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Thema: Heubude 1945

  1. #1
    Forum-Teilnehmer Avatar von Arthur
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    Standard Heubude 1945

    Hallo Danziger,
    nach der Räumung der danziger Innenstadt wurden wir von Verwandten in Heubude aufgenommen.
    Am 1.April wurden wir dann von der Roten armee wieder nach Danzig zurückgeschickt.
    Weiß jemand etwas über den Verbleib der Familie
    Arthur Schoenfeldt (Korbmacher)
    Weichseluferstraße 1a (das Haus steht noch immer).
    Grüße Arthur

  2. #2
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
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    Standard AW: Heubude 1945

    Schönen guten Nachmittag,
    hallo Arthur,

    hast Du schon einmal versucht, über den Kirchlichen Suchdienst (in Stuttgart) etwas in Erfahrung zu bringen? Sie vermitteln Kontakte und können möglicherweise weiterhelfen.

    Viele Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)

  3. #3
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    Standard AW: Heubude 1945

    Guten Abend Arthur ,
    über den Verbleib der von Dir genannten Familie Schoenfeldt kann ich Dir als Heubuder leider nichts mitteilen . Meine Eltern und ich hielten uns 1945 im Keller des nach dem großen Fliegerangriff auf Heubude am 27./28.03.1945 einzigen unzerstörten Haus der Dampfbootstraße 3 auf . Auch hier war es so , daß am frühen Morgen des 01.04.1945 die Sowjetsoldaten alle im Keller befindlichen Personen herausholten und in Richtung Danzig schickten . Unterwegs - wir gingen die Dammstraße und Heubuder Straße Richtung Troyl - schlugen mehrfach Granaten , abgefeuert von deutscher Artillerie , ein . Hinter der notdürftig ausgebesserten Breitenbachbrücke , gegenüber der Schule Althof , war ein Kontrollpunkt . Dort wurden von den Sowjetsoldaten Frauen und Kinder nur oberflächlich ( außer Wegnahme von Uhren , Schmuck und Wertgegenständen ) kontrolliert , alle Männer von etwa 14/15 bis 60 Jahren festgenommen . Die Frauen und Kinder wurden dann von Begleitposten bis zum Karrenwall geleitet und lagerten dann 3 Tage dort unter freiem Himmel . Ich erinnere mich , daß die Russen zwar am Tage mitunter Frauen zur Arbeit holten ( Trümmerräumung , Einsammeln von Toten , usw. ) , es aber sonst nicht gestattet war , das Gelände vorerst zu verlassen . Ob jemand auf dem Karrenwall von der Familie Schoenfeldt dabei war , kann ich nicht sagen . In jener Zeit war das Verschwinden von Menschen beinahe eine Alltäglichkeit .
    Es tut mir leid , daß ich Dir zu Deiner Frage nicht helfen kann .
    Viele Grüße - Eudi

  4. #4
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    Standard AW: Heubude 1945

