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Thema: Heubude 1945

  1. #1
    Forum-Teilnehmer Avatar von Arthur
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    Rostock
    Beiträge
    34

    Standard Heubude 1945

    Hallo Danziger,
    nach der Räumung der danziger Innenstadt wurden wir von Verwandten in Heubude aufgenommen.
    Am 1.April wurden wir dann von der Roten armee wieder nach Danzig zurückgeschickt.
    Weiß jemand etwas über den Verbleib der Familie
    Arthur Schoenfeldt (Korbmacher)
    Weichseluferstraße 1a (das Haus steht noch immer).
    Grüße Arthur

  2. #2
    Forumbetreiber Avatar von Wolfgang
    Registriert seit
    10.02.2008
    Ort
    Prinzlaff/Przemysław
    Beiträge
    8.825

    Standard AW: Heubude 1945

    Schönen guten Nachmittag,
    hallo Arthur,

    hast Du schon einmal versucht, über den Kirchlichen Suchdienst (in Stuttgart) etwas in Erfahrung zu bringen? Sie vermitteln Kontakte und können möglicherweise weiterhelfen.

    Viele Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    -----
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)

  3. #3
    Forum-Teilnehmer
    Registriert seit
    22.06.2008
    Beiträge
    291

    Standard AW: Heubude 1945

    Guten Abend Arthur ,
    über den Verbleib der von Dir genannten Familie Schoenfeldt kann ich Dir als Heubuder leider nichts mitteilen . Meine Eltern und ich hielten uns 1945 im Keller des nach dem großen Fliegerangriff auf Heubude am 27./28.03.1945 einzigen unzerstörten Haus der Dampfbootstraße 3 auf . Auch hier war es so , daß am frühen Morgen des 01.04.1945 die Sowjetsoldaten alle im Keller befindlichen Personen herausholten und in Richtung Danzig schickten . Unterwegs - wir gingen die Dammstraße und Heubuder Straße Richtung Troyl - schlugen mehrfach Granaten , abgefeuert von deutscher Artillerie , ein . Hinter der notdürftig ausgebesserten Breitenbachbrücke , gegenüber der Schule Althof , war ein Kontrollpunkt . Dort wurden von den Sowjetsoldaten Frauen und Kinder nur oberflächlich ( außer Wegnahme von Uhren , Schmuck und Wertgegenständen ) kontrolliert , alle Männer von etwa 14/15 bis 60 Jahren festgenommen . Die Frauen und Kinder wurden dann von Begleitposten bis zum Karrenwall geleitet und lagerten dann 3 Tage dort unter freiem Himmel . Ich erinnere mich , daß die Russen zwar am Tage mitunter Frauen zur Arbeit holten ( Trümmerräumung , Einsammeln von Toten , usw. ) , es aber sonst nicht gestattet war , das Gelände vorerst zu verlassen . Ob jemand auf dem Karrenwall von der Familie Schoenfeldt dabei war , kann ich nicht sagen . In jener Zeit war das Verschwinden von Menschen beinahe eine Alltäglichkeit .
    Es tut mir leid , daß ich Dir zu Deiner Frage nicht helfen kann .
    Viele Grüße - Eudi

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