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Thema: [Käsemark / Kiezmark] Weichselhochwasser in Käsemark

  1. #1
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard [Käsemark / Kiezmark] Weichselhochwasser in Käsemark

    Schönen guten Nachmittag,

    heute Morgen hatte ich in Tiegenhof zu tun. Beim Überqueren der Weichsel war von der Brücke aus deutlich zu sehen, dass die Weichsel ihr Bett verlassen hat. Am Nachmittag fuhr ich dann ein weiteres Mal Richtung Weichsel und wollte sehen, ob und was an den Deichen getan wird.

    Über Groß Zünder schlage ich den Weg Richtung Letzkau ein, muss dann aber an einer Straßensperre halten, die bei der Straßengabelung Käsemark - Letzkau eingerichtet ist. Zu Fuß geht es weiter, den Deich hinauf. Ein breiter Streifen auf der Deichkrone ist gemäht, zahlreiche Zuschauer beobachten den weiten Strom der nun den gesamten Außendeichbereich überflutet und langsam am Deichfuß steigt. Die Straße nach Letzkau führt bereits in die Fluten, ebenso Wege entlang des Außendeichs.

    Auf halbem Weg nach Käsemark zwei Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Auf dem Außendeich schweres Gerät, LKWs, ein Schaufelbagger. Der Deich wird verstärkt. Noch herrscht kein Großalarm, aber überall ist gespannte Aufmerksamkeit zu spüren, auch beginnende Nervosität. In Käsemark ist Straße den Deich hinauf gesperrt. Sie wird für Einsatzfahrzeuge freigehalten.

    Ich fahre die Straßen weiter die Weichsel stromabwärts, halte dort wo die Tote Weichsel Richtung Danzig abzweigt. Ebenso hier zahlreiche Neugierige die auf die Fluten schauen, die mittlerweile Buschwerk und niedrigere Weiden vollkommen bedecken.

    Auch in Schiewenhorst erhöhte Wasserstände. Der Außendeichbereich ist hier jedoch noch nicht überflutet, das Wasser dürfte etwa zwei bis drei Meter über normal stehen. Die Fähre verkehrt nicht mehr, die zu ihr führende Straße endet auf den letzten Metern im Wasser.

    Morgen werde ich wieder im Werder sein, und ich hoffe, dass das Wasser nicht weiter steigt. Die Gefahr geht weniger von der Wasserhöhe aus als mehr von der Zeitdauer, die der Außendeich im Wasser steht und durchweicht.

    Ich werde weiter über die aktuelle Situation im Mündungsgebiet der Weichsel berichten.
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  2. #2
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Schönen Abend,

    wie sieht es im Bereich Bohnsack und östl. Neufähr aus?

    Wünsch noch eine schöne Woche und hoffe das ihr nicht so nasse Füße bekommt.

    Grüße aus der Pfalz vom schönen Rhein (noch kein Hochwasser).
    Carsten

  3. #3
    Forum-Teilnehmer Avatar von Uwe
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Liebe Forummitglieder,

    gestern vormittag war in Schiewenhorst wenig vom Hochwasser zu sehen. Die Fähre fährt zwar nicht aber mehr war nicht. Der Blick Richtung Ostsee (2. Foto) zeigt auch das selbst bei steigendem Wasserstand der Fluß hauptsächlich schneller fliesen wird und der Wasserstand nicht extrem steigen wird. In der großen Ostsee ist selbst die Wassermenge der Weichsel nur ein Tropfen.

    Herzliche Grüße

    Uwe

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  4. #4
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Schönen guten Morgen,

    zur Situation Östlich Neufähr / Bohnsack: Dort gibt es keinerlei Probleme, da die Orte nicht an der Stromweichsel liegen. Die Tote Weichsel ist mit der Stromweichsel lediglich mit einer Schleuse (bei Einlage) verbunden die jedoch geschlossen ist.
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  5. #5
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Schönen guten Morgen,

    hier ein paar Fotos aus dem Hochwassergebiet, aufgenommen gestern Nachmittag zwischen Letzkau (Leszkowy) und Käsemark (Kiezmark).

