Restaurierungen von Patrizierhäusern, z.B. in der Langgasse, am Langen Markt und dem Englischen Haus in der Brotbänkengasse. Am Sonntag zogen Waltmann und Koppelwieser zum Aquarellieren ins Weichsel-Umland.
    Ab 1938 studierte Waltmann an der Kunst- und Gewerbeschule in Danzig Malerei und Grafik. Mai 1940 wurde er zum Wehrdienst eingezogen. Nach einer Verletzung in Nordrussland kam er 1942 ins Lazarett nach Danzig, in dem er zehn Monate verbrachte. Dort lernte er Professor Fritz Pfuhle von der Technischen Hochschule in Danzig-Langfuhr kennen, unter dessen Obhut er seine künstlerische Bildung weiter vorantrieb. 1945 flüchtete Waltmann mit seiner Frau nach Braunschweig. Hier war er als Freiberufler, Bühnenbildner in Schauspiel- und Operettenhäusern, als Werbegrafiker und Lehrbeauftragter tätig.

    Waltmann hatte Ausstellungen in Braunschweig, Düsseldorf, Magdeburg, Wolfenbüttel, Wien und Münster-Wolbeck. Natürlich befinden sich in seinem Werk die schönsten Ansichten von Danzig.
    Diese Daten habe ich aus den unterschiedlichsten Quellen. Die Quellen geben aber alle das gleiche her. Da sind z.B. eine Schrift des Westpreussischen Landesmuseums, eine Schrift der Magdeburger Museen oder ein Artikel im Ostpreußenblatt 6.Oktober1990-Folge40. Seite 9:

    https://archiv.preussische-allgemein...0_10_06_40.pdf

    Hier eine Kostprobe aus seinem Werk:
    https://commons.wikimedia.org/wiki/Fileanzig.png
    https://www.danzig.org/en/wp-gallery...ery-img-id=230
    https://archiv.preussische-allgemein...1_07_06_27.pdfSeite 9
    https://archiv.preussische-allgemein...6_01_27_04.pdf Seite 8

    So weit erst mal. Über sein Werk folgen in den nächsten Tagen noch ein paar Worte. Bis dahin, euer waldkind.
    Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

  21. #171
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Herbert Waltmann – Das Werk

    Zu Waltmann habe ich über eine Broschüre des Westpreussischen Landesmuseums gefunden. Dort hatte es 1995/1996 eine Ausstellung mit 60 Aquarellen von ihm gegeben. Waltmann war Landschaftsmaler und so finden wir in der Ausstellung Landschaften von Danzig, Thorn, „Kaschubien“, Mewe, Golan, Stargard, Kulm, Karthaus, Graudenz u.a. Es gibt in dieser Broschüre acht Abbildungen, leider sechs davon nur in Schwarz-Weiß. Dafür sind die ausgestellten Werke sorgfältig aufgelistet. Allein 30 Aquarelle zeigen Motive des schönen Danzigs, einschließlich Zoppot, Neufahrwasser und Oliva. Zahlreiche Weichselbilder kommen hinzu.

    Im Antiquariat habe ich das Heft „Danzig-Magdeburg-Braunschweig“ erstanden, eine Veröffentlichung des Magdeburger Landesmuseums. Wie der Name vermuten lässt zeigt das Heft Ansichten von Danzig, Magdeburg und Braunschweig. 70 Werke sind gelistet und 54 gezeigt. Darunter sind auch zahlreiche Zeichnungen. Von Danzig zeigt die Broschüre Bilder vom RechtsstädtischenRathaus, Frauengasse, Marienkirche, Neptunbrunnen, Lange Brücke am Brausenden Wasser, Danziger Niederung und Die Wahrzeichen von Danzig. Daneben gibt es Bleistiftzeichnungen vom Artushof, dem Steffenschen Haus, dem Krantor, Jopengasse mit Zeughaus und einer interessanten Ansicht eines Barockwohnhauses an der Mottlau, das ich bislang noch nirgends gesehen habe.
    In beiden Broschüren befindet sich auch eine Porträt-Fotografie von Waltmann. Es gibt noch andere Broschüren über ihn, die man hin und wieder im Netz entdecken kann, aber über deren Inhalte weiß ich nichts. Die Broschüre der oben genannten drei Städte gewährt einen ordentlichen Eindruck in die Kunst Waltmanns. Es wird klar, dass er wirklich was drauf hatte.

