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Thema: Die Sinnfrage: Was wollen wir eigentlich mit diesem Forum?

  1. #1
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard Die Sinnfrage: Was wollen wir eigentlich mit diesem Forum?

    Schönen guten Abend!

    Immer wieder stellt sich die "Sinn-Frage"! Was wollen wir eigentlich bezwecken? Mit diesem Forum, mit all diesen Diskussionen die wir uns erhoffen?

    Das Hauptziel ist einander zuzuhören. Viele Deutsche, viele Danziger, haben ihre eigene Sicht auf die Geschichte, und bei vielen Polen ist es nicht anders: Auch sie haben ihre ureigene Sicht auf die Geschichte, teils selbst erlebt, teils überliefert, teils als Bestandteil des "nationalen Gedächtnisses".

    Wir wollen lernen von einander, generationsübergreifend, grenzübergreifend.

    Wir, und damit meine ich sowohl Deutsche als auch Polen, neigen dazu, immer wieder einen Fehler neu zu begehen: Wir wollen den Anderen überzeugen. Dabei geht es gar nicht darum: Wir sollten lernen zuzuhören ohne gleich auf die Palme zu klettern, wenn der Andere Ansichten vertritt, die unseren eigenen Erfahrungen und Kenntnissen widersprechen.

    Dies bedingt ein außerordentlich hohes Maß an Toleranz, auch an gutem Willen. Wir sollten lernen, Dinge die unserem Erfahrungshorizont, die unserem Wissen widersprechen, nicht als Provokation aufzufassen. Das heißt nicht sich zurückhalten zu müssen, es bedeutet lediglich, Beiträge anderer Forumteilnehmer als ernst gemeinte Äußerung anzusehen. Es ist wichtig auch über gegensätzliche Meinungen und Erfahrungen zu sprechen. Streit und Zwist entstehen jedoch regelmäßig dann, wenn eine Meinung zur allein seelig machenden Weisheit erhoben wird oder wenn versucht wird, den "Anderen" -welch falsches Wort, in Wirklichkeit ist er ja "Forum-Partner"- von eigenen Ansichten zu überzeugen.

    Es ist schwierig, aber lasst's uns versuchen. Immer wieder von Neuem. Auch wenn's Rückschläge gibt. Was all dem nicht zweckdienlich ist: Teilnehmer die polarisieren. Wir brauchen keine Polarisierungen, keine Zuspitzungen. Wir brauchen lediglich den Willen einander zuzuhören und -wenn irgendwie möglich- auch zu verstehen.
    -----
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)

  2. #2
    Forum-Teilnehmer Avatar von RenéDublin
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    Standard

    Sehr gut geschrieben, Wolfgang. Das kann man nur voll und ganz unterstuetzen.

    Viele Gruesse,
    René
    Suche immer Orden, Medaillen, Ehrenzeichen, Urkunden, Wehrpaesse, Soldbuecher und vieles mehr. Bitte alles anbieten. Bei Interesse garantiert sofortige Zahlung. Danke!

  3. #3
    Moderatorin Avatar von Helga
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    Standard

    Und immer wieder. Laßt es uns zumindestens versuchen.
    Viele Grüße
    Helga

    "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

  4. #4
    Forum-Teilnehmer Avatar von Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
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    Hallo Wolgang
    So soll es sein.....und ganz oben soll noch stehen :
    KEINE persönlichen Angriffe unter die Gürtellinie !!!!

    Viele Grüße
    Hans-Jörg

  5. #5
    Moderatorin Avatar von Beate
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    Standard

    ...und wenn man beim Schreiben schon bedenkt, dass niemand auf dieser schönen Erde das Recht hat, dem anderen weh zu tun - auch nicht mit Worten- dann sollte doch auch eine Diskussion über kritische Themen möglich sein....meine ich.


    Schöne Grüße Beate

  6. #6
    Forum-Teilnehmer Avatar von Belcanto
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    Standard

    Hallo Wolfgang
    Ich kann mich deinen Ausführungen ebenfalls voll anschließen. Ich glaube Adenauer hat einmal gesagt" wer die Vergangenheit nicht,und daraus die Lehren zieht wird die Zukunft nicht bewältigen.
    Und damit einen schönen Tag
    Belcanto

  7. #7
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    Standard

    Menschen sind nun mal so und anders. Wer hat den Spruch getan "Der Mensch ist des Menschen Wolf" ? Der gebürtige Danziger und große Philosoph Schopenhauer ist als Pessimist kaum zu übertreffen. Woher hat er das wohl?

    Optimismus in Sachen Mensch ist auch eine Frage des Willens. Übrigens auch eine Idee Schopenhauers (Die Welt als Wille..). Das Gute muss gewollt werden und sollte wenigstens nicht verkommen oder unter die Räuber fallen. Dazu könnten einfache Regeln (z.B. nach Ruth Cohn) verhelfen:

    1. Alle gehen in einer Atmosphäre des Wohlwollens miteinander um.
    2. Die einzelnen, die Gruppe und die jeweiligen Themen befinden sich in einem ausgewogenen Gleichgewicht.
    3. Störungen zu 1. und 2. haben jederzeit Vorrang.

    Wolfgang als Administrator und die Moderator/inn/en machen spontan schon bisher einen tollen Job und das mit Herzblut! Für sie als den Möglichmachern von soviel wohlwollendem menschlichem und sachlichem Austausch rund um unseren gemeinsamen Brennpunkt Danzig habe ich ganz viel Respekt und Anerkennung.