    Viele Grüße aus dem erfrischend kühlen Danzig (+7 Grad)
    Wolfgang
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  6. #6
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Und noch ein paar weitere Bilder zwischen Käsemark (Kiezmark) und Schiewenhorst (Swibno).
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  7. #7
    Forum-Teilnehmer Avatar von Belcanto
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Hallo Wolfgang
    Da kann man nur sagen furchtbar!
    Belcanto

  8. #8
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Schönen guten Morgen,
    hallo Hans-Joachim,

    das Ganze sieht schlimmer aus als es ist. Die Überflutungen bewegen sich im Danziger Werder noch zwischen den Außendeichen. Es gibt das Strombett dem sich beidseitig teils mehrere hundert Meter breite Außendeichbereiche anschließen. Erst danach kommen die eigentlichen Deiche. Das Wasser hat jetzt überall die Außendeichbereiche überflutet und steigt nun die Deiche hoch. Alles was jetzt hier überschwemmt ist befindet sich innerhalb der natürlichen Überflutungsgebiete.

    Die Weichsel mit ihren Deichen bildet im Grunde genommen eine große Rinne die auf das Land aufgesetzt ist. Auch bei Normalwasser fließt sie teils meterhoch über der umgebenden Landschaft mit ihrer Bebauung.

    Heute ist alles eingedeicht, aber auf Dauer werden dadurch die Probleme nur größer. In früheren Jahrhunderten durchbrach die Weichsel immer wieder die Deiche und schwemmte unvorstellbare Massen von Sand und Schlamm weit ins Land hinein. Die riesige "Wanne" zwischen den Danziger und Elbinger Höhen füllte sich nach jeder Überschwemmung etwas auf. Mit den bereit gegen Ende des 19. Jahrhunderts vorgenommenen Entwässerungsmaßnahmen (moderne Pumpen anstelle der Wassermühlen) sowie den massiven Eindeichungsmaßnahmen und dem 1895 abgeschlossenen Bau des Weichselkanals zwischen Schiewenhorst und Nickelswalde wurden neue Probleme geschaffen.

    Die Entwässerungsmaßnahmen führten nicht nur zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels um bis zu zwei Meter (wodurch auch der Weichsel-Haff-Kanal praktisch trocken gelegt wurde), sondern dadurch senkte sich auch der Boden des Werders. Durch verbesserte Deiche kam es zu keinen Deichbrüchen mehr, aber damit entfiel auch das Ausschwemmen mitgeführten Sandes und Schlamms wodurch das Bodenniveau auch nicht mehr angehoben wurde. Heute lagern sich diese Sandmassen im Weichselbett und vor der Mündung ab was dazuführt, dass sich das Weichselbett trotz Ausbaggerungen langsam aber sicher erhöht und die Weichselmündung zunehmend verflacht und verstopft. Dadurch sinkt natürlich die Fließgeschwindigkeit was wiederum Probleme bei Hochwassern aufwerfen kann.

    Seit über 130 Jahren sind hier keine Deiche mehr gebrochen (wenn man mal von den Durchstichen Ende des Weltkrieges absieht). Die über Jahrhunderte gesammelten und erlittenen Erfahrungen führten bei der damaligen Bevölkerung zu einem großen Respekt vor dem Wasser und seinen Gefahren. Ich hatte in den letzten Tagen den Eindruck, dass die steigenden Pegelstände weniger als Gefahr sondern mehr als nette Abwechslung und als touristische Attraktion angesehen werden.

    Heute Nachmittag fahre ich wieder raus. Mal sehen, was sich dann dort tut.

    Viele Grüße aus Danzig
    Wolfgang

  9. #9
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Schönen guten Abend,

    heute Nachmittag war ich wieder im Werder. In Letzkau war das Wasser erneut ca. einen Meter gestiegen. Dort steht nun auf dem Deich ein großes Zelt in dem der Einsatzstab der Hilfskräfte tagt. Etliche Feuerwehrfahrzeuge standen auf dem Deich, dazu Polizei und etliche andere Wägen von Hilfskräften. In Käsemark ist das Wasser ebenfalls noch einmal gestiegen. Auf der anderen Seite des Deiches ebenfalls überall Feuerwehr und Berge von Sandsäcken in Vorbereitung auf das was hoffentlich nicht eintritt. Ich fuhr dann weiter nach Schöneberg / Ostaszewo wo ebenfalls Hilfskräfte mit Sandsäcken in Alarmbereitschaft sind.