    Am 01.04.1945 , es war - wie in diesem Jahr 2018 - der Ostersonntag , befanden sich meine Eltern und ich im Keller des Hauses Dampfbootstraße 3 in Heubude , es war zu diesem Zeitpunkt das einzige Haus der Straße , welches noch bewohnbar war . Wir wußten damals noch nicht , daß mittels offiziellem Beschluß Danzig bereits mit Wirkung vom 30.03.1945 zu einer polnischen Stadt erklärt wurde .
    Die Kampfhandlungen um das Stadtgebiet von Danzig waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht beendet , erst einige Tage später wurden die auch zum Danziger Stadtgebiet gehörenden Ortsteile Krakau und Westlich-Neufähr von den sowjetischen Truppen besetzt .
    An diesen 1. Osterfeiertag des Jahres 1945 werde ich mich immer erinnern . Aus Archiv-Unterlagen und Büchern erfuhr ich später , daß der Westteil Heubudes durch die Russen schon am 31.03.1945 erreicht war . Am frühen Morgen des Ostersonntags setzte wieder ein unglaublicher Beschuß durch die sowjetischen Truppen ein und man hörte im Keller des Hauses , wie auch die Schießerei aus Handfeuerwaffen ständig zunahm . Am Vormittag rief es vom Hintereingang des Hauses laut " Dojtsche rraus " . Mein Vater ( er war wegen seiner schweren Herzkrankheit nicht Soldat ) war der einzige Mann im Keller , er verließ als erster den Keller . Oben angekommen hielt ihm ein junger Sowjetsoldat die Maschinenpistole an die Brust und mein Vater hob sofort die Hände und ließ die Koffer fallen . Dieser Soldat interessierte sich nur für seine Armbanduhr und bei der Durchsuchung entdeckte er in der Manteltasche meines Vaters noch einen kleinen Reisewecker . Beide " Beutestücke " warf er gleich in seinen Rucksack und das sehr gekonnt . Es war eine eigenartige Art von Rucksäcken , wir nannten sie später " Dawai-Beutel " , denn fast immer , wenn die Russen einem Deutschen etwas abnahmen , sagten sie vorher " dawai " , bedeutet " los " oder " her damit " . Zwischen dem Haus und dem dazu gehörenden gemauerten Schuppen stand eine kleine Gruppe von Sowjetsoldaten , die sich grinsend die Sache ansahen .
    Danach mußten die Zivilisten das Gebäude verlassen , es ging Richtung Dammstraße und dann weiter die Heubuder Straße entlang bis zur Breitenbachbrücke . An der Ecke Dampfbootstraße/Dammstraße , im Garten des Hauses der Familie von Aschenraden , rief ein dort liegender verwundeter deutscher Soldat " Hilfe " , aber dort stehende sowjetische Soldaten ließen es nicht zu , daß sich jemand von den deutschen Zivilisten zu ihm hinbewegten . Unterwegs schlugen dann ab und zu Granaten in die Häuser und Grundstücke ein , dieses mal waren es von der Wehrmacht abgeschossene Granaten , sodaß wir uns jedes mal instinktiv in Richtung Erde beugten .
    Auf der anderen Seite der Weichsel , auf dem Platz gegenüber der Schule Althof , war die erste große Sammelstelle für die Deutschen . Dort fand eine größere Kontrolle statt , Frauen und Kinder nach links , Männer nach rechts . Bei den Frauen ging es den Russen primär um Schmuck und Uhren , die Männer so zwischen 14/15 und 55/60 Jahren wurden sämtlich festgenommen und von den Angehörigen getrennt . Ich konnte gerade noch sehen , wie man das Gepäck meines Vaters auf einen sowjetischen LKW warf , ein Abschied war nicht möglich . Wir sollten meinen Vater erst im Herbst 1948 wiedersehen .
    Die Gruppe der Frauen und Kinder wurde von den Sowjetsoldaten durch die zerstörte Stadt geleitet , wo wir auf dem Wiebenwall aufgefordert wurden , uns niederzulassen . Dort lagerten wir etwa 3 Tage unter freiem Himmel . Von dieser Stelle sah ich z.B. auch , daß eines Tages aus einigen Fenstern des Polizeigebäudes Flammen schlugen , es war offensichtlich Brandstiftung .
    Ja , so habe ich Ostern vor 73 Jahren erlebt . Angesichts der vielen Probleme und militärischen Aktivitäten auf der Welt bleibt nur zu hoffen , daß dieser Irrsinn mal ein Ende hat .
    Allen Forumern noch ein schönes Osterfest wünscht der Heubuder Rudi

  5. #5
    Forum-Teilnehmer Avatar von Felicity
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    Standard AW: Heubude 1945

    So war das Osterfest in 1945, von vielen von uns, mit den selben Erlebnissen, dem Einmarsch der Russen. Und genau wie Du, hoffe ich auch, dass dieser Irrsinn mal ein Ende hat. Erfreuen wir uns am Osterfest 2018 und Friede und Freude an alle von der Feli.

  6. #6
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    Standard AW: Heubude 1945