    Und noch einen Nachtrag zum vorherigen Beitrag: Laut Adressbuch sollte der Vater von Herbert Waltmann Schmied gewesen sein, wobei nicht hervorgeht welcher Art von Schmied.

    Nun sei es genug mit Waltmann vom waldkind. LG an alle.
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  22. #172
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Liebe Miriam,

    hab vielen Dank für Deine ausführliche Information über Herbert Waltmann, der mir erst dadurch bekannt wurde. Im folgenden PS habe ich eine Frage in die Runde zu einem seiner Bilder, die Du uns in Deiner "Kostprobe" zeigst.

    Beste Grüße
    Ulrich


    PS:
    Der zweite Kostproben-Link in #170 zeigt diese Mottlauimpression nach einem Aquarell von Herbert Waltmann; hier der Link dazu:
    > https://www.danzig.org/wp-content/pl...1_p1004465.jpg.

    Mich interessiert, welche Stelle der Mottlau dieses Aquarell zeigt, da ich mit seiner Lokalisation unsicher bin. - Kann mir jemand aus dem Forum helfen? Ich würde mich darüber freuen.

    Gruß Ulrich

  23. #173
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    Besondersgut gefallen mir immer perfekte Bleistiftzeichnungen, so auch die vom Artushof, die ich in einer der Ostpreußenzeitungen fand. Wobei diese Zeitungen, mittlerweile 30 Jahre alt, für alle Vertriebenen sehr aufschlußreich sind, was die damalige politische Meinung über Grenzziehungen zu Polen betrifft.
    Aber zurück zur Malerei : wie verhält es sich denn, wenn bei einer polnischen Ausstellung ein Maler - deutscher Name - in Tschew? geboren ist, so ist er wahrscheinlich doch in Dirschau geboren, d.h. sollten diese vielen deutschnamigen Maler nicht auch mal Ausstellungen in Deutschland haben ?
    Mit lieben Grüßen von Ada
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  24. #174
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    Hallo Ulrich, ich denke,
    vielleicht hier: https://www.google.de/maps/@54.34816.../data=!3m1!1e3
    Das Milchkannentor, gesehen von der heutigen "Marina Gdansk" - Spitze Speicherinsel.

    Sonnige Grüße aus Rerik,
    Rainer
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    was er will, und sagen, was er denkt"
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  25. #175
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    Hallo Rainer,

    das war mir auch zunächst eingefallen, doch dann kamen Zweifel, weil die Milchkannenbrücke fehlt. Vielleicht war dieser "Wegfall" die Phantasie des Malers.

    Sonnige Grüße zurück aus Berlin,
    Ulrich

  26. #176
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    Hallo,

    ich könnte mir vorstellen, dass die Milchkannenbrücke sich hinter den Pontons befindet, die auf diesem Bild vor dem Turm gemalt sind.

    Viele Grüße

    Uschi Danziger

  27. #177
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Lieber Ulrich,
    leider kenne ich mich nicht so perfekt mit den örtlichen Gegebenheiten aus, um deine Frage ad hoc beantworten zu können.

    Ich muss auch sagen, dass die hier eingestellte Kostprobe eher bescheiden ausfällt und nur andeutet, in welche Richtung die Malerei Waltmanns geht. Es lohnt sich auf alle Fälle solch ein Büchlein anzuschaffen. Das wollte ich sagen. Denn ich habe selten so gute Aquarelle gesehen. Da ja die Aquarellmalerei etwas unberechenbar ist, und die Bilder von Waltmann zum Teil sehr präzise gemalt sind, so lässt sich leicht vermuten mit wie viel Geduld er diese gemalt hat. Und welch eine geübte ruhige Hand! Auch die Bleistiftzeichnungen sind beeindruckend schön. Mir ist inzwischen aufgefallen, dass die Künstler, die bei Fritz Pfuhle gelernt haben, alle echt was können.

    Und so lernt man über die Bilder nach und nach die Künstler in ihrer Persönlichkeit, ihrem Wesen kennen. Das ist es, was letztlich nicht verloren gehen sollte.