    In Nickelswalde ist der gesamte Außendeichbereich weit überflutet. Dort wo sich normalerweise Kuhherden den Pansen mit frischem Gras vollschlagen Wasser, Wasser, Wasser. Die Gattertore weit geöffnet, die Kühe grasen vollkommen frei auf der Deichkrone. Etliche Störche und andere Wasservögel haben die Weide als ihr Refugium entdeckt.

    Ich fuhr zurück, überquerte wieder die Weichsel Richtung Käsemark, schlug dann den Weg ein über Klein Zünder, Einlage nach Schiewenhorst. Dort ist das Wasser gegenüber gestern etwas zurück gegangen, vielleicht 20 cm. Es war aber zu sehen, dass zuvor der Wasserstand höher lag. Der Flutscheitel soll heute Nacht die Ostsee erreichen, aber aktuell scheint nirgendwo wirkliche Gefahr zu bestehen. Das könnte sich jedoch ändern, sollte das Hochwasser etliche Tage oder vielleicht sogar Wochen andauern.

    Viele Grüße aus dem sternenklaren Danzig
    Wolfgang
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  10. #10
    Forum-Teilnehmer Avatar von Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Hallo
    Eben in der tagesschau..... kurzer Bericht Danzig / Weichselmündung
    Nur halb gesehen.... Behörden befürchten Verschmutzung der Ostsee durch Hochwasser....(?)
    Wie schon gesagt ... hab den Bericht nicht richtig gesehen.... mal sehen ob noch mehr kommt.

    Viele Grüße
    Hans-Jörg

  11. #11
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Schönen guten Abend,
    hallo Hans-Jörg,

    das Wasser war heute Morgen in Käsemark gegenüber vorgestern Abend um ca. 30 cm zurückgegangen. Aber das sagt wenig über potentiell drohende Gefahren aus. Ich konnte mich in Schiewenhorst davon überzeugen, dass dort die Deiche halten werden - das Wasser wird dort kaum so hoch steigen dass es eine Gefahr bildet.

    Auf östlicher Seite, also in Nickelswalde, hat das Wasser den Außendeichbereich überflutet und steht am Deichfuß. Aber auch dort droht momentan keine Gefahr. Etwas anders sieht es 10 km weiter südlich aus (Schöneberg und das gegenüberliegende Letzkau). Dort steht das Wasser nach wie vor sehr hoch und weit über der umgebenden Landschaft. Es kann dort auch nicht so schnell abfließen wie ab Einlage wo 1895 der gut 7 km lange Durchstich zur Ostsee vollendet wurde.

    Letzte Woche hatte die Weichsel noch eine weitgehend normale Farbe. Jetzt ist sie braungelb gefärbt. Es wird jedoch relativ wenig Treibgut mitgeführt. Hin und wieder ein Busch oder ein Baum. In kleinen Buchten findet man jedoch Berge angeschwemmten natürlichen Materials (z.B. Schilf, Holz) aber leider auch Unmengen von Plastikflaschen.

    Verschmutzung der Ostsee? Vielleicht durch Sand und Schlamm, aber Öl oder sonstiges habe ich nirgendwo feststellen können.
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  12. #12
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard Hochwasser in Käsemark

    Schönen guten Nachmittag,

    hier habe ich auf einigen Fotos das Weichselhochwasser Mai/Juni 2010 in Käsemark festgehalten.

    In früheren Zeiten hatte Käsemark immer wieder unter schweren Hochwassern, Deichbrüchen und Überschwemmungen zu leiden. In Verbindung mit den Arbeiten am Weichseldurchstich zwischen Schiewenhorst und Nickelswalde im Jahre 1895 wurden auch in Käsemark Deichbauarbeiten vorgenommen die zu einer Vergrößerung der Außendeichbereiche führten. Die Dämme wurden in diesem Zusammenhang auch deutlich erhöht. Und das war's dann aber auch. Seit über 110 Jahren wurde an den Deichen nichts Wesentliches mehr getan.