    Gerhard Jeske Ende der Geschichte copyright.
    Die Exekution in Groß Walddorf Ende März 1945
    Die Eisenbahngleise, die zur Stadt führten, mussten bewacht werden. Erbeutete Lokomotiven und Wagon konnten überfallartig sowjetische Kampfverbände heranfahren, um hier Stützpunkte zu bilden. Dadurch wäre der Verkehr deutscher Truppen, aber auch der Flüchtlinge gestoppt worden. Die Kompanie in der Mühlenbäckerei hatte inzwischen Zuwachs erhalten und war auf 45 Mann angewachsen, Am nächsten Tag sollte die Kompanie an die Front verlegt werden. An ihrer Stelle würde eine HJ - Gruppe die Gebäude der Bäckerei sichern. Aber das sollten sie erst am nächsten Tag erfahren
    3)
    Nun bist du sechzehn Jahre alt, bald macht Dich der Iwan kalt. Willst Dich davor verstecken, musst du vor einem deutschen Standgericht verrecken“ Das war die Situation, in der sich die jungen Panzerjäger befanden, die müde und mit aufgeweichten Schuhen, mit nassen Füßen und hungrig von einem Einsatz hinter der Front bei Pietzkendorf zurückmarschierten und schließlich in den Hof der Jugendherberge einbogen.
    Der Leutnant ließ antreten und abzählen. „Morgen werdet ihr verlegt werden. Reinigt eure Uniformen. Nach dem Abendbrot werden wir uns noch einmal mit der Panzerfaust beschäftigen und mit den toten Winkeln, die jedem Panzerschützen die Aussicht behindert. Wegtreten“
    4.)
    In der Mühlenbäckerei
    Der nächste Morgen versprach einen sonnigen Frühlingstag. Der alte Bäcker hatte schon Brot gebacken, ein warmer, würziger Duft zog durch die Räume, der steigerte den Appetit.. Die Soldaten achteten nicht auf den Lärm von der Front. Hier kam ihnen das Grundstück vor, wie eine Insel des Friedens. Am 19.März notierte der Propaganda Minister Goebels in Berlin „:Von der Heeresgruppe Nord Danzig – Kolberg liegen infolge Leitungsstörungen keine näheren Meldungen vor“ Kein Wunder, denn die Sowjets waren vor dem Oliwaer Wald zum Großangriff angetreten.
    Am 19. März, nach dem Frühstück schlug der Danziger Infanterist vor dem Leutnant die Hacken zusammen und bat um vier Stunden Heimaturlaub. Weil gestern am Abend dieser Stadtteil bombardiert wurde, machte er sich Sorgen um seine Eltern, die dort wohnen. Er gibt sein Ehrenwort, dass er wieder zurück kommen wird, erklärte er. Verdutzt über diesen Wunsch konnte der Leutnant zunächst kein Wort erwidern, „Von der Front auf Heimaturlaub entlassen, dass ist ja wohl noch nie vorgekommen. Das Ehrenwort ist kein Urlaubsschein“, meinte er.“, Dass sollte er als alter Frontkämpfer wissen“. Damit ließ er den Danziger wegtreten.