    J.Langfuhr

  8. #8
    Forum-Teilnehmer Avatar von wenzkauer
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    Schwierig, schwierig, aber natürlich erstrebenswert und, wenn wir nur kuscheln, kommt eben auch nix dabei heraus.
    Es gilt wohl die Balance zufinden, das gelingt mir nicht immer. Optimist kann man auch mangels Information werden und wir leben nunmal in einer "Informationsgesellschaft". Also geben wir uns Mühe...
    Ein spezielles Problem hier im Forum ist, glaube ich, daß viele Teilnehmer ihr eigenes " Steckenpferd " ( auch ich habe da eines ) zuwenig berücksichtigt sehen. Das erzeugt Frust und demotiviert. Da hat es der Hasenzüchterverein einfacher, alle zu begeistern.
    Wir beackern eben auch ein riesiges Feld, zudem noch emotionsgeladen.

    Gruß Michael

  9. #9
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    Standard

    Jap, dem kann ich mich voll anschließen. Admin Wolfgang wird uns sicher nicht nur "kuscheln" oder gar "kuschen" abverlangen wollen. Gute Argumente - klare Sprache, sachlich an den Fakten orientiert.

    Auf den sehr speziellen eigenen Interessengebieten eines users schadet es m. E. durchaus nichts, einfach mal für die Galerie der reinen Mitleser zu schreiben, auch wenn zunächst keine Antworten zu erwarten sind.

    Und die in der Tat bislang insbesondere bei Politk/Geschichte mitunter ziemlich emotionsgeladene Atmosphäre kann durch eine jüngst stattgefundene personelle Veränderung im Mitgliederbestand doch auch nur positiv verändert werden.

    Also im Ganzen optimistische Aussichten für dieses Forum !

  10. #10
    Forum-Teilnehmer Avatar von Rahmenbauer14
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    Standard Zu den verschiedenen Meinungen

    Einen sonnigen Gruß aus Rerik.

    Vielleicht ein Zitat von Voltaire:

    Du bist anderer Meinung als ich
    und ich werde dein Recht dazu
    bis in den Tod verteidigen.

    Hilft es weiter ?

    Schönes Wochenende wünscht

    Rainer aus Rerik

  11. #11
    Anna Nyma
    Gast

    Standard Schwer beeindruckt

    Ich bin eine späte Nachfahrin von Deutschen, die in einem anderen Gebiet in Polen gelebt hatten, von da wohl auch nicht wirklich vertrieben wurden, sondern es hatte sich ergeben, daß sie von sich aus ihr Fortkommen in anderen Teilen der Welt gesucht hatten; lediglich der "Rückweg", wenn sie es irgendwann vielleicht gewollt hätten, war ihnen nachher von der Geschichte abgeschnitten ...

    Ich befasse mich nicht direkt mit Ahnenforschung, allerdings suche ich immer schon eine Antwort auf die Frage, wieso und auf welche Weise über Hunderte von Jahren Polen und Deutsche in weitestgehender Eintracht friedlich miteinander hatten auskommen können - bis die Zeiten sich dann leider so entwickelt hatten, daß es den Braunauer Psychopathen und seine perversen Kumpane aus der Gosse an die Oberfläche gespült hat, die nachher alles dauerhaft verdorben haben.

    Außerdem würde mich interessieren, wieso Deutschstämmige, die immerhin den so genannten "Ariernachweis" hatten schaffen können, einstmals zu ur-polnischen (slawischen) Namen gelangt waren.

    Verwandtschaft stammt aus Danzig, weshalb ich jetzt auf Euer Forum gestoßen bin. Von meiner Seite könnte ich hier nur leider nicht viel Substanzielles einbringen und würde mich daher nur anmelden, wenn sich dies für die konkrete Nachfrage, die ich hätte, als unumgänglich erwiese.

    Eure gemeinsamen Erklärungen zur "Sinnfrage" haben mich schwer beeindruckt. Etwas derart Tiefgehendes habe ich bisher in noch keinem Forum gelesen. Leider bin ich selber vom Schlage derer, die sich das alles vor jedem einzelnen eigenen Posting erst immer wieder noch mal in Gänze durchlesen müßten / sollten, weil sie gemeinhin nur schwer verstanden werden.

    Anna Nyma

  12. #12
    Forum-Teilnehmer Avatar von jonny810
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    Standard Anna Nyma, -ein schönes Pseudo-Nyma, oder?-

    Wie konnte es passieren?

    Der Psychophat war gar nicht so krank, glaube ich.

    Sonst hätte er wohl nicht die Gunst der Stunde erkannt. Oder war es ein


    Zufall?

    Er hatte den Zeitpunkt genutzt, als Deutschland wirtschaftlich am Ende

    war. Er hatte es geschafft, die Wirtschaft auf Touren zu bringen, und so

    war er der große Mässias. Jedenfalls hielt man ihn dafür.

    Die Chancen für einen Nachfolger sind noch nicht ganz so reif, stehen aber

    auch nicht so schlecht. Daher ist politische Wachsamkeit geboten.

    Man rührt ja schon wieder. Nur rührt man diesmal aus der genau entgegen

    gesetzten Richtung.

