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Thema: 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges am 1.09.2019

  1. #51
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges am 1.09.2019

    Schönen guten Abend,
    hallo Ulrich,

    danke für Deine Worte. Nur: Was im nichtöffentlichen Bereich geschrieben wird, ist eben öffentlich auch nicht wahrnehmbar. Mehr als 90% aller hier Lesenden sind keine Forum-Teilnehmer/innen. Und auch ich kann momentan aufgrund persönlicher Gründe nicht immer alles lesen. Ich konzentriere mich z.Z. auf das öffentlich Gesagte. Es ist leider auch nicht möglich, die Themen zusammenzulegen, denn wer sich nichtöffentlich äußerte, wird nicht immer damit einverstanden sein, dass seine Aussagen plötzlich öffentlich sind.

    Für die Öffentlichkeit zählt nur was sie auch lesen kann. Alles andere ist "geheim" und somit außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
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  2. #52
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges am 1.09.2019

    Schönen guten Abend,

    heute wurde hier etwas themenabweichend über das "Verschieben" von Beiträgen gesprochen. Da dies recht interessant ist, aber dieses Thema verwässert, habe ich ein separates Thema angelegt: Verschieben/Löschen von Beiträgen - wann, wie, warum? Ein Beispiel...

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
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  3. #53
    Forum-Teilnehmer
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    Standard AW: 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges am 1.09.2019

    Lieber Wolfgang,
    ich kann mich Deinem Beitrag #49 voll umfänglich anschließen.
    Die Russen gedenken am Tag des "Unsterblichen Regiments" ihren Toten mit einem Marsch, bei dem sie die Fotos ihrer Angehörigen vor sich hertragen.
    Das ist glaubwürdiger als die theatralischen Inszenierungen der Kranzniederlegungen von Politikern der Waffenexporte.
    In die Geschichtsbücher wird die Sichtweise des jeweiligen Verfassers geschrieben, dieser hat die Deutungshoheit über die Opfer und die Täter.
    Und die Geschichte wiederholt sich.

    Viele Grüße von Regina.

  4. #54
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    Standard AW: 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges am 1.09.2019

    Lange habe ich überlegt, ob ich zu diesem doch sehr explosiven Thema etwas sagen soll. Ich bin heute 84 Jahre alt und habe in meinem Leben unzählige Male des Verlustes meiner Heimat, meines Elternhauses. der Flucht gedacht, habe die Verzweiflung meiner Eltern und die Brüchigkeit meines Lebenslaufs bedacht. Ich habe auch meine Meinung über die Rolle Polens, die mein Leben beeinflußt hat. Ja, die Polen haben schwer gelitten, doch auch wir sind Opfer dieses Krieges geworden. Auch das ist vergessen worden bzw. nie in den Mittelpunkt gerückt worden. Wir gehören nicht mehr in das Land unserer Vorfahren. Das ist immer noch schwer zu begreifen und noch schwerer ist es, immer wieder darüber zu sprechen. Das kann ich nur für mich allein.
    Grüße von Ada
    Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

  5. #55
    Forum-Teilnehmer Avatar von Weimaraner
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    Standard AW: 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges am 1.09.2019

    Hallo Zusammen,
    ich bin nicht in Danzig geboren, nach der Flucht meiner Eltern, Januar 1945, bin ich in Niedersachsen 1946 zur Welt gekommen und trage keine "Rosa Rote" Danzig Brille.
    Nachweislich hat meine Familie seit 1700 in Danzig gewohnt und gelebt.

    Wäre es nicht sinnvoll nach dem "Warum" zu fragen

    Mit dem Vertrag von Versailles 1919 wurde Danzig mit seinen umliegenden Gebieten vom Deutschen Reich getrennt und am 15. November 1920 zu einem unabhängigen Staat,der "Freien Stadt Danzig" erklärt. Dieser Staat stand allerdings unter Aufsicht des Völkerbunds. Da diese Entscheidung nicht von einer Volksabstimmung abhängig gemacht wurde,sahen das Deutsche Reich und die mehrheitlich deutschen Bewohner der Stadt das vom US-Präsidenten Woodrow Wilson geforderte Selbstbestimmungsrecht der Völker verletzt.

    Tatsache ist doch, das wir uns einmal das Jahr 1920 und hier den 15.11. betrachten sollten.
    Hier war doch die Grundlage für die Aufnahme Danzigs in die Staatengemeinschaft als neutrales, freies und geschütztes Mitglied der Friedensvertrag von Versailles, der den Bestand des Danziger Staates garantieren sollte.
    Der Präsident der Verfassunggebenden Versammlung, Wilhelm Reinhard, würdigte die Bedeutung dieses Tages verbunden mit dem Wunsch, dass durch Einheit und gegenseitiges
    Verständnis der Bestand des Staates gesichert sein möge. Der Vertreter des Völkerbundes, Oberst Edward Lisle Strutt, vollzog die Proklamation und bestätigte die Schutzgarantie des Völkerbundes
    für Danzig und seine neue Verfassung.
    Oberst Strutt beendete seine Rede mit den Worten:

    „Lasst uns Frieden halten jederzeit, sowohl innerhalb wie außerhalb dieses Hauses. Die Welt braucht Frieden. Mögen Danzig und Polen dem östlichen Europa darin ein Vorbild sein.
    Beide Völker mögen glücklich und zufrieden nebeneinander leben, wachsen und gedeihen, durch gegenseitiges Vertrauen und Freundschaft, bei gegenseitiger Unterstützung.