    Im Büro klingelte das Telefon. Der alte Bäcker trat vor die Tür und schrie über den Hof. „ Herr Leutnant sie sind gefragt“ Mit schnellen Schritten eilte der Leutnant zum Haus und in das Büro hinein. Aufmerksam geworden blickten die Soldaten gegen die Haustür. Dort erschien der Leutnant. „ Achtung“ rief er ihnen zu. „Sofort zu Abmarsch fertig machen“ Die Soldaten gingen gemächlichen Schrittes ins Haus um ihre wenigen Sachen in den Tornister einzupacken. Dieser Anruf hatte ihnen den schönen Frühlingstag verdorben.
    Gegen neun Uhr ratterte ein alter Bus auf den Hof, Der Diesel Motor mochte den Treibstoff nicht, Ein unangenehmer Abgas Gestank verpestete die frische Morgenluft. Der Unteroffizier schob die Trillerpfeife zwischen die Lippen und sofort schrillte der helle Ton über das Gelände der Mühlenbäckerei. Nachdem die Kompanie sich in Reihe und Glied aufgestellt hatte, wurde wie üblich abgezählt. Einer fehlte. Es war der Danziger, der hatte sich selbst beurlaubt. „Wenn das mal gut ausgeht“ brummte der Unteroffizier vor sich hin. Dann drehte er sich um und machte dem Leutnant die Meldung, dass die Kompanie abmarschbereit ist. Der Leutnant begrüßte seine Mannschaft und forderte sie auf in dem Bus Platz zu nehmen. An der Tür stand der alte Bäcker, der hatte diesen Militär Zirkus mit gemischtem Gefühl beobachtet. Der Leutnant winkte ihm zu und als der Bäcker vor ihm stand legte er ihm die Hand auf die Schulter und sagte“ Wenn der Urlauber hier ankommt, dann soll er schnellstens zur Wiebenkaserne kommen, dorthin werden wir jetzt verlegt,“
    6)
    „Ja, wenn die roten Rosen blühen, dann kehren wir wieder heim, dann werden wir uns wieder sehen, lebe wohl mein Schatz, adieu“ Es war eines ihrer Lieblings Lieder, dass die HJ - Panzerjäger sangen, als sie durch die Weidengasse marschierten. Bei der Strauß Gasse bogen sie rechts ab, Die Mottlau Umfluter - Brücke überquerten sie im Gänsemarsch, von dort marschierten sie durch Groß Walddorf auf dem Mittleren Trift , an dessen Ende über die Bahnschienen, bis sie auf dem Grundstück der Mühlenbäckerei halt machten. Wieder spielte sich die übliche Szene ab. Wegtreten Strohsack zum Schlafen aussuchen, waschen oder ein trockne Stulle, von dem warmen Brot aufessen, die der alte Bäcker vorsorglich in einem Korb auf dem Schreibtisch im Büro hingestellt hatte.
    Gegen 10 Uhr wurde zum Appell gepfiffen. Der Unteroffizier erklärte der Gruppe, dass sie hier einen möglichen Überraschungsangriff eines sowjetischen Stoßtrupps abwehren müssten, der könnte über die Eisenbahnschienen erfolgen. Also „ Wache stehen und das Gelände beobachten“.
    Um 12 Uhr fuhr ein Dreiradauto auf das Hofgelände. Der Fahrer brachte die Verpflegung für 24 Stunden. Einen Kübel mit Eintopfsuppe stellte er auf die Treppen, dazu Marmelade und Margarine. Brot erhielten sie direkt hier aus dem Ofen. Eine Tüte mit Kräutertee kam hinzu. Den Tee sollten sie sich aufbrühen. Noch wurde in der Backstube gearbeitet. Zwei ältere Gesellen und zwei französische Kriegsgefangene buken das Brot. Der Kutscher Kaufner vom Dahlienweg fuhr das Brot mit dem Kasten Wagen zur Stadt.. Die beiden Gäule, die den Wagen zogen, waren die letzten Pferde auf dem Gelände. „Wir haben nur noch für zwei Tage Mehl, dann wird die Bäckerei dicht gemacht.“ sagte der alte Bäcker.
    5)
    Das Motorrad mit Beiwagen ratterte über den Mittleren Trift, Ein SS- Sturmmann lenkte das Krad, Im Beiwagen saß ein Obersturmführer ( Oberleutnant) und auf dem Soziussitz thronte ein Stabsscharführer.( Gefreiter)
    Ihr Ziel war die Mühlenbäckerei, Die Front wankte auf der Westseite der Mottlau und es bestand die Gefahr, dass die Sowjets von Süden Danzig umgehen könnten.. Deshalb musste die Industriebahn ausreichend gesichert werden. Die SS Offiziere sollten die Lage einschätzen und Ihren Vorschlag zur Verteidigung dieser unübersichtlichen Gebiete, mit den Lauben Kolonien, dem Festungskommandanten vorlegen.
    Nach der Bahnüberführung stoppte der Obersturmführer die Fahrt. Er stieg aus dem Beiwagen schaute auf ein Messtischblatt des Stadtplanes und machte sich einige Notizen. Er befahl dem Sturmmann den Stahlhelm abzunehmen und sich hinter einen Elektro - Umformkasten zu stellen. „ Das ist ein ideales Gelände für entflohene Ostarbeiter. Vielleicht läuft einer von diesen ihnen vor die Maschinenpistole“ Nachdem er sich in den Beiwagen gesetzt hatte, fuhren sie bis zu den Mühlengebäuden.