    Wer kennt nicht noch die alte Parole, "Holzauge sei wachsam!"
    Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
    "Nec Temere - Nec Timide"
    Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

  13. #13
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    Standard

    Liebe Anna Nyma,

    zu Deinen Fragen nach slawischen Namen bei Deutschstämmigen : Also zuerst muß man natürlich sagen, daß Polen m.A. n. auch Arier sind und einen Ariernachweis benötigten wohl nur die jüdischen Mitbürger. Da ich selbst auch einen slawischen Nachnamen habe, wie auch 2/3 meiner Verwandtschaft von verschiedenen Seiten, übrigens alles Ostpreußen und Niederschlesier, ein Danziger ist dabei, hat mich die Herkunft der Namen auch immer interessiert. Da haben wir den Namen "Gajewski". Nachforschungen ergeben, daß es um 1300 in der Gegend um Krakau ein Dorf namens Gajewo gab. In unserem Stammbaum beginnt der Name um 1650 mit neu angekommenen Gajewskis in Liebemühl, die in einen Ort mit 7 Herdfeuern in der Nähe zogen (heute Liwa), damals Bieberswalde. Sie sind also wahrscheinlichst slawischen Ursprungs.
    Czechleba ist ein anderer Name aus meiner Familie, die schon lange in Masuren zu Hause waren. Aber auch eine Familie Schulz kommt vor, wohnhaft in der Posener Gegend. Viele Bamberger und Franken sind im 17./18. Jahrhundert in die Posener Gegend gezogen, sie haben ihren Namen behalten.
    Verwandte aus dem Ermland haben auch slawische Namen, da aber das Ermland einige jahrhunderte zu Polen gehörte, könnte es auch sein, daß die ehemals deutschen Namen polonisiert wurden, aber das entzieht sich meiner Kenntnis. Also ich gehe davon aus, daß Deutsche mit slawischen Namen auch slawischstämmig sind (es kann mehrere 100 Jahre her sein, daß sie aus Polen einwanderten) und Deutschstämmige im allgemeinen ihre deutschen Namen auch behalten haben. Soweit ich weiß, haben nur im III. Reich (Hitler) ihre polnischen (=slawischen Namen)oft übersetzen lassen müssen oder haben es auch aufgrund vorauseilenden Gehorsams selbst gewollt. Aber alle mußten das nicht tun (siehe auch meine Familie). Jedenfalls stimmt der deutsche Ausspruch "Namen sind Schall und Rauch" nicht immer. Man kann auch sehr viel daraus ersehen. Mit freundlichen Grüßen ada

  14. #14
    Forum-Teilnehmer Avatar von wenzkauer
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    Hallo in die Runde,

    demnach paßt mein Nachname ( Gdaniec bzw. Gdanietz ) hier gut hinein. Der Schönheitsfehler dabei ist, als Ursprung ist die Gegend um Schöneck, Pogutken und Wenzkau bekannt. Dieses Rätsel werde ich wohl nie lösen. Vielleicht hat jemand eine Idee?

    Viele Grüße Michael

  15. #15
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    Zitat Zitat von wenzkauer Beitrag anzeigen
    demnach paßt mein Nachname ( Gdaniec bzw. Gdanietz ) hier gut hinein. Der Schönheitsfehler dabei ist, als Ursprung ist die Gegend um Schöneck, Pogutken und Wenzkau bekannt. Dieses Rätsel werde ich wohl nie lösen. Vielleicht hat jemand eine Idee?
    hast Du denn schon einmal die evangl. Kirchenbücher durchgestöbert Michael ?? Bei den Katholiken könnte ich eventl. ein bißchen nachhelfen, benötige aber den Vornamen u. den Zeitraum - LG nach Schweden von Sigi

  16. #16
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Hallo Ada,
    dein Beitrag ist sehr interessant. Er hilft auch mir weiter, da ja meine Oma einen slawischen Namen trug. Danke.Miriam.

  17. #17
    Forum-Teilnehmer Avatar von wenzkauer
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    Hallo Sigi,

    danke für das Angebot. Wir sind alle katholisch und mir fehlen nur zwei Personen. Bisher ist eindeutig...

    Michael Gdaniec geb. 1870 Pogodki,verheiratet mit Barbara geb. Palkowska
    3 Kinder: Julian Franz 1892, Catharina 1894, Joseph Johann 1895

    Barbara heiratete anscheinend später Michael´s Bruder Joseph Gdaniec geb. 1870, wieder 3 Kinder: Konrad Gdaniec geb. 1912 - mein Opa - verstarb 1956 in Schöneck. Nun mein Problem: Zwei Brüder soll er gehabt haben, müßten ca. 1912 geboren sein. JOSEPH, angeblich nach Frankreich gegangen und PAUL ins Ruhrgebiet. Joseph und Paul dürften nicht mehr leben, aber über die Nachkommen würde sich mein Vater ( Sohn von Konrad ) besonders freuen.
    Gibt´s Gdaniec in Paris

    Viele Grüße Michael

  18. #18
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    Michael, schicke mir bitte Deine e-mail-Adresse !!! LG und Nachtgruss von Sigi

  19. #19
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard Entwicklung von Nachnamen

    Hallo Michael,
    du fragtest nach einer Idee. Eine Idee kann ich beisteuern, aber keinen wissenschaftlichen Nachweis.
    Über die Entstehung des Namens Danzig/Gdanzk/Gedanum etc. gibt es verschiedene Versionen. Die bisher einleuchtendste ist mir, dass sich dieser Namen auf die ursprünglichen Besiedler dieses Raumes bezogen, die Goten.
    Folglich muss sich dein Name nicht auf die Stadt Danzig beziehen, sondern kann sich auf den gotischen Ursprung beziehen. Das ist sehr plausibel.

    Ursprünglich hatten die Menschen nur einen Namen, z.B. Hans. Später, erhielten die Menschen Beinamen, damit man sie besser voneinander unterscheiden konnte, z.B. Hans, der Gote und Hans, der Starke. Diese Beinamen richteten sich oft nach persönlichen Eigenschaften, der Arbeit, den Familienverhältnissen, der Herkunft oder dem Wohnort (Weeke, die am Walde wohnende).

