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Thema: Toter Punkt: fehlende Angaben bei Heirat

  1. #1
    Forum-Teilnehmer
    Registriert seit
    15.08.2009
    Beiträge
    30

    Standard Toter Punkt: fehlende Angaben bei Heirat

    Liebe Mitforscherinnen,
    liebe Mitforscher,

    wie geht ihr mit folgendem toten Punkt um?

    Bei der Heirat sind nur die Eheleute angegeben, der Zeitpunkt der Heirat, aber sonst nichts (Brautvater, Herkunft, Alter der Eheleute usw.)?

    Ich bin dann immer 20-30 Jahre zurück und habe die Taufen durchsucht. Problem hier: Was mache ich, wenn es vier oder mehr Personen (z. B. im Falle des Ehemannes) gibt, die in Frage kommen?

    - Die Begräbnisse durchsuchen, eventuell gab es Kindssterbefälle (damit reduziert sich die mögliche Personenzahl)
    - auf den Herkunftsort bei der Taufe achten (nur sinnig, wenn bei Heirat Herkunftsort angegeben)?

    Vielleicht hat jemand noch einen passenden Tipp für mich.

    Vielen Dank.

    Viele Grüße,

    Thomas

  2. #2
    Forum-Teilnehmer
    Registriert seit
    09.03.2018
    Beiträge
    84

    Standard AW: Toter Punkt: fehlende Angaben bei Heirat

    Hallo Thomas,

    die Frage ist eine ganz typische wenn die Standesamtzeit (vor 1874) vorüber ist oder es hauptsächlich katholische Familien sind.
    Das beschriebene Vorgehen ist schon korrekt. Um sicher zugehen sind die ganzen Familien zusammenzusetzten. Leider gibt es auch noch viele Personen mit gleichen Vornamen oder einem zweiten nicht dokumentierten Vornamen, was recht häufig ist. Das wird oft noch zusätzlich erschwert, wenn die Voreltern nicht von einem Ort stammen, und das selbstverständlich nicht dokumentiert ist. Also alles was es an Daten gibt mitnehmen. Ich habe z.B. ganze Kirchenbücher komplett "gelesen" und auch die Anzeigen mit Taufpaten bzw. Zeugen mitgenommen und so kleine Anmerkungen wie Dispenz 4 Grade oder Witwe, … . Eigentlich ist es eine Regel erst Daten zu sammeln und dann die Familien zusammen zusetzten. Solange eindeutige Hinweise vorliegen kann darauf verzichtet werden. Nur wenn wie in dem geschilderten "toten Punkt" keine Angaben vorliegen dann hilft nichts.
    Gerade die Strebeurkunden nach 1874 sind bzgl. Familienmitgliedern durchzusehen. Oft wird dann von einer Tante oder Onkel der vorherigen Generation die Eltern genannt. Auch wird in vielen Sterbeeinträgen die Erben genannt (so zwischen 1820 - 1870). In allem eine oft mühselige Suche und nicht immer mit Erfolg gekrönt.
    Auch ist das Forum hier oder andere oder Plattformen wie ptg.gda.pl eine enorme Hilfe. Vielleicht ist ja zufällig das Thema bekannt.

    Viele gute Grüße und Ausdauer

    Wolfgang

  3. #3
    Forum-Teilnehmer
    Registriert seit
    06.09.2019
    Beiträge
    34

    Standard AW: Toter Punkt: fehlende Angaben bei Heirat

    Hallo Thomas,

    genau das, was Wolfgang sagt.
    - Taufpaten können(!) Onkeln und Tanten sein; gut, wenn die Daten passen, aber nicht voreilig schlussfolgern .. eher als zweiten, unterstützenden Beweis ansehen
    - nicht nur Kindstode untersuchen, sondern auch nach dem Todeseintrag der Eheleute und der "Namensvettern" forschen; hier steht meistens das Alter in Jahren angegeben, häufig die Erben, bei den Frauen auch der Geburtsname bzw wessen Witwe sie sind ((dran denken: Hier können sich die Priester auch schon einmal um 1-10 Jahre vertun))
    - um 1750 ist das Seelenregister, Status Animarum, heranzuziehen
    - um 1810 helfen die Grundbücher weiter


    Liebe Grüße,
    Simon

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