    An Ada: Ich bin grundsätzlich dafür, dass polnische Künstler in Deutschland ausstellen und deutsche in Polen. Es hapert nur oft an der Sprache oder am Geld. LG waldkind
    Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

  28. #178
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Max Buchholz

    Weil ich ihn immer wieder vergesse hier hinein zu setzen, jetzt mal einen Link, für alle, die nach Waltmann noch mehr Lust auf Kunst haben. Ich habe es noch nicht durchgearbeitet, aber Buchholz hat wohl so einiges zu Danzig gemacht. Bis bald, wk.
    https://stadtarchive-metropolregion-...nd-in-pegnitz/
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  29. #179
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Liebe Uschi (#176),

    zu Lebzeiten von Waltmann überspannte die Milchkannenbrücke als Drehbrücke die Mottlau zwischen Milchkannentor und Langgarten (siehe dazu den Forum-Thread "Speicherinsel Nordteil", #7). Wohin genau diese Brücke zur Öffnung drehte, ist mir nicht bekannt, es könnte aber sein, dass es der Ort war, den Du mit "hinter den Pontons" angibst. Sollte also Wallmann seine Mottlauszene bei so geöffneter Milchkannenbrücke gemalt haben, bleiben bei mir trotzdem Zweifel, weil die "geöffnete" Mottlau an der gemalten Stelle viel breiter erscheint, als es meine bisherigen Informationen zu dieser Stelle hergeben. -
    Vielleicht war aber auch hier malerische Phantasie im Spiel.

    Mit guten Abendwünschen und besten Grüßen
    Ulrich

  30. #180
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Hallo Ulrich,

    es würde mich wundern, wenn Waltmann seiner Phantasie freien Lauf gelassen hätte, wo er doch so genau auf Details achtet. Könnte es sein, dass es sich gar nicht um eine Mottlau-Szene handelt, sondern es sich um ein Motiv aus einer anderen Stadt handeln könnte, z.B. eine Szene aus Magdeburg an der Elbe??? LG wk.
    Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

  31. #181
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Hallo waldkind,

    ich denke schon, dass es sich bei dem hier diskutierten Aquarell um eine Mottlau-Szene handelt, wobei bisher unbekannt bleibt, wann es entstand. 1937 wurde aus der in #179 erwähnten Drehbrücke eine Klappbrücke mit einer Klappe, die Waltmann bei seiner Detailgenauigkeit sicher mitgemalt hätte. Folglich dürfte diese Mottlau-Szene vor 1937 entstanden sein.

    Mein Festhalten an der Mottlau-Szene begründe ich mit den sicher korrekten Angaben der von Dir in #170 gezeigten Quelle (Link 2 der "Kostprobe") und mit dem im Forum-Thread "Speicherinsel Nord" im Beitrag #7 verlinkt gezeigten Stich von Aegidius Dieckmann aus dem Jahr 1617 (siehe hier: > https://gdansk.xgcmy.pl/s1/t/202001142589.jpg ). Dieser Stich zeigt nämlich auffallende Ähnlichkeiten mit dem betr. Aquarell von Waltmann. Beide Werke zeigen die Neue Mottlau mit dem Milchkannenturm im Hintergrund und im Vordergrund rechts ziemlich ähnlich aussehende Speichergebäude.

    Letzter Zweifel bleibt bei mir hängen durch die mir im Waltmann-Aquarell unwirklich erscheinende Breite der Neuen Mottlau an der Stelle der vermutlich geöffneten Milchkannenbrücke, wodurch ich diesem sonst perfekten Maler eine gelegentliche Malfreiheit zutraute.

    Beste Grüße
    Ulrich

  32. #182
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Lieber Ulrich,

    als ich das Bild zum ersten mal sah, dachte ich es sei niemals die Mottlau. Tröstete mich aber damit, es könne ein historisches Bild sein und die Alten Hasen hier im Forum würden es sicher wissen
    Mir sagt die Quelle zu dem Bild nichts. Irritiert hatte mich zudem, dass es im Deutschen heißt "nach einem Aquarell von Herbert Waltmann", im Englischen aber "durch/von Herbert Waltmann". Das sind widersprüchliche Aussagen. Denn die deutsche Formulierung bedeutet, genau genommen, jemand hat nach einem Bild von Waltmann gemalt. Im Englischen bedeutet es, Waltmann hat es selbst gemalt. Vom Stil her passt es zu Waltmann.