    Als die Besiedlung enger wurde, sich also Städte bildeten, da reichten die Beinamen nicht mehr. Es bildeten sich Nachnamen. Diese entstanden oftmals erstmalig in den Adelshäusern wegen der Erbschaftsangelegenheiten und der Regelung von Liegenschaften. Auch im Zusammenhang mit dem Postwesen wurden Nachnamen wichtig, damit man in einem Ort den einen Hans vom andern unterscheiden konnte.

    Die Bildungen von Nachnamen vollzieht sich einfach. Zum Beispiel wurden die Beinamen in Nachnamen umgewandelt: aus Hans, der Gote, wurde Hans Gotes oder Hans Dgotes usw.. Die Söhne wurden ganz einfach nach der Abstammung zum Vater (oder der Mutter benannt). Michael vom Goten, Michael des Goten, Michael Gedanum, Michael Gdaniec. Also wie gesagt, das mit dem Namen ist jetzt nur eine Durchspielerei. Bei Weeke ist es einfach. Der Name stammt auch aus einem Adelsgeschlecht und bezieht sich meines Erachtens auf den Vornamen Weeko. Dann hätte ich im Mittelalter geheißen: Maria, die Tochter Weekos, Maria Weekos, Maria Weekes, Maria Weeke und bin mit Miriam Weeke im Heute angelangt.

    Ich hoffe, lieber Michael, ich konnte dir etwas damit dienen. Liebe Sonntagsgrüße, Miriam.

    Zitat Zitat von wenzkauer Beitrag anzeigen
    Hallo in die Runde,

    demnach paßt mein Nachname ( Gdaniec bzw. Gdanietz ) hier gut hinein. Der Schönheitsfehler dabei ist, als Ursprung ist die Gegend um Schöneck, Pogutken und Wenzkau bekannt. Dieses Rätsel werde ich wohl nie lösen. Vielleicht hat jemand eine Idee?

    Viele Grüße Michael

  20. #20
    Forum-Teilnehmer Avatar von wenzkauer
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    Standard

    Guten Morgen Miriam und Danke !
    Aus dem altslawischen steht " Gd " für Feuchtigkeit, Nässe oder auch Sumpf.
    Gd...ynia und Gd...ansk wurde anscheinend auf Weichselschlamm begründet.
    Dem entgegen steht, daß mein Name "Gdaniec" aus dem arabischen mit " die Zufluchtsstätte des frommen Mannes " übersetzt werden kann.
    Oder eben, der Mann der aus den Sümpfen kam.

    Schönen Sonntag wünscht Michael

  21. #21
    Anna Nyma
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    Standard

    Allen einen schönen Sonntag

    Nachdem ich nun noch mehr hier gelesen habe, habe ich mich jetzt doch angemeldet. Einmal, weil es nicht anders geht, wenn ich mich für Eure frdl. Beiträge in diesem Thread bedanken möchte, aber vor allem, weil ich da herinnen irgendwie diese besondere Faszination spüre, die von Eurem Forum ausstrahlt.

    Wenngleich ich auch z.Zt. nicht beabsichtige, persönlichen Kontakt zu evtl. dagebliebenen Verwandten aufzunehmen, aber die Namen, nach denen ich suche (deutschstämmige) anderen Quellen zufolge nachweislich heute noch im Danziger Raum existieren, interessiert mich nun doch, wieso die nicht - wie andere - damals dort rausgegangen waren. Ich denke, mit der Zeit werde ich hier allgemeine Antworten finden können.

    So wie ich auch Dir schon mal für Deine Denkanstöße danke, Ada.

    Zu Joniszus' Einwand möchte ich sagen: Ich hatte es auch so gemeint, daß in erster Linie die Zeiten daran Schuld trugen, daß so viele Menschen sich hatten blenden lassen, bis alles soweit verfahren war, daß sie sich dagegen aufzubegehren nicht mehr trauen konnten und lieber ihr Gewissen erstickten.

  22. #22
    Forum-Teilnehmer Avatar von jonny810
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    Standard Die geblendeten Menschen

    Hallo und willkommen im Forum,

    genau so wie du es jetzt darstellst, habe ich es auch beschrieben.

    So war meine Ansicht, zu deiner Frage.

    Na, dann wünsche ich dir viel Erfolg bei der Suche in unserem Forum.

    Noch einen schönen Sonntag, Erhart



    Zitat Zitat von Anna Nyma Beitrag anzeigen
    Zu Joniszus' Einwand möchte ich sagen: Ich hatte es auch so gemeint, daß in erster Linie die Zeiten daran Schuld trugen, daß so viele Menschen sich hatten blenden lassen, bis alles soweit verfahren war, daß sie sich dagegen aufzubegehren nicht mehr trauen konnten und lieber ihr Gewissen erstickten.
    Geändert von Helga (21.06.2009 um 23:22 Uhr)
    Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
    "Nec Temere - Nec Timide"
    Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

  23. #23
    Anna Nyma
    Gast

    Standard

    Danke für das Willkommen, Erhart.

    Ich hatte Dich nicht falsch verstanden. Etwas unglücklich war vielleicht, es "Einwand" zu nennen. Auch in Deinen weiteren Anmerkungen stimme ich Dir zu; da ergibt sich vielleicht an anderer Stelle mal eine Gelegenheit, das weiter zu erörtern.

    Frdl. Gruß
    Anna

  24. #24
    Forum-Teilnehmer Avatar von jonny810
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    Standard Die geblendeten Menschen

    Hallo Anna,

    ich merke schon, dass es da keine Probleme mit uns gibt. Wir werden uns auch noch so weit kennenlernen, dass es keine Irrtümer geben wird.

    Weiterhin alles Liebe, Erhart.