    Als ich letzte Woche am Käsemarker Außendeich vorbei kam, stapfte ich plötzlich durch knöcheltiefen Blodder auf den zum Deich führenden Wiesen. Der Deich "schwitzte" bereits, das heißt, er war durchweicht und Weichselwasser sickerte durch. Trotzdem bestand keine akute Gefahr, obwohl der Wasserstand weit über dem Niveau Käsemarks lag.

    Auf dem letzten Bild seht Ihr im Hintergrund die alte Deichwachtbude sowie den daneben liegenden Weg der zur alten Fähre nach Rothebude führte (1926 bis März 1945)
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  13. #13
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Weichselhochwasser Mai 2010

    Schönen guten Abend,

    die Hochwassersituation hat sich nun soweit entspannt, dass trotz aufgeweichter Deiche nirgendwo mehr eine Dammbruchgefahr besteht. Die Weichsel ist zumindest im Danziger Raum überall in ihr Strombett zurückgekehrt. In den Außendeichbereichen steht zwar teilweise noch weitflächig das Wasser, aber es ist abzusehen wann sich die Situation weitestgehend normalisiert haben wird.

    Dort wo das Wasser zurückgetreten ist, blieb Schlamm zurück. Wo zuvor in den Außendeichbereichen saftig-grüne Weiden die Flusslandschaft bestimmten, ist nunmehr ein schmutziges Braun die bestimmende Farbe. Vielfach gleichen die Wiesen umgepflügten Äckern. Aber das wird sicherlich nicht lange so bleiben, denn dieser Schlamm ist fruchtbar und schon bald wird wieder alles grün sein.

    Gestern Abend, als wir von Bodenwinkel aus wieder Richtung Danzig fuhren, schauten wir in Nickelswalde vorbei um zu sehen ob dort die Fähre wieder ihren Betrieb aufgenommen hat. Aber sie ist nach wie vor eingestellt, möglicherweise ist die Strömungsgeschwindigkeit der Weichsel noch zu hoch.

    Es müssen überall auch noch Aufräumungs- und Reinigungsarbeiten stattfinden. Myriaden von Mücken umschwirren zudem all Jene, die sich dort aufhalten wo noch kurz zuvor das Wasser stand.

    Heute Nachmittag waren wir in Bohnsack am Strand. Der weite blaue Himmel spiegelte sich in der See. Ich lief eine ganze Weile im trüben Wasser -es hat 15 Grad-, das nicht sonderlich sauber zu sein schien. Als wir dann zurückliefen fiel mir ein, dass die zig-millionen Tonnen Schmutz- und Schlammfracht des Weichselhochwassers ja irgendwo geblieben sein müssen. Hoffentlich wird das nicht zu Badeproblemen führen wenn es nun ein bisschen wärmer wird.

    Die beigefügten Fotos zeigen den Außendeich in Nickelswalde.

    Viele Grüße aus dem aufgelockert bewölkten Danzig
    Wolfgang
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  14. #14
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Hochwasser in Käsemark

    Schönen guten Nachmittag,

    vor ein paar Tagen schrieb ich schon, dass es erneut Hochwassergefahren an der Weichsel gibt. Nach lang anhaltenden Regenfällen in südlichen Teilen Polens stieg das Wasser im Weichselmündungsgebiet erneut so stark an, dass am letzten Freitag die erste Hochwasseralarmstufe ausgerufen worden ist. Am Nachmittag war ich dann in Käsemark und schoss bei trübem Himmel die nachfolgenden Fotos.
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  15. #15
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: [Käsemark] Weichselhochwasser in Käsemark

    Schönen guten Abend,

    auch in diesem Jahr führt die Weichsel wieder ein Frühlingshochwasser. Die Medien berichten über steigende Pegelstände und es ist interessant, an den überfluteten Außendeichen das strömende Wasser zu beobachten, aber eine bedrohliche Situation ist bisher nicht eingetreten.

    Das Wasser steht momentan am Deichfuß, doch neu angebrachte Hochwassermarkierungen an der Käsemarker Brücke zeigen, dass die Pegelstände beim Jahrhunderthochwasser 1884 und auch beim letzten starken Hochwasser im Mai/Juni 2010 deutlich höher standen.

    Hier einige Bilder, aufgenommen gestern am Käsemarker Deich.

    Viele Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
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