    Ich war irritiert vom Fachwerk der Häuser. Diese Bauweise sieht man auf dem Stich von Aegidius Dieckmann auch nicht. Wenn es bei Dieckmann rechts die Speicherinsel ist, wäre es links die Schäferei-Gegend. Dann irritiert mich die Brücke im Vordergrund. Welche soll denn das sein? Oder gab es zur damaligen Zeit Brücken, die später abgerissen wurden?

    Ich finde die breite des Flusses ist nicht sehr unterschiedlich in den beiden Bildern.
    Es kann ja durchaus sein, dass das Bild vor 1937 von Waltmann gemalt wurde. Dann wäre es eines seiner frühesten Malereien. Und wir müssten dem Künstler zugestehen, dass er noch, was seine Malerei angeht, in den Kinderschuhen steckte. Er hat ja seine Ausbildung erst 1936 begonnen. Da war er 17 Jahre alt. Wir müssen uns erinnern, dass die Maler damals, alles noch mit ihrem Auge erfassen und zeichnerisch umsetzen mussten. Das war nicht so wie heute, dass man zig schnelle Fotos machte und dann seine Zeichnungen an Hand der Digitalisate korrigieren konnte.

    Es ist wieder so ein Manko, dass viele Bilder nicht mit einer Jahreszahl versehen wurden. Nach unseren Überlegungen hier, könnte man das Bild, bereits als historische Malerei einstufen, wenn es so ist, wie wir denken.

    Nun habe ich am Ende noch eine Frage in die Runde: Im der Broschüre des Westpreußischen Landesmuseums ist angegeben, dass Waltmann ein Aquarell gemalt haben soll mit "Michkannenturm mit Sahnekännchen". Kann mir jemand erklären, was das Sahnekännchen ist, bitte? LG vom waldkind
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  33. #183
    Forum-Teilnehmer Avatar von Fischersjung
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    Viele Grüße von Joachim

  34. #184
    Forum-Teilnehmer Avatar von Fischersjung
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Halle Waldkind,
    siehe auch #27 in:
    http://forum.danzig.de/showthread.ph...ppen-zu-finden

    Eine spannende Entdeckung wünsche ich.
    Viele Grüße von Joachim

  35. #185
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard AW: Maler, Grafiker, Bildhauer

    Danke, lieber Joachim. Jetzt weiß ich das auch. Habe sogar zwei Fotos von den beiden in meinem Ordner. Demnach müsste es von Waltmann noch ein zweites Bild von der Milchkanne geben, nämlich mit Sahnekännchen.

    Nach einer alten Karte zu urteilen, wird Dieckmann mit der Brücke im Vordergrund die Brücke über dem Zimmergraben gemeint haben. Waltmann hat dann den gleichen Blickwinkel genutzt. LG waldkind.
    Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

  36. #186
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard AW: Richard Hildebrand

    Im Westpreußischen Landesmuseum gab es vom 23.Februar bis 21. April 1991 eine Ausstellung mit dem Titel„Westpreußische Landschaften. Es war eine Gemeinschaftsausstellung von 24 Künstlerinnen und Künstlern, unter ihnen Richard Hildebrandt. Die Werke, die laut der Broschüre des Westpreußischen Landesmuseum von ihm ausgestellt wurden, liste ich hier mal auf.Vielleicht stolpert ja jemand mal über eines davon. Mir gefällt es, dass er auch ganz kleine Formate genutzt hat. LG vom waldkind

    Weichsel mit Regenbogen, Öl, 1930, 154 x 205 cm
    Starker Frost am Strand von Brösen,Öl, Februar 1922, 31,5 x 40,2 cm
    See mit Segelboot, Öl, 1928, 21,3 x 13,5 cm
    Sonnenuntergang im Danziger Werder, im Hintergrund die Danziger Höhe, Aquarell, 1936, 45 x 63,5 cm
    Im Danziger Werder, Sonnenaufgang mit Blick auf die Danziger Höhe, Aquarell, 1930, 45,5 x 63,5 cm
    Dicht bei Langgarten, Aquarell, 1925,14,3 x 18 cm
    Waldsee, Aquarell, 1930, 16,5 x 23,5 cm
    Sonnenaufgang in der Tuchler Heide,Pastell, o.J., 21 x 24,5 cm
    Seelandschaft, Tusche, 1927, 32,5 x 48 cm
    Abend am Haff, Radierung, 1926, 9,5 x 14 cm
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