    Zitat Zitat von Anna Nyma Beitrag anzeigen
    Danke für das Willkommen, Erhart.

    Ich hatte Dich nicht falsch verstanden. Etwas unglücklich war vielleicht, es "Einwand" zu nennen. Auch in Deinen weiteren Anmerkungen stimme ich Dir zu; da ergibt sich vielleicht an anderer Stelle mal eine Gelegenheit, das weiter zu erörtern.
    Geändert von Helga (21.06.2009 um 23:25 Uhr)
    Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
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  25. #25
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Standard

    Hi wenzkauer,
    also du kamst aus den Sümpfen, ich aus dem Wald. Da machen wir dann einen Auwald draus. Ich liebe Auwälder und Sümpfe. Also ich meine dann ist doch die Herleitung deines Nachnamens nicht schwer. Auch der Name Danzig wird auf einen Ort in den Sümpfen zurückgeführt. Dann waren die Gdaniec's die aus den Sümpfen Danzigs nach Schöneck, Pogutken, Wenzkau Gewanderten. So könnte es gewesen sein. Es gibt für die Anfänge Danzigs verschiedene Ortsbezeichnungen. Die suchen wir uns bei Gelegenheit zusammen und lassen es noch einmal auf uns wirken. Dauert ein paar Tage. Habe anderes momentan zu tun. Bis bald Weichselschlammindianersproß. Es grüßt Kiku aus dem Walde.

    Zitat Zitat von wenzkauer Beitrag anzeigen
    Guten Morgen Miriam und Danke !
    Aus dem altslawischen steht " Gd " für Feuchtigkeit, Nässe oder auch Sumpf.
    Gd...ynia und Gd...ansk wurde anscheinend auf Weichselschlamm begründet.
    Dem entgegen steht, daß mein Name "Gdaniec" aus dem arabischen mit " die Zufluchtsstätte des frommen Mannes " übersetzt werden kann.
    Oder eben, der Mann der aus den Sümpfen kam.

    Schönen Sonntag wünscht Michael

  26. #26
    Forum-Teilnehmer Avatar von wenzkauer
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    Standard Montag fängt gut an...

    Hallo Miriam,
    ich stelle mir das gerade so vor und muß schmunzeln. Wir beide als Urgoten, vertrieben von den Slawen ins Hinterland, zu unserer " Sumpfsippe " am Waldrand. Danach konnte sich dann endlich die Zivilisation in Danzig durchsetzen. So muß es gewesen sein...

    Gruß Michael

  27. #27
    Forum-Teilnehmer Avatar von jonny810
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    Standard Die aus dem Sumpf kamen

    Hallo Miriam und Michael,

    Das heißt, wenn ich es richtig deute, dass ihr zwei, mit Gummistiefeln an den Füssen, in Lumpen gewickelt, die Kultur nach Danzig und Gotenhafen geschleppt habt!
    habe ich da vielleicht etwas falsch verstanden? äch weis nich?

    Schon der Anfang euer Namen ist mir schwer verdächtig.

    Erhart










    Zitat Zitat von wenzkauer Beitrag anzeigen
    Hallo Miriam,
    ich stelle mir das gerade so vor und muß schmunzeln. Wir beide als Urgoten, vertrieben von den Slawen ins Hinterland, zu unserer " Sumpfsippe " am Waldrand. Danach konnte sich dann endlich die Zivilisation in Danzig durchsetzen. So muß es gewesen sein...

    Gruß Michael
    Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
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  28. #28
    Forum-Teilnehmer Avatar von wenzkauer
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    ... nee, Erhart..

    umgekehrt . Erst nachdem wir die Küste verlassen haben, konnte sich eine Kultur entwickeln. Mensch, ich wollte doch das "Niveau" anheben.
    Aber mal im ernst, wie könnte es dann in grauer Vorzeit gewesen sein?

    Gruß Michael

  29. #29
    Forum-Teilnehmer Avatar von jonny810
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    Kultur-Verbreiter

    Aha, jetzt weiß ich Bescheid. Mit mir kam die Kultur, oder nicht? muß man ja alles wissen. Dann bin ich doch ein richtiger Held, wie man so sagt?

    Ach nei, was fiehl ich mir so gut.










    Zitat Zitat von wenzkauer Beitrag anzeigen
    ... nee, Erhart..

    umgekehrt . Erst nachdem wir die Küste verlassen haben, konnte sich eine Kultur entwickeln. Mensch, ich wollte doch das "Niveau" anheben.
    Aber mal im ernst, wie könnte es dann in grauer Vorzeit gewesen sein?

    Gruß Michael
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  30. #30
    Forum-Teilnehmer
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    Zitat Zitat von Anna Nyma Beitrag anzeigen
    Ich bin eine späte Nachfahrin von Deutschen, die in einem anderen Gebiet in Polen gelebt hatten, von da wohl auch nicht wirklich vertrieben wurden, sondern es hatte sich ergeben, daß sie von sich aus ihr Fortkommen in anderen Teilen der Welt gesucht hatten; lediglich der "Rückweg", wenn sie es irgendwann vielleicht gewollt hätten, war ihnen nachher von der Geschichte abgeschnitten ...

    Ich befasse mich nicht direkt mit Ahnenforschung, allerdings suche ich immer schon eine Antwort auf die Frage, wieso und auf welche Weise über Hunderte von Jahren Polen und Deutsche in weitestgehender Eintracht friedlich miteinander hatten auskommen können - bis die Zeiten sich dann leider so entwickelt hatten, daß es den Braunauer Psychopathen und seine perversen Kumpane aus der Gosse an die Oberfläche gespült hat, die nachher alles dauerhaft verdorben haben.