    Hiermit erkläre ich feierlichst die Stadt Danzig und das sie umgebende Gebiet mit dem heutigen Tage zur Freien Stadt.“

    Polen war vom Völkerbund beauftragt worden, aufgrund seiner freundschaftlichen Beziehungen zum Reich und in Wahrung seiner Interessen in Danzig die Lage in der Freien Stadt Danzig zu regeln.
    Es hatte in seinem Freundschaftsbündnis mit dem Deutschen Reich seine bisherige Taktik gegenüber dem Danziger Staat völlig geändert.
    Während es (Polen) bisher peinlichst genau auf die Wahrung der Danziger Verfassung geachtet hatte, vertrat es nunmehr den Standpunkt, dass die Danziger Fragen in erster Linie zwischen Deutschland und Polen zu regeln seien und der Völkerbundsrat keinen Grund zum Einschreiten habe, solange Polen sich nicht beschwert fühle.
    Polen wollte seine politischen und wirtschaftlichen Rechte in Danzig wahren, seine vermeintliche Freundschaft mit Deutschland aber nicht durch Einmischung in die inneren Angelegenheiten Danzigs gefährden.

    Es (Polen) untergrub die Autorität des Völkerbundes und verhinderte dadurch ein wirksames Eingreifen des Hohen Kommissars.

    Danzig hatte in der Zwischenkriegszeit nach einem anfänglichen Wirtschaftsaufschwung erhebliche wirtschaftliche Probleme, bedingt durch die Zollgrenzen zum Deutschen Reich,
    die globale Wirtschaftskrise und eine wenig entwickelte Industrie.
    Der Hafen und der Zoll sowie die internationalen Eisenbahnverbindungen – jedoch nicht die Straßenbahn und Kleinbahnen im Freistaatgebiet – wurden unter polnische Verwaltung gestellt.
    Die Republik Polen legte im Danziger Hafen (Westerplatte) ein Munitionslager an und stationierte dort ihr Militär.
    Des Weiteren war es dem polnischen Staat zwecks Verbindung des Hafengebiets mit Polen erlaubt, eine Post- und Telegrafenverwaltung, das so genannte „Polnische Postamt“, im Hafengebiet einzurichten.
    Die problematischen Verhältnisse, die Anlass für viele Beschwerden der Freien Stadt Danzig an den Völkerbund waren, schufen unter der Bevölkerung Ressentiments gegen Polen.

    Dieses kann den Überfall Hitlers- und die damit veranlassten Greueltaten an der polnische Bevölkerung nicht rechtfertigen- noch verharmlosen.

    Ich pflichte den Ausführungen ada.gleisner # 54 bei.

    Wir Deutsche, haben uns eines angewöhnt, jeden Tag uns vor Augen zu halten, in Funk und Fernsehen, wie schlimm wir doch Sind und waren. Ich lese in keiner polnischen Zeitung,
    von Greueltaten an deutschen Flüchtlingen, ich lese nicht von Greueltaten unserer amerikanischen Freude, die in Vietnam begannen wurden, ich lese nicht von französischen Greueltaten in Algerien, von den Engländern ganz zu schweigen- wir alle könnten diese Zeilen bis zur Unendlichkeit fortführen.

    Ich bin, wie ich oben bereits ausgeführt habe 1946 geboren und ich fühle mich nicht verantwortlich für Taten, die Generationen vor mir begangen haben.
    Abschliessend möchte ich einen Auszug aus Wikipedia und ein Zitat von Monika Sieradzka führen.

    "So wurden schon 1838 auf Anordnung des damaligen US-Präsidenten Andrew Jackson zur Durchsetzung des Indian Removal Act Angehörige der Cherokee vor ihrer zwangsweisen Umsiedlung
    durch die US-Armee in Lagern gefangengehalten. Die Cherokee erinnern sich noch heute an den „Trail of Tears“ ihrer Umsiedlung.
    Auch die in der Folgezeit von den USA angelegten Indianerreservate für zahlreiche indigene Gruppen sind als Konzentrationslager anzusehen:
    die Menschen wurden aus rassistischen Motiven unter inhumanen Umständen auf Gebieten festgehalten, die ein eigenes Auskommen unmöglich machten und dazu führten,
    dass Kinder, Frauen und auch Männer verhungerten. Flucht oder Gegenwehr wurden mit dem Tod bestraft".

    Nicht wir Deutsche haben diese menschenverachtenden und gegen jedes Recht verstossende Einrichtungen geschaffen. Es wurde uns aufgezeigt- und von hemmungslosen verblendeten Individien weiterentwickelt in einer unsäglichen Zeit.

    Das ist nicht mein Europa
    Zitat Monika Sieradzka

    "Das ist nicht mein Europa. Für mich bedeutet Europa Vielfalt, Weltoffenheit, Toleranz, Kontakte mit Menschen aus anderen Ländern, Studien- und Arbeitsmöglichkeiten im Ausland und
    Wirtschaftswachstum.
    Dass Polens Regierung mit der Justizreform und der Einschränkung der Pressefreiheit die europäischen Werte ignoriert, macht mich wütend und ratlos.
    Dass Polen, der wirtschaftliche Musterknabe, derzeit in Europa als Spielverderber gilt, finde ich beschämend.
    Es sieht so aus, als ob wir der EU nur wegen der Gelder beigetreten wären, ganz ohne Rücksicht darauf, dass es sich dabei auch um eine Wertegemeinschaft handelte.
    Es ist eine Ironie der Geschichte, dass es genau dieselben demokratischen Werte sind, die sich die Polen in ihrem Kampf gegen den Kommunismus groß auf die Fahnen geschrieben hatten."

    Grüsse
    Dieter
    Es gibt keine Fremden, sondern nur Freunde denen wir noch nicht begegnet sind. Irisches Sprichwort

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