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Thema: Der Olivaer Karlsturm

  1. #1
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard Der Olivaer Karlsturm

    Wer den alten Karlsturm kennt und heute den Karlsberg hinaufwandert und plötzlich vor ihm steht -ein Stahlgerüst mit Brettern beplankt-, wird ihn nicht erkennen.

    Der alte Karlsturm, der in früheren Zeiten alle Baumwipfel überragte, wurde in den letzten Kriegstagen von deutschen Soldaten gesprengt um zu verhindern, dass russische Artilleriebeobachter das Granatfeuer zieleinweisen.

    Auf der beigefügten Ansichtskarte seht ihr den alten Karlsturm in seiner ganzen Größe.
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  2. #2
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Der Olivaer Karlsturm 1938

    Schönen guten Abend,

    und noch eine alte Ansichtskarte mit dem Karlsturm aus dem Jahre 1912, also von vor genau 100 Jahren.

    Viele Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
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  3. #3
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Der Olivaer Karlsturm 1938

    Guten Abend Wolfgang,

    die Bilder vom Olivaer Karlsturm zeigen eine auffallende Ähnlichkeit mit dem Grunewaldturm (früher Kaiser-Wilhelm-Turm) in Berlin (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Grunewaldturm und http://www.berlin.de/orte/sehenswuer...grunewaldturm/). Nicht nur die ähnliche Optik beider Türme verblüfft, sondern auch derselbe Name ihres Standorts: Beide stehen/standen (der Olivaer Turm vor seiner Zerstörung) auf einer Anhöhe mit dem Namen "Karlsberg".

    Der Grunewaldturm wurde 1897-1899 vom Architekten der 1895 vollendeten berühmten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Franz Schwechten (1841-1924) - siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schwechten -, erbaut. Kommst Du vielleicht an Unterlagen heran, aus denen hervorgeht, welcher Architekt den Olivaer Karlsturm erbaut hat? Würde mich sehr interessieren. Bisher wurde ich dazu weder im Internet noch in Lexika fündig.

    Ein schönes Wochenende wünscht
    Ulrich

  4. #4
    Forum-Teilnehmer Avatar von RRose
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    Standard AW: Der Olivaer Karlsturm 1938

    Lieber Ulrich,

    Nachtrag:

    Der Turm auf dem Karlsberg ist auch wie der im Grunewald ein "Kaiser-Wilhelm-Turm".

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser-Wilhelm-Turm

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_d...m-I.-Denkmäler

    Hier sehr wie Noten zu sehen.

    Suche weiter nach dem Architekten....

    Liebe Grüsse

    Christina

  5. #5
    Forum-Teilnehmer Avatar von Ulrich 31
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    Standard AW: Der Olivaer Karlsturm 1938

    Guten Abend Christina,

    schön, dass Du Dich auch für dieses Thema interessierst. Ich finde, dass "Dein" Turm in Großbeeren dem Olivaer Karlsturm weit weniger ähnlich ist als der Grunewaldturm. Das ist schon das rein Äußerliche. Sieh Dir mal diese 3 Türme nochmals prüfend an (Material, Farbgebung, Struktur). Vielleicht kannst Du Dich dann meiner Meinung eher anschließen, auch wenn es, zugegeben, gewisse bauliche Abweichungen zwischen Karlsturm und Grunewaldturm gibt.

    Bedenkenswert bei diesem Vergleich ist aber auch, dass "Dein" Turm an eine Schlacht, die anderen beiden Türme aber gemeinsam an jeweils eine Person erinnern sollen. Und das außerdem erstaunliche (zufällige?) Gleiche ist bei Karlsturm und Grunewaldturm der Name ihres Standorts ("Karlsberg"). - Das gab mir besonders zu denken.

    Ein schönes Wochenende wünscht Dir mit lieben Grüßen
    Ulrich

  6. #6
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Themenstarter

    Standard AW: Der Olivaer Karlsturm 1938

    Schönen guten Abend,
    hallo Ulrich,

    dass Grunewaldturm und Karlsturm auf einem Berg gleichen Namens stehen ist reiner Zufall. Der Olivaer Karlsberg erhielt erst 1797 seinen Namen als der Hofgärtner Georg Saltzmann ihn nach dem Namen seines Erbpächters Fürstabt KARL von Hohenzollern-Hechingen benannte. Davor hieß er Pacholkenberg und so heißt er auch heute wieder (Pacholek).

    Der Turm wurde 1882 anstelle eines 1798 erbauten hölzernen Pavillons, der wegen Baufälligkeit 1880 abgebrochen worden war, errichtet. Dieser Karlsturm wurde dann Ende März 45 von deutschen Einheiten gesprengt.

    Wer Architekt war, weiß ich nicht.

    Viele Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
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  7. #7
    Forum-Teilnehmer Avatar von RRose
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    Standard AW: Der Olivaer Karlsturm 1938

    Hihi.... Naja...zugegeben, habe ich zu erst nur die Bilder verglichen und bin dann erst tiefer in die Materie eingestiegen.

    Zu erst habe ich die eckige Form des Grunewaldturms gesehen und verglichen mit der runden Form des Kaiserturms in Oliva. Abgesehen davon, dass der Turm in Grossbeeren ein Gedenkturm ist, ist er wenigstens rund und eckig:-)

    Aber ich habe bisher leider noch nichts über den Baumeister gefunden :-(


    Liebe Grüsse

    Christina

  8. #8
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Der Olivaer Karlsturm

    Schönen guten Abend,

    hin und wieder schaue ich mir mal meine alten Ansichtskarten an, und dieses Mal waren die von Oliva an der Reihe. Vor ein paar Tagen sprachen wir hier im Forum von der längsten Außentreppe Danzigs und da kam dann auch die Sprache auf die zum Karlsturm führende Treppe. Und deswegen schaute ich mir auch besonders die Bilder mit dem Karlsberg und dem Turm an.

    Wer heute unten in Oliva steht und den Karlsberg hinaufschaut, sieht Wald, Wald, Wald und weder Turm (klar, gibt es ja auch nicht mehr) noch die Aussichtsplattform. Im Jahre 1905 war das anders. Und das ist auf der hier gezeigten Ansichtskarte deutlich zu sehen:

    Name:  000000 SA612382 Oliva Schloss Karlsberg.jpg
Hits: 89
Größe:  243,0 KB

    Links oben steht der Karlsturm wie auf einem Präsentierteller. Heute steht da eine Aussichtsplattform die aber im hochgewachsenen Wald verschwunden ist.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang

    P.S.: Am vergangenen Montag nahm sich ein junger Mann das Leben indem er von dieser Plattform sprang.
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  9. #9
    Forum-Teilnehmer Avatar von Bartels
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    Standard AW: Der Olivaer Karlsturm

    Schönen guten Abend,

    hier ein Foto von der Plattform und dem Ende der Treppe - zumindestens beide Treppen addiert werden länger als die 270 Meter sein.

    https://radiogdansk.pl/wiadomosci/it...kiego-w-oliwie
    Beste Grüsse
    Rudolf H. Böttcher

    Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
    Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
    Familie Zoll, Bohnsack;
    Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
    Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

    http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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