    Außerdem würde mich interessieren, wieso Deutschstämmige, die immerhin den so genannten "Ariernachweis" hatten schaffen können, einstmals zu ur-polnischen (slawischen) Namen gelangt waren.

    Verwandtschaft stammt aus Danzig, weshalb ich jetzt auf Euer Forum gestoßen bin. Von meiner Seite könnte ich hier nur leider nicht viel Substanzielles einbringen und würde mich daher nur anmelden, wenn sich dies für die konkrete Nachfrage, die ich hätte, als unumgänglich erwiese.

    Eure gemeinsamen Erklärungen zur "Sinnfrage" haben mich schwer beeindruckt. Etwas derart Tiefgehendes habe ich bisher in noch keinem Forum gelesen. Leider bin ich selber vom Schlage derer, die sich das alles vor jedem einzelnen eigenen Posting erst immer wieder noch mal in Gänze durchlesen müßten / sollten, weil sie gemeinhin nur schwer verstanden werden.

    Anna Nyma
    Die national-politischen Führer Führer, und religöse Geistliche haben Menschen irre geleitet.
    Öffentliche Medien üben starken Einfluß auf die Völker verschiedener Nationen aus.
    Alle Menschen sollten aus ihren verblendeten Träumerein erwachen, daß die Welt
    friedlicher wird. Der liebe Gott kann nicht für jede Nationalität ein anderes Recht
    billigen, daß mit Waffengewalt verteidigt wird, und dafür die Krone des ewigen Lebens
    zu gesichert wird.

    Kurt Martschinke

  31. #31
    Anna Nyma
    Gast

    Standard

    Hallo Kurt

    Sehr weise Worte !

    Würdest Du mir demnach auch hierin zustimmen ?

  32. #32
    Forum-Teilnehmer
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    Standard Völkerverständigung

    Liebe Anna,
    ja, ich denke genau so, es müßte jetzt Aufgabe sein, den nationalen Egotismus zu verbannen. Heute leben wir in einem Europa, die Völker kommen sich näher, aber das hat allen Bürgern in einem großen Land nicht viel Wohlstand gebracht. Die Menschen kämpfen in einem verbitternden Existenzkampf um ihr Dasein. Sie können sich selbst
    aus ihrer Zwangsjacke nicht befreien, solange es Milliadäre mit harter Faust gelingt, Millionen von Menschen in Armut zu halten, und sich selbst zu bereichern.
    Der Mittelstand mit ihren mühseligen, erworbenen Klein- und Mittelbetrieben werden von dem Großkapital platt gemacht.
    Die unfähigen, weltweiten Politiker fürchten sich vor dem neuen Abgrund verbrecherischer Weltbeherscher bis das gesamte Wirtschaftssystem in den Abgrund stürzt.
    Das eine Böse ist vergangen, und das andere Neue ist gekommen. Gott sei's geklagt, das Paradies hier auf Erden bleibt in weitere Ferne.

    es grüßt Dich kurt
    Geändert von Martschinke (26.06.2009 um 18:24 Uhr)

  33. #33
    Forum-Teilnehmer Avatar von christian65201
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    Zitat Zitat von wenzkauer Beitrag anzeigen
    .......... JOSEPH, angeblich nach Frankreich gegangen und PAUL ins Ruhrgebiet. Joseph und Paul dürften nicht mehr leben, aber über die Nachkommen würde sich mein Vater ( Sohn von Konrad ) besonders freuen.
    Gibt´s Gdaniec in Paris

    Viele Grüße Michael
    Hallo Michael,
    habe eben mal ins Telefonbuch geschaut, 25 Treffer, hauptsächlich nordwestliches Bundesgiet, aber auch Berlin Ludwigshafen und Darmstadt.

    Gruß
    Christian

  34. #34
    Anna Nyma
    Gast

    Standard

    Ja, Kurt, so ist das leider. Die Menschen sind so. Erdenken immer neue Niedertracht, weil sie zuerst nur an sich selber denken und nicht einsehen wollen, daß der Andere neben ihnen die gleichen Rechte haben sollte. Daran werden wir nichts ändern können.

    Aber wir können darauf achten, daß sich zumindest die gemachten Fehler nicht wiederholen können, indem wir Geschichte, also Selbsterfahrenes oder von unseren unmittelbaren Vorfahren Überliefertes, genau trennen nach dem, was schön und bewahrenswert gewesen ist an der alten Zeit, und dem, was nicht noch einmal zugelassen werden darf, und den Anfängen wehren, wo wir sie erkennen können.

    Ich persönlich freue mich daher, dieses Forum gefunden zu haben, um das zu lernen.

    Man könnte verzagen, wenn man sieht, wie schon wieder die unterschiedlichen Religionen aufeinander einhauen. Wobei sich unter dem Zeichen des Kreuzes inzwischen fast unbemerkt militante Fundamentalisten gruppieren konnten, denen es einzig darum geht, Macht zu gewinnen und auszuüben. Es ist also längst nicht mehr nur die Bedrohung, die von islamistischen Haßpredigern ausgeht.

    Es hilft der Welt nicht, die Augen zu verschließen und es sich schönzureden.

    Dir und allen hier einen schönen Abend noch.

  35. #35
    Forum-Teilnehmer Avatar von wenzkauer
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    Hallo Christian,

    Danke für´s nachschauen und die meisten " Gdanietz " kommen leider nicht in Frage. Irgendwas stimmt da nicht und der Fehler kann schon sehr lange zurückliegen.