    Der Unteroffizier staunte über den hohen Besuch, er konnte diese Fraktion nicht leiden. Trotzdem ging er ihnen entgegen und machte seine Meldung über ihren Auftrag. „ Mit acht Jugendlichen wollen sie diesen Komplex verteidigen, dass ist unmöglich, das wird geändert“ kommentierte der SS- Offizier die Lage. Dann besichtigte er die Gebäude und inspizierte die Pferdestelle. „ hier könnte ein Feldlazarett eingerichtet werden,“ meinte er so nebenbei. Der Posten am Umschaltkasten nahm sein Fernglas aus dem Brotbeutel und staunte nicht schlecht, wie er einen deutschen Infanteristen auf sich zu kommen sah. Als der Soldat über die Schienen ging setzte der SS Mann seinen Helm auf, hielt die Maschinenpistole im Anschlag und trat hinter den Kasten vor. Der SS Mann fackelte nicht lange, er forderte ihn auf voraus zu gehen.
    Wer auf dem Gelände war und die Beiden sah, erschrak. Der SS Offizier erwartete den Infanteristen vor der Treppe. Der Soldat legte die Fingerspitzen zum militärischen Gruß an den Rand der Mütze und meldete sich zum Dienst zurück. „Wo kommen sie her“ fragte ihn mit harter Stimme der Obersturmführer. „ Ich war auf Ehrenwort beurlaubt, um meine Eltern zu besuchen. In ihrem Häuserblock waren gestern Bomben gefallen.“ Der SS Offizier trat eine Stufe höher. „ Ihre Einheit ist in die Wiebenkaserne eingerückt. Sie sind von dort desertiert. Geben sie mir ihr Soldbuch. Stellen sie sich an die Wand. Unteroffizier lassen sie die Jungens mit ihren Karabinern antreten. „ Der Offizier ging zum Tisch, den die Soldaten vor das Haus gestellt hatten, er winkte den Stabsscharführer heran und befahl den Unteroffizier mit ihnen am Tisch platz zu nehmen. Der Obersturmführer zog seinen Füllhalter aus der Brusttasche schrieb damit den Namen des Soldaten und das Datum auf eine leere Seite des Sold Buches und : „Ist wegen verlassen seines Truppenteiles zum Tode durch Erschießen verurteilt. Das Urteil wurde sofort vollstreckt“. Darunter setzte er seinen Namen, auch der Stabsscharführer unterschrieb, Der Unteroffizier zögerte, aber er wusste, dass das neue Gesetz jeden zum Tode verhalf, wenn er außerhalb. nach fünf Kilometern, von der Truppe entfernt aufgegriffen wurde. Langsam und unwillig schrieb er seinen Namen unter das Todesurteil. Inzwischen waren die ungeübten, jungen Kindersoldaten vor eine Holzschuppenwand angetreten. Der Gefreite überprüfte ihre kleinen Carabinieri Karabiner, ob so geladen und entsichert waren. Dann stellte er sich zu ihnen in die Reihe.
    Vom Unteroffizier wurde der Verurteilte zur Holzwand geführt. Jetzt erst fing der Soldat an zu klagen. „ Ich bin kein Deserteur. Ich habe doch das Eiserne Kreuz. Meine Mutter“ die Stimme versagte ihm schwach zitterten zwei Worte herüber “ Meine Mutter“….
    Der SS Offizier trat schnell vor und verlas das Urteil. Noch schneller befahl er “ Gewehr anlegen, Gebt Feuer“ Einige Kugeln durchbohrten neben den Todeskandidaten die Bretter. Ein junger Schütze heulte Laut auf. Er drehte sich um, er wollte weglaufen, nur fort vom Ort dieses Mordes. Aber der Gefreite packte ihn am Schulterriemen und zog ihn zurück in die Reihe. Der Verurteile war nich tot, er lebte noch, sein Kopf hob sich etwas hoch, darauf ging der SS – Offizier hin, zog seine Pistole aus dem Halfter und schoss den Verwundeten in den Kopf.
    Schnell beendete der Unteroffizier diese grausame Szene. Er befahl „ Stillgestanden, wegtreten. Der SS – Offizier ging an ihm vorbei und zischt ihm zu, dass er seine passive Haltung melden wird. Als die drei Totschläger von der Spezialeinheit der SS auf dem Motorrad wegfuhren, atmeten alle Anwesenden auf. Die zwei Bäckergesellen holten eine Plane aus dem Schuppen, darauf legten sie den Leichnam und mit Hilfe des Gefreiten trugen sie ihn, in den Garten, dort legten sie ihn auf die letzten kühlen Schneereste. Stumm schauten sich die Männer an, Ihnen fehlten vor Wut die Worte.
    Inzwischen telefonierte der Unteroffizier mit seiner Dienstellen in der Jugendherberge. Nachdem er diesen erbärmlichen Vorfall gemeldet hatte, wartete er auf eine Antwort. Nach einer Stunde klingelte das Telefon. Der Unteroffizier erhielt den Befehl, sofort mit der Gruppe zur Jugendherberge zurückzukommen.
    Er ließ die Gruppe antreten. Ohne die normalen Befehle anzuwenden, sagte er, wie zu sich selbst. „ Wir haben Glück im Unglück, Morgen werdet ihr nach Dänemark eingeschifft. Rechts um, Ohne Tritt Marsch“.

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