    Gruß zum Neroberg Michael

  36. #36
    Forum-Teilnehmer Avatar von waldkind
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    Guten Morgen Erhart,
    deine Verwirrung ist berechtigt. Das war damals die Zeit da Menschen noch auf Hufen liefen und nicht in Gummistiefeln. Die vielen Stechmücken machten da gar nichts, weil die Haut viel derber war als heute. Sonst hätten wir ja alle drei Meter weinen müssen.
    Aber was hatte ich noch mal an. Lumpen waren es jedenfalls nicht. Was hast denn du für ein Bild von den Goten? Immerhin haben wir damals die Welt abgewandert, um herauszufinden, an welchen Stellen der Mensch seßhaft werden könnte. Danzig wäre so ein Ort gewesen, denn an der tobenden See und der gleitenden Weichsel gab es genügend Nahrung. Etwas barbarisch zwar, in Fische hineinzubeißen - aber gut, es ist ja nun auch schon lange her. Der Mensch ändert sich. Miriam, auch mit schönen Grüßen an den Sumpfindianer Michael

  37. #37
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    Liebe Anna, in der Nazi-Zeit wurden viele polnische Nachnamen geändert, für die
    letzten 3 Bucgstaben (ski) wurde (ke) geschrieben
    Aus einem polnischen Name wurde ein Deutscher Name. Verschiedene Namen wurden
    vollständig geändert, germanisiert.
    Freundliche Grüße aus Hannover , kurt.

  38. #38
    Anna Nyma
    Gast

    Standard

    Danke, Kurt, für die Erklärung. Das hatte ich noch nicht gewußt. Es ging hier allerdings um jemanden, der seinen polnischen Namen hatte behalten dürfen.

    Ich habe darüber ja keinerlei authentische Informationen. Ich weiß nur / hab' gelesen, daß, wer sich bspw. in deren "Arbeiterpartei" berufen fühlte und einen poln. Namen hatte, zumindest diesen so genannten Ariernachweis beizubringen hatte. Ob er dazu nachher auch noch seinen Namen ändern mußte, weiß ich nicht. Daher dachte ich, daß das genauso gewesen sein könnte, wo jemand als Beamter im Staatsdienst gearbeitet hat.

    Dieser Nachweis war ja doch wohl so hirnrissig wie nur irgendwas: Während diese ganze abartige Rassentheorie - es möchte einem das Speien ankommen, wenn man nur denkt, daß willfährige Wissenschaftler sich damit zu profilieren gesucht hatten, diesen Irrsinn irgendwie zu begründen - biologisch herzuleiten versucht gewesen war, also an der Abstammung, "am Blute" festgemacht, dem "reinen" bzw. vorgeblich "unreinen", war für den Wisch lediglich die Religionszugehörigkeit das maßgebende Kriterium (siehe hier / ab: "Da es keinerlei spezifische Rasse-Merkmale für Juden gibt ...").

  39. #39
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Zitat Zitat von Anna Nyma Beitrag anzeigen
    Es ging hier allerdings um jemanden, der seinen polnischen Namen hatte behalten dürfen.
    Hallo Anna,

    Namensänderungen müssen im Kontext mit den damaligen Verhältnissen gesehen werden. Mir ist KEIN Fall bekannt in dem jemand GEZWUNGEN wurde, seinen Namen zu ändern bzw. einzudeutschen.

    Wer jedoch Karriere im Öffentlichen Dienst oder in der Partei anstrebte, dürfte es schwierig gehabt haben, dies mit einem eindeutig polnischen Namen zu erreichen.

    Und natürlich war es auch "Mode", es war "IN" polnische Namen zu germanisieren. Es war der Zeitgeist, und sehr häufig geschah dies freiwillig und ohne irgendwelchen Druck.
    -----
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  40. #40
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    Zitat Zitat von grabschau Beitrag anzeigen
    hast Du denn schon einmal die evangl. Kirchenbücher durchgestöbert Michael ?? Bei den Katholiken könnte ich eventl. ein bißchen nachhelfen, benötige aber den Vornamen u. den Zeitraum - LG nach Schweden von Sigi
    Pogutken und Schoeneck hab' ich abgeklappert Michael, jetzt bleibt nur noch der Zufallsfund übrig......Es gab 3 - 4 Jacobs Gdanietz/Gdaniec in den kath Kirchenspielen, aber leider nicht mit 1 Kaminski verheiratet - Gibt es viell. eine dtsche Übersetzung des Namens KAMINSKI ???? LG von Sigi

  41. #41
    Forum-Teilnehmer Avatar von wenzkauer
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    Hallo Sigi,
    aus der von Dir übermittelten Mail, geht doch aus der untersten Zeile des Kirchenbuches eindeutig hervor; die beiden Kinder Mariana und Franz vom Vater Jacob Gdanietz, Mutter Catharina geb. KAMINSKA in Jarischau geboren.
    Über diesen Fund hatte ich mich sehr gefreut, hoffentlich kam mein "Danke" bei Dir an.
    Herzliche Grüße von Sverige nach France Michael

  42. #42
    Anna Nyma
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    Zitat Zitat von Wolfgang
    Wer jedoch Karriere im Öffentlichen Dienst [ ... ] anstrebte, dürfte es schwierig gehabt haben, dies mit einem eindeutig polnischen Namen zu erreichen.
    So meinte ich auch. Im untersuchten Fall handelte es sich allerdings nicht um einen Karrieristen, den die braune Welle nach oben gespült hatte, sondern um einen Beamten, der in seinem Fach zumindest so kompetent gewesen sein muß, daß er trotz polnischem Namen erstmal weiterhin geduldet worden war, nachdem er da schon an die 20 Dienstjahre vorzuweisen hatte.

    Allerdings war's nachher auch bald aus mit dem gemütlichen Büro-Schlafplatz. Es wurde ja schließlich jede Hand gebraucht, um "seit 5.45 Uhr zurückzuschießen" ...

    Wieso hat eigentlich nie einer gemerkt, daß der geifernde Eiferer die ganze Welt damit auch wieder BELOGEN hatte - ich mein jetzt mal, allein schon mit der Zeit. War es nicht eine Stunde früher angefangen ? (siehe u.a. hier)

  43. #43
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    Zitat Zitat von wenzkauer Beitrag anzeigen
    aus der von Dir übermittelten Mail, geht doch aus der untersten Zeile des Kirchenbuches eindeutig hervor; die beiden Kinder Mariana und Franz vom Vater Jacob Gdanietz, Mutter Catharina geb. KAMINSKA in Jarischau geboren.
    Über diesen Fund hatte ich mich sehr gefreut, hoffentlich kam mein "Danke" bei Dir an.
    Dein Dankeschoen kam gut bei mir an Michael !!! Nun habe ich 1 gr. Problem, heute hat mein PC seinen Geist aufgegeben......benutze den Laptop, aber all meine Schätze sind vorläufig nicht erreichbar, grrrrrrrrrrrrrrrr!!!
    Sonnige Gruesse von Sigi

  44. #44
    Forum-Teilnehmer Avatar von Frischula
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    Standard KAMINSKI (war: AW: Schwer beeindruckt)

    Ja Sigi!

    .. und ganz einfach: KAMIN!

    Dieser Name stammt vom westpreussischen Ort Kammin ab. Deshalb haben diese (alle) Kaminski adelige Abstammung. Es gibt allerdings noch einen pommerschen Ort Cammin (heute Kamien pomorskie) und meine Uroma war eine geborene KAMIN, die allerdings wohl aus Pommern abstammt ...

    Greetings Frischula

  45. #45
    Forum-Teilnehmer Avatar von Felicity
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    Standard AW: Die Sinnfrage: Was wollen wir eigentlich mit diesem Forum?

    Lieber Wolfgang ! Schoen wie Du das erklaert hast. Danke ! Hier sagt man :" Let us agree to disagree!"
    (Lasst uns einig sein, dass wir uneinig sind ) Liebe Gruesse vom Heissen Down Under, wo die Feli auf den Winter wartet.

  46. #46
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Die Sinnfrage: Was wollen wir eigentlich mit diesem Forum?

    Schönen guten Morgen,

    ich habe einige Beiträge aus diesem Thema in das (nichtöffentliche) Unterforum "Plachanderecke" verschoben. Dort können sie unter dem neu aufgemachten Thema "Randbemerkungen/Ergänzungen zu "Was wollen wir eigentlich mit diesem Forum" weiterdiskutiert werden.
    -----
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  47. #47
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    Standard AW: Die Sinnfrage: Was wollen wir eigentlich mit diesem Forum?

    Was wollen wir eigentlich mit diesem Forum?
    Ja, was mache ich als Däne hier. Erzähle von die Besatzungs Dänemark wo ich in Kopenhagen viel erlebt hast? Wie ich ein Jahr später in die Schule kamen und das erste Jahr anders wo unterrichtet wurde, weil Flüchtlinge in unsere Schule wohnte?

    Nein, aber ich habe mehrere Familien und Ahnenforscher geholfen vermisste Familiemitglieder in Dänemark zu finden. Auch welsche wo auf ein Grabstein zu lesen warst "Ein unbekannter..." Dänische Kirchenbücher, Archiven und Polizeireporten geben ab und zu das Antwort. Ich habe Briefe bekommen mit Danke, wenn ich mit dabei warst eines altes Rätsel zu lösen.
    Vieleicht kann ich auch hier hilfe bekommen.

    Gruß aus Dänemark
    Olaf

  48. #48
    Forum-Teilnehmer Avatar von Herbert Claaßen
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    Standard AW: Die Sinnfrage: Was wollen wir eigentlich mit diesem Forum?

    Hallo!
    Im Beitrag Neuankömmling -da konnte ich meine Antwort nicht einstellen- schreibt Wolfgang in Nr. 4, dass das Forum den Interessenten die Danziger Geschichte näher bringen soll. U.a., dass Danzig über Jahrhunderte Teil des polnischen Königreiches war.
    Auch mit 83 Jahren lerne ich noch gerne dazu. Aber mein bisheriger Kenntnisstand zu dieser Frage ist der, dass Danzig ab 1454 ca. 340 Jahr lang sich unter den Schutz der polnischen Krone gestellt hatte mit vielen Privilegien. (Amtssprache, Währungshoheit u.a.m.)
    Aber nicht polnisches Staatsgebiet war.
    Liege ich da falsch?
    Schöne Grüße!
    Herbert

  49. #49
    Forum-Teilnehmer Avatar von Peter von Groddeck
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    Standard AW: Die Sinnfrage: Was wollen wir eigentlich mit diesem Forum?

    Hallo,
    Kann man das Verhältnis Danzig - polnische Krone mit dem heutigen Commonwealth vergleichen? So ist zum Beispiel Kanada ein von Großbritannien unabhängiger Staat, aber die Queen ist dort Staatsoberhaupt.
    Gruß Peter
    Tue recht und scheue niemand.

  50. #50
    Forum-Teilnehmer Avatar von Uwe
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    Standard AW: Die Sinnfrage: Was wollen wir eigentlich mit diesem Forum?

    Hallo Herbert,

    nach meinem Wissensstand liegst Du da richtig. Außerdem gab es damals nicht Nationalstaaten im heutigen Sinne.

    Herzliche Grüße

    Uwe
